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Wie der Phönix aus der Asche

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Derazhian Dar'anor Wie der Phönix aus der Asche Der Schwarze Schmetterling...
Ohne eine Regung erkennen zu lassen geht... oder eher schwankt der Elf aus dem Immersangwald durch das große Tor in die Stadt Silbermond... Kurz huscht ein kaum zu erahnendes müdes Lächeln über seine Lippen, als er die vor sich aufragenden Mauern erkennt, ehe er leicht das Gesicht verzieht und schleppenden Schrittes weitergeht. Dunkel ist es am Fuß der Mauer und aus allen Ecken beobachten die Gestalt steinerne Augen, die wohl, wären sie dazu fähig, Geschichten aus vergangenen Jahrtausenden zu erzählen hätten und den Elfen für das verurteilen würden, was er ist. Allzu klein und eingeschüchtert unter dem Blick der riesigen Statuen in den Nischen des Tores schleicht er sich förmlich in das Herz des Hohen Reiches und bleibt tief luftholend am Eingang zur Straße der Urahnen stehen. Es ist nicht lange her, dass er hier war, aber damals war er noch ein ehrbarer Feuermagier gewesen, der nicht für den Tod eines anderen verantwortlich war und auch nicht diese Schuld mit einer noch viel größeren versucht hatte zu tilgen. Für Sekunden schweift der Blick der Gestalt über die marmornen Mauern und die prachtvollen goldenen Verzierungen, all diese Pracht und den Ruhm seines Volkes, an dem er eine solch große Schuld trägt, ehe sich der Kopf der Gestalt unter der schwarzen Kapuze senkt und er seinen Weg durch die Stadt fortsetzt. Die Wachen treten einige Schritte vor, als er sie passiert, scheinen ihn dann aber als ungefährlich zu betrachten und ziehen sich wieder in ihre Positionen zurück. All das registriert die gebeugte Gestalt nur mit einem müden Grinsen, das unter der Kapuze nicht zu sehen ist und geht einfach weiter. Eine Hand auf den rechten Oberarm gedrückt und eine ein wenig blutverschmierte dunkle Robe am Körper wankt er zielsicher auf ein kleines, unterirdisches Gebäude in der gemeinhin als Mördergasse bekannten Straße zu und lehnt sich scheinbar am Ende seiner Kräfte gegen die Wand des Nebengebäudes. Die ungewöhnlich dunklen Steine und das gedämpfte Sonnenlicht, das von Stoffbahnen hoch über den Köpfen der Passanten zwischen den Häusern zu beiden Seiten gespannt ist, machen diese Umgebung zu einem wunderbaren Ort für diesen Elfen. Die Gestalt hebt den Kopf und kurz werden scharf geschnittene Züge und eine feine Narbe entlang dem Wangenknochen sichtbar, ehe beides wieder in den Schatten des dunklen Stoffes verschwindet und sie einige zaghafte Schritte auf die vergleichsweise kleine vor ihm aufragende Tür zugeht. Etwa zwei Meter vor der Stufe hinauf in den Raum holt sie tief Luft und schlägt die Kapuze zurück. Schwarzes Haar in unordentlichen Strähnen fällt über die Schultern und passt hervorragend zu dem sonstigen abgerissenen Auftritt des Mannes. Züge, die an einen Falken erinnern und Augen, die normalerweise wohl aufmerksam seine Umgebung beobachten, werden sichtbar. Kurz schließen sich die Augen des Elfen und er atmet ruhig ein, ehe er den Schritt in den Raum wagt und selbstsicher eine sich nach unten windende Treppe hinunterschreitet. Unten wenden sich sofort alle Blicke der Anwesenden auf den Neuankömmling, der sich nun zur vollen Größe aufrichtet und seinerseits den Raum mustert. Ein in der Luft schwebender Fel-Kristall und einige kleinere darum herumschwebende Körper mit von ausgezehrt wirkenden Elfen belegte Sitzkissen sowie ein archaisch anmutender Altar auf der Hinterseite des Raumes, auf dem ein alter Foliant liegt, auf dessen Pergament in unheilvoller Schrift geschrieben wurde. Eine hochgewachsene in eine rote Robe gekleidete Gestalt tritt vor und sieht den Elfen abschätzend an. Hohe Wangenknochen und strohiges blondes Haar lassen die Gestalt noch beeindruckender werden, als sie ohnehin schon ist, überragt sie doch den schon großgewachsenen Neuankömmling um einige Ellen. Der schwarzhaarige Mann blickt auf, um dem Magister in die Augen sehen zu können. "So seid Ihr also wieder hier, Schattensonne...", spricht der hochgewachsene Elf mit dunkler Stimme. Trotz seiner sichtlichen Schmerzen lässt der angesprochene seinen Arm los und rümpft die Nase. "Ich heiße Dar'anor. Die Mission, auf die Ihr mich schicktet, ist erfüllt. Euer Plan, mich in den Tod laufen zu lassen, gescheitert.". Kalt klingt die Stimme des Elfen, als er dies spricht und sich dann an die Anwesenden richtet. "Vermutlich wird dieser Verräter an seinem Volke hier weiter leben... Aber ich rate euch: Nehmt Euch in Acht vor seiner Zunge." Dann sieht der Mann wieder auf. "Der Plan ist nicht gescheitert, Dar'anor... Und ich werde nicht aufgeben, den Tod meines Bruders zu rächen.". Beinahe ebenso kalt klingt nun der in seine edle Robe gekleidete Magister. Dar'anor verzieht das Gesicht und hebt zynisch eine Braue. "Rache ist nichts, was man langfristig planen sollte, wenn es um etwas Persönliches geht... Ich bin wieder hier... Wie der Phönix aus der Asche...". Mit diesen Worten wendet sich der Mann um und schreitet wankend die Treppe hinauf, ohne einen Blick zurückzuwerfen.

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