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Allianz 32px Scharlachrote Abordnung
Scharlachroter Kreuzzug
Gründungsdatum: Januar 2008
Zugehörigkeit: Scharlachroter Kreuzzug
Mitglieder: 6-8
Ansprechpartner: IconSmall Human Male Hugh Bennett
IconSmall Human Male Isiden Trueblade
IconSmall Human Female Eari Dawson
Schwerpunkt: RP
Rassenbeschränkung: IconSmall Human MaleIconSmall Human Female Menschen
IconSmall Dwarf Male IconSmall Dwarf Female Zwerge
Klassenbeschränkung: IconSmall Paladin Paladin
IconSmall Warrior Krieger
IconSmall Priest Priester
IconSmall Mage Magier
IconSmall Rogue Schurke
IconSmall Hunter Jäger
Information: Realmforum

Die Scharlachrote Abordnung ist eine kleinere diplomatische Ansammlung von Scharlachroten, welche nicht mit nach Northrend aufgebrochen sind, eine diplomatische Abordnung nach Sturmwind und Umgebung, um genau zu sein, die den politischen Wechsel durch Varians Rückkehr zu ihrem Vorteil nutzen möchte.

Eine kleine Geschichte Bearbeiten

„Scheisswetter.“
„Aye, totale Scheisse. Wie so ziemlich alles hier unten im Süden.“
Captain Bennett musste unter seiner Kapuze unwillkürlich grinsen, verzog sein Gesicht aber fast sofort wieder missmutig, als ihm der nächste Schauer in selbiges klatschte.
Der Himmel schien heute beschlossen zu haben, Sturmwind komplett zu ersaufen, anders konnte sich Hugh Bennett diese schiere Masse an Regen nicht erklären.
Andererseits hatte das Wetter auch seine Vorteile: Wenigstens drückten sich heute nicht allzu viele neugierige dieser Bürger-Spießer auf den Straßen rum und glotzten sich die Augen aus dem Kopf, wenn eine Abteilung Scharlachroter vorbeiritt.
Er warf einen Blick über die Schulter.
Naja… „Abteilung“ war vielleicht eine kleine Übertreibung, 3 Mann waren nun wirklich nicht die Welt.

Vor ein paar Monaten hätten wir ganze Legionen hierhin schicken können. Verdammte Geissel, verdammte Todesritter.

Aryc nickte ihm grummelnd zu, als er den Blick seines Captains auffing. „Was meint Ihr, Sir… gibt’s hier unten auch ein paar schöne Mädchen?“
Die missmutige Miene Hughs wurde noch ein wenig intensiver – sofern das denn überhaupt noch möglich war. „Ich wünsche auf dieser Mission keinerlei Vorfälle, das ist doch klar, oder? Wir gehen hier einfach rein, melden uns in der Burg an, warten auf die Anderen, lassen die ihre Arbeit machen und verschwinden wieder nach Norden.“ Isiden – der andere Veteran – meldete sich zu Wort. „Klingt nach einfacher Arbeit, Captain.“ „Ein wenig ZU leicht, vielleicht. Ich hab’ gehört, die bürokratischen Mühlen hier in Sturmwind mahlen langsam. Seeehr langsam.“
Die Gruppe bog um eine Ecke und kam auf einen offenen Platz, an dessen Kopfseite ein gigantisches Gebäude seine Türme und Erker dem bewölkten Himmel entgegen reckte.
„Ist das die Kathedrale, Sir?“
Hugh verdrehte die Augen. „Nein, natürlich nicht, Isiden. Es gibt hier tausende von Gebäuden, die ein derartiges Ausmaß haben und im Zentrum des Kathedralenviertels liegen.“
Aryc ließ sein meckerndes Lachen hören. „Captain, mir wird das Wetter echt zu dumm. Können wir uns nicht endlich ins Trockene begeben?“
Der Offizier nickte zustimmend. „Beeilen wir uns halt ein wenig, wir werden in der Kathedrale erwartet. Vielleicht haben sie hier unten ja mittlerweile Trockentücher erfunden.“

„Ahh… Willkommen, die Herren! Ich freue mich…“
„Klappe. Lagebericht.“
Das kleine Männchen in der Tracht der scharlachroten Priester blinzelte verwirrt. „Wie meinen, Captain?“ „Ich sagte: Lagebericht. Na los, wir haben nicht das ganze Jahr Zeit.“
Während Bruder Crowley sichtbar um Fassung rang, nutzte Hugh die Zeit, um sich in dem kleinen Seitenflügel umzusehen, in dem der scharlachrote Abgesandte residierte.
Vieles erinnerte ihn an das Kloster in Tirisfal: Die kalte, effiziente Inneneinrichtung, die vereinzelten Folterinstrumente und allgemein die düstere Atmosphäre.
Kurz gesagt: Er fühlte sich hier wohl.
Mittlerweile schien Bruder Crowley seine Haltung wiedergewonnen zu haben, auch wenn seine Gesten immer noch leicht pikiert wirkten: „Natürlich, die Herren. Also: Aktuell ist die Sturmwinder Bevölkerung unserer Idee gegenüber recht feindlich gesonnen, was wohl mit diesen Verblendeten vom Ansturm in Nordend zu tun hat. Ich habe der Regierung unterdessen natürlich unser Anliegen vorgetragen, aber bis zum König selbst dringe ich nicht durch. Der wird dauerhaft von seinen Lakaien und Hofschranzen abgeschirmt.“
Captain Bennett nickte knapp. „Gute Vorarbeit, Gesandter. Ab jetzt übernehmen wir. Habt ihr die Abordnung schon im Palast angemeldet?“
„Natürlich. Euch wurden mehrere Zimmer im Blauen Eremiten im Magierviertel als Herberge zugewiesen. Eine nette Absteige, ich habe persönlich dafür Sorge getragen.“
Hugh schnaubte vernehmlich. „Ich hoffe, dass wir diese „nette Absteige“, wie Ihr sie nennt, nicht oft in Anspruch nehmen müssen. In spätestens zwei Wochen will ich wieder vor Corin’s Kreuzzung in meiner Stellung liegen. Egal. Soldaten?“
„Ja, Sir?“
„Sehen wir uns diesen Gasthof mal an.“

Aryc stieß die Tür zum Blauen Eremiten auf.
Dichte Rauschwaden quollen in die kalte Nachtluft, begleitet von zwei betrunkenen Zwergen, die sich gegenseitig prügelnderweise aus einem der Frontfenster hinausbeförderten und direkt vor den Füßen des Captains liegenblieben. „Tatsächlich. Ein reizendes Etablissement.“, kommentierte Isiden die Situation trocken.
„Gehen wir mal rein und schauen’s uns an.“
Im Gegensatz zum äußeren Eindruck war der Blaue Eremit von Innen ganz annehmbar: Die Inneneinrichtung war stilvoll, aber nicht protzig gehalten, die Gäste wirkten friedlich, aber nicht schläfrig.
Zumindest, bis die Gruppe Scharlachroter den Raum betrat.
Auf einmal herrschte Totenstille, jedes Auge schien förmlich an den Neuankömmlingen zu kleben.
Hugh gefiel das nicht und er beeilte sich, zum Tresen zu kommen, wo der Gastwirt schon – wohl in Erwartung einer Schlägerei – sein bestes Porzellan unauffällig außer Reichweite schaffte.
„Eine Reservierung. Vermutlich auf den Namen Bennett.“
Erstaunt blickte der etwas beleibte Patron den Captain an, befleißigte sich dann aber doch, in ein speckiges Buch mit schier unendlichen Zahlenreihen zu blicken, das direkt neben ihm lag.
Seine Augen weiteten sich.
Captain Bennett hätte nun viel erwartet, aber sicherlich nicht, dass der Mann förmlich in eine Endlosschleife an Verbeugungen und Ehrenbezeugungen verfiel.
Bruder Crowley musste bei der Reservierung der Zimmer die Kriegskasse des Kreuzzuges wohl nicht zimperlich behandelt haben.
„Entschuldigt vielmals die Herren… ich wusste ja nicht… ich konnte ja nicht… Verzeihung, Verzeihung, die Herren…. Bin untröstlich…“
Der Wirt war unterdessen immer noch nicht wirklich mit seinen Entschuldigungen voran gekommen, sodass Hugh sich gezwungen sah, ihn zu unterbrechen.
„Jaja, natürlich, guter Mann. Könntet ihr uns dann jetzt die Zimmer zeigen?“

„Captain, mir ist langweilig.“
„Beim Licht, Isiden! Das hast du jetzt in der letzten Stunde wenigstens 23mal gesagt!“
„Es waren 26mal, Captain. Ich hab mitgezählt.“, meldete Aryc sich hilfreich zu Wort.
„Ach, halt die Klappe. Ich kann doch auch nichts dafür, wenn die restliche Truppe sich verspätet. Laut Operationsplanung hätten sie vorgestern schon eintreffen müssen.“
Hugh starrte aus dem Fenster ihres Herbergszimmers. Es regnete immer noch.
„Ich hoffe nur, es ist nichts Besonderes passiert. Denn wenn den Diplomaten etwas zugestoßen sein sollte, können wir die Mission hier unten gleich abschreiben.“
Isiden lehnte sich in seinem Bett zurück und starrte die Wand an. „Ich versteh’ immer noch nicht, warum die nicht gleich mit uns gekommen sind oder wofür wir die überhaupt brauchen.“
„Für’s Verhandeln mit dem König, Idiot!“, fauchte Hugh gereizt.
Er räusperte sich kurz und sprach dann ruhiger weiter.
„Ja, wie gesagt, für’s Verhandeln mit dem Königreich Sturmwind. Da wir keine ausgebildeten Diplomaten sind, müssen wir halt welche aus Herdweiler und dem Kloster heranschaffen. Also dienen wir in dieser Mission nur als Leibgarde der Laberfritzen. Oder wir müssen alles für ihre Ankunft vorbereiten, so wie jetzt.“
„Und doch ist noch keiner gekommen, Captain.“
„Das merk’ ich selber, danke.“
In diesem Moment klopfte es an die Tür, der Wirt schaute herein.
„Wenn die edlen Herren gestatten, aber unten im Schankraum wartet ein Bote auf die Herren.“
Hugh gürtete sich sein Schwert um, während er dem Wirt folgte. „Ah endlich, der wird bestimmt die Ankunft des restlichen Trupps ankündigen.“
Doch diese Hoffnung wurde bald durch einen heillos verdreckten Zwerg zunichte gemacht, der im beschriebenen Raum schon ungeduldig auf die Männer wartete.
„Was gibt’s, Soldat? Wann treffen die Diplomaten ein?“
Dem Zwerg war sichtlich unwohl in seiner Haut. „Nun…ähm… die Diplomaten…nun…“
Ein ungutes Gefühl breitete sich in Hughs Magengegend aus. „Ja, was ist mit denen?“
„Äh… ja, die sind… verhindert. Tot, um’s genauer zu sagen.“
Der Captain musste sich zwingen, nicht unwillkürlich diese halbe Portion anzuspringen und danach in den Tisch zu beißen. „Nun. Dann. Erzähl. Uns. Doch. Wie. Das. Gekommen. Ist.“
„Äh… ja, am Anfang lief’s noch ganz gut, wir segelten oben im Norden planmäßig ab. Aber am dritten Tag der Reise bekamen Bruder Giles – der diplomatische Leiter der Mission – und die restlichen Abgesandten so heftige Seekrankheit, dass wir einen Tag am Ufer anlegen mussten, um eine Genesung zu gewährleisten. Und dann… kamen auf einmal überall Untote her, sie schienen nur darauf gewartet zu haben, dass wir irgendwo an Land gingen. Die Diplomaten wurden zielgerichtet ausgeschaltet, dann verschwanden diese Bastarde wieder.“
Hugh zählte in Gedanken gaaaanz langsam bis 10.
Es half nichts.
„WARUM ZUM NETHER BIN EIGENTLICH IMMER ICH ES, DER VON INKOMPETENTEN IDIOTEN UMGEBEN IST? VERBRENNEN SOLLTE MAN EUCH ALLE!“
„Ihr habt doch immer noch uns, Captain.“, warf Isiden ein.
Könnten Blicke töten, hätten diejenigen, die der Captain dem Soldaten als Antwort zuwarf ganze Landstriche ausradieren können.
Nur mühsam zwang sich Hugh so weit zur Ruhe, als dass er sich noch einmal in halbwegs humanem Ton an den Boten wenden konnte. „Und was sind nun unsere Befehle? Einpacken und in den Norden zurückkehren?“
Der Zwerg war dieses Mal schlau genug, hinter dem Tisch in Deckung zu gehen, bevor er antwortete. „Nein, uns Überlebende erreichte kurz darauf eine Nachricht aus Herdweiler: „Weitermachen wie geplant, weitere Handlungsweise liegt in eigenem Ermessen. Oberkommando kann keine weiteren Ressourcen zur Verfügung stellen.“ Hugh vergrub das Gesicht in den Händen. „Soldaten?“
„Ja, Sir?“
„Lasst mich allein, ich möchte auf einmal nur noch schlafen…“

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