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Louiza Gladstone/Märchen

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Schwester Louiza Märchenbuch Gebetsbuch Predigten

Der Bettler der zum Prinzen wird Bearbeiten

Es war einmal ein armer Mann, der konnte seinen einzigen Sohn nicht mehr ernähren. Da sprach der Sohn: „Lieber Vater, es geht euch so kümmerlich, ich falle euch zur Last. Lieber will ich selber fortgehen und sehen, wie ich mein Geld verdiene.“ Da gab ihm der Vater seinen Segen und nahm mit großer Trauer von ihm Abschied. Zu dieser Zeit führte der König Krieg, so trat der Jüngling in seinen Dienst und zog für ihn ins Feld. Und als er vor den Feind kam, so fand eine große Schlacht statt, und es war große Gefahr. Seine Kameraden fielen in großer Zahl. Als der Anführer zu Boden sank, da wollten alle die Flucht ergreifen. Doch der Jüngling trat heraus, sprach ihnen Mut zu und rief: „ Wir wollen unser Vaterland nicht zu Grunde gehen lassen.“ Da folgten die anderen ihm, und er ging auf den Feind los und schlug ihn.

Als der König hörte, dass er ihm allein den Sieg zu verdanken habe, erhob er ihn über alle anderen, gab ihm große Schätze und machte ihn zum Ersten in seinem Reich. Da der Jüngling alles hatte um glücklich zu sein, außer einer Frau, hielt er um die Hand der Prinzessin an. Der König aber wollte seine Tochter nur mit einem mutigen, hilfsbereiten und gescheiten Jungen vermählen, so sagte er zum Jüngling:

„Du hast zwar Tapferkeit und Mut bewiesen, doch ein guter König sollte auch hilfsbereit und gescheit sein. Deswegen darfst du meine Tochter erst heiraten wenn du diese beiden Eigenschaften bewiesen hast.“

Da erwiderte der Jüngling: „Wie soll ich beweisen, dass ich hilfsbereit und gescheit bin?“

„Ich werde dich für ein Jahr fortschicken, mit dir einen meiner treuesten Diener, damit du mich nicht belügen kannst, mein magisches Einhorn, das dir helfen kann, und drei Sachen aus deinem Besitz. Wenn du zurückkommst, wird mir mein Diener erzählen, ob du Hilfsbereitschaft und Gescheitheit bewiesen hast.“

So machte sich der Jüngling auf den Weg und nahm außerdem einen goldenen Ring, einen feuerroten Rubin und eine Öllampe mit. Bevor der Junge das Königreich verlassen hatte, begegnete ihm ein Zwerg, der sprach: „Ich brauche deine Hilfe. Komm mit in mein Land.“

So folgte der Junge dem Zwerg. Als sie im Reich des Zwergen ankamen, erklärte der Zwerg: „Dieses Land wurde verdammt immer im Finsteren zu sein. Niemand hat es bisher geschafft hier eine Lampe zu entzünden. Wenn du es schaffst, so werde ich dich mit dem Schwert des Friedens beschenken.“ Der Junge antwortete, dass er es versuchen wollte. So nahm er seine Lampe, legte den Ring herein, und da fing sie an zu leuchten und das ganze Land war vom Fluch befreit.

Der Zwerg dankte dem Jüngling und schenkte ihm das Schwert. Der Junge blieb einige Monate in dem Land, doch dann erinnerte er sich, dass er ja noch eine zweite Prüfung bestehen müsse. Deswegen setzte er sich auf des Königs Einhorn und ritt mit dem Diener davon.

Nach einiger Zeit traf er an einem großen Tal einen Gnom, der vor einer Brücke stand und sie bewachte. Er stellte die Bedingung: „Ich lasse euch nur herüber, wenn du, Junge, folgendes Rätsel löst: ‚ Das Ding ist rot wie Feuer, aber kein Feuer, es ist klein wie eine Nuss, aber keine, und es ist schön wie Glas, ist aber kein Glas.’ “

Der Junge überlegte lange, dann antwortete er: „Es ist ein feuerroter Rubin“

„Das ist richtig“, rief der Gnom überrascht, „Aber kannst du mir auch so einen Stein geben?“

„Ja, kann ich. Hier hast du ihn!“, antwortete der Jüngling und der Gnom ließ sie passieren. Weil der Jüngling so freundlich gewesen war, gab er ihm auch ein Schild, das Schild des Friedens. Der Jüngling freute sich sehr, denn er hatte nun die zwei Eigenschaften bewiesen und es war fast ein Jahr vergangen.

Das wusste auch der treue Diener des Königs, so ritten beide zurück in die Heimat. Der Diener erzählte dem König, wie es sich zugetragen hatte und der König war sehr erfreut. Er ließ den Jüngling seine Tochter heiraten und nachdem er eines Tages gestorben war übernahm der Jüngling mit seiner Frau die Herrschaft.

Er regierte gescheit und gerecht. Bei Gefahr beschützte er sich, seine Königin und sein Reich mit dem Schild und dem Schwert des Friedens. So lebten alle glücklich und zufrieden bis an ihr Ende. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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