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Khadgar Zitate P&P


Kirin Tor 32 Erzmagier Khadgar
Khadgar (HS)
Rasse: IconSmall Human MaleIconSmall Human Female Menschen
Zugehörigkeit: Allianz[1]; Kirin Tor; Söhne Lothars; Legionsrichter
Klasse: Erzmagier der Kirin Tor[2]
Position: Leiter der Allianzexpedition[3]
Erzmagier von Nethergarde[3]
Berater A'dals[4]
Erzmagier der Kirin Tor[2]
Lage: Argus (Großes Dunkles Jenseits)
WoWPedia: Khadgar
Aufopferung. Für die jungen verheißt sie Veränderung, aber die alten und weiseren verbinden damit den Anfang vom Ende. Beide Deutungen kenne ich nur zu gut.[1]

Khadgar gilt als einer der mächtigsten Zauberer Azeroths.[1] Einst als Schüler und Bibliothekar bei den Kirin Tor tätig[5] wurde er der Schüler Medivhs[6] und schließlich zu einem der größten Helden der Allianz im Zweiten Krieg. Zudem führte der die Allianzexpedition nach Draenor an. Sein Name ist zwergischen Ursprungs und bedeutet "Vertrauen".[7] Dies führt zu einem kuriosen Gegensatz mit Medivh, dessen Name in Thalassisch "Hüter der Geheimnisse" bedeutet.[7] Durch einen Fluch Medivhs[6] sieht Khadgar wesentlich älter aus, als er eigentlich ist. Er erwähnt, dass er 17 war, als der Fluch über ihn kam[3], als die Allianzexpedition nach Draenor unternommen wurde war er 22.[8]

Hintergrund Bearbeiten

Lehrjahre Bearbeiten

Roman Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

Khadgar begann seine Ausbildung in Dalaran, unter den wachsamen Augen einer Lehrerkonklave welcher der Magier Guzbah vorstand. Als aufgeweckter junger Bursche fiel es ihm nicht sonderlich schwer, auch hinter die Fassaden Dalarans zu blicken, und das eine oder andere (peinlichere) Geheimnis über seine Mitmagier herauszufinden. Im Alter von 17 Jahren wurde er als Lehrling von den Kirin Tor zu Medivh entstandt, zum einen freilich um zu lernen, zum anderen aber auch um mehr über den geheimnisvollen Wächter in Erfahrung zu bringen.[9]

Khadgar besaß ein Talent dafür, den beiläufigen Hinweis zu finden, die nötige Verbindung herzustellen oder zur richtigen Zeit mit der richtigen Person zu sprechen. Es war eine Gabe, die sich noch einmal als Fluch erweisen mochte.[9]

Khadgar war zudem der erste "Assistent", den die Kirin Tor zu dem Magus schickten, welcher zuvor bereits einen Verschleiß von "Dutzenden" von Assistenten hatte.[7] Recht früh zu seiner Zeit bei Medivh sah er, als er eigentlich die Küche Karazhans suchte, seine erste Vision von Draenor und den Kämpfen gegen die Brennende Legion.[7][10] Zu seinen Aufgaben als Assistent Medivhs gehörte es, dessen Bibliothek zu sortieren und in Ordnung zu bringen. Jene erwies sich, gelinde gesagt, als "Katastrophengebiet".[11] Der junge Magier gewöhnte sich, langsam aber sicher, an die Unordnung und an die "Eigenarten Karazhans". Es gelang ihm nach und nach, auch kompliziertere Bücher - wenngleich nicht alle - zu knacken und deren Zaubermechanismen zu lösen, so dass er sie einsehen und folglich einsortieren konnte.[11]

Bei einem recht abrupt von Medivh organisierten nächtlichen "Rundflug" auf zwergischen Greifen verlor der junge Magier seinen Meister und stürzte ab. Aus der Ferne sah er das erste Mal Orcs, denen er durch Medivhs Hilfe entkam, nachdem sie auf ihn aufmerksam geworden waren. Anschließend traf eine Patrouille aus Sturmwind unter der Führung Lothars ein. Dieser offenbarte Khadgar, dass er sich Sorgen um seinen eigenbrötlerischen Jugendfreund machen würde und bat ihn, ein Auge auf Medivh zu haben.[12]

In der ersten Stunde des Tages, vor dem Frühstück, übte Khadgar unter Medivhs Anleitung seine Zauber. Vom Frühstück bis zum Mittagessen und vom Mittagessen bis zum Abendessen half Khadgar dem Magus bei verschiedenen Arbeiten. Seine Aufgaben bestanden vor allem darin, Notizen zu machen, während Medivh Zahlen ablas, in die Bibliothek zu gehen, um dieses oder jenes Buch zu holen, oder einfach die Werkzeuge zu halten, während der Magier arbeitete.[10]

In seiner freien Zeit durchstöberte Khadgar die Bibliothek auf eigene Faust, versuchte das Geheimnis um die mehrfach erwähnten aber nie klar definierten "Wächter" zu lüften und wurde Zeuge einer Jugendszene zwischen König Llane, Medivh und Lothar, als jene bei einem Ausflug von Trollen angegriffen wurden.[10] Während Medivh sich - mal wieder - für eine geraume Zeit aus Karazhan fernhielt, übte Khadgar weiter an seinen Zaubersprüchen, um den Geheimnissen Karazhans auf den Grund zu gehen, und seine Visionen zu steuern. Nicht ganz das von ihm gewünschte Ergebnis, wenngleich sehr interessant, war eine Vision vom "Lied der Aegwynn", einer alten Legende über deren Kampf gegen die Dämonen. Noch während er bei der Niederschrift des Gesehenen war, wurde er von Moroes unterbrochen, da er mit Medivh nach Sturmwind fliegen sollte.[13] Nach der Untersuchung der Umstände, die zum Tod zweier Magier, Huglar und Hugarin, geführt hatten[14], erzählte Medivh dem jungen Khadgar vom Orden von Tirisfal und offenbarte, dass er selbst ein Wächter sei. Bei einem anschließenden Mittagessen mit Lothar erzählte ihm jener von seinen eigenen Sorgen, die sowohl Medivh betrafen als auch den Orden von Tirisfal.[15]

Das freundliche Verhör Lothars wurde von Medivh unterbrochen, der mit dem Kopf des Dämonen zurückkehrte, und auf die augenblickliche Heimreise nach Karazhan drängte.[15] Auf der Rückreise erklärte Medivh Khadgar, wie man Botschaften des Ordens von Tirisfal mittels des Lied der Aegwynn entschlüsseln musste, da Khadgar sich um Medivhs Korrespondenz kümmern sollte. So erfuhr er von Guzbahs Tod, dem siebten jüngsten Mordfall in Dalaran, welcher auf dieselbe Art und Weise vorgefunden wurde, wie schon Huglar und Hugarin in Sturmwind.[16] Vor Khadgars Augen manifestierte sich, während er sich bei Medivh im Zimmer aufhielt, plötzlich eine schemenhafte, kleinere Version von Sargeras selbst.

Zuerst gab es nur Rauch, rot wie Blut, der aus einem winzigen Loch im Universum strömte. Er wallte auf und zog Schlieren wie Milch, die in Wasser aufsteigt. Schon bald bildete er eine wirbelnde Masse, durch die ein furchterregender Dämon trat.[16]
Medivhs Tod

Medivhs Tod.

Als er versuchte, den Dämonen anzugreifen, stach er mit dem Brieföffner - die einzige "Waffe", die er griffbereit fand - allerdings nur in die Luft. Als Medivh erwachte, wiegelte er es als eine der Karazhanschen Visionen ab, da ein solches Wesen niemals durch Medivhs Schutzzauber dringen könne.[16] Die Lage beruhigte sich anschließend wieder, und Khadgar setzte seine Studien fort bis zu jenem Abend, als ein "Gesandter" in Karazhan erschien. Medivh machte allerdings keine Anstalten, auf den Besuch einzugehen oder ihn zu erklären. Khadgar sah eine erneute Vision, welche sich mit Nielas Aran und Aegwynn befasste. Wenig später erklärte Medivh, dass Garona sein Gast sei.[17]

Bei einem Gespräch in Medivhs Bibliothek wurden Garona und Khadgar von einem Dämonen angegriffen. Medivh wiegelte es, abermals, als Vision ab. Khadgar ließ sich aber dieses Mal nicht so leicht abspeisen und suchte nach einer Erklärung, wieso Medivh ihm nicht glaubte.[18] Zwischenzeitlich verbesserte sich das Verhältnis zwischen ihm und der Halborcin und er machte sich eifrig Notizen über die diversen Orcklans, von denen sie ihm erzählte. Der Versuch, Medivh mit den Ereignissen zu konfrontieren - die Orcs hatten zwischenzeitlich sogar den ersten Angriff auf Sturmwind getätigt - schlug fehl. Der alte Magus wirkte immer abwesender und desinteressierter und selbst für seine Verhältnisse exzentrisch. Khadgar rief eine neue Vision herbei, um mehr über die Orcs zu erfahren und sah, zu seinem Erschrecken, Medivh im Zwiegespräch mit Gul'dan.[19] Nachdem er seinen Meister mit seiner Entdeckung konfrontierte, offenbarte sich ihm Medivhs zweiter Schatten. Es gelang Khadgar, ihn zu überlisten und mit Garona aus Karazhan zu fliehen.[20] Gemeinsam mit Lothar kehrten sie in den Turm zurück, um Medivh aufzuhalten. Beim Kampf gegen den Magus rammte ihm Khadgar schweren Herzens das Schwert in die Brust. Lothar kehrte nach Sturmwind zurück und der Erste Krieg nahm seinen Lauf. Khadgar verblieb in Karazhan und bestattete seinen ehemaligen Meister sowie auch Moroes und die Köchin.[21] Medivh erschien ihm noch währenddessen als Vision, dann nahm Khadgar einige Bücher und Vorräte mit und kehrte Karazhan den Rücken, nachdem er den Turm mit Schutzzaubern versiegelt hatte.[22] Der Kampf gegen Medivh hatte seinen Tribut gefordert. Khadgar sah weit über vierzig Jahre alt aus - was keineswegs seinem tatsächlichen Alter entsprach.[23]

Zweiter Krieg Bearbeiten

WC2Logo Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft II.

Nach dem Fall Sturmwinds[24] flohen die Überlebenden unter der Führung von Anduin Lothar in Richtung Lordaeron, um Terenas zu warnen. Deutlich geschwächt erreichten die Flüchtlinge, darunter auch der junge Prinz Varian Wrynn, schließlich Süderstade.[25]

Neben ihm schritt ein merkwürdiger Mann daher. Er hatte breite Schultern, war ansonsten aber hager. Sein weißes Haar wehte in der leichten Brise. Er trug ein zerfleddertes violettes Gewand und einen abgewetzten Rucksack. Über einer Schulter lag ein Kind, ein weiteres, das noch aus eigener Kraft gehen konnte, hielt er an der Hand.[25]

Khadgar, der um ein dreifaches älter aussah, als er eigentlich war, ritt mit gemischten Gefühlen der Hauptstadt Lordaerons entgegen. Die vergangenen Ereignisse um Medivh, dessen Besessenheit durch Sargeras, der Fall Sturmwinds, Medivhs Tod, die Ermordung Llanes ... all dies nahm den innerlich junggebliebenen Magier mehr mit, als er sich äußerlich anmerken ließ.[25] Am Hofe Terenas' kamen schließlich die Oberhäupter der Menschenreiche zusammen und Khadgar erfreute es, "nur" der Beobachter unter diesen hohen Herrschaften zu sein.[26] Nach scheinbar endlosen Dikussionen der Monarchen konnte sich schließlich geeinigt werden und Terenas rief die Allianz von Lordaeron unter dem Oberkommando Lothars aus. Antonidas sicherte letzterem daraufhin die Unterstützung der Kirin Tor zu und übertrug die Leitung der magischen Streitkräfte an Khadgar.[27]

Zudem hatte er sich auf Antonidas' Geheiß nach Dalaran zu begeben und Khadgar war sich sicher, dass die Kirin Tor nunmehr einen überfälligen und detaillierten Bericht über Medivh erwarteten. Zuvor trafen er und Lothar die ersten Paladine der Silbernen Hand und kamen überein dass, obwohl es sich mit Sicherheit um fähige Kämpfer handelte, ihr Nutzen womöglich nur gering sei, da sie zu fromm seien, um schmutzigere Taktiken gegen die Orcs an den Tag zu legen.[27] Als Khadgar schließlich vor dem Rat der Sechs eintraf, nannte er die Mitglieder beim Namen - was angesichts der Tatsache, dass jene zur damaligen Zeit im Geheimen gewählt wurden, doch sehr unüblich war. Nachdem er gesagt hatte, was er zu sagen hatte - und kundgetan hatte, er werde vorerst bei Lothar bleiben, verließ Khadgar die Räumlichkeiten wieder, belauschte allerdings den Rat der Sechs bei deren anschließenden Besprechung mittels einer Wahrsagekugel. Nachdem er vernommen hatte, dass die Zerstörung des Portals, durch das die Orcs gekommen waren, zur obersten Priorität des Rats gemacht wurde, kehrte er nach Lordaeron zurück.[5]

Nur eine Woche später fand er sich mit Lothar in der Nähe Süderstades ein, wo jener die Truppen zusammengerufen hatte. Während Kriegstaktiken besprochen wurden, trafen die Elfen aus Quel'Thalas ein, wenngleich nur mit einem Kontingent aus Pflichtbewusstsein. Allerias Kundschafter berichteten von dem Vordringen der Orcs in Khaz Modan und die Allianz rüstete zum Kampf.[5] Nach einer zweistündigen Schlacht zogen sich die Orcs in Richtung des Hinterlandes zurück, die Truppen der Allianz waren aber ebenfalls geschwächt und so verfolgte man die Horde (vorerst) nicht.[28] Während die Streitkräfte der Allianz noch bei Süderstade lagerten, erfuhren elfische Kundschafter von einem Pakt zwischen Waldtrollen und Orcs, die im Hinterland angekommen waren und nun auch den Nistgipfel angriffen. Nach einem erfolgreichen Eingreifen seitens der Allianztruppen wurde allerdings klar, dass die Orcs ihre Truppen aufgeteilt hatten und ein Teil bereits nach Quel'Thalas unterwegs war. Lothar befahl Turalyon und Khadgar, Alleria und ihre Elfen beim Versuch zu begleiten, das Elfenreich rechtzeitig zu erreichen und zu warnen.[29] Sie erreichten Quel'Thalas allerdings zu spät: die Grenzgebiete brannten bereits, als die Truppen der Allianz ankamen.[30] Khadgar beschwörte einen magischen Sturm, welcher die schlimmsten Brände in seiner unmittelbaren Nähe löschen konnte und kämpfte sich mit Turalyon durch die Orcs durch. Nach erbitterten und vorerst aussichtslosen Kämpfen gegen die Roten Drachen, zu welchen sich nach und nach Lor'themar Theron, Sylvanas Windläufer und ihre Waldläufer sowie Kurdran und die Wildhammerzwerge eingefunden hatten, dämmerte Turalyon, wo die Horde wirklich hinwollte: zur Hauptstadt von Lordaeron.[31]

Trotz scharfem Tempo erreichten Turalyon, Khadgar und die Truppen der Allianz die Hauptstadt nicht mehr rechtzeitig, die Belagerung hatte bereits begonnen. Es gelang Khadgar, auf Hori'zees Rücken über das Schlachtengetümmel hinweg bis in die Hauptstadt zu fliegen, um mit Terenas weitere Manöver zu koordinieren und die Horde damit von zwei Seiten anzugreifen.[32] Durch Gul'dans Verrat splitterten sich die Kräfte der Horde auf und Schicksalshammer ließ von der Belagerung Lordaerons schließlich ab, um sich nach Süden zurückzuziehen.[33] Die Allianzstreitkräfte stellten ihnen nach und an der Schwarzfelsspitze kam es schließlich zu einer entscheidenden Schlacht in welcher Lothar starb, die Orcs allerdings auch besiegt und zurück zum Portal getrieben werden konnten.[34] Die Allianztruppen, nunmehr unter Turalyons Führung, verfolgten die Orcs bis zum Schwarzen Morast; unterwegs unterhielt sich Khadgar immer mal wieder mit Brann Bronzebart über diverse obskure Texte.[35]

„Das verstehe ich nicht", sagte der Magier und überprüfte den Boden. „Das alles sollte Sumpf sein! Es sollte genauso sein wie das Land, das wir gerade durchquert haben: morastig, feucht und stinkend." Er berührte den roten Fels zu ihren Füßen und runzelte die Stirn. „Hier stimmt definitiv etwas nicht."[35]

Der rote Stein, der sich allmählich ausbreitete, kam Khadgar allerdings bekannt vor, denn er entsprach jener Vision, die er in Medivhs Turm von einer roten Einöde gehabt hatte. Auf Turalyons Kommando hin schloss er schließlich das Portal mit Hilfe elf weiterer Magier.

Er richtete seine Sinne auf das Portal, auf die dort lagernden Energien, und orientierte sich anhand ihrer Position. Dann öffnete er die Augen, führte die Hände zusammen... und drehte sie im letzten Moment, sodass die Innenflächen aufeinandergepresst wurden. Der Energieball bewegte sich vorwärts, wurde flacher und größer und verwandelte sich von einer einfachen Kugel in eine schmale Form, die einem Speer ähnlich sah. Dieser Speer traf das Portal direkt in seinem Zentrum, und die in der Lanze enthaltene Energie strömte in das Dunkle Portal und über die Steinplatten, die die Seiten und Decke bildeten. Die Explosion warf die meisten Soldaten der Allianz und viele der verbliebenen Orks um. Selbst Khadgar wankte. Aber der schwere Torsturz und die Säulen... waren verschwunden. Zum Glück für die in der Nähe befindlichen Allianzstreitkräfte wurden die meisten Steinbrocken in die Tiefen des Portals geschleudert. Dann löste sich das Portal selbst auf. Die wirbelnden Farben verblassten und wurden ersetzt durch unspektakulären leeren Raum.[35]

Allianzexpedition nach Draenor Bearbeiten

WC2Logo Folgende Informationen beziehen sich auf Warcraft II.

Zwei Jahre nach der Zerstörung des Dunklen Portals[36] befanden sich Khadgar und Antonidas in der neuerrichteten Burg Nethergarde tief im südlichen Azeroth und in unmittelbarer Entfernung zu den Überresten des Portals. Durch einen Spalt, welcher immer noch eine Verbindung zwischen Draenor und Azeroth sicherstellte, sollten die Überreste des Portals, Khadgar zufolge, stetig von Magiern überwacht werden. Er bemerkte zudem eine deutliche Distanz zwischen Alleria und Turalyon, ohne aber über die genauen Beweggründe Bescheid zu wissen.[37] Während er sich auf Burg Nethergarde aufhielt, erreichte ihn die Warnung Danath Trollbanns, dass die Orcs bereits wieder durch das Portal gekommen seien. Es dauerte nicht lange, bis die Burg selbst angegriffen wurde. Die Magier der Kirin Tor übernahmen sogleich die Verteidigung. Während die Allianz in Nethergarde beschäftigt war, stahlen Teron Blutschatten und seine Orcs wichtige Artefakte: das Auge von Dalaran sowie das Buch des Medivh. Nachdem schließlich auch Turalyon und Alleria samt Verstärkung eingetroffen waren, erreichte sie die Nachricht des Diebstahls des Buch Medivhs.[38]

Turalyon... ich brauche dieses Buch, um das Portal zu schließen! [...] Medivh und Gul'dan haben das Tor erschaffen. Im Zauberbuch könnte stehen, wie man es wieder schließt. Und nicht nur das. Wenn die Orcs es haben, können sie es auf zahlreiche andere Arten gegen uns einsetzen. Das ist schlecht. Das ist sogar sehr schlecht.[38]

In der Nacht kontaktierte Antonidas den jungen alten Erzmagier im Traum und berichtete ihm vom Diebstahl des Auges sowie einem Bündnis der Horde und dem Schwarzen Drachenschwarm. Nachdem Khadgar wieder aufgewacht war, sollte er Turalyon bei der Befragung von Gaz Soulripper behilflich sein, der zwischenzeitlich in die Gefangenschaft der Allianz geraten war. Es stellte sich schließlich heraus, dass die Orcs die Artefakte gestohlen hatten, damit Ner'zhul Portale in andere Welten eröffnen könnte.[39]

Wir haben eine Aufgabe vor uns. Wir müssen einen Erkundungstrupp nach Draenor schicken. Wir müssen Ner'zhul finden und töten, bevor er weitere Portale öffnen kann. Schließlich gilt es, die Artefakte zurückzubekommen, besonders das Buch von Medivh und Gul'dans Schädel, um das Dunkle Portal für immer zu zerstören.[39]

Nach erbitterten Gefechten gegen Grommash Höllschreis Kriegshymnenklan, welcher das Portal bewachte, gelang es den Streitern der Allianz nach Draenor durchzudringen. Auf der Höllenfeuerhalbinsel angekommen warf Khadgar einen Blick in den Himmel und erkannte in der fremden Welt seine Vision aus Karazhan Jahre zuvor wieder. Zu dem Zeitpunkt war er gerademal 22 Jahre alt. Es dauerte auch nicht lange, bis es erneut zu Gefechten gegen die Orcs kam.[8] So vergingen die Monate, in welchen die Allianz schließlich die Kontrolle über die Draenorseite des Dunklen Portals erlangte, die Ehrenfeste als Außenposten errichtete und Nachschub an Kriegern erhielt. Die Angriffe der Horde nahmen mit der Zeit deutlich ab und Khadgar beobachtete jeden Abend die Sterne Draenors um herauszufinden, wieso sich die Horde so seltsam verhielt. Die Scharmützel waren nicht ansatzweise dazu gedacht, die Ehrenfeste einzunehmen, noch hätten sie es vermocht. Dies hinderte die Orcs aber scheinbar nicht daran, sich ihnen immer wieder als eine Art Kanonenfutter entgegenzuwerfen. Im Zuge seiner Beobachtungen stieß er auf eine Sternenkonstellation in Medivhs Aufzeichnungen, den Stab, den Folianten und den Seher, welcher eine Erklärung für das orcische Verhalten bot: Ner'zhul wartete auf eine bestimmte Sternenkonstellation, um einen Fehlschlag seines Zaubers zu minimisieren.[40]

Schließlich wurde der Entschluss gefasst, die Höllenfeuerzitadelle anzugreifen, nachdem Alleria und ihre Waldläufer jene ausgekundschaftet hatten.[40] Khadgar beschloss, sich um den Ogermagier, Dentarg, zu kümmern. Bevor Dentarg starb, offenbarte er Khadgar, dass Ner'zhul längst gegangen sei, um sein Ritual durchzuführen. Khadgar gelang es, sowohl das Auge von Dalaran als auch den Schädel des Gul'dan magisch aufzuspüren und die Allianztruppen nahmen die Verfolgung auf.[41]

Khadgar-WC2

Khadgar bei der Zerstörung des Dunklen Portals.

Der Weg führte sie nach Norden, zum späteren Schergrat, dessen steinerne Stachel in alle Himmelsrichtungen Khadgar beeindruckten und ihm gleichsam einen Schauer über den Rücken jagten. Es dauerte nicht lange, bis sie von Schwarzen Drachen angegriffen wurden, welche Khadgar eine schmerzhafte Verbrennung am Arm zufügten. Zum Glück handelte es sich noch nicht um ausgewachsene Exemplare, was die Gegenwehr erleichterte. In den Kampf mischten sich ebenfalls Oger und Gronn ein. Gruul, der Anführer, erklärte sich bereit, die "Eindringlinge" gehen zu lassen, so sie ihm helfen würden, Todesschwinge zu töten. Khadgar stimmte vorerst zu, eine wirkliche Wahl blieb ihm ohnehin in der gegenwärtigen Situation nicht. Als sie Todesschwinge schließlich erreichten, schienen die besten Frost- und Feuerzauber keinerlei Wirkung zu erzielen. Khadgar gelang es aber schließlich, mit einem sehr simplen "Taschenspielertrick", wie er ihn nannte, die Panzerungen von Todesschwinge zu lösen, wodurch dieser seinen Zusammenhalt verlor und sich schließlich zurückzog. Dabei ließ er den Schädel des Gul'dan fallen, der nun in Khadgars Besitz überging. Sodann zogen sich der Magier, Turalyon und Alleria wieder zurück, die Oger und Gronn waren ohnehin zu beschäftigt damit, die verbliebenen Schwarzdrachen zu quälen, als dass es ihnen aufgefallen wäre.[42]

Nachdem sie wieder zu den Truppen der Allianz gestoßen waren, setzten sie gemeinsam die Verfolgung Ner'zhuls bis zum Schwarzen Tempel fort.[43] Khadgar gelangte bis zu Ner'zhul, welcher sich mitten in seinem Ritual befand, und konnte ihm das Auge von Dalaran auf magischem Wege abnehmen. Allerdings konnte das Eingreifen der Allianzhelden nicht verhindern, dass sich Ner'zhul durch ein Portal auf und davon machte. Khadgar selbst begab sich seinerseits zu jenem Ort im Ritualkreis, den Ner'zhul so dringend benötigt hatte, und wurde von der Macht Draenors kurzzeitig überflutet. So gefährlich diese Macht auch war, so offenbarte sie Khadgar doch auch, dass Ner'zhul nicht nur ein Portal geöffnet hatte, sondern unzählige - die Zerstörung Draenors war nicht mehr aufzuhalten, allerdings bedrohte der sterbende Planet damit auch Azeroth, mit welchem er durch das Dunkle Portal verbunden war.[44]

Dank der Greifen der Wildhammerzwerge konnte Khadgar das Dunkle Portal, gewappnet mit dem Schädel des Gul'dan sowie Medivhs Zauberbuch, wesentlich rascher erreichen, als bei einer Rückreise über den Landweg. Am Portal selbst herrschte Chaos, die verbliebenen Orcklans versuchten verzweifelt, der sterbenden Welt zu entkommen, nachdem Ner'zhul verschwunden war und überall bebte die Erde oder Risse taten sich auf. Khadgar und die übrigen Magier versuchten indes, das Portal ein für allemal zu versiegeln. Das Portal kollabierte schließlich und schnitt die Allianzexpedition von allem ab, was sie jemals kannten. Khadgar, Alleria und Turalyon gelang eine Flucht durch einen weiteren Spalt ins Ungewisse.[44] Tatsächlich befanden sie sich immer noch auf Draenor - oder dem, was nun davon übrig war - in der Nähe des Ortes, wo das Dunkle Portal gestanden hatte. Der Sprung hatte sie vor dem Tod durch die Zerstörungen vorerst bewahrt und Khadgar zufolge seien die Schäden durch die Portale dafür verantwortlich, dass Zeit und Raum auf Draenors Überresten wohl völlig aus den Fugen geraten sein könnten.[45]

Wir wussten, dass wir vielleicht nicht zurückkehren könnten. Beim Licht, wir erwarteten zu sterben, aber wir leben. Das Portal ist geschlossen. Wir haben erledigt, wofür wir hierherkamen. Was wir jetzt tun - liegt an uns. Andere sind noch dort draußen. Wir müssen sie finden und herbringen. Wir werden diese Welt auskundschaften. Uns neue Verbündete suchen. Die Horde weiter bekämpfen - jedenfalls das, was von ihr übrig ist. Damit sie so etwas nie wieder versucht. Das Licht ist mit uns. Wir haben viel Arbeit vor uns. Aber die Welt wird so werden, wie wir sie gestalten![45]

Shattrath Bearbeiten

BC-Icon Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon The Burning Crusade.

Im Gegensatz zu Turalyon und Alleria, welche zu diesem Zeitpunkt beide nach wie vor als vermisst galten, wurden sowohl Danath, als auch Kurdran und Khadgar nach der Wiedereröffnung des Dunklen Portals erneut gesichtet. Khadgar selbst fungierte als Berater A'dals in Shattrath und bemühte sich um eine effektive Bekämpfung der Brennenden Legion.[4]

Draenor, die Eiserne Horde und Gul'dan Bearbeiten

WoD-Icon Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon Warlords of Draenor.

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Der wahrscheinlich fähigste aller noch lebenden Zauberer, Khadgar, war einst der Lehrling des Wächters Medivh, bis er dabei half, seinen Meister und dessen Dunkles Portal zu zerstören, mit dem die Orcs nach Azeroth gebracht werden sollten. Trotz seines Alters und seiner Gebrechlichkeit ist Khadgar nach wie vor ein Vorbild für die Allianz, indem er Gegenangriffe auf die Brennende Legion und alle anderen führt, die seine Welt bedrohen.[46]

Nach den vermehrten Angriffen der Eisernen Horde, welche durch das Dunkle Portal strömte, scharte Khadgar Truppen um sich, um gegen die neue Bedrohung auf Draenor selbst vorzugehen.[47][48] Die Truppen, darunter auch Thrall, Lady Liadrin und Verteidiger Maraad, landeten im Tanaandschungel auf der anderen Seite und schlugen sich mit einiger Mühe durch die feindlichen Linien.[49] Schließlich gelang die Flucht zu den Docks.[50]

Nachdem sich Allianz und Horde im Schattenmondtal[51] und Frostfeuergrat[52] etablieren konnten, begab sich Khadgar auf die Suche nach Gul'dan[53], welchen er als die größte Bedrohung erachtete, selbst wenn dessen Plan einer mit Teufelsblut gefügig gemachten Horde zunächst durch Garrosh vereitelt worden war.[54][55] Er entging einem Attentat durch Garona nur knapp und Gul'dan konnte ihm zunächst entwischen.[56]

Die Rückkehr der Brennenden Legion Bearbeiten

Legion Icon Folgende Informationen beziehen sich auf das Addon Legion.
Es gelang ihm zwar nicht, Gul'dan daran zu hindern, das Grabmal des Sargeras zu öffnen, durch das die Legion erneut Azeroth betreten konnte, doch Khadgar ist nach wie vor fest entschlossen, das Portal zu verschließen und die Invasion zu vereiteln. Er weiß, dass nur die vereinte Macht der größten Champions von Azeroth ausreichen wird, dies zu bewerkstelligen, auch wenn kritische Stimmen gegen eine solche Koalition sprechen und damit die entgültige Vernichtung riskieren.[57]

Siehe auch Bearbeiten

Anmerkungen Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 Offizielle Seite, "Erzmagier Khadgar", 18.12.2014
  2. 2,0 2,1 Ultimate Visual Guide, S. 74
  3. 3,0 3,1 3,2 Jenseits des Dunklen Portals
  4. 4,0 4,1 World of Warcraft: The Burning Crusade
  5. 5,0 5,1 5,2 Im Strom der Dunkelheit, Kap. 7
  6. 6,0 6,1 Der Letzte Wächter
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 Der Letzte Wächter, Kap. 2
  8. 8,0 8,1 Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 14
  9. 9,0 9,1 Der Letzte Wächter, Kap. 1
  10. 10,0 10,1 10,2 Der Letzte Wächter, Kap. 5
  11. 11,0 11,1 Der Letzte Wächter, Kap. 3
  12. Der Letzte Wächter, Kap. 4
  13. Der Letzte Wächter, Kap. 6
  14. Der Letzte Wächter, Kap. 7
  15. 15,0 15,1 Der Letzte Wächter, Kap. 8
  16. 16,0 16,1 16,2 Der Letzte Wächter, Kap. 9
  17. Der Letzte Wächter, Kap. 10
  18. Der Letzte Wächter, Kap. 11
  19. Der Letzte Wächter, Kap. 12
  20. Der Letzte Wächter, Kap. 13
  21. Der Letzte Wächter, Kap. 16
  22. Der Letzte Wächter, Epilog
  23. Im Strom der Dunkelheit, Erster Prolog
  24. Das Dunkle Portal und der Untergang von Sturmwind
  25. 25,0 25,1 25,2 Im Strom der Dunkelheit, Erster Prolog
  26. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 3
  27. 27,0 27,1 Im Strom der Dunkelheit, Kap. 5
  28. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 8
  29. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 10
  30. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 12
  31. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 14
  32. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 16
  33. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 19
  34. Im Strom der Dunkelheit, Kap. 21
  35. 35,0 35,1 35,2 Im Strom der Dunkelheit, Kap. 22
  36. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 1
  37. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 2
  38. 38,0 38,1 Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 9
  39. 39,0 39,1 Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 13
  40. 40,0 40,1 Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 16
  41. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 18
  42. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 22
  43. Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 24
  44. 44,0 44,1 Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 26
  45. 45,0 45,1 Jenseits des Dunklen Portals, Kap. 28
  46. Offizielle Seite, 15.11.2013
  47. Quest [Das Dunkle Portal]
  48. Video Durch das Dunkle Portal
  49. Questverlauf (Tanaandschungel)
  50. Quest [Die Zielgerade (A)] / Quest [Die Zielgerade (H)]
  51. Quest [Kaserne? Gerne!]
  52. Quest [Kaserne? Gerne!]
  53. Quest [Trefft uns beim Außenposten Sternenfall]
  54. Robert Brooks, Höllschrei
  55. Video Warlords of Draenor, Cinematic
  56. Quest [Wie man einen Schatten fängt]
  57. Offizielle Seite, 7.8.2015


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