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Ner'zhul

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Ner'zhul Der Lichkönig Warlords of Draenor


Ner'zhul
Nerzhul.jpg
Volk: IconSmall Orc Male.gifIconSmall Orc Female.gif Orcs
Zugehörigkeit: (Alte) Horde[1]
Klasse: IconSmall Shaman.gif Schamane
IconSmall Warlock.gif Hexenmeister
Position: Häuptling des Schattenmondklans (ehem.)[2]
Lichkönig (ehem.)
Status: Verstorben[1]
Familie: IconSmall Mag'har Female.gif Rulkan () (Gefährtin)[1]
WoWPedia: Ner'zhul

Ner'zhul war der erste Orc auf Draenor, der jemals Kontakt mit den Dämonen hatte. Als oberster und am meisten respektierter Schamane der Orcs und Häuptling des Schattenmondklans war er für den Dämonenlord Kil'jaeden das perfekte Ziel.

Hintergrund Bearbeiten

DraenorBearbeiten

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

Ner'zhul galt als ehrenhaft und weise, welcher zum Wohle aller und nicht nur seines eigenen Klans gewirkt hatte.[3] Solange sich Durotan erinnern konnte, führte Ner'zhul die Schamanen an und seine herausragenden Fähigkeiten verleiteten den jungen Orc dazu, Ner'zhul als von den Ahnen begünstigt anzusehen. Gemeinsam mit seinem damaligen Schüler Gul'dan nahm er einige Zeit vor Ausbruch des Ersten Krieges am Herbst-Kosh'harg teil.[4]

Er war es auch gewesen, der das merkwürdige Geschenk des Wissens und der Macht von den Geistern der Ahnen mitgebracht hatte. Und er hatte die engen Bindungen zwischen den Clans angeregt und gefestigt. Eine Zeit lang war alles gut gegangen. Doch dann hatten die Geister sich als falsch erwiesen. Und ihre eigenen Ahnen weigerten sich aus Wut, noch mit ihnen zu sprechen. Die Schamanen hatten ihre Kräfte verloren, wodurch ihre Clans die Verteidigung gegen magische Angriffe einbüßten.[3]

Nach Garads Tod einige Zeit vor dem Ausbruch des Kriegs gegen die Draenei wurde er vom Geist seiner verstorbenen Frau Rulkan besucht - oder zumindest von einem Geist, den er für Rulkan hielt. Die Worte Rulkans verleiteten ihn dazu, ein Schreiben an die übrigen Häuptlinge zu schicken, in welchem er um ein dringliches Treffen am Heiligen Berg bat. Durotan zufolge wirkte Ner'zhul um Jahre gealtert, seit er ihn zum letzten Mal gesehen hatte, dünner und mit gehetztem Blick.[5] Als alle Klans versammelt waren, offenbarte er ihnen, dass die Ahnen ihm von einer großen Bedrohung berichtet hätten: den Draenei. Die Klansoberhäupter sollten sich anschließend beraten und, so sie Ner'zhuls Wunsch Folge leisten würden, sich zu einer großen Streitmacht verbinden.[6]

Während die Kriegsvorbereitungen voranschritten, suchte Kil'jaeden ihn in der Gestalt Rulkans erneut auf und berichtete ihm von Mächten, welche den Orcs helfen könnten. Nach einem erfolgreichen ersten Überfall des Schwarzfelsklans auf eine Gruppe Draenei nahe Telmor besuchte ihn schließlich Kil'jaeden in all seiner Glorie.[7]

Ner'zhul riskierte einen Blick auf das Wesen. Es war riesig, strahlend und rot, mit einem kraftvollen Körper und Beinen, die in Hufen endeten und nach hinten gebogen waren wie bei einem Talbuk...... oder wie bei einem Draenei![7]

Im Zuge der vermehrten Angriffe suchte Kil'jaeden den Schamanen immer häufiger auf. Wenngleich Ner'zhul beklagte, nicht länger Rulkan sehen zu können, erfüllte Kil'jaedens Lob sein Herz mit Freude. Gleichzeitig allerdings schien sich in Ner'zhul auch ein gewisser Widerstand zu regen, wenn ihm sowohl Kil'jaedens als auch Gul'dans Ausführungen zu extrem erschienen. Er verurteilte die Tötung eines unbewaffneten Kuriers der Draenei, welcher ein Schreiben von Velen überbrachte, der wiederum um ein Treffen bat. Er widersprach ebenfalls Gul'dans ursprünglicher Idee, Velen bei dem Treffen schlicht zu töten. Stattdessen sollte der Prophet der Draenei vom Frostwolfklan gefangengenommen werden.[8] Durotan führte den Befehl zunächst aus, entschied sich aber nach einem Gespräch mit Velen, die Draenei wieder ziehen zu lassen.[9] Ner'zhuls Begeisterung hielt sich freilich in Grenzen. Wut über Durotans Handlung vermischte sich mit Angst, wie Kil'jaeden reagieren würde. Zudem befand er sich in einer Zwickmühle, da eine Bestrafung Durotans die Loyalität des Frostwolfklans aufs Spiel setzte, keine Bestrafung wiederum seine eigene Autorität in Frage stellte. Durotan übergab ihm die zwei Splitter des Kristalls von Ata'mal, welche die Orcs Velen abgenommen hatten, und verabschiedete sich wieder. Kil'jaeden zeigte sich ebenfalls nicht erfreut und gab Ner'zhul zu verstehen, dass dieser seinen Willen zu befolgen habe. Von Zweifeln geplagt beschloss Ner'zhul schließlich, zum Oshu'gun zu reiten und die Quelle der Weisheit aufzusuchen, um mit den Ahnen zu kommunizieren. Das, was die tatsächlichen Ahnen ihm allerdings mitzuteilen gedachten, ließ ihn erstarren. Rulkan selbst bezeichnete ihn als Verräter an den Orcs und gab ihm zu verstehen, dass es nichts gäbe, was er je tun könnte, um in den Augen der Ahnen wieder würdig zu sein. Als sich weitere Stimmen hinzugesellten dämmerte Ner'zhul, dass er in die Irre geführt worden war.[10]

Zurück in seinem Zelt wurde er sogleich von Kil'jaeden zur Rede gestellt. Ner'zhul weigerte sich, den Weg weiter zu beschreiten und wurde von Kil'jaeden zum Zusehen verdammt, während dieser in Ner'zhuls Schüler Gul'dan eine mehr als willige Marionette fand.[11][12][3]

Ner'zhul hatte dafür gesorgt, dass die Horde zu jener wilden, unaufhaltsamen Woge von Gewalt wurde, die sie heute darstellte, aber Ner'zhul hatte auch der Mut gefehlt noch weiter zu gehen. Er hatte eine Schwäche für die angeborene Würde seines Volkes.[12]

Ner'zhul war anschließend, nach Gul'dans Übernahme, nur mehr ein Schatten seiner selbst. Wenige Zeit später versammelten sich die Klansanführer vor dem Oshu'gun, da sie eine Erklärung für den Verlust der Kräfte der Schamanen erwarteten. Er wirkte alt und gebrechlich, als er das Wort anstandslos an Gul'dan übergab.[13] In der darauffolgenden Zeit kauerte Ner'zhul zumeist untätig in einer Ecke, während er Gul'dans Erschaffung des Schattenrats beobachtete und an dessen Sitzungen auf Kil'jaedens Wunsch hin schweigend teilnahm.[14] Der alte Orc hatte sich damit abgefunden, dass ihm seine Kräfte geraubt worden waren, sein Wille war allerdings nicht zur Gänze gebrochen und er beschloss, zu handeln. Zusätzlich zu den Schreiben, welche er auf Gul'dans Geheiß an die Kuriere weiterleiten sollte, verfasste er einen Brief an Durotan.[15]

Allianzexpedition nach Draenor Bearbeiten

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

Als die Horde von der Allianz im Zweiten Krieg zurück zum Portal gedrängt wurde, gelangten einige Flüchtlinge noch vor der Schließung durch Khadgar zurück nach Draenor.[16] Unter jenen befand sich Teron Blutschatten, welcher Ner'zhul über Gul'dans Verrat sowie die Niederlage der Horde unterrichtete. Anschließend wurde er Zeuge, als das Portal in sich zusammenfiel.[2] Zwei Jahre später wurde er von Teron Blutschatten und weiteren Todesrittern aufgesucht und Teron erklärte ihm, das Portal könne repariert werden und Ner'zhul solle die Horde erneut anführen. Ner'zhul ließ sich nur schwerlich überzeugen und hatte sich bereits mit seinem Tod abgefunden. Nur mühsam konnte ihn Blutschatten davon überzeugen, dass man lediglich einige Artefakte von Azeroth benötigen würde um dann sowohl Azeroth als auch das sterbende Draenor hinter sich zu lassen und zu neuen Welten aufzubrechen.[17] Zu diesem Zwecke kontaktierte Ner'zhul anschließend die noch auf Draenor verbliebenen Klanchefs. Er war sich deutlich bewusst, dass mit der Horde etwas passieren musste, so man verhindern wollte dass die Orcklans sich gegenseitig abschlachteten und offenbarte seinen Plan Grommash Höllschrei und Kargath Messerfaust.[18]

All die Arbeit, alles, was ich unternommen habe, um die Horde zu formen, bricht weg, die Klans zerfallen und bekämpfen sich untereinander. Wenn wir dagegen nicht bald etwas unternehmen, werden wir wieder in die alten Zeiten zurückfallen, als die Klans sich nur zum Kämpfen gesehen haben, abgesehen von den jährlichen Treffen... wenn überhaupt![18]

Er schickte Grommash Höllschrei und den Kriegshymnenklan zum Knochenmalmerklan, um jene wenn nötig gewaltsam zu überzeugen und auch um den Schädel des Gul'dan von Hurkan Skullsplinter zu besorgen, welcher zur erneuten Öffnung des Portals benötigt sei.[19] Selbst im Tod vermochte Gul'dans Macht scheinbar ungebrochen zu sein. Sein Schädel flüsterte Ner'zhul stetig zu. Schließlich errichte ihn von Grom die Nachricht, dass sich das Dunkle Portal unter orcischer Kontrolle befinden würde. Er machte Grom Höllschrei und Teron Blutschatten zu seinen Stellvertretern, ersteren für die Klans, letzteren für die Todesritter und Oger.[20]

Nachdem Blutschattens Artefaktbeschaffung auf Azeroth von Erfolg gekrönt war, suchte ihn der Todesritter in Begleitung von Todesschwinge in der Höllenfeuerzitadelle auf. Deutliches Unbehagen bereitete ihm die Anwesenheit des Schwarzen Drachen, welches noch gesteigert wurde, als Todesschwinge den Schädel des Gul'dan an sich nahm. Die Vorbereitungen mussten allerdings weiter getroffen werden.[21] Um seinem Zauber Erfolg zu verleihen, wurde eine spezifische Sternenkonstellation abgewartet, welche auf Draenor alle 547 Jahre auftrat und so man Medivhs Aufzeichnungen Glauben schenkte, einen Fehlschlag eines Zaubers nahezu unmöglich machte.[22]

Nach Monaten des Grübelns stellte Ner'zhul schließlich auch seinen Zauberspruch fertig. Einige Tage vor der bevorstehenden Konjunktion der Gestirne war er zufrieden mit dem Werk, welches den Orcs ermöglichen sollte, in zahllose vitale Welten einzudringen und das sterbende Draenor hinter sich zu lassen. Der ideale Ort für das Ritual war der Schwarze Tempel, auch wenn Ner'zhul selbst ein Schauer über den Rücken lief beim Gedanken, den Ort des Gemetzels an den Draenei erneut zu betreten. Er ließ die Todesritter und die auf Draenor anwesenden Anführer zusammenrufen, Grom Höllschrei sparte er absichtlich aus. Der Anführer des Kriegshymnenklans galt als schwer kontrollierbar und eine Bombe am Dunklen Portal hätte ihm den Garaus machen sollen, er hatte seine Pflicht erfüllt. Gemeinsam mit Kilrogg Totauge, Teron Blutschatten und den Todesrittern brach er schließlich in Richtung Schattenmondtal auf.[23]

Ziemlich bald wurde den Orcs bewusst, dass sich die Allianz an ihre Fersen geheftet hatte und, dem Ablenkungsmanöver an der Höllenfeuerzitadelle zum Trotz, stetig aufholte. Es dauerte nicht lange, bis es zu einem Angriff von Kurdrans Wildhammerzwergen kam. Den Orcs gelang nicht zuletzt durch den magischen Einsatz von Ner'zhul und Blutschatten eine effektive Gegenwehr, zudem nahmen sie einen Zwerg gefangen. Da die Truppen Danaths ihnen aber immer noch auf den Fersen waren, beschloss Ner'zhul, dass man sich in Auchindoun verschanzen sollte - so wenig dieser Gedanke den meisten Orcs auch zusagte. In den Ruinen fanden sich Verbündete, Vorpil und Schwarzherz, welche sie gegen die Allianz unterstützen sollten.[24] Mit Hilfe des Arakkoa Grizzik, des Auchenai Nemuraan sowie der Geister toter Draenei gelang es der Allianz, bis in die Gebetskammer vorzupreschen, in welcher sich u.a. Ner'zhul und Kilrogg aufhielten. Der einäugige Orc stellte sich sodann Danath Trollbann entgegen, während Ner'zhul flüchten konnte.[25]

Am Dach des Schwarzen Tempels hatte er sein Ritual längst begonnen, als die Truppen der Allianz im Schattenmondtal eintrafen.[26] Flankiert von einigen Todesrittern und Angehörigen seines eigenen Klans spürte er die Macht, die von diesem Ort ausging und welche ihm ermöglichte, unermüdlich bereits den ganzen Tag an seinen Zaubern zu arbeiten. So öffnete er zahlreiche Risse in andere Welten, und wenn es nach ihm gegangen wäre, auch gerne soviel, bis jeder Klan seinen eigenen Planeten gehabt hätte. Kurz von einer der Wachen abgelenkt nutze Khadgar die Gelegenheit, ihm das Auge von Dalaran auf magischem Wege abzunehmen. Auch Turalyon und Alleria, welche den Magier begleiteten, schienen ihm nicht wohlgesonnen. Ner'zhul kümmerte sich nicht länger um die anderen Orcs, die vielen Klans, die er zurücklassen würde. Einige Orcs gingen ihm voraus in einen der Dimensionsspalte, dann folgte er hinterher.[27]

Die anderen Orcs sind verloren. Sie haben ihren Zweck erfüllt. Von diesem Punkt an gehört alles, was wir erreichen, uns allein. Ich bin die Horde, und ich werde überleben. Wählt mich - oder wählt den Tod![27]

Kil'jaedens Strafe und die Geißel Bearbeiten

Roman.png Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

Ner'zhuls Flucht war allerdings nicht so erfolgreich wie er sich das erhofft haben mag: seine Reise wurde von Kil'jaeden persönlich unterbrochen, der nun der Schamanen zur Rechenschaft für sein Versagen zog. Als Strafe für seinen Fluchtversuch riss Kil'jaeden ihm das Fleisch von den Knochen und sorgte gleichzeitig dafür, dass er am Leben blieb.[28]

Dann verdrehte er die Finger, seine gespreizte Hand lag auf Ner'zhuls Gesicht, und der Orc-Schamane ließ den Kopf zurückfallen. Ein schrecklicher Schrei kam über seine Lippen, und er wusste, dass es nur der erste von vielen sein würde.[28]

Im Dienste der Brennenden Legion sollte Ner'zhul nach Azeroth zurückkehren und das erreichen, was die Orcs in zwei Kriegen nicht geschafft hatten und der Legion den Pfad nach Azeroth ebnen. Zu diesem Zweck sperrte Kil'jaeden Ner'zhuls Überreste in einen Kristall ein und gab ihm die Macht über die Toten. Daraufhin riss der Dämon auch Ner'zhuls Begleitern das Fleisch von den Knochen und machte sie zu sogenannten Lichs. Sie waren geistig an ihn gebunden und unterlagen vollständig seiner Kontrolle. Der Lichkönig war geboren.[29]

Nuvola apps xmag.png Zum Lichkönig im Detail

Anmerkungen Bearbeiten


IconSmall Orc Male.gif Themenportal Orcs

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