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Die Aldor Wiki

Lanos Dunkelglanz

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Allianz 32px.png Lanos Dunkelglanz
Lanos Zeichnung.jpg
Ingame-Name: Lános
Titel: Hüter des Steinkrallengipfels / "Mondwolf"
Rasse: IconSmall NightElf Male.gifIconSmall NightElf Female.gif Nachtelfen
Klasse: IconSmall Druid.gif Druide
Spezialisierung: Druide der Klaue
Arsenalverweis: Arsenal
Charakterdaten:
Vorname: Lanos
Nachname: Dunkelglanz
Geburtsdatum/-ort: Astranaar
Alter: 305 Jahre [1]
Gilde: Kaldrassil Dorei
Aussehen:
Größe: ~ 240cm
Haarfarbe: Mondsilber
Augenfarbe: Bernstein
Besonderheiten: Verlust des Augenlichtes - blind
Gesinnung (D20-System):
Gesinnung: neutral gut
Lanos 2.JPG

Lanos Dunkelglanz

IvyLeaf Anhänger.jpg

Lanos' Kristallblatt

Ocarina gruen.JPG

Lanos' grüne Ocarina

Kopie von Lanos Leder.jpg

Lanos in Kampfrüstung

Lanos Sturmschleier.jpg

Lanos im Sturmschleier-Set

Lanos (3).jpg

Lanos auf der Lichtung des Orakels (im Rollenspiel gezeichnet von Calestin)

Aussehen des Charakters Bearbeiten

Sein weiches, sanftes Gesicht wird von mondsilbrigem Haar umrahmt, lassen ihn seine hohen Wangenknochen und markanten Gesichtszüge schon recht männlich wirken. Die leuchtenden, bernsteinfarbenen Augen strahlen eine gewisse innere Ruhe aus, scheint sein Blick aber immer starr geradeaus gerichtet als würde er weit in die Ferne sehen. Seine Kleidung wird meist von grünen Farben dominiert, was zusammen mit seinem ewigen Lächeln auf eine tiefe Naturverbundenheit schließen lässt. Ein zusammengerolltes Pergament sowie eine kleine, grüne Ocarina sind an seinem Gürtel befestigt, dazu viele kleine Phiolen und Beutelchen. Auf einen bläulich schimmernden Beutel scheint er besonders Acht zu geben. Um den Hals trägt er ein aus Kristallen und Steinen gefertigtes, grünes Blatt, welches an einem Lederband befestigt wurde.


Vergangenheit Bearbeiten

Es war einst vor fast neunundzwanzig Jahrzehnten in einem kleinen Dorf in Ashenvale. Arélia Silberblatt und Veralion Dunkelglanz erwarteten voller Vorfreude und Ungeduld ihr erstes gemeinsames Kind. Lange hatten sie auf diesen Augenblick gewartet, nicht nur weil es ihr Traum und das Zeichen ihrer Liebe war. Schon seit Jahrtausenden war es Tradition und auch Pflicht einen Nachkommen zu zeugen, der das Geschlecht der Dunkelglanz' weitertragen und so am Leben erhalten würde. Eine Tochter war daher weniger gern gesehen, was Veralion's ältere Schwester auch des öfteren zu spüren bekam. Um so größer schien die Freude bei den Familienoberhäupten des Druidenclans, dass es sich bei dem neuen Familienmitglied um einen Jungen handelte. Auch er sollte, wie alle seine Vorfahren den Lehren des Cenarius mächtig werden.

Schon früh begann Telduron Dunkelglanz seinen Enkel zu unterrichten. Als alter, erfahrener Druide schien ihm das die beste Lösung, da er weniger Sympathie für den Zirkel hegte.

Lanos begeisterte sich schnell für die ihm gezeigten Lehren. Jeden Morgen wartete er begierig nach Wissen vor dem Haus seines Großvaters. Es zeichnete sich jedoch schon nach kurzer Zeit ab, dass er weniger Talent zum Zaubern hatte. Lieber schlich er als Katze umher, formwandelte und spielte so des öfteren den Bewohnern Astrannars kleine Streiche. Auch die umliegenden Ruinen waren nicht vor ihm sicher. Verbotener Weise verbrachte er hier viel Zeit, meditierte, laß Bücher oder betrachtete einfach nur den Himmel und die vorbeiziehenden Wolken.

Fast jeden Abend laß sein Großvater ihm aus einem Buch vor, welches von großen Drachen, den Aspekten, handelte. Der junge Kaldorei lauschte nur zu gerne den Worten seines Lehrmeisters, die ihn oft zum Träumen brachten und seine schon von Natur aus gegebene, sprühende Fantasie noch mehr anregten. Einmal so einen Drachen sehen und auf ihm fliegen, das wünschte sich der kleine, neugierige Elf. Schnell erklärte er Ysera, die Hüterin des Smaragdgrünen Traums zu seinem Lieblingsaspekt. Ein grüner Drache mit einer Haut, die vor smaragdgrünen Schuppen nur so glitzerte. Oft beneidete er Cenarius, den Halbgott der die ersten Formen des Druidentums lehrte, denn er hatte sie sicher schon oft gesehen. Seit jenen Tagen kleidete er sich in grünen Gewändern, bevorzugt Roben. Die Verbundenheit zur Natur sowie seine Bewunderung für Ysera schien der junge Elf so ausdrücken zu wollen, fühlte er sich in den von ihm gewählten Gewandungen auch stets wohl.

Es zogen viele Jahre ins Land und manch einer würde Lanos' Kindheit als behütet und unbefangen bezeichnen. Nie hatte er etwas Böses erfahren müssen. Zu sehr schützen ihn sein Großvater und der Clan, selbst in der Zeit des Krieges wurde er von all den Kämpfen ferngehalten.

Jedoch war nun die Zeit für die Prüfung gekommen, die einem Druidenlehrling des Clans stets von seinem Lehrmeister gestellt wurde, wenn dieser glaubte dass sein Schützling bereit dazu sei. So musste auch Lanos eben eine solche Prüfung bestehen. Zu oft hatte er von dem Versagen seines Vaters und den herausragenden Leistungen seines Großvaters gehört. Mit gemischten Gefühlen wollte er sich jedoch dieser Herausforderung stellen und sie auch bewältigen. Eine ihm leicht erscheinende Aufgabe sollte sich jedoch schnell als die größte Herausforderung seines bisherigen Lebens herausstellen. Gezeichnet überlebte er nur knapp, schien auch nicht mehr darüber reden zu wollen. Zu groß war die Enttäuschung über sich selbst und die daraus resultierende Angst nochmals zu versagen. Nur wenige seiner Freunde, welche ihm zu der Zeit beistanden, erfuhren den Hergang und all das, was sich damals während dieser Prüfungszeit zutrug.

Er wollte sich aber nicht so schnell aufgeben, dafür war er viel zu sehr ein Kämpfer, zu entschlossen etwas Großes zu vollbringen. Nach langen Diskussionen erlangte er die Erlaubnis auf Reisen zu gehen. Endlich würde er auf sich allein gestellt und frei sein. So sehr er seinen Großvater und die Familie auch liebte, der Ruf des Cenarius und der vor ihm liegenden Abenteuer reizten ihn einfach mehr.

Schon bald hatte er viele Teile des Landes gesehen, andere Völker kennengelernt, welchen er jedoch immernoch mit einer gewissen Skepsis gegenüber trat. Je länger er auf Reisen war, desto mehr lernte er die Kaldorei und ihre Kultur zu schätzen. So kehrte er nach einiger Zeit nach Hause zurück, jedoch waren weder seine Eltern, noch sein Großvater aufzufinden. Es blieb ihm nichts als ein Brief, den ein Bewohner an ihn weiterleiten sollte. Seine Eltern hatten aus ungenannten Gründen das Dorf verlassen und untertauchen müssen. Verzweifelt und etwas verängstigt stand er nun das erste Mal ungewollt ohne den Rückhalt seiner Famile da. Doch nichts desto trotz war sein Wille, etwas in seinem Leben zu erreichen ungebrochen. Es schien ihn nun nichts mehr in Astrannar zu halten, worauf er sich auf die Suche nach einer neuen Heimat und einer Aufgabe machte.

Lange hatte er im Hain des Steinkrallengipfels verbracht und auch die Scherbenwelt erkundet, doch immer wieder zog es ihn zurück in die heimischen Gefilde. So würde er nach Darnassus zurückkehren, versuchen zur Ruhe zu kommen um die letzten Jahre Revue passieren lassen. Er brauchte viel Kraft für neue Herausforderungen und Aufgaben.

Denn eines hatte ihn sein Großvater stets gelehrt: "Fang' an mit dem was notwendig ist, dann mit dem was möglich ist, und plötzlich tust du das Unmögliche."


Verwandte Bearbeiten

  • Mutter: Arélia Silberblatt
  • Vater: Veralion Dunkelglanz
  • Großvater: Telduron Dunkelglanz


Freunde & Bekannte Bearbeiten

(alph. geordnet, mit für Lanos geltenden Bedeutungen)


  • viele, viele mehr...


(wird immer weiter ergänzt)


Zitate Bearbeiten

  • "Fang' an mit dem was notwendig ist, dann mit dem was möglich ist, und plötzlich tust du das Unmögliche."
  • "Blindheit trennt nur von den Dingen, Taubheit von den Freunden und Mitstreitern."
  • "Die Sonne ist nicht verschwunden, nur weil die Blinden sie nicht sehen"


Geschichte Bearbeiten

Wichtige RP-Ereignisse auf "die Aldor" werden hier niedergeschrieben und sind auch hier in der Bibliothek zu finden


Auberdine (03/08)

Abermals waren sie wachsam. Abermals erwarteten sie Feinde, welche ihre Grenzen überschritten hatten und durch Astrannar Richtung Auberdine zogen. Ein mulmiges Gefühl stieg in ihm auf, war es aber anders als sonst. Keine Angst, keine Aufregung, kein Adrenalinschub. Es war etwas ganz anderes. Er verspürte den Drang noch einige Dinge zu klären, schien ihm in dem Moment auch nicht bewusst was ihn dazu trieb. Doch dieses Gefühl…

„Sie kommen!“ Er fuhr herum und ließ seine Gesprächspartnerin unvermittelt stehen und sprang den Absatz des kleinen Hügels hinab, landete auf sanften Pfoten und schlich sich in die Linien seiner Mitstreiter. „Lasst euch nicht hervorlocken!“ hörte er seine Generalin noch einmal brüllen, verharrte so aufmerksam in den Schatten.

Konzentriert witterte er und stellte die Ohren auf, hielt dieser Moment jedoch nicht lange an. Seine Gedanken kreisten immer wieder um die Dinge die ihn schon Wochen quälten, Dinge die er sich nicht zu erklären vermochte und am liebsten weit weggeschoben hätte. Ein schmerzverzerrter Schrei unterbrach ihn, hatte er einen Bruchteil einer Sekunde später die Kaldorei ausgemacht, welche sich gegen drei Angreifer zu wehren versuchte.

Ohne zu zögern sprintete er los und schlug seine scharfen Krallen in den Rücken des Orcs, welcher gerade seine Axt zum finalen Schlag erhob. Ein ohrenbetäubendes Brüllen ließ erkennen, dass er sein Ziel nicht verfehlt hatte, schien es den grünen Riesen jedoch nur noch wilder und wütender zu machen. Sich davon jedoch nicht beeindrucken lassend, führte er seine Angriffe fort bis die Druidin sich in Sicherheit gebracht hatte.

Zufrieden knurrte er und verbiss sich schließlich im Genick des Peinigers, welcher ihn jedoch packte und versuchte sich der Raubkatze zu entledigen. Schnaufend blickte er sich um, schien als hätten ihn die Grünhäute umzingelt. Knurrend riss er ein Stück Fleisch aus dem Körper seines Feindes und ließ zähnefletschend von ihm ab.

Röchelnd ging dieser zu Boden, wo er noch einmal eine mit scharfen Krallen versetze Tatze zu spüren bekam. Wohl das letzte was er in diesem Leben merken sollte. Wut entbrannt stürmten nun mehrere Angreifer auf ihn zu, welche er mit einem kehligen Knurren und dem Zeigen seiner Fänge, welche ebenso blutverschmiert waren wie seine Schnauze, empfing.

Fauchend erwartete er sie, waren sie nur noch wenige Meter von ihm entfernt. Er setzte zum Sprung an bevor ihn etwas schweres, stumpfes mit voller Wucht auf den Hinterkopf traf. Zu Boden sackend versuchte er noch irgendetwas zu fixieren, waren die donnernden Schmerzen seines Schädels und der darauffolgenden Schläge auf Brustkorb und den Rest seines Körpers das Einzige was er noch zu spüren bekam.

Ein Gedanke schoss ihm noch durch den Kopf bevor er das Bewusstsein verlor.

„Das ist die Rache Elune’s…die Strafe für meine Gedanken, Gefühle und Taten.“


Tempel I (03/08)

Er hatte geahnt, dass es so kommen würde und gerade das machte ihm Angst. Würde all das, was er für seine Zukunft befürchte ebenfalls eintreten? Eine Strafe, eine Gabe, eine Prüfung…wie lange wollte Elune ihn noch verhöhnen? War er nicht immer geduldig und pflichtbewusst gewesen? Hatte er jemals gegen die ihm auferlegten Regeln verstoßen?

Er erinnerte sich an den lauen Nachtwind, der die Blätter sich sanft in den Kronen der Bäume wiegen ließ, welche sowie auch der Rest des Steinkrallengipfels in ein schummriges Mondlicht getaucht waren. Schon Stunden hatte er vom Dach des Gasthauses auf den Mondbrunnen hinab gestarrt. Immer wieder stellte er sich die gleichen Fragen. Immer wieder wusste er keine Antwort und auch das klare Wasser des Brunnens, welches den Mond widerspiegelte schien ihm jene Fragen nicht beantworten zu wollen.

Heimat. Geborgenheit. Glück…all das verband er mit dem grünen Tal, welches er so lange zusammen mit den Mondwölfen beschützt hatte. Er würde dorthin zurückkehren um jede Gefühle wieder zu erlangen, doch erst einmal wollte er reisen…oder?

Langsam rollte er sich auf den Rücken und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf, dabei an die Decke starrend, obgleich es dasselbe gewesen wäre, hätte er die Augen geschlossen gehalten.

Auch wenn noch Hoffnung bestand, waren die Worte der hohen Schwester eindeutig gewesen. Hatte es einen Sinn auf etwas zu hoffen, von dem man genau wusste, dass wie es enden würde? Er schmunzelte. Vor einigen Jahren hätte er diese Frage mit einem klaren „ja“ beantwortet, doch nun?

Er schloß die Augen, versuchte in sich zu gehen und seine innere Ruhe zu finden. Er hatte viel aus all den Enttäuschungen und Rückschlägen gelernt, vor allem über sich selbst. So wusste er, dass er zumindest mit seinem jetzigen Schicksal fertig werden würde – irgendwie, obgleich er zu wissen glaubte wie es enden würde.

Seufzend rollte er sich auf die rechte Seite, die Bettdecke fest umschlungen. Ruhig lauschte er seinem pochenden Herzschlag, welcher bei dem Gedanken an seine größte Angst schlagartig zu rasen begann.

Die letzten Tage waren sehr aufschlussreich gewesen, hatte er nicht erwartet denen die ihm so fern und fremd erschienen ähnlicher zu sein als manch anderen von denen er es gedacht hätte.

Das Pochen in seiner Brust beruhigte sich langsam wieder, versuchte er all die quälenden Fragen von sich zu schieben. Er musste schlafen, sich ausruhen und endlich zur Ruhe kommen.

„Irgendwann…und vor allem anders als man denkt...“ nuschelte er bevor Ysera ihn ins Reich der Träume holte.


Neue Pfade I (03/08)

Völlig außer Atem ließ er sich auf den Boden sinken und legte sich noch immer angestrengt schnaufend ins Gras. Die Augen hatte er fest zusammen gekniffen, war es sein pochendes Herz was ihm jene Schmerzen in der Brust verursachte. Jeder Atemzug war wie ein Peitschenhieb, doch genau das hatte er gewollt und heraufbeschworen.

Ein weiteres Mal konnte er sie besser verstehen und nun nachvollziehen was sie dazu trieb scheinbar ziellos und bis ans Ende ihrer Kräfte zu laufen. Es war wirklich kaum möglich so einen klaren Gedanken zu fassen. Stillschweigend genoss er diese bittersüße Pein, welche ihm zugleich wie eine Erlösung vorkam.

„Die Gedanken befreien, sich auf das Wesentliche konzentrieren!“ keuchte er und rappelte sich langsam wieder auf. Auch wenn seine Beine ihn so kurz nach dieser Belastung kaum zu tragen vermochten, schien sein Geist noch immer nicht ermüdet. Einmal tief einatmend versuchte er seinen Körper etwas zu beruhigen und begann zu lauschen.

Der Wind hatte ihn die ganze Zeit angespornt und vorangetrieben, war das Rascheln der Blätter in den hohen Baumkronen eindeutig für ihn gewesen. Leise berührten kleine Wellen das Ufer und schmiegten sich an dessen grünen Teppich aus Gräsern auf dem er stand. Er hatte nichts von seiner Kondition eingebüßt, was ihm ein zufriedenes Lächeln über die Lippen huschen ließ.

“Wenigstens etwas.“ murmelte er und begann sich abermals zu sammeln, wie er es auch vor seinem ausgiebigen Ausdauerlauf versucht hatte. Ruhig atmend schloss er die Augen und setze seine mentalen Übungen entschlossen fort. Es blieb nicht mehr viel Zeit…


Neue Pfade II (04/08)

Es war anders, alles war anders. Auch wenn es sich gleich anfühlte, hatten sich viele Dinge grundlegend geändert. Das Zirpen der Grillen und die leisen Rufe der Eulen ließen ihn vermuten, dass die Nacht über den Gipfel herein gebrochen war. Doch auch wenn er auf dem Dach des Gasthauses saß so wie damals, war weder der Brunnen noch der Mond sichtbar, auch wenn er das sanfte Licht auf seiner Haut förmlich zu spüren vermochte.

Er hatte sehr große Fortschritte gemacht und konnte die Jägerin zur Gejagten werden lassen. Diese schien ebenso erstaunt wie er über die geschärften Sinne, besonders in Katzengestalt. Nichts konnte ihn von ihrer Fährte ablenken, so sehr sie sich auch bemühte. Erst nach Stunden schien sie einen Weg gefunden zu haben ihn abzuhängen und ihm die Grenzen seines Geruchsinns aufzuzeigen. Aber auch dafür würde er noch eine Lösung finden, sollte sie dies bei der nächsten Übungseinheit schnell merken.

Noch immer glitten seine Fingerspitzen über die zwei Pergamente, wobei er versonnen schmunzelte. Konzentriert versuchte er die Linien der Feder nachzuempfinden und in Gedanken zu Buchstaben zu formen, hatte er einige Zeilen schon selbst entschlüsseln können bevor er die Gastwirtin bat ihm vorzulesen. Vorsichtig faltete er die Blätter und schob sie behutsam in seine Hosentasche um sie stets bei sich zu tragen.

Lächelnd wendete er das Objekt in seinen Händen, strich über die raue, pelzige Oberfläche, legte es dann jedoch wieder zur Seite und griff nach seinem Ordner und dem Kohlestift. Zaghaft brachte er seine Gedanken zu Papier, setzte den Stift jedoch immer wieder ab um zu überprüfen, ob das folgende Wort noch auf das Pergament passen würde.

Eine dicke, aufgeplusterte Eule ließ sich kurz vor dem Beenden des Briefes neben ihm nieder, schien diese zu wissen was sie zu tun hatte und wartete geduldig, dabei leise gurrend. Schmunzelnd bedankte er sich und strich mit seiner Fingerkuppe über ihr Köpfchen bevor sie eifrig davon flog.


Alte Pfade I (04/08)

„Stümper…“ schnaubte er und ging unruhig auf und ab, fast wie eine gefangene Wildkatze an den Gitterstäben ihres Käfigs. Ebenso wütend und aufgebracht war er auch, was sich in seinen bernsteinfarbenen Augen bestens widerspiegelte. „Welch Arroganz, welch Hohn und Egoismus.“

Das Holz unter seinen Füßen knarrte leise bei jedem Schritt. Sein Blick fiel auf das kleine Kinderbettchen in dem das Wichtigste lag, was er sich vorstellen konnte. Langsam beugte er sich über die Wiege und streichelte über den weichen Flaum des fast noch kahlen Kopfes. Ein Lächeln huschte über seine Lippen, verschwand aber sofort wieder.

„Traditionen…was sind schon Traditionen?“ grummelte er und erhob sich wieder, wobei er leise ächzte. „Egal, wie viel du verlierst, dir bleibt immer eins…die Erfahrung. Und es ist besser, den Mund aufzumachen, kritisiert zu werden, doch sein Ziel zu erreichen, als Angst zu haben, stumm dazusitzen und einem verlorenen Traum nachzuweinen!“

Auch wenn er wusste, dass er ihn nicht verstehen konnte würde er mit ihm jene Weisheiten teilen. Jetzt und besonders später sollte er von seiner Erfahrung profitieren.

„Der Zirkel ist nicht mehr das was er mal war.“ sprach er leise, wobei sein Blick auf dem kleinen Geschöpf ruhte. Er wusste, dass Fortschritt nur möglich war, wenn man intelligent gegen die Regeln verstoßen würde. Und genau das würde er tun.

Nachdenklich strich er sich durch seinen langen, weißen Bart, nickte schließlich, schien seinen Entschluss damit besiegelt zu haben und verließ den Raum, wobei er ihm noch etwas murmelte.

„Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt, mein kleiner Lanos.“


Gedanken I (04/08)

Es war spät geworden auf der Lichtung, ruhiger und nur noch der Mond und einige Eulen schienen zusammen mit ihm noch wach zu sein. Er saß auf dem kleinen Vorsprung am Ufer des Sees, seinem Lieblingsplatz nahe des Wasserfalls und schlug ein kleines in Leder gefasstes Büchlein auf.

Prüfend strich er mit seinen Fingerkuppen über die Seiten wohl um zu überprüfen wie weit er damals geschrieben hatte. Zögerlich nahm er seinen Kohlestift zur Hand und setze dessen Spitze auf das leicht gelbliche Papier auf. Seine Augen schließend ließ er seinen Gedanken freien Lauf, überprüfte mit der Linken immer wieder die Position des Stiftes.


Die Natur. Sie stärkt mich, umgibt mich und schenkt mir Kraft. Doch um sie zu verstehen, muss man sich ihren Gesetzen unterwerfen. Aber ist es nicht ebenso ein Naturgesetz, dass das Herz nicht ruht bis es ans Ziel seiner Wünsche angelangt ist? Jedes Gesetz was sich einem offenbart, lässt auf ein höheres, noch unerkanntes schließen.

So vieles bleibt dem Auge verborgen. Geblendet von der Oberflächlichkeit jener Personen, die sich dieser Schwäche annehmen und sie sich zu Nutze machen. Man mag ihre Gesichter im Licht erkennen, den Charakter jedoch nur im Dunkeln. Denn nur die Dunkelheit ist echt, das Licht scheint nur so.

Doch Fürsorge, Geborgenheit und Aufrichtigkeit erstrahlen mitten in der Nacht, aber nur ein Herz das Augen hat, vermag dies zu sehen. Etwas was kaum noch jemand zu haben scheint. Die Oberflächlichkeit zieht ihre Kreise, gar bei jenen von denen man es nicht erwartet hätte.

Es gibt kaum eine größere Enttäuschung, als wenn man mit einer recht großen Freude im Herzen auf eine gleichgültige Person trifft. Doch man sollte Enttäuschung vergessen lernen, sie im Geiste verbrennen. Die Erfahrung und Weisheit werden erhalten bleiben, auch wenn sie erst sichtbar werden, wenn der sanfte Wind der Zeit die Asche langsam davon getragen hat.


Bedächtig schloss er das kleine Büchlein und drückte es an die Herzseite seiner Brust. Langsam ließ er sich auf den kalten Stein nieder und rollte sich zusammen, seufzte noch einmal erleichtert und lauschte den wenigen Eulen, welche etwas später ebenfalls zur Ruhe kommen sollte.


Der hohe Norden I (11/08)

Er wusste nicht wie lange er geschlafen oder was er verpasst hatte. Zu fest hielt ihn die Geborgenheit des Krallenbaus auf dem Steinkrallengipfel umschlungen. Doch ein Ruck ging durch Kalimdor, etwas stimmte nicht was er selbst im tiefen Schlaf spüren konnte. Etwas ging vor sich, etwas wider die Natur, welche sich dagegen aufbäumte und versuchte ihr Leben zu schützen.

Benommen kroch er aus seinem Zufluchtsort. Wäre er nicht schon blind, hätte ihn das Tageslicht gewiss für eine Weile geblendet. Es war Zeit zu handeln, er hatte genug ausgeruht und sich erholt. Noch immer erstaunte es ihn wie wirksam doch schmerzhafte Erfahrungen waren, Lektionen die ihm niemand besser lehren konnte als das Leben selbst.

Gerüstet brach er nach Darnassus auf und schon beim Anflug vernahm er Kampfgeräusche, welchen ihn nichts gutes erahnen ließen. Eine ihm bekannte Schildwache hatte sich seiner angenommen und ihn unterrichtet sowie die Lage erklärt.

Tief atmete er durch, waren Untote eines der Dinge die er seit dem Verlust des Augenlichtes am meisten fürchtete. Dennoch bot er sich als Kurier an und trug Nachrichten von einer Front zur anderen, transportierte Briefe und andere Dinge, welche aus der Gefahrenzone gebracht werden mussten. Mehr blieb ihm kaum übrig.

Nach einem schier endlosen Kampf ließen sie sich jedoch zurückdrängen worauf die Aufräumarbeiten begannen. Noch immer herrschte Alarmbereitschaft und es erreichten nach und nach Kunden der anderen Allianzstädte das Reich der Elfen. Es schien vorüber.

Viele suchten ihre Angehörigen, es gab Verletzte zu versorgen und der Verlust der Kämpfer die bei der Verteidigung gestorben waren, saß noch immer tief. Währenddessen rüsten die Schildwachen und andere Einheiten jedoch um das Übel an der Wurzel zu packen. Es würde eine weite Reise vor ihnen liegen, aber es galt ein weiteres Mal all das was sie liebten zu schützen.

Ebenso schienen sich auch Einzelne aufzumachen. Ihre Gründe waren unterschiedlicher Natur. Der eine wollte Rache üben, der andere sich selbst beweisen und auch Abenteuerlust oder gar halsbrecherische Selbstmordaktionen schienen ein Motiv den eisigen Kontinent zu besuchen.

So befand sich auch der Druide unter den vielen Reisenden, gewillt noch fähiger zu werden, seine Lehren weiter zu verfolgen und seine Dienste den Angehörigen der Allianz zu Verfügung zu stellen.

Klammheimlich brach er auf, ohne ein Wort, ohne eine Verabschiedung. Die Vergangenheit hatte ihn lange genug von seinem Weg abgehalten. Es war Zeit neue Ziele anzustreben, sein Leben neu zu ordnen und andere Prioritäten zu setzen.


Anmerkungen Bearbeiten

  1. Ausgehend davon, dass 300Jahre die Grenze zur "Volljährigkeit" bedeutet. Referenz im Netz: http://www.wowwiki.com/Life_spans


Notiz Bearbeiten

Dieser Beitrag wird immer mal wieder ergänzt und überarbeitet.

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