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Kel'Thuzad
Kelthuzadlich
Volk: IconSmall Lich Lichs
Zugehörigkeit: Kirin Tor (ehem.)[1]
Kult der Verdammten/Geißel[2]
Klasse: Erzmagier
Nekromant
Position: Erzlich der Pestländer
Herr über Naxxramas
Anführer des Kults der Verdammten
Status: Untot[3]
WoWPedia: Kel'Thuzad

Kel'Thuzad, ursprünglich ein Mitglied im Rat der Sechs der Kirin Tor[4] und späterer Erzlich der Pestländer, war einer der Hauptagenten des Lichkönigs und verantwortlich für die Verbreitung der Seuche in Lordaeron.[2][5] Nachdem er von Arthas im Lauf des Dritten Krieges als Nekromant umgebracht wurde, wurde er als Lich neugeboren und half bei der Beschwörung Archimondes, Kommandant der Brennenden Legion. Kel'Thuzads wahre Loyalität lag allerdings beim Lichkönig. Als Arthas nach Nordend aufbrach, überliess er Kel'Thuzad die Befehlsgewalt über die Geißel in Lordaeron. So herrschte er von seiner schwebenden Nekropole Naxxramas aus über die untoten Heere.[2][6][7]

Hintergrund Bearbeiten

Roman Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.

Kel'Thuzad gehörte einst dem Hohen Rat von Dalaran an und war ein guter Freund des obersten Magiers Antonidas. Er war bei der Besprechung anwesend, als kurz vor Ausbruch des Zweiten Krieges Khadgar nach Dalaran zitiert wurde, um über die Ereignisse rund um Medivhs Ableben zu berichten.[8]

Kel'Thuzad war ihm ebenfalls vertraut; ein charismatischer Mann mit dunklem Haar, einem Vollbart und merkwürdig glasigen Augen, als würde er nicht wirklich in die Welt blicken, die ihn umgab. [...] Er hatte immer als Träumer und Forscher gegolten. Jemand, der stets auf der Suche nach Informationen war, besonders, was die Magie betraf, ihre Quellen, ihre Möglichkeiten. Von allen Kirin Tor war er am meisten daran interessiert gewesen, Zugang zu Medivhs geheimnisvoller Bibliothek zu erhalten. Und, so vermutete Khadgar, er war einer derjenigen, der ihre Zerstörung am meisten bedauerte.[8]

Er hatte allerdings auch ein großes Interesse an den verbotenen Lehren der Nekromantie, wofür ihm schließlich von seinen Kollegen der Prozess gemacht wurde.[1]

Als er den Ruf des Lichkönigs hörte willigte dieser nur zu gerne ein. Er schwor den Kirin Tor ab, veräußerte seinen Besitz und lagerte sein Vermögen ein. Dann machte er sich auf den Weg nach Nordend, die Stimme des Lichkönigs immer im Kopf. Er durchwanderte die Ruinen des einstigen Königreichs Azjol-Nerub und sah somit die Zerstörung, zu welcher der Lichkönig fähig war aus erster Hand. Dieses Beispiel von Ner'zhuls Macht bekräftigte Kel'Thuzad nur in dem Glauben, das Bündnis mit Ner'zhul wäre das Richtige. Als er den Eiskrone-Gletscher erreicht hatte, ließen ihn Ner'zhuls Wächter überraschenderweise passieren und er gelangte zum Frostthron, vor dem er sich warf und Ner'zhul seine Seele anbot. Die letzten Gewissensbisse kamen zu spät und Kel'Thuzad diente fortan dem Lichkönig.[1]

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Die Erschaffung der Geißel Bearbeiten

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In seiner Gier nach Wissen und Macht nahm Kel'Thuzad die große Mission an, nach Lordaeron zurückzukehren und eine Religion zu gründen, die den Lichkönig anbeten sollte. Es gelang ihm viele der unzufriedenen Bürger Lordaerons zu überzeugen und binnen einigen Monaten wuchs seine Gemeinschaft, der Kult der Verdammten im Verborgenen immer mehr. Letztendlich kam von Ner'zhul der Startschuss, den Angriff auf die menschliche Zivilisation zu beginnen. Er schloss seine Seuchenenergien in Artefakte ein, die man die Seuchenkessel nannte und ließ diese von Kel'Thuzad nach Lordaeron bringen und dort ließ dieser die Seuche auf die Dörfer los. Die Angehörigen seines Kultes sahen mit Freuden die Auswirkungen der Seuche: die infizierten Menschen starben und kehrten als Zombies im Dienste Ner'zhuls zurück ins "Unleben". Seine Machenschaften blieben nun freilich nicht mehr unentdeckt und die Kirin Tor und Terenas sanden jeweils Jaina und Arthas aus, um eine Krankheit, vermutlich magischen Ursprungs, in den nördlichen Ländern zu untersuchen.[9]

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Vom Nekromanten zum Lich Bearbeiten

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In Andorhal kam es zu einer Auseinandersetzung mit Arthas und Jaina, welche den Magier erkannte. Von den beiden dingfest gemacht, wurde er von Arthas erschlagen.[10]

Trotz all seiner Macht und Magie schien es, als könnte Kel'Thuzad wie jeder andere Mensch auch sterben. Beide Beine waren von Arthas' Schlag zertrümmert worden und standen in merkwürdigen Winkeln ab. Sein Gewad war feucht von Blut und schimmerte schwarz. Etwas Rotes lief ihm aus dem Mund. Er stützte sich auf die Arme und versuchte zu sprechen, spuckte aber nur Blut und Zähne. [...] Seine Ellbogen gaben nach, und seine Augen schlossen sich, als er schließlich zusammenbrach. Der Körper begann augenblicklich zu verfaulen. Der Zerfall, der Tage hätte dauern müssen, fand binnen weniger Sekunden statt. Das Fleisch wurde bleich, Blasen bildeten sich und platzten auf.[10]

Nachdem Lordaeron an die Geißel gefallen war, wie von Legion und Lichkönig beabsichtigt, wurde Arthas von dem Schreckenslord Tichondrius beauftragt, die Leiche des Nekromanten zu beschaffen. Seine Überreste befanden sich noch immer in Andorhal, wo Arthas sie verwesend zurückgelassen hatte. Zwischenzeitlich hatten ihn einige, ihm wohl sehr treu ergebene, Akolyten des Kults der Verdammten, in einer kleinen Gruft beigesetzt. Nach der erfolgreichen Bergung erschien er Arthas gleichzeitig als Schemen, während sein Leichnahm abtransportiert wurde.[11]

Kel'Thuzads Gestalt bildete sich langsam vor seinen Augen, durchscheinend und schwebend, die Augen wie schwarze Löcher. Doch er war es ganz eindeutig. Auf den geisterhaften Lippen bildete sich ein wissendes Lächeln.[11]

Tichondrius beabsichtigte, den Sonnenbrunnen der Hochelfen zur Wiederbelebung zu nutzen, musste jedoch feststellen, dass der Verwesungszustand schon weit fortgeschritten war und es einen speziellen Gefäßes bedürfe, um den Nekromanten "heil" nach Quel'Thalas zu bringen.[11] Nach der erfolgreichen Urnenbeschaffung nahmen die Gespräche zwischen Arthas und seinem Schemen auf dem Weg zum Reich der Hochelfen zu.[12] Nachdem unsäglich viele Elfen gefallen waren, erreichte Arthas schließlich den Sonnenbrunnen und gab Kel'Thuzads Überreste hinein.[13]

Ein lächelndes Skelett mit Hörnern, dessen leere Augenhöhlen loderten. Ketten wanden sich um es herum, und eine violette Robe flatterte um die bleichen Knochen.

"Ich bin wiedergeboren, wie es mir verheißen war. Der Lichkönig hat mir ewiges Leben versprochen!"[13]

Nach dem Fall von Quel'Thalas zog Arthas auf Kel'Thuzads Anweisung hin in Richtung Alterac, wo sich ein noch funktionierendes Dämonentor der Orcs befand, durch welches Kel'Thuzad Archimonde kontaktieren sollte. Auf dem Weg offenbarte er Arthas, dass die Geißel ein Instrument der Legion gewesen sei, um deren neue Invasion vorzubereiten. Nach der erfolgreichen Eroberung des Dämonenportals ließ Archimonde den Lich wissen, dass man zu seiner erfolgreichen Beschwörung das Buch des Medivh brauchen würde, welches sich in Dalaran befand.[14][15] Nach der erfolgreichen Belagerung Dalarans[16] gelangte das Buch schließlich in Kel'Thuzads Hände, welcher sich damit benahm, "wie ein Kind am Morgen des Winterhauchfestes". Schließlich konnte nun also die Beschwörung Archimondes begonnen werden. Während Kel’Thuzad die Beschwörung abhielt probierten die Kirin Tor zwar einen verzweifelten Gegenangriff, doch sie wurden von Arthas zurückgeschlagen und Kel’Thuzad konnte die Beschwörung beenden. Als Archimonde das Portal durchschritten hatte, wies er die Schreckenslords an, die Kontrolle über die Geißel zu nehmen, Arthas und Kel’Thuzad landeten auf einmal im Hintergrund.[15][17]

Während Arthas der Legion nach Kalimdor folgte, um im Auftrag Kel'Thuzads Illidan aufzusuchen und für die eigenen Zwecke auszunutzen[18] verweilte Kel’Thuzad in Lordaeron. Nach Arthas' Rückkehr proklamierte sich jener als neuer König von Lordaeron, verkündete die Niederlage der Legion in Hyjal und erklärte den Schreckenslords, sie seien nicht länger von Nöten.[19] Die Schreckenslords, vorerst zur Flucht gezwungen, ließen es freilich nicht darauf beruhen und schmiedeten gemeinsam mit der rachsüchtigen Sylvanas einen Plan, um Arthas zu stürzen.[18] Arthas wurde schließlich von Sylvanas und ihren Banshees dingfest gemacht und konnte nur in letzter Sekunde durch Kel'Thuzads Auftauchen gerettet werden. Da Arthas vom Lichkönig nach Nordend gerufen wurde, übergab er Kel'Thuzad das Kommando über Lordaeron.[20]

Jüngere Ereignisse Bearbeiten

Nach seiner Niederlage und dem Fall von Naxxramas' in den Östlichen Pestländern, wurden die Überreste Kel'Thuzads vom verräterischen Vater Inigo Montoy geborgen, welcher unerkannt die Bruderschaft des Lichts infiltriert hatte. Durch diesen Verrat konnte Kel'Thuzad wiedererweckt und samt der Nekropole Naxxramas in den Hohen Norden "versetzt" werden.

Zitate Bearbeiten

  • "Ich glaube, Ihr seid hier, weil Ihr nach meinen Kindern sehen wolltet."[10]
  • "Naive... Narren. Mein Tod macht auf lange Sicht keinen Unterschied ... weil jetzt ... die Geißelung des Landes beginnt."[10]

Anmerkungen Bearbeiten

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