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Dies ist die sechste Predigt von Ilona - zum Nachlesen.


"Licht mit Euch, Schwestern und Brüder, Bürger und Reisende!

Mein Name ist Schwester Ilona Hellweg und ich bin gekommen, um zu Euch zu sprechen. Es freut mich sehr, dass ihr Euch die Zeit genommen habt, meinen Worten zu lauschen, die Euch zum Nachdenken anregen sollen.
Ich freue mich über neue Gesichter in dieser Runde wie auch über bekannte Gesichter, welche auch schon beim letzten Mal auf diesen Plätzen saßen, um mir zu zuhören.

Ich möchte, da wir in naher Zukunft kein bedeutsames Fest erwarten, heute Abend gerne eine Predigt halten, die ich schon einmal gehalten habe. Sie wurde sehr gut aufgenommen und gelobt, was mir sehr schmeichelt, und ich habe mich entschlossen, dass ich auch anderen Zuhörern die Möglichkeit geben will, eben dieser Predigt zu lauschen, wenn sie es beim ersten Mal nicht getan haben oder aus irgendeinem Grund verhindert waren.

Das heilige Licht hat uns drei Tugenden mit auf den Weg gegeben und eine davon soll auch Anlass der heutigen Predigt sein:
Die Geduld – sie ist eine Tugend. Sie ist nicht *nur * eine Tugend; sie ist auch eine der drei Tugenden des heiligen Lichts, die das heilige Licht uns mit auf den Weg gegeben hat, sie zu erfüllen. Und die Ungeduld ist das genaue Gegenteil. Aber was genau ist Geduld – und was ihr Gegenteil? Lasst es mich Euch am Gegenteil der Tugend, der Ungeduld, erklären.
In einer meiner Predigten sprach ich bereits von der Zeit und unserer Position in ihr, dass wir mit der Zeit gehen müssen und unser Handeln in der Gegenwart darauf ausrichten sollten, die Zukunft für uns und die nachfolgenden Generationen so zu gestalten, dass niemand von uns unter Umständen leben muss, die unsere Würde vermindern. Doch es gibt viele Dinge, die Zeit brauchen. Das Gras wird nicht schneller wachsen, weil ihr daran zieht – gleich, wie oft oder wie stark. Ihr werdet es höchstens aus der Erde reißen.
„Gut Ding will Weile haben“, heißt es und das stimmt.

Es gibt viele Dinge, die die Zeit, die sie beanspruchen, auch brauchen.
Aber jeder von uns ist in seinem Leben ungeduldig, weil es oft so schwer ist, zu warten: Die Zeit soll schneller vergehen, damit endlich das, was wir uns wünschen, eintrifft, was auch immer es sei. Wir leben in diesem Zeitgefüge, in dem alles – auch zeitlich gesehen – vom Licht festgelegt ist.
Wenn wir nicht warten können, bis das Essen endlich fertig ist, und wir es am liebsten jetzt schon auf dem Tisch hätten, ist das Ungeduld: Kochen braucht nun mal seine Zeit.
Wenn wir nicht warten können, bis unser Freund endlich zu uns kommt, weil er verhindert ist und deshalb nicht früher da sein kann, ist das Ungeduld: Wir können es nicht ändern, dass es vorher noch verhindert ist – und das braucht seine Zeit.
Wenn wir nicht warten können, bis das Gras endlich hoch gewachsen ist, ist das Ungeduld: Denn das Gras gehört zur Natur und es dauert, bis es wächst.

Das ist also Ungeduld. Kommen wir also zurück auf die Geduld, die Tugend, von der die Predigt handelt: Geduld ist die Tugend, *nicht* ungeduldig zu sein, sondern warten zu können, seine Bedürfnisse zurückstellen zu können für den Lauf der Zeit und den Plan des heiligen Lichts, in welchem schon geschrieben steht, was wie viel Zeit in Anspruch nimmt und nehmen wird.


Verehrte Zuhörer, kommt Zeit, kommt Rat.
Die Geduld ist eine Tugend des heiligen Lichts, denn alles braucht seine Zeit und wir müssen geduldig sein und hinnehmen können, dass eben alles seine Zeit braucht und wir die Zeit nicht beschleunigen können. Im Plan des heiligen Lichts ist nicht nur vorgesehen, was wie, wo und wann geschieht, sondern auch, wie viel Zeit es braucht, um zu reifen.
Die Zeit, die zwischen uns und etwas, das wir uns wünschen, steht, aber noch nicht in Erfüllung gehen kann, müssen wir als eine Prüfung sehen. Diese Prüfung ist eine Hürde auf unserem Lebensweg; eine von vielen. Aber wir müssen sie überwinden wie die anderen auch, das heilige Licht wird uns dabei zur Seite stehen, um uns zu helfen und dazu gehört die Tugend, geduldig zu sein, denn alles geschieht zu seiner Zeit.

Ich bitte Euch, werte Zuhörer, denkt an die Tugend der Geduld, die Tugenden des heiligen Lichts und an Eure Mitmenschen. In der Hoffnung, dass Euch meine Worte zum Nachdenken angeregt haben, wäre es mir ebenso eine Ehre, wenn Ihr auch an diese denken würdet.

Vielen Dank – geht mit dem Licht!"


** = Aufgrund positiver Resonanz habe ich diese Predigt wiederholt.

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