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Trauerrede für Torben Bellentor Bearbeiten

Verlust stürzt einen zunächst in tiefe Trauer. Bewältigt man sie, heißt das auch, dass man auf eine bestimmte Weise zu sich selbe findet. Das verlangt allerdings die Erkenntnis, dass man sich bei allem Schmerz nicht selbst verlieren darf!

Geehrte Aimelia Archer, als Verlobte des Verstorbenen, Geehrte Durchlaucht Talisalia Lichtträger als seine Mentorin, Verehrte Freunde des Entschlafenen, werte Trauergäste

ein Weg ist zu Ende, der uns Hinterbliebenen als zu kurz erschien. Zu Ende ein Weg, der mit Ungewissheit einhergeht. Zu Ende ein Weg, eines Menschen der zu ihrem Leben einfach dazugehörte, der eigentlich aus einem gemeinsamen Miteinander nicht wegzudenken war.

Am 26. Januar verschwand Torben Bellentor spurlos, doch wie kann es gelingen dennoch Kraft und Mut zu bewahren?

Liebe Aimelia, besonders sie, haben am heutigen Tag, die wohl schwerste Last zu tragen. Sie sind gezwungen, ihrem Verlobten, für immer Lebewohl zu sagen. Momentan wird jede Erinnerung, die sie in sich tragen, auch wenn sie noch so schön ist, nur weh tun - jeder Gedanke, jedes noch so schöne Erlebnis, es bereitet ihnen Schmerzen. Es scheint so, als gehören ihre Gedanken nicht zu ihnen, sie lassen sich nicht lenken, jede Ablenkung des Alltags, endet immer wieder bei dem Verlust der ihnen widerfahren ist. Ihr Verlobter war der Mensch, der an ihrer Seite war, wenn sie ihn brauchten, der bereit war alles für sie zu geben. Bewahren sie sich diese einzigartige Erinnerung, an ihn, ganz tief in ihrem Herzen. Früher oder später, wenn die Trauer und der Schmerz aus ihrem Innersten gewichen sind, werden sie ohne Wehmut auf gemeinsam erlebtes blicken, sie werden auch wieder lächeln können, wenn sie an ihn denken. Wir sind die Summe unserer Tränen. Zu wenig und der Nährboden unserer Seele ist nicht fruchtbar, zu viel und das beste von uns wird hinfort geschwemmt.

Nun möchte ich mit meinem Worten nicht alles noch schwerer machen, als es ohnehin schon ist. Lassen sie mich ehrend und würdigend auf das Leben von Torben Bellentor blicken.

Über seine Vergangenheit ist wenig bekannt, ebenso über seine Herkunft. Als junger Mann ging Torben zum Militär und die Schrecken des Krieges prägten ihn nachhaltig. Hier trat er die Ausbildung zum Priester an. Er war ein herzensguter Mensch, Stets pflichtbewusst und hilfsbereit. Ungeachtet der Tageszeit konnte man ihn mit eigenen Problemen aufsuchen. Besonders geliebt und geschätzt wurde er von den Waisenkindern für die er sich engagierte. Noch kurz vor seinem Verschwinden wälzte er die Bücher und lernte für seine Prüfungen. Er war ehrgeizig und fleißig und eiferte seinem Vorbild in jeder erdenklichen Weise nach. Sein kurzer Weg war vorbildlich und beispiellos.

Jeder Mensch erwächst zu einem unverwechselbaren und einmaligen Individuum. Wenn sie, geehrte Angehörige, Freunde und Trauergäste, momentan das Gefühl haben, dass alles sinnlos ist - das Leben in seinen kräftigen Farben nur noch grau und düster erscheint, so sind diese Lebensgefühle ganz normal, Trauer nimmt uns den Blick für das wirkliche Leben - aber die Trauer ist es auch, die ihnen helfen kann, ihr Herz zu befreien - wenn sie bereit sind diese Gefühle zu zu lassen - Trauer kann zu Trost werden - aus Schmerzen wächst Dankbarkeit hervor. Dankbarkeit, so einen Menschen wie Ihren Torben zur Seite gehabt zu haben. Seine Hingabe, sein Wohlwollen und seine Fürsorge kennen gelernt zu haben. Seine Hilfsbereitschaft schätzen gelernt zu haben. Sie werden Dankbarkeit empfinden, den Weg des Lebens mit so einem einzigartigen und gutherzigen Menschen gemeinsam gegangen zu sein.


Beerdigung für Iris Sellin Bearbeiten

Alles im Leben hat seine Zeit. Sei es die Zeit der Stille, Zeiten des Schmerzes sowie der Trauer, allen voran jedoch auch die kostbare Zeit der dankbaren Erinnerung.

Liebe Trauergäste, heute ist die Zeit Abschied zu nehmen, Abschied von Iris Sellin. Eine Frau die den meisten durch ihre Bälle und ihren Weinhandel noch gut in Erinnerung ist. Doch war sie viel mehr als das.

Frau Sellin wuchs als Einzelkind in bürgerlichen Verhältnissen auf. Sie galt stets als selbständig und ehrgeizig, ebenso jedoch als geduldige und zuverlässige Person die das Herz am rechten Fleck und stets ein offenes Ohr hatte. Ausgebremst wurde sie dabei höchstens durch ihr eigenes Temperament, welches sie mehrfach straucheln lies.

Die Liebe die sie im weltlichen Leben nie fand, sollte sie im Glauben finden. Denn es gab auch die andere Iris Sellin, jene die das edle Seidenkleid gegen ein Priesterornat tauschte und als Schwester Ilona uns mit Predigten das Herz erhellte und sich für die Waisen und Armen stark machte.

Einen letzten Ball, ein rauschendes Fest hat sie uns noch geschenkt ehe sie bei einem tragischen Unfall ums Leben kam.

Wenn sie, geehrte Freunde und Trauergäste, momentan das Gefühl haben, dass alles sinnlos ist - das Leben in seinen kräftigen Farben nur noch grau und düster erscheint, so sind diese Lebensgefühle ganz normal, Trauer nimmt uns den Blick für das wirkliche Leben - aber die Trauer ist es auch, die ihnen helfen kann, ihr Herz zu befreien - wenn sie bereit sind diese Gefühle zu zu lassen - Trauer kann zu Trost werden - aus Schmerzen wächst Dankbarkeit hervor. Dankbarkeit, so einen Menschen wie Iris Sellin zur Seite gehabt zu haben. Ihre Hingabe und Fürsorge kennen gelernt zu haben. Ihre Hilfsbereitschaft schätzen gelernt zu haben. Sie werden Dankbarkeit empfinden, den Weg des Lebens mit so einem einzigartigen und gutherzigen Menschen gemeinsam gegangen zu sein.

Tief betroffen müssen wir Abschied von Ihr nehmen, denn Ihr Leben wurde unerwartet und schnell beendet. Doch bleiben die Spuren ihres Lebens in Form von Gedanken, Bildern und Augenblicken und wir werden uns immer an sie erinnern.

Werte Trauergäste, lasst uns einen letzten dieser Augenblicke nun erleben. Zu Beginn bekam jeder von Ihnen eine Rose. Während dem nun folgenden Gebet lade ich Sie herzlich ein diese Rose am Grab niederzulegen und für sich selbst in Stille und Dankbarkeit Abschied zu nehmen.

In Dankbarkeit für die gemeinsamen Momente im Glauben legen wir eine Rose an das Grab der Verstorbenen.

Wir danken für einen Glauben, den Sie selbst gelebt hat. Einen Glauben aber auch, den Sie weiter gegeben hat, den Sie uns geschenkt hat.

Einen Glauben an das Gute. Auch an das Gute im Menschen. Einen Glauben an das barmherzige Licht.

Ein Vertrauen, das uns leben lässt. Ein Grund, der uns Halt gibt. Ein Weg, der weiter führt.

Für Ihren Glauben danken wir. Um diesen Glauben beten wir.

Wir legen eine Rose an das Grab der Verstorbenen und danken für Ihre Hoffnung.

Diese Hoffnung hat Sie gebraucht, in all den Herausforderungen Ihres Lebens, in bewegten Zeiten. In all den mühsamen Stunden, wo Sie alle Kraft brauchte, um weiter gehen zu können, um genügend Mut zu haben für den nächsten Schritt.

Und die hat Sie gehabt, diese Hoffnung und Zuversicht, in den Zeiten der Not und in den Zeiten der Finsternis. Sie hat uns damit diese Hoffnung geschenkt, als kostbares Geschenk auf unserem Lebensweg.

Für diese Hoffnung danken wir. Um diese Hoffnung beten wir.

Wir legen eine Rose an das Grab der Verstorbenen und danken für Ihre Freundschaft.

Eine Freundschaft die Sie ungefragt entgegen brachte. Eine Freundschaft die auch bei Problemen und Nöten nicht Halt machte. Eine Freundschaft die Ihr Vermächtnis zum Ausdruck bringt.

Für diese Freundschaft danken wir. Um diese Freundschaft beten wir.

Wir legen eine Rose zum Grab der Verstorbenen und bitten um ihren Frieden.

Frieden im Tode, der niemals gestört werden möge. Frieden und Glückseligkeit die Sie in der ewigen Umarmung des Lichts nun finden möge. Frieden der auch unsere Seelen trösten und wärmen soll.

Für diesen Frieden danken wir. Um diesen Frieden beten wir.

Ich danke Ihnen allen für Ihr kommen und wünsche Ihnen einen geruhsamen und friedlichen Abend.

Predigt zum Tag der Toten Bearbeiten

Leben und Tod gehören zusammen: Jedes Leben hat ein Ende. Der Blick in die Natur, auf alles, was lebt, zeigt uns: Nichts währt ewig. Alles hat ein Ende. Und oft finden wir uns - mehr oder weniger gedankenlos - mit dieser Tatsache ab. Altes Leben vergeht, neues Leben entsteht. So ist der Gang der Welt.

  • Louiza spricht langsam und gut verständlich mit einfühlsamen, unaufgeregten Tönen und dem gewissen Feuer eines Gläubigen.*

Wir werden aber jäh aus dieser Haltung, dass es eben so ist, wie es ist, herausgerissen, wenn in unserer Nähe ein Mensch, ein lieber Mensch stirbt. Mit dem Tod eines nahestehenden Menschen oder sogar eines Familienmitgliedes erscheint uns plötzlich Leben und Tod nicht mehr als etwas zwangsläufiges, dass wir nun einmal hinnehmen müssen. Den Verstorbenen vor Augen, sind wir plötzlich vom Tod selbst betroffen und spüren, dass es weh tut.

Leben und Sterben sind nicht mehr nur irgendwelche Naturgesetzlichkeiten, sondern der Tod hat uns jemanden genommen, der uns lieb und teuer gewesen ist. Naturgesetze sind gefühllos. Das aber ein Mensch nicht mehr unter uns ist, schmerzt.

Mit dem Tod eines jeden Menschen hat dessen Leben ein Ende gefunden. Mit dem Weggang hat alles, was der Mensch in seinem Leben getan hat, etwas endgültiges gewonnen. Die Worte, die er gesprochen hat, kann er nicht mehr zurücknehmen, die Freuden, die er empfunden hat, können nicht mehr getrübt werden. Die Hoffnungen, die Bemühungen, alles, was sein Leben ausgemacht hat, haben nun ein Ende gefunden, und sind damit auch end-gültig.

Mit dem Ende ihres Lebens sind sie aber nicht verloren, ausgewischt oder vergessen. Ganz im Gegenteil: Sie haben ihren festen Platz im Leben dieses Menschen und in unserem Leben. Uns kann sie keiner mehr nehmen, und ihm auch nicht. Der Tod hat seinem Leben und seinem Wirken eine Endgültigkeit verliehen, die sein Leben bewahrt für das, was nach dem Ende kommt.

  • Louiza nimmt ein Weizenkorn aus dem Korb vor ihr und zeigt es in die Runde.*

Vergleicht sich ein Sterbender mit einem Weizenkorn, so merkt er, dass sein Sterben einen Sinn hat, dass er für uns stirbt. Die Weizengarbe ist gestorben. Aber alles, was tief im Weizenkorn steckt, kommt jetzt zur Blüte. In die fruchtbare Erde gelegt, keimt es und bringt alles das, was verborgen war, zur Entfaltung.

Unsere lieben Verstorbenen sind tot. Aber alles, was in ihrem Leben an Endgültigem gewesen ist, all das, was sie tief in sich getragen haben, was in ihrem Leben zutiefst grundgelegt war, wird sich nun entfalten. Die Liebe, die sie verschenkt haben, die Fröhlichkeit, Genügsamkeit, der Glaube, der sie getragen hat - all das, was in ihnen und in uns tief verborgen ist, kann zur Entfaltung kommen indem wir uns daran erinnern und darauf besinnen.

Das Leben ist ein Einüben auf den Tod: Loslassen und verschenken, was uns beseelt. Liebe und Hoffnung und Glauben zur Blüte zu bringen. Wenn das das Anliegen unserer Toten gewesen ist - und wenn das auch unser Anliegen, unser Leben ist - dann werden nicht nur sie, sondern auch wir in Gemeinschaft mit ihnen aufblühen.

Die die uns vorausgehen, lehren uns was richtig und was falsch ist und bieten uns durch unsere Erinnerung an sie und an das was sie taten einen reichen Schatz an Erfahrungen. So sie weise handelten erfahren wir die Früchte ihrer Taten, machten sie Fehler, müssen wir diese nicht wiederholen.

Dennoch: Der Tod schmerzt, und ein Leben, das sich verschenkt, schmerzt, weil wir so viel aufgeben und zurücklassen, weil wir soviel zu verlieren scheinen.

Aber das Wichtigste, das, was wir hier *Louiza berührt ihre Herzgegend.* im Herzen - tragen, das nehmen wir mit und daran wird man sich erinnern. Danach wird man sich richten.

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