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Verschlusssache - 1. Akt

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Inhaltsübersicht Verschlusssache - 1. Akt
Verschlusssache - 1. Akt - Kapitel 2 Verschlusssache - 1. Akt - Kapitel 3


Flori im WunderlandBearbeiten

Lachend kämpfte sich Flori durch das Gras, das ihr bis zum Kinn reichte und sie manchmal auch an der Nase kitzelte. Das Gras war zwar jung und grün, frisch und noch sehr biegsam, dennoch war es sehr mühsam sich durch die Grashalme zu schlängeln. Und sie musste aufpassen, dass sie nicht über die grossen Steine stolperte, die ab und zu mitten im Gras herumlagen.

Das Spiel gefiel hier. Hinter sich hörte sie das gutturale Lachen Ganndors, der sich ebenfalls durch das Gras kämpfte und sie einzuholen versuchte, aber sie war schneller...

Schneller auch als Reinhold, dessen Blondschopf immer wieder links von ihr über dem Gras auftauchte, wenn er in die Luft hopste und auszumachen versuchte, wo sie im Gras versteckt immer weiter lief. Sie musste laut auflachen, wenn er nach jedem Hopser brummend die Verfolgung wieder aufnahm.

Und dann war da noch Norrick irgendwo zu ihrer Rechten, den sie aber nicht sehen konnte. Sie würde fast wetten wollen, dass er sich irgendeine Strategie ausgedacht hatte, um sich anzuschleichen und sie aus zu tricksen.



Sie musste nur die Wiese überwinden und bis zu Talisalia, Fizzip, Billie und all den andren gelangen, die am Rande der Wiese standen und heftig winkten, dann hätte sie gewonnen. Es war ein Spiel. Flori wusste nicht, wieso die Männer versuchten sie aufzuhalten, statt einfach immer weiter bis zum Rand der Wiese zu laufen, als sich plötzlich ein grosser bedrohlicher Schatten auf sie herabsenkte und Indolesco ihr mit ausgebreiteten Armen und hustend den Weg versperrte.

Aufquiekend schlug Flori einen geschickten Haken nach rechts und wäre beinahe Reinhold vor die Füsse gestolpert, weil sie einen Stein übersehen hatte. Reflexartig breitete sie ihre silbrig schimmernden Flügel aus und schoss lachend senkrecht in die Luft. Immer weiter.. immer höher. Sie presste die Hände eng an die Oberschenkel, während die Flügelchen immer schneller schlugen. Das lachende Gesicht dem Mond zugewandt erreichte sie nach kurzer Zeit eine Geschwindigkeit wie eine Rakete. Die Flügel hörten auf zu schlagen und schlossen sich stattdessen wie eine schützende Hülle um ihren Körper und mit einem grossen Bogen schoss sie um den Mond herum und liess sich dann wieder zur Erde fallen.



Wie eine Sternschnuppe zog sie eine leuchtende Spur hinter sich her, als sie wieder der Erde entgegenfiel. Sie wusste, dass manche Menschen auf der Erde die Sternschnuppe beobachtet hatten und sich jetzt sicher etwas wünschten. Weit über dem Boden breitete sie wieder ihre Flügel aus und und suchte mit den Augen den Boden ab nach den Menschen, die sie bei ihrem Flug zurück gelassen hatte.

Weit entfernt standen sie am Rand der Wiese und schauten in den Himmel hinauf, aber sie konnte auf die Entfernung die Gesichter nicht erkennen. Sie wirkten wie das dunkle Wasser des Meeres, das wogte und ab und zu Wellen schlug.

Sie würde nicht wieder zu ihnen zurückkehren. Sie waren anders. Sie konnten nicht die Flügel ausbreiten und ihr in die unendlichen Weiten des Himmels folgen. Keiner von ihnen konnte die Unbeschwertheit des Lebens hinter dem Mond so erleben und geniessen wie sie und so vergass sie sie einfach....



Die Sonne strahlt immer heller
WoWScrnShot 042610 161342.jpg

Flori fliegt


wenn sie dich von fern erfreut.
Weshalb willst du zu den Menschen?
Doch das hast du schnell bereut!
Schau deine Welt doch genau an.
Ja, hier wo du fliegst und lebst.
Voll Wunder siehst du das All dann.
Sag selbst was du noch erstrebst!

Hinter dem Mond, hinter dem Mond!
Wo strahl´n die Sterne besser und heller
als es hier wär?
Die drunten schuften wie verrückt,
drum wirken sie auch so bedrückt.
Wo hasst man streben, wo lebt man eben?
Hinter dem Mond!

Bei uns sind die Sterne glücklich,
man tummelt sich und trägt Frack.
Auf Erden bist du nicht glücklich,
du landest in einer Stadt.
Dem Schicksal bist du echt Schnuppe,
du bist schon ein armer Tor.
Hat dein König mal Lust auf Kloppe,
schwupps schickt er Dich ins Moor.

Hinter dem Mond, hinter dem Mond!
Niemand pochiert dich, brät und serviert dich
der Geissel hier zum Verzehr.
Der Mensch hat uns zum Fangen gern,
doch wir sind seinen Angeln fern.
Lass Stress und Hast sein,
Leben muss Spaß sein!
Hinter dem Mond, hinter dem Mond!
Ist es nicht toll hier, ganz wundervoll hier,
voller Esprit! -hihihihi
Sogar die Venus und der Mars,
die geben manchmal richtig Gas.
Hier spielen alle in unendlicher Halle,
hinter dem Mond.
Ja, mir geht‘s toll hier,
ganz wundervoll hier
hinter dem Mond!



Leise sang sie das Lied vor sich hin, als sie wieder auf der Erde landete und die Flügelchen zusammenklappte und sich umschaute: Sie war auf der Bugspitze eines Schiffes gelandet, das gerade in einen Hafen einfuhr. Als das Schiff angelegt hatte, marschierte sie den Matrosen fröhlich zuwinkend von Bord und sah sich neugierig um. Dieses Haus gleich zur Linken, erschien ihr passend und schnurstracks lief sie darauf zu und öffnete die Tür.



Ja, genau, dieses Haus war richtig. Hier würde sie zukünftig wohnen. Vor sich hin summend öffnete sie Schranktüren, rückte Stühle und warf etwas Holz in den Kamin. Sie wollte es sich gerade auf einer Bank gemütlich machen, als ein kleines Wesen vor ihr auftauchte, das ihr wohl gerade bis zum Knie reichte. Verwirrt blinzelte sie auf das Wesen herab und fragte es, was es denn in ihrem Haus tue....


1.Tag Theramore...Bearbeiten

Der Tag, an dem ich nicht Floreanna Zaubermond trafBearbeiten

Ich habe Floreanna Zaubermond getroffen. Nach all den Dingen, die ich über sie wusste, habe ich mir ein erstes Treffen immer sehr interessant vorgestellt, aber nun, da wir uns begegneten ist alles irgendwie ganz anders.
Es war ein schöner Montagabend, als ich erfolgreich bei den "Flammen der Hoffnung" aufgenommen wurde. Es waren viele Mitglieder der Gemeinschaft dort und unter ihnen natürlich Ganndor. Wir überlegten gerade, wie man eine schöne Ballnacht planen könnte, als einige bemerkten, dass sich jemand im Gildenhaus befand, der da wohl offensichtlich nichts zu suchen hatte. Und dann erkannte Ganndor die Stimme, jener fremden Person. Sie gehörte zu Floreanna Zaubermond. Für kurze Zeit zog sich alles in mir zusammen, aber ich bemühte mich mir nichts anmerken zu lassen - das hatte ich in all den Jahren bis zur Perfektion gelernt.
Viele "Flammen" gingen nach unten, um nachzusehen, was dort vor sich ging. Als auch Ganndor ging wurde ich ziemlich wütend und zugleich erschrak ich mich. Ich war noch nie eifersüchtig gewesen.
Und dann dieser Satz, den Tevarion sprach: "Wenn es DIE Floreanna ist, bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu gehen."
Was hatte das zu bedeuten? Ich kenne Ganndor schon länger und ich weiß von einigen Frauen, die ihn ein Teil seines Lebens begleiteten und dann gibt es gewiss noch welche, von denen ich nichts weiß. Wer konnte mir eigentlich sagen, dass es bei mir etwas anderes sein könnte, als ein kurzer Weg?

Die Frau die ich dann zu sehen bekam, hatte nicht viel gemein mit der Frau, die ich mir vorstellte. Sie trug eine Robe und eine Haube. Ich sah nur einen kleinen Teil ihres Gesichts und als sie sprach wirkte sie so verängstigt, dass sich sämtliche Wut in mir auflöste.
Aber als ob das nicht genug wäre, sagte diese Frau, dass sie nicht Floreanna Zaubermond sei.



Eingestellt von Vela





Dein Spiel - meine RegelnBearbeiten

Ganndor versuchte auf Floreanna, die nicht Floreanna war, einzureden. Er sagte ihr auf den Kopf zu wer sie war und fragte sie, was sie mit "Shan'do" angestellt hätte. Floreanna gab sich unwissend und wich vor Ganndor zurück. Sie sagte immerzu, sie sei nicht Floreanna, sondern Flori. Sie schien sich an nichts zu erinnern. Und Angst lag in ihrem Blick. Angst.
Tevarion geleitete Floreanna nach draußen und redete dort wohl beruhigend auf sie ein, Ganndor folgte den beiden und ich folgte wiederum Ganndor.
Marilla hätte wohl an dieser Stelle gefragt: "Und wer folgt dir?"
Aber Marilla schob ich aus meinen Gedanken, weit weg, bis sie immer kleiner wurde und ihre Stimme verstummte.
Floreanna wurde sogleich wieder hysterisch, als sie Ganndor sah und Tevarion versuchte Ganndor auf Distanz zu halten. Als ich glaubte ungefähr zu verstehen, was Tevarion vor hatte, berührte ich Ganndor am Arm und ging mit ihm in Richtung der Pferdeställe, um dort allein mit ihm zu sprechen. Es erschien mir am wichtigsten, dass sich unser aller Gemüter ersteinmal wieder beruhigten.
Ich setzte mich auf einen Strohballen und wäre die Situation nicht so wie sie wäre; wäre Floreanna nicht aufgetaucht, dann wäre ich wohl empfänglich gewesen für die Romantik, die mit dieser Situation verwoben war. Aber ohne Floreanna wäre ich gar nicht erst dort gewesen.
Ganndor und ich berieten uns und beschlossen erst einmal ihr Spielchen - sollte es eines sein, was Ganndor stark vermutete - mitzuspielen. Nach unseren Regeln. Wir würden auf sie eingehen und zu einem passenden Moment zuschlagen.
Als wir zurück gingen, hatte ich mich fest unter Kontrolle. Ich war in eine Rolle geschlüpft, wieder einmal. So viele hatte es schon gegeben. Die verschiedenen Rollen beim Wagen, Lanea, Myramae und nun meine Größte: Vela von Wolkenstein spielt sich selbst.




Eingestellt von Vela


GeneralprobeBearbeiten

Als wir wieder zu Flori gingen, stand sie etwas entfernt vom Gildenhaus, auf einem kleinen Weg. Ich bat Ganndor zu warten und ging dichter auf sie zu. Kurz vor ihr stoppte ich und hielt ihr eine Hand entgegen. "Ich bin Vela", sagte ich zu ihr, ganz leise. Ich weiß nicht mehr genau was sie sagte, aber sie ließ mich sie am Arm berühren. Ich führte sie in Richtung des Gasthauses, Ganndor und ein Gnom folgten uns in einem kleinen Abstand.
Flori redete wie ein Kind. Sie erzählte von der Schiffahrt, wie sehr sie ihr gefallen hat und das es nach ihrem Geschmack noch mehr hätte schaukeln können.
Im Gasthaus stellten Flori und ich uns ans Feuer. Ich suchte mir immer den Weg zum Feuer und Flori schien es nicht anders zu gehen. Ganndor bestellte für uns etwas zu trinken und langsam beruhigte ich mich wieder.
Was sollten wir mit Flori machen? Auf sich allein gestellt würde sie nicht weit kommen, sie könnte leicht in die falschen Hände geraten. Bidrok, der Gnom, machte den Vorschlag sie in die Abtei nach Northshire zu bringen. Dort kümmerte man sich um "Leute wie sie".
Die Nacht über würden wir im Gasthaus bleiben und am nächsten Tag aufbrechen.
Unsere Zimmer lagen gleich nebeneinander. Falls etwas sein sollte, könnte Flori nach mir rufen.
Aber was sollte schon sein? Und warum machte ich mir darüber überhaupt Gedanken?


Mit freundlicher Genehmigung von Vela und ihrer Seite

http://vela-von-wolkenstein.blogspot.com/2010/04/der-tag-dem-ich-nicht-floreanna.html




Flori war verwirrt. Vela und dieser Ganndor (er kann sie bestimmt nicht leiden.. bestimmt nicht!) hatten sie in dieses Gasthaus mitgenommen, wo sie jetzt wohnen sollte. Wieso konnte sie nicht einfach zu Hause wohnen bleiben? Und dann gaben ihr Vela und Ganndor auch noch ein kleines Zimmer in dem sie bleiben und schlafen sollte.... allein! Sie wollte hier nicht bleiben! Sie liess die Tür offen und lauschte auf die Geräusche, die aus dem Nebenzimmer drangen, bis es dort endlich still wurde, dann schlich sie auf Zehenspitzen wieder aus dem Gasthaus und rannte quer durch die Stadt zurück … nach Hause.

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