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Orcs Kultur & Charakteristika P&P Sprache


Orcs
Orcs (TCG)
Zugehörigkeit: Horde / Irdener Ring / Alte Horde / Brennende Legion / Diverse
Hauptstadt: Orgrimmar[1]
Anführer: IconSmall Varok Varok Saurfang[2]
Reittier: Reitwolf[1]
Heimatwelt: Draenor[1]
Sprache(n): Orcisch
WoWPedia: Orcs

Die Orcs sind ein ursprünglich von Draenor stammendes Volk welches im Zuge des Ersten und Zweiten Krieges auf Azeroth eingefallen ist. Nach Beendigung des Dritten Krieges ließen sie sich unter Thralls Führung in Durotar nieder.[3] Nachdem Thrall sich ganz seinem Schamanendasein widmete[4] wurden sie von Garrosh Höllschrei, Groms Sohn, angeführt.[5]

Hintergrund Bearbeiten

Entstehung der Orcs Bearbeiten

Chroniken-Icon Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Brecher

Von Magnaron zu Orcs.

In der Frühzeit Draenors wurde die junge Welt von einem Konflikt zwischen der Überwucherung, einem Pflanzenkollektiv, und Grond, einem von Aggramar erschaffenen Verteidiger, geprägt.[6] Im Zuge der Schlachten stürzten immer wieder Teile der riesigen Kreaturen auf die Erde, wo sie neue Formen von Leben hervorbrachten: aus den Trümmern Gronds entwickelten sich die Kolosse, während die Samen und Wurzeln, die Zang, Naanu und Botaan verloren hatten, zur Entstehung zahlreicher einzigartiger Pflanzenwesen führten.[7] Nach dem Ende der Überwucherung rangen die Abkömmlinge über viele Zeitalter hinweg weiter um die Vorherrschaft über Draenors und neue Kreaturen aus Stein und Wurzeln erhoben sich, um in den Krieg einzugreifen. Botaans Explosion hatte zu einer Freisetzung zahlreicher Sporen geführt, von welchen sich einige an die Haut der Magnaron hefteten und sie schwächten. Einige dieser Magnaron verwandelten sich daraufhin in Riesen, welche zur Hälfte aus Fleisch, zur Hälfte aus Stein bestanden und Gronn genannt wurden. Aufgrund der anhaltenden Wirkung der Sporen entwickelte sich eine kleine Gruppe Gronn noch weiter von ihren Wurzeln fort und sie wurden zu den einäuigen Ogron. Aus jenen Ogron wiederum wurden, im Laufe der Jahrtausende, später die Oger und schließlich entstanden aus den Ogern die Orcs. Damit waren die Orcs die kleinsten Geschöpfe in Gronds Ahnenlinie, aber wo es ihnen an Größe und Kraft mangelte, das machten sie durch ihren scharfen Intellekt und ihr Gemeinschaftsgefühl wieder wett. Indem sie sich zusammenschlossen, konnten sie in der harschen Wildnis überleben.[8]

Die ersten Orc-Klans (800 vDP) Bearbeiten

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Übersichtskarte der Orc-Klans in Draenor

Die Orc-Klans Draenors.

Die Zerschlagung der Überwucherung durch die Apexis erlaubte anderen Völkern Draenors, zu wachsen, ohne dass die jungen Gesellschaften sogleich verschlungen werden würden. Während die Gronn die Einsamkeit suchten, versklavten die Ogron die Oger. Die Orcs wiederum waren die kleinsten von Gronds Ahnen und versuchten, sich möglichst von den Landen der Ogron fernzuhalten. Ihre größte Siedlung befand sich in einem gewaltigen Höhlennetzwerk in Gorgrond, wo sie ein karges, aber freies Leben führten.[9]

Durch die Entstehung des Gorianischen Imperiums der Oger um 1000 vDP wurden die Machtverhältnisse auf Draenor auf den Kopf gestellt, da die Oger sowohl Ogron als auch Gronn bezwangen. Die Orcs, die sich nun nicht mehr verstecken mussten, begannen, erstmals dauerhafte Siedlungen an der Oberfläche zu errichten, doch die Blüte hatte auch einen Nachteil: die Bevölkerung der Orcs wuchs derart stark an, dass es zu Spannungen zwischen einzelnen Familien aufgrund der Ressourcenknappheit kam. Bevor es jedoch zu einem katastrophalen Krieg kam, verließen viele Orcs ihre Stammlande und begründeten damit die ersten Klans. Jene, die in Gorgrond zurückblieben, teilten sich in Schwarzfelsorcs, Orcs des Lachenden Schädels, Blitzklingen und Drachenmal. Der Klan des Blutenden Auges sowie die Knochenmalmer fanden ein neues Zuhause im Dschungel von Tanaan, während es die Frostwölfe, die Weißklauen und die Donnerfürsten in die harschen Weiten des Frostfeuergrats verschlug. Drei weitere Klans, die Brennende Klinge, die Rotläufer und die Klingenwindorcs, ließen sich in Talador nieder.[10] Der Schattenmondklan in Nagrand brachte indes die ersten Schamanen hervor, welche ihre Lehren klansübergreifend verbreiteten.[11][12][1][13]

Die Elemente und der Untergang von Goria (403-400 vDP) Bearbeiten

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Orcklans (Chroniken)

Der Untergang von Goria.

Die Orcs, welche nach und nach begannen, an den Rändern des Gorianischen Imperiums zu siedeln, und die Oger gerieten immer wieder in kleinere territoriale Streitigkeiten, welche aber nie zu einem wirklichen Krieg eskalierten. Die Oger selbst pflegten ein durch und durch magisches Reich, welches von den Zaubererkönigen (auch Imperatoren) angeführt wurde und belächelten den Schamanismus der Orcs. Als ihnen die Macht der Elemente schließlich vor Augen geführt wurde, beschlossen die Oger, diese zu unterwerfen und erforschten den Thron der Elemente mit allerlei arkanen Zaubern. Ihre Experimente mündeten in einer Katastrophe, als die Dissonanz zwischen der Magie der Oger und Gronds Restenergie eines Tages in einer Explosion mündete und das Gleichgewicht der Elemente Draenors nachhaltig störte. Die gepeinigten Elemente wandten sich an die orcischen Schamanen, welche sich gezwungen sahen, zu handeln.[14] Die Schamanen versuchten zunächst erfolglos, die Elemente zu besänftigen, welche mit gewaltigen Stürmen das Gleichgewicht Draenors bedrohten, bis Nelgarm, der Schamanen-Älteste des Schattenmondklans, die Orcklans vereinen konnte, um gegen die Oger vorzugehen. Der Krieg breitete sich über ganz Draenor aus und die Oger wurden in die Defensive nach Goria gezwungen.[15]

Als den Ogern bewusst wurde, dass sie die Belagerung nicht ewig aussitzen konnten, da ihnen wichtige Handelsrouten versperrt waren, suchten sie in den gehorteten Apexiskristallen mit Erfolg nach einer Lösung: Eine neue Plage, die "Roten Pocken", breitete sich wie ein Lauffeuer unter den Lagern der Orcs aus. Die Belagerung schien bereits zum Scheitern verurteilt, als Nelgarm einen riskanten Plan vortrug: Man solle die Elemente bitten, Goria zu vernichten, da die Machenschaften der Oger am Thron der Elemente sonst kein Ende nehmen würden. Die Orcs triumphierten schließlich in einem Sturm aus Asche und Trümmern, doch angesichts der zerstörerischen Gewalt, derer auch sie Zeuge geworden waren, erfüllten sie die Elementare mit Furcht. Die Klans gingen daraufhin wieder ihrer eigenen Wege. Die Krankheit der "Roten Pocken" sollte indes nie völlig verschwinden und alle paar Generationen dezimierte ein Ausbruch die Klans. Das Gorianische Imperium sollte sich indes von dem Schlag der Elementare nie wieder erholen.[16]

Der Absturz der Genedar und die Draenei (200 vDP) Bearbeiten

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Absturz der Genedar über Draenor

Der Absturz der Genedar.

Der Absturz der Genedar war auch den Orcs nicht entgangen und zunächst zeigte der Schattenmondklan vor allem Interesse an K'ara, dem "Dunklen Stern", wie sie den Naaru nannten. Als jedoch einige Schamanen dem Wahnsinn verfielen, nachdem sie versucht hatten, K'aras Mächte anzuzapfen, entschied der Klan, dass diese Macht nicht für Sterbliche bestimmt sei und Versuche in dieser Richtung mit Verbannung geahndet werden würden. Stattdessen rückte der "Berg der Geister", Oshu'gun, ins Zentrum der Kultur - die Überreste des Dimensionsschiffes, in dessen Inneren sich K'ure befand, der die Seelen der Orcs anzog. Die Schamanen unternahmen Pilgerreisen, um mit ihren Ahnen zu sprechen und folgten den weisen Worten der Geister.[17]

Die Draenei selbst verdienten, aus Sicht der meisten Orcs, nicht mehr als vorrübergehende Neugierde[18] und die Verbindungen bestanden größtenteils aus kurzweiligen Handelsbeziehungen, da man sich ansonsten meist einfach aus dem Weg ging.[12][19]

Die Haltung gegenüber der Draenei änderte sich nach deren mühelosem Sieg über die Oger, welche um 100 vDP versucht hatten, Goria - nunmehr Shattrath - zurückzuerobern. Die Magien, welche von den Draenei beherrscht wurden, führten zu Misstrauen bei den Orcs und als die Klans 99 vDP zum Kosh'harg-Fest zusammenkamen, war die Situation angespannt. Die meisten Klans kamen jedoch überein, dass Distanz wahren eine geeignete Vorgehensweise sei. Der Klingenwindklan bevorzugte indes eine andere Strategie und griff immer wieder Handelskarawanen an und nahm Draenei als Sklaven. Manche dieser Sklaven brachten für ihre orcischen Herren Kinder zur Welt, welche als "Halbblut-Sprösslinge" sowohl von den Draenei als auch von den Orcs verachtet wurden.[20] Allmählich stellte sich ein Gleichgewicht ein, in welchem zwar kleinere Scharmützel vorkamen, aber bei Begegnungen zwischen Draenei und Orcs nicht zwingend Blut vergossen wurde.[21]

Die schwindende Macht der Oger (um 11 vDP) Bearbeiten

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Schwarzfaust (Chroniken)

Schwarzfaust im Kampf gegen die Oger.

In Nagrand brachen sowohl Kargaths Sklavenaufstand als auch die beständigen Angriffe des Kriegshymnenklans die Macht von Hochfels dauerhaft.[22] Imperator Kelgrok beobachtete diese Entwicklungen von der Speerspießerfestung aus mit wachsender Besorgnis und er war entschlossen, die Herrschaft der Oger über den Frostfeuergrat zurück zu gewinnen. Nach einem Aufstand der Mok'nathal unter Leoroxx, der sich mit den Frostwölfen und Weißklauen verbündete, wurden die Oger auch im Frostfeuergrat vernichtend geschlagen.[23]

Aufstieg der Horde (ab 7 vDP) Bearbeiten

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Kil'jaeden begann unter dessen mit der Korrumpierung der Orcs, indem er zunächst Gul'dan für seine Zwecke einspannte und damit den ersten orcischen Hexenmeister schuf. Gul'dan verdarb den Thron der Elemente mit Teufelsmagie, was die Elemente ins Chaos stürzte und zu zahlreichen Naturkatastrophen führte. Zudem dezimierte eine erneute Welle der Roten Pocken, ebenfalls von Gul'dan hervorgerufen, abermals die Klans.[24] Gewalt und Verzweiflung machten sich zunehmend breit, während Gul'dan Ner'zhuls Vertrauen gewann und als dessen Schüler aufgenommen wurde.[25] Zudem benutzte er den Klingenwindklan, um Hass auf die Draenei zu schüren, indem er ihnen weismachte, die Draenei seien für die Pocken verantwortlich und ihr Blut würde die Elemente besänftigen.[26] Kil'jaeden setzte indes Ner'zhul in dessen Träumen zu und gab sich als dessen verstorbene Gefährtin Rulkan aus und erklärte ihm, er müsse den Draenei den Krieg erklären. Rulkans Warnung wurde als Tatsache von den Orcs aufgenommen, die nur selten dem Rat der Ahnengeister widersprachen und der Gründung der Horde stand nichts mehr im Wege.[27][28]
Schattenrat (Chroniken)

Ner'zhul in der Gewalt des Schattenrats.

Die Debatten unter den verschiedenen Klans dauerten bis spät in die Nacht und sowohl Zagrel als auch Durotan zweifelten zunächst, aber als auch andere Schamanen, darunter Drek'Thar, von ähnlichen Visionen wie jene von Ner'zhul berichteten, sprachen sich fast alle Häuptlinge dafür aus, sich zu vereinen.[29] Der Krieg gegen die Draenei nahm Gestalt an und es kam immer wieder zu Überfällen auf Draeneisiedlungen.[30][31] Im Zuge dieser Gefechte begann sich die Kultur der Orcs zu wandeln und auch Ner'zhul beobachtete mit größter Besorgnis, wie sein Volk immer blutrünstiger wurde.[32][33][34]

Wenngleich die Orcs immer wieder kleinere Siege gegen die Draenei errangen, missfiel Kil'jaeden der Kriegsverlauf in seiner Gesamtheit. Die Verteidigung der vereinten Draenei war stark, während die Orcs oftmals in Klansstreitigkeiten versanken. Kil'jaeden kam zu dem Entschluss, dass die junge Horde einen Anführer bräuchte, hinter welchem sich alle vereint versammeln würden: ein Kriegshäuptling. Die Wahl fiel auf Schwarzfaust vom Schwarzfelsklan, welcher laut Gul'dan die nötige Stärke und Zuversicht besaß, um die Horde zu kontrollieren.[35] Gleichzeitig gedachte Gul'dan, weiterhin über den Schattenrat die Fäden im Hintergrund zu ziehen und Schwarzfaust als Marionette zur Kontrolle über die Horde zu benutzen.[36] Nach und nach öffneten sich immer mehr Orcs der Teufelsmagie - darunter auch Drek'Thar - und Schwarzfaust wurde um 5 vDP schließlich einstimmig zum ersten Kriegshäuptling ausgerufen.[37] Als Kriegshäuptling setzte Schwarzfaust alles daran, die verschiedenen Klans unter einem Banner zu vereinen und ließ eine neue Hauptstadt im Tanaandschungel errichten, die "Zitadelle".[37] Zudem erließ er neue Regeln, um der Horde eine Struktur zu geben.[38] Gul'dan festigte indes die Macht des Schattenrats, indem er die anderen Klans ausspionieren ließ und sich etwaiger Widersacher entledigte.[39] Um die eigenen Armeen zu stärken, beschloss Schwarzfaust Bündnisse mit den Ogern sowie den Mok'nathal, während er die Horde als tyrannischer Kriegshäuptling führte, der keinen Widerspruch duldete.[38]

Mannoroths Blut und die Belagerung von Shattrath (3 vDP)Bearbeiten

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Blutfluch der Orcs

Mannoroths Blut.

Nach der erfolgreichen Einnahme Karabors befand Kil'jaeden, dass es für den geplanten Angriff auf Shattrath mehr bräuchte, als mit Teufelsenergie verstärkte Hexenmeister.[40] Der Eredar erklärte Gul'dan seinen Plan, den Orcs Dämonenblut anbieten zu wollen, welches ihnen überdirdische Macht verleihen würde - und sie im Gegenzug vollständig korrumpieren und auf ewig an den Willen der Legion binden würde. Gul'dan willigte ein.[41]

Der Hexenmeister überzeugte Schwarzfaust, die Orcklans nahe der Zitadelle zu versammeln und offenbarte ein Becken mit Mannoroths glühendem Blut. Er hielt den Ursprung der Flüssigkeit allerdings geheim und verkündete lediglich, dass diese grüne Flüssigkeit ein Geschenk der großzügigen Wesen sei, die die Orcs bereits die Teufelsmagie gelehrt hatten. Grommash Höllschrei war der Erste, der aus dem Kelch der Einheit trank und nur eine Handvoll Orcs hielt sich zurück, darunter Durotan und Orgrim Schicksalshammer.[34][42]

Sie wurden wilder, brutaler. Es gab eine große Zeremonie und irgendeinen Kelch. Die Häuptlinge und die Krieger tranken daraus, zumindest die meisten. Ihre Haut wurde daraufhin hellgrün und ihre Augenfarbe rot. Sie wurden stärker, machtvoller und barbarischer. Und alle ergaben sich dem Blutrausch.[43]
Belagerung von Shattrath

Die Belagerung von Shattrath.

Nach der Zeremonie wurden die blutrünstigen Orcs sogleich auf Shattrath losgelassen.[44][45] Tausende Draenei sollten sterben, als die Bomben an den Mauern einschlugen und die Hexenmeister Höllenbestien entfesselten. Flüsse aus Blut überschwemmten die Straßen, Tempel und Höfe von Shattrath und es dauerte nicht lange, bis die Stadt viel. Neben den erschlagenen Draenei lagen auch viele tote Soldaten der Horde, die ihre bis dato verlustreichste, wenngleich siegreiche Schlacht geschlagen hatten.[46]

Die Säuberung Draenors und das lange Schweigen (um 2 vDP)Bearbeiten

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Nach dem Fall von Shattrath widmete sich Schwarzfaust den übrigen Bewohnern Draenors. Der Klan des Blutenden Auges griff die verbliebenen Ursprünglichen in Farahlon an, während sich der Kriegshymnenklan gemeinsam mit dem Schattenhammer der Oger in Hochfels annahm. Die Frostwölfe, Donnerfürsten und verbliebenen Weißklauen bekämpften die Gronn, Ogron und Magnaron.[47] Eine besondere Herausforderung stellten die Arakkoa der Himmelsnadel dar und Kargath Messerfaust verbündete sich mit den Ausgestoßenen, um die geflügelten Wesen vom Himmel zu holen. Schließlich fiel die Zerschmetterte Hand ihren Verbündeten ebenfalls in den Rücken und die Horde vernichtete mit ihrem Angriff auf die Spitzen von Arak sowohl die Zivilisation der Hocharakkoa als auch fast alle Ausgestoßenen.[48]

Sargeras sah in der Zwischenzeit in den Orcs das perfekte Werkzeug für einen Angriff auf Azeroth. Er befahl Kil'jaeden, jeglichen Kontakt abzubrechen, um die siegestrunkenen Orcs an den Rand der Selbstzerstörung zu treiben. Die Eroberungen hatten Draenor zusehends das Leben entzogen und die Teufelsmagie hatte weite Gebiete in unfruchtbare Wüsten verwandelt. Der drohende Hungerstod machte die Orcs noch aggressiver und da es kaum mehr Feinde gab, die sie angreifen konnten, bekriegten sich die Klans teilweise untereinander.[49][50]

Azeroth und das Dunkle Portal Bearbeiten

Chroniken-Icon Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.

Gul'dan schaffte schließlich Abhilfe: eine neue Welt sollte erobert werden, um den Blutdurst der Orcs zu stillen und zu verhindern, dass sie sich gegenseitig angriffen. Während Gul'dan einen Teil der Orcs mit Schaukämpfen beschäftigte, in welchen sie Nahrungsmittel für ihren Klan erringen konnten, ließ er mittels Medivhs Plänen das Dunkle Portal errichten.[51]

Nachdem das Portal fertiggestellt war, ließ Gul'dan die orcische Armee neu aufstellen und die benötigten Belagerungsmaschinen, welche Monate zuvor in Shattrath ihre Dienste erwiesen hatten, herankarren. Weiterhin befahl er, dass einige Klans auf Draenor zurückzubleiben hätten, darunter der Kriegshymnenklan, welchen Gul'dan aufgrund der Unberechenbarkeit Grommashs nicht dabei haben wollte. Die Eröffnung des Portals gestaltete sich als chaotisch. Gul'dan beabsichtigte, ein Draenei-Kind zu opfern, was Durotan zu verhindern versuchte. Durotans Aufschrei konnte das Kind nicht retten, löste allerdings Chaos unter den Orcs aus. Noch hatte Gul'dan allerdings Verwendung für den Frostwolfklan und eine unmittelbare Bestrafung blieb aus und die Orcs drängten durch das Portal nach Azeroth.[51]

Und so begann die Geschichte unseres Volks auf Azeroth. Wir stürmten aus dem Portal wie der personifizierte Tod, ein Strom von blutlüsternden Mördern, die auf Gemetzel aus waren. Es ist kein Wunder, dass die Menschen uns derart hassten. Viele von ihnen tun das sogar heute noch. Aber vielleicht wird die Geschichte, die ich aufgeschrieben habe, eines Tages von Menschen, Elfen, Gnomen und Zwergen gelesen. Vielleicht werden sie dann verstehen, dass wir auch Leid und Opfer kennen.[52]

Erster und Zweiter Krieg Bearbeiten

Nach ihrer Ankunft überrannten die Orcs das ahnungslose Menschenkönigreich von Sturmwind. Die mächtige Orcarmee, genannt die Horde, wandte sich alsbald nach Norden und marschierte durch die Östlichen Königreiche, bis ihr Sieg zum Greifen nahe schien. Schließlich jedoch führten interne Querelen zur Niederlage der Orcs, und jene, die nicht im Kampf fielen, wurden gejagt und in Gefangenenlagern zusammengetrieben. Einem jungen Sklaven namens Thrall jedoch gelang die Flucht und er schloss sich einer Befreiungsbewegung an, die aus Kriegshäuptling Orgrim Schicksalshammer und anderen freien Orcs bestand. Als Schicksalshammer in der Schlacht fiel, wurde Thrall der neue Kriegshäuptling der Horde und er erbte die gleichnamige Waffe seines Vorgängers, den Schicksalshammer.[1]

Die Invasion KalimdorsBearbeiten

WC3Logo Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft III.
Thrall und sein Volk segelten später über das Meer zu dem fernen Kontinent Kalimdor. In den Wäldern des Eschentals konfrontierten der Kriegshäuptling und sein Mentor, Grommash Höllschrei, Mannoroth. Am Ende gab Grom sein Leben, um den Grubenlord zu töten und um den Blutfluch für immer von den Orcs zu nehmen. Für die Orcs begann ein neues Kapitel: Krieg war nicht mehr die treibende Kraft für ihre Kultur, und sie siedelten sich entlang der Küste Kalimdors an, die Thrall fortan Durotar nannte.[1]

Medivh erschien Thrall in einem Traum, in welchem er versuchte, den Orc vor der bevorstehenden Gefahr der Brennenden Legion zu warnen, und ihn dazu zu bringen, nach Kalimdor zu segeln.[53] Nach Medivhs Prophezeihung stahlen Grommash Höllschrei und Thrall einige Schiffe und segelten ins Unbekannte. Die Durchquerung des Meeres wurde durch den Mahlstrom erschwert, was einige Schäden an den Schiffen zufolge hatte; zudem wurden Thralls Schiffe von jenen von Grom getrennt. So schlachteten die Orcs an dem unbekannten Strand, den sie für Kalimdor hielten, die übrigen Schiffe aus, brachten die Vorräte an Land und errichteten bald ein Lager.[54][55] Zudem verbündeten sie sich mit Cairne Bluthufs Tauren und standen ihnen gegen die Zentauren bei.[56] Während Thrall sich freute, den Tauren gegen die Zentauren helfen zu können, gab ihm Drek'Thar zu verstehen, dass in Wahrheit die Tauren wohl ihnen, den Orcs, helfen würden.[12] Der Kriegshymnenklan hatte sich zwischenzeitlich bis zum Steinkrallengebirge durchgeschlagen und lieferte sich Gefechte mit Jaina Prachtmeers Truppen.[57]

Als die Orcs wieder vereint waren, verbot Thrall derartige Scharmützel und schickte Grom und seine Orcs zum Eschental, um eine Siedlung zu errichten, womit er unwissentlich erneut kriegerische Auseinandersetzungen provozierte. Die Nachtelfen zeigten sich von der Abholzung ihrer Wälder wenig begeistert[58] und Cenarius selbst griff in die Kämpfe ein. Grommash wurde rasch bewusst, dass sein Klan nicht mit herkömmlichen Mitteln gegen den Halbgott bestehen konnte und machte sich auf der Suche nach einer Quelle, welche den Orcs helfen sollte. Er fand schließlich einen Brunnen, welcher von Mannoroths Blut besudelt war und entgegen Thralls Anweisungen tranken Grom und die Kriegshymnenorcs erneut von dem dämonischen Blut. Dies sicherte ihnen den Sieg über Cenarius, brachte sie jedoch erneut unter die Kontrolle des Grubenlords.[59]

In der Zwischenzeit erreichten Thrall und seine Streitkräfte den Steinkrallengipfel[60] und Medivh ermahnte Orcs und Menschen gleichermaßen zur Zusammenarbeit.[61] Anschließend widmeten sie sich dem Kriegshymnenklan und mit Jainas und Cairnes Unterstützung konnten die Orcs aus den Klauen der Dämonen befreit werden[62], bevor sich Thrall und Grom schließlich Mannoroth selbst entgegenstellten.[63]

Weltenbeben Bearbeiten

Roman Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.
Jahre später kehrten der Kriegshäuptling und viele andere zu den Überresten Draenors zurück, nun als die Scherbenwelt bekannt, um einen weiteren Angriff der Brennenden Legion zu verhindern. Dort traf Thrall auf Garrosh, den Sohn des Grom Höllschrei, und überzeugte ihn, sich der Horde anzuschließen und als Berater nach Azeroth zurückzukehren. Garrosh war einer der großen Heerführer während der Schlachten gegen den Lichkönig in Nordend, und auch wegen seines feurigen Temperaments erlangte er einigen Ruhm.[1]

Garroshs Änderungen in Orgrimmar und die Glorifizierung der alten, kämpferischen Horde stießen unter den Orcs auf breiten Zuspruch.[64]

Zusätzlich zu seinen Pflichten als Anführer der Horde war Thrall auch ein überzeugter Schamane und verfügte über eine enge Verbindung zu den Elementen. Als er mehrere Störungen auf der Elementarebene wahrnahm, wusste Thrall, dass er als Kriegshäuptling zurücktreten und seine Zeit der Untersuchung dieser Störung widmen musste, auf dass Azeroth nicht in Chaos verfallen würde. Bei den ihm zur Verfügung stehenden Optionen war sich Thrall sicher, dass Garrosh der beste Kandidat für den Posten des Kriegshäuptlings war. Doch ist der impulsive, junge Höllschrei weitaus aggressiver als sein diplomatischer Vorgänger. Da der nicht minder jähzornige König Varian Wrynn auf dem Thron von Sturmwind sitzt, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Orcs ihre weit gerühmte Kraft mehr denn je brauchen werden.[1]

Anmerkungen Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Offizielle Seite, 19.7.2013
  2. Vor dem Sturm, Kap. 2
  3. Warcraft III: Reign of Chaos
  4. World of Warcraft: Cataclysm
  5. World of Warcraft: Mists of Pandaria
  6. Chroniken, Bd. 2, S. 12-13
  7. Chroniken, Bd. 2, S. 16
  8. Chroniken, Bd. 2, S. 19
  9. Chroniken, Bd. 2, S. 36
  10. Chroniken, Bd. 2, S. 38-39
  11. Chroniken, Bd. 2, S. 42-44
  12. 12,0 12,1 12,2 Aufstieg der Horde, Kap. 2
  13. Der Letzte Wächter, Kap. 11
  14. Chroniken, Bd. 2, S. 46
  15. Chroniken, Bd. 2, S. 47
  16. Chroniken, Bd. 2, S. 47-49
  17. Chroniken, Bd. 2, S. 54
  18. Chroniken, Bd. 2, S. 55
  19. Aufstieg der Horde, Kap. 5
  20. Chroniken, Bd. 2, S. 56-57
  21. Chroniken, Bd. 2, S. 57
  22. Chroniken, Bd. 2, S. 64-66
  23. Chroniken, Bd. 2, S. 66-67
  24. Chroniken, Bd. 2, S. 68-69
  25. Chroniken, Bd. 2, S. 70
  26. Chroniken, Bd. 2, S. 71
  27. Aufstieg der Horde, Kap. 7
  28. Chroniken, Bd. 2, S. 73
  29. Chroniken, Bd. 2, S. 74
  30. Aufstieg der Horde, Kap. 8
  31. Aufstieg der Horde, Kap. 15
  32. Chroniken, Bd. 2, S. 75
  33. Aufstieg der Horde, Kap. 18
  34. 34,0 34,1 Aufstieg der Horde, Kap. 19
  35. Chroniken, Bd. 2, S. 77
  36. Chroniken, Bd. 2, S. 78
  37. 37,0 37,1 Chroniken, Bd. 2, S. 81
  38. 38,0 38,1 Chroniken, Bd. 2, S. 82
  39. Chroniken, Bd. 2, S. 78-79
  40. Chroniken, Bd. 2, S. 87
  41. Chroniken, Bd. 2, S. 88
  42. Chroniken, Bd. 2, S. 88-89
  43. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 7
  44. Aufstieg der Horde, Kap. 20
  45. Chroniken, Bd. 2, S. 89
  46. Chroniken, Bd. 2, S. 92
  47. Chroniken, Bd. 2, S. 96-97
  48. Chroniken, Bd. 2, S. 97-98
  49. Aufstieg der Horde, Kap. 21
  50. Chroniken, Bd. 2, S. 98-99
  51. 51,0 51,1 Aufstieg der Horde, Kap. 22
  52. Aufstieg der Horde, Epilog
  53. Video Thralls Vision
  54. Thrall: Drachendämmerung, Kap. 8
  55. Orckampagne 1: An Land!
  56. Orckampagne 2: Der lange Marsch
  57. Orckampagne 3: Der Ruf der Warsong
  58. Orckampagne 4: Die Geister von Ashenvale
  59. Orckampagne 5: Der Schattenjäger
  60. Orckampagne 6: Im Reich der Flügeldrachen
  61. Orckampagne 7: Das Orakel
  62. Orckampagne 8: Von Dämonen gejagt
  63. Video Hellscreams Tod
  64. Weltenbeben, Kap. 19


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