FANDOM



„Rena?“

Immer wenn sie seine Stimme hörte, überkam sie ein Gefühl allertiefster…Verachtung. Alles an diesem Mann brachte sie dazu, sämtliche Barrikaden hochzufahren, über sie sie verfügte. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

„Nein.“

„Ach, komm schon. So langsam wird die unnahbare Zicke aber wirklich langweilig.“

„Es zwingt dich niemand, mit mir zu interagieren!“

Ein Blinzeln aus tiefgrünen Augen. Sie hatte bemerkt, dass es auch langsam in ihren Einzug hielt. Es gefiel ihr nicht.

"Zwingen…? Sollte ich dich denn dazu zwingen? Meinst du, das hat Erfolg? Stehst du mehr auf forsche Männer?“

Sie verdrehte die Augen. Großartig. Dieser anmaßende Elf war nicht nur verdammt anhänglich und aufdringlich, sondern auch noch frech. Dumpf erinnerte sie sich daran, dass ihr Dolch immer griffbereit im linken Stiefel steckte. Frau wusste schließlich nie, wann sich eine Waffe doch als unverzichtbares Accessoire herausstellte.



„Na gut, lassen wir das Thema. …was machst du da?"

„Ich fertige eine Karte an? Belore, bist du jetzt auch noch blind?“


Der blonde Schopf wurde leicht angeschrägt, ehe die Ausgeburt der Dreistigkeit näher hinter sie trat und dicht hinter ihr am Schreibtisch stehen blieb. Rena widerstand dem Drang, ihm ihre Schreibfeder postwendend in die Halsschlagader zu jagen. Ein Idiot mehr oder weniger – würde es denn wirklich auffallen? Manchmal verfluchte sie Arthas dafür, dass er anscheinend die größten Übel am Leben gelassen hatte.



„Das stimmt nicht.“

„…was stimmt nicht?“

„Der Lageplan. Er ist falsch. Die Koordinaten sind nicht korrekt.“

„Tatsächlich? Und du bist jetzt plötzlich ein Experte für dieses Land oder was?“



Sie wusste ganz genau, dass er zu grinsen begonnen hatte. Sie hasste dieses Grinsen. Sie hasste alles an diesem Mann. Die ständig verwuschelte blonde Haarmähne, das belustigte Funkeln in seinem Blick wenn sie ihn harsch zur Ordnung rief, die Art, wie er hektisch mit den Händen wedelte, wenn er seine Unschuld beteuerte. Und das tat er ständig. Wo immer etwas zu Bruch ging, war seine undefinierbare Persönlichkeit ebenfalls aufzufinden. Mittlerweile wollte man ihm nicht einmal mehr einfache Schreibaufgaben überlassen und als seine Vorgesetzte blieb der elende Papierkram nun an ihr hängen.


„Nun…ich schätze schon, Ja.“


Und unverschämt war er auch noch. Rena knirschte leise mit den Zähnen. Natürlich hatte er recht. Zwar war sie seine Vorgesetzte, aber er hatte deutlich mehr Erfahrung. Denn unglaublicher Weise war diese Ausgeburt an Dreistigkeit und Chaos, wenn er einmal nicht nur grinste und alles an flirtete was einen kurzen Rock trug, erstaunlich eloquent und überraschend…vielseitig einsetzbar. Ehemaliger Gardist am Königshof, hatte man ihr gesagt. Das hieß nicht unbedingt, dass er klarer im Kopf sein musste als der Rest der vernebelten Magister, die sich bereits das Hirn weggedröhnt hatten. Sie hätte ihr Gehalt darauf verwettet, dass auch dieses elfische Exemplar mit Blutdisteln und ähnlichen liebäugelte - neben den momentan handelsüblichen Tinkturen und Kristallen.


„Aber du könntest ja trotzdem mit mir ausgehen. Zuviel Dienst ist nicht gut, weißt du? Man sollte auch mal Spaß im Leben haben. Pflicht gut und schön, aber…auf Dauer kann man mit dem Dienst weder einen Trinken gehen, noch Spaß haben.“


…war dieser Elf eigentlich ein Elf? So wie er hinter ihr stand, die Arme leicht verschränkt und immer noch am grinsen, wirkte er eher wie eine schlechte Karikatur. Rena wandte seufzend den Kopf. Ihr kurzes, kinnlanges blondes Haar hang knapp über dem linken Auge. Das Veilchen, welches sich dort entlang zog, war so fast nicht mehr zu sehen. Einen ganzen Moment sah sie ihn einfach nur an und er sah genauso schlicht zurück. Amüsiert, das Lächeln vielleicht ein wenig entrückt, hintergründig zurzeit.



„…ein Glas Sonnentropfen. Nicht mehr. Ich habe zu arbeiten.“


Sofort wurde das Grinsen auf seinem Gesicht ein Strahlen. Fast ein ehrliches. Und genauso fast hätte sie gelächelt. Wann hatte sie überhaupt aufgehört zu lächeln? Seit damals? Nein, noch viel früher. Es war fast ein wenig unheimlich, wie leicht es ihr in seiner Gegenwart doch von den Lippen ging.


„Die Strategin geht mit mir aus? Jetzt hat mein Leben endlich wieder einen Sinn!“

„….der Nether soll dich holen, V.“

„Hey – ich habe einen Namen!“

„Der mir vollkommen egal ist.“

„Oh, ich liebe es, wenn du abweisend wirst…“

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki