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Hochelfen/Geschichte

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Hochelfen Hintergrund im Detail Leben & Kultur Bekannte Hochelfen
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Folgende Informationen beziehen sich auf die P&P-Bücher. Da jene laut Blizzards Aussage zwar nicht zum Offiziellen Kanon zählen, sehr wohl aber ihren Weg in das Spiel "World of Warcraft" finden können, sollen sie als Information und Inspiration dienlich sein und seien zu dem Zweck hier aufgeführt.


Exil der Hochgeborenen Bearbeiten

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Dath'Remar Sonnenwanderer, Anführer der Hochgeborenen im Krieg der Ahnen und späterer erster König von Quel'Thalas.

Im Lauf der Jahrhunderte erlebte die Gesellschaft der Nachtelfen eine Blüte und expandierte über den gesamten neuen Wald, den sie Eschental nannten. Viele der Geschöpfe, die es vor der großen Teilung im Übermaß gegeben hatte, wie zum Beispiel Furbolgs und Stacheleber, tauchten wieder auf und breiteten sich im Land aus. Unter der gütigen Führerschaft der Druiden genossen die Nachtelfen eine Ära des beispiellosen Friedens und der Ruhe unter den Sternen.

Doch viele der ursprünglichen Hochgeborenen wurden unruhig. Genau wie Illidan vor ihnen, verspürten sie Entzugserscheinungen nach dem Verlust ihrer geliebten Magie. Sie waren versucht, die Energien des Brunnens der Ewigkeit anzuzapfen und ihren magischen Ritualen nachzugehen. Dath'Remar, der dreiste Anführer der Hochgeborenen, verspottete die Druiden in aller Öffentlichkeit und nannte sie Feiglinge, weil sie die Magie nicht nutzten, die ihnen rechtmäßig zustünde. Malfurion und die Druiden ließen Dath'Remars Argumente unbeachtet und warnten die Hochgeborenen, dass jegliche Anwendung von Magie mit der Todesstrafe geahndet werden würde. In ihrer Unbelehrbarkeit riskierten Dath'Remar und seine Anhänger einen vergeblichen Versuch, die Druiden zur Rücknahme ihres Gesetzes zu veranlassen, und entfesselten einen schrecklichen magischen Sturm über Eschental.

Die Druiden brachten es jedoch nicht fertig, so viele ihrer Art zu töten, daher beschlossen sie, die unverbesserlichen Hochgeborenen aus ihrem Land zu verbannen. Dath'Remar und seine Anhänger waren froh, dass sie ihren konservativen Vettern den Rücken kehren konnten, gingen an Bord einiger eigens angefertigter Schiffe und stachen in See. Keiner von ihnen wusste, was sie jenseits der Gewässer des tosenden Mahlstroms erwarten würde, doch sie brannten darauf, eine neue Heimat zu finden, wo sie ihre geliebte Magie ungehindert ausüben konnten. Die Hochgeborenen oder „Quel'dorei“, wie Azshara sie früher einst genannt hatte, landeten schließlich an der Küste des östlichen Landes, das die Menschen Lordaeron nennen sollten. Sie hatten vor, ein eigenes magisches Königreich zu gründen, Quel'Thalas, und der nächtlichen Lebensweise und Mondanbetung der Nachtelfen abzuschwören. Von nun an wollten sie sich der Sonne zuwenden und nur noch „Hochelfen“ genannt werden.

Blizzard Zeitlinie Kapitel 1

Die Gründung von Quel'Thalas Bearbeiten

Die von Dath'Remar angeführten Nachtelfen verließen Kalimdor und forderten die Stürme des Mahlstroms heraus. Viele, viele Jahre zogen ihre Flotten durch die Trümmer der Welt und entdeckten Geheimnisse und verlorene Königreiche. Dath'Remar, der den Namen Sonnenwanderer (oder „der bei Tage wandelt“) angenommen hatte, suchte Orte mit erheblicher Ley-Energie als neue Heimat für sein Volk.

Schließlich landete seine Flotte an der Küste des Königreichs, das die Menschen später Lordaeron nennen sollten. Die Hochelfen zogen landeinwärts und fanden eine Siedlung im ruhigen Tirisfal. Einige Jahre später verloren viele von ihnen nach und nach den Verstand. Man stellte die Theorie auf, dass etwas Böses unter diesem speziellen Teil der Welt hauste, doch konnte nie jemand den Wahrheitsgehalt dieser Gerüchte beweisen. Die Hochelfen gaben ihr Lager auf und zogen weiter nordwärts in ein anderes Land mit starker Ley-Energie.

Als die Hochelfen das zerklüftete Bergland von Lordaeron durchquerten, wurde ihre Reise immer gefahrvoller. Da sie von den Leben spendenden Energien des Brunnens der Ewigkeit abgeschnitten waren, erkrankten viele in dem kalten Klima oder verhungerten. Die gravierendste Veränderung war jedoch, dass sie ihre Unsterblichkeit und auch ihre Immunität gegen die Elemente verloren. Ihre Größe nahm ein wenig ab und ihre Haut verlor den charakteristischen violetten Farbton. Und trotz aller Härten begegneten sie vielen wundersamen Kreaturen, die man nie zuvor in Kalimdor gesehen hatte. Darüber hinaus stießen sie auf Stämme primitiver Menschen, die in den alten Wäldern jagten. Die größte Bedrohung freilich, der sie begegneten, waren die gefräßigen und arglistigen Waldtrolle von Zul'Aman.

Die moosbewachsenen Trolle konnten verlorene Gliedmaßen regenerieren und schwere Verletzungen heilen, entpuppten sich jedoch als barbarisches, böses Volk. Das Reich Amani erstreckte sich über den größten Teil des nördlichen Lordaeron und die Trolle kämpften verbissen, um unerwünschte Fremde von ihren Grenzen fern zu halten. Die Elfen entwickelten eine tief empfundene Abscheu gegen die tückischen Trolle und töteten sie ohne Gnade, wenn sie ihnen begegneten.

Nach langen Jahren fanden die Hochelfen schließlich ein Land, das Kalimdor gleichkam. Tief in den Wäldern im Norden des Kontinents gründeten sie das Königreich Quel'Thalas und schworen, ein mächtiges Reich aufzubauen, neben dem sich das ihrer Kaldorei-Vettern unbedeutend ausnehmen sollte. Leider fanden sie bald heraus, dass sie Quel'Thalas auf einer alten Trollstadt erbaut hatten, die den Trollen immer noch hochheilig war. Schon nach kurzer Zeit griffen die Trolle die Siedlungen der Elfen in großer Zahl an.

Die störrischen Elfen wollten ihr neues Land aber keinesfalls aufgeben und hielten die wilden Trolle mit der Magie des Brunnens der Ewigkeit in Schach. Unter Führung von Dath'Remar konnten sie die Amani-Kriegsmeuten besiegen, die ihnen eins zu zehn überlegen waren. Einige Elfen jedoch gedachten der alten Warnungen der Kaldorei und fürchteten, der Einsatz der Magie könnte die Aufmerksamkeit der Brennenden Legion geweckt haben. Aus diesem Grund beschlossen sie, ihre Länder mit einer schützenden Barriere zu verbergen, hinter der sie aber dennoch an ihren Verzauberungskünsten arbeiten konnten. Sie errichteten eine Reihe monolithischer Runensteine an verschiedenen Stellen rund um Quel'Thalas, die die Grenzen der magischen Barriere kennzeichneten. Die Runensteine schirmten die Magie der Elfen nicht nur gegen außerdimensionale Bedrohungen ab, sondern hielten auch die abergläubischen Kriegsmeuten der Trolle fern.

Im Lauf der Zeit wurde Quel'Thalas zum strahlenden Monument der Anstrengungen und magischen Leistungsfähigkeit der Hochelfen. Die atemberaubenden Paläste wurden im selben architektonischen Stil wie die alten Hallen von Kalimdor errichtet und dennoch harmonisch in die natürliche Beschaffenheit des Landes eingefügt. Quel'Thalas war zu dem funkelnden Edelstein geworden, der den Elfen vorgeschwebt hatte. Die Synode von Silbermond wurde als herrschende Macht über Quel'Thalas gegründet, doch die Sonnenwanderer-Dynastie bewahrte sich ein Quäntchen politische Macht. Die aus sieben der bedeutendsten Hochelfenfürsten bestehende Synode setzte sich für die Sicherheit der Elfenländer und Elfenvölker ein. Die Hochelfen blieben von ihrer schützenden Barriere umgeben, schlugen die alten Warnungen der Kaldorei in den Wind und nutzten ihre Magie weiterhin ausufernd in fast allen Aspekten ihres Lebens.

Fast viertausend Jahre lang lebten die Hochelfen friedlich in der Abgeschiedenheit und Sicherheit ihres Königreichs. Doch die rachsüchtigen Trolle gaben nicht so leicht auf. Sie schmiedeten Ränke in den Tiefen ihrer Wälder und warteten darauf, dass die Zahl ihrer Kriegsmeuten wuchs. Schließlich stürmte eine mächtige Trollarmee aus dem Schatten der Wälder und belagerte abermals die leuchtenden Türme von Quel'Thalas.

Blizzard Zeitlinie Kapitel 2

Die Trollkriege Bearbeiten

Für fast 4.000 Jahre lebten die Hochelfen in einem relativen Frieden. Doch während die Hochelfen ihre Nation neu aufbauten, planten die Amani bereits den nächsten Angriff.

Turalyon hatte erfahren, dass die Elfen die Trolle hassten - und dass diese Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhten. Beide waren Waldbewohner, doch die Wälder hier waren nicht groß genug für zwei Völker. Sie waren schon seit Jahrtausenden verfeindet, seit die Elfen die Trolle aus einem Teil des Waldes vertrieben und ihr Königreich auf dem eroberten Land errichtet hatten.[1]

2.800 Jahre vor dem Ersten Krieg griffen sie die Hochelfen erneut an und die Trollkriege nahmen ihren Lauf. Nachdem sie immer weiter zurückgedrängt wurden, wandten sich die Hochelfen an die Menschen von Arathor um jene um Unterstützung zu bieten. Es kam zu einer militärischen Allianz, im Gegenzug für ihre Hilfe unterrichteten die Hochelfen Hundert Menschen in der Magie. Gemeinsam schlugen sie die Amani und damit ein Reich, was über 20.000 Jahre Bestand hatte. Die Hochelfen und die Menschen pflegten ihre Allianz seit jenem Tag.

Während die Hochelfen unter dem brutalen Ansturm der Trolle ums Überleben kämpften, bemühten sich die versprengten nomadischen Menschen von Lordaeron, ihre eigenen Stammesländer zu konsolidieren. Die Stämme der frühen Menschen überfielen gegenseitig ihre Siedlungen und gaben nichts auf Ehre oder Zusammenhalt des Volkes. Doch ein Stamm, Arathi genannt, erkannte, dass man die zunehmende Gefahr durch die Trolle nicht mehr ignorieren konnte. Die Arathi wollten alle Stämme unter ihrer Herrschaft vereinen, damit sie sich den Kriegsmeuten der Trolle mit einer Einheitsfront entgegenstellen konnten.

Im Lauf von sechs Jahren gelang es den Arathi, die rivalisierenden Stämme zu überlisten und zu unterwerfen. Nach jedem Sieg boten die Arathi dem eroberten Volk Frieden und Gleichheit an. Auf diese Weise sicherten sie sich die Loyalität der Besiegten. Schließlich setzten sich die Arathi aus vielen verschiedenen Stämmen zusammen und verfügten über ein riesiges Heer. Da die Kriegsherren der Arathi der festen Überzeugung waren, dass sie gegen die Kriegsmeuten der Trolle und, falls erforderlich, sogar gegen die einsiedlerischen Elfen bestehen konnten, beschlossen sie, in der südlichen Region von Lordaeron eine mächtige befestigte Stadt zu errichten. Dieser Stadtstaat namens Strom wurde zur Hauptstadt von Arathor, der Nation der Arathi. Je mehr Arathors Wohlstand wuchs, desto mehr Menschen reisten über den riesigen Kontinent und suchten Schutz und Sicherheit in Strom.

Die unter einem Banner vereinigten Stämme der Menschen begründeten eine starke, optimistische Kultur. Thoradin, der König von Arathor, wusste wohl, dass die geheimnisvollen Elfen in den Ländern des Nordens unablässig von den Trollen belagert wurden, wollte sein Volk aber keiner Gefahr aussetzen, indem er einsiedlerische Fremde verteidigen half. Viele Monate vergingen, bis Gerüchte über eine angebliche Niederlage der Elfen von Norden eintrafen. Aber erst als erschöpfte Botschafter aus Quel'Thalas in Strom eintrafen, wurde Thoradin klar, wie groß die Gefahr, die von den Trollen ausging, wirklich war.

Die Elfen ließen Thoradin wissen, dass die Armeen der Trolle riesig waren und die Trolle ganz gewiss die Südländer angreifen würden, wenn sie Quel'Thalas erst einmal zerstört hatten. Die verzweifelten Elfen, die dringend militärischer Unterstützung bedurften, willigten hastig ein, bestimmte auserwählte Menschen den Umgang mit der Magie zu lehren, falls diese ihnen gegen die Kriegsmeuten beistanden. Thoradin, der jeder Form von Magie misstrauisch gegenüberstand, sagte den Elfen in Ermangelung von Alternativen seine Hilfe zu. Unmittelbar danach trafen Elfen-Zauberhexer in Arathor ein und unterwiesen eine Gruppe Menschen im Gebrauch der Magie.

Die Elfen stellten fest, dass die Menschen im Umgang mit der Magie zwar ungeübt waren, aber eine erstaunliche natürliche Affinität dafür besaßen. Einhundert Menschen wurden in die Grundzüge der magischen Geheimnisse der Elfen eingeführt: nicht mehr, als unbedingt erforderlich waren, um gegen die Trolle zu kämpfen. Als die Elfen überzeugt waren, dass ihre menschlichen Schüler im Kampf nützlich sein konnten, verließen sie Strom und reisten mit den mächtigen Armeen von König Thoradin nach Norden.

Die vereinigten Armeen von Elfen und Menschen stießen am Fuß des Alteracgebirges auf die überlegenen Kriegsmeuten der Trolle. Die Schlacht währte viele Tage, aber die unerschütterlichen Armeen von Arathor blieben unermüdlich und wichen keinen Schritt vor dem Ansturm der Trolle zurück. Den Elfenfürsten schien die Zeit reif, die Macht ihrer Magie gegen den Feind zu entfesseln. Hundert Menschenmagier und eine Vielzahl von Zauberhexern der Elfen riefen die Wut des Himmels herab und ließen Feuer auf die Armee der Trolle regnen. Die Elementarfeuer verhinderten, dass die Trolle ihre Verletzungen heilen konnten, und verbrannten ihre geschundenen Leiber von innen heraus.

Dann endlich stoben die Armeen der Trolle auseinander und wollten fliehen, doch Thoradins Soldaten hetzten sie und metzelten sie bis auf den letzten Mann nieder. Von dieser Niederlage erholten sich die Trolle nie mehr; ihre Tage als starke Nation waren endgültig gezählt. In der Gewissheit, dass Quel'Thalas sicher war, schworen die Elfen der Nation Arathor und dem Geschlecht des Königs Thoradin ihre Treue. Menschen und Elfen lebten fortan Jahrhunderte lang in friedlicher Verbundenheit.[2]

Die Hochelfen nahmen ebenfalls Kontakt zu den Zwergen weit im Süden auf, als die Menschennationen von Gilneas und Alterac jene über 1.000 Jahre später kennenlernten. Beide Völker hatten allerdings keine besondere Verbindung zueinander, und wenn sie zusammenarbeiteten, dann durch ihren gemeinsamen Verbündeten, die Menschen. 230 Jahre vor dem Ersten Krieg spalteten sich die Zwerge in drei Fraktionen.[3] Die Wildhammerzwerge wollten mit den Hochelfen Handel betreiben, ein Tabu zu dieser Zeit, und wurden zu einer Art Katalysator für deren Krieg.[4] Nach dem Krieg wurden sie zu engen Verbündeten der Hochelfen. Die beiden Rassen verband ein Respekt für die Natur und andere kulturelle Gemeinsamkeiten.[5]

Der Zweite Krieg Bearbeiten

Der Frieden in Quel'Thalas dauerte noch über 2.000 Jahre lang an, bis zum Zweiten Krieg. Die Beteiligung der Hochelfen im Ersten Krieg war eher gering, als die Horde einfiel, und Sturmwind angriff. Nachdem die Menschen geschlagen worden waren, und nach Norden durch Khaz Modan flüchteten, schickten die Zwerge Botschafter zu den Hochelfen, um gemeinsam die Gefahr der Horde zu besprechen.[6] Die orcische Horde fiel über ein Portal aus der Welt Draenor zu Beginn des Ersten Krieges ein, und hatte das Königreich Sturmwind besiegt. Sie brachten ebenfalls die Oger nach Azeroth, schlossen Bündnisse mit Goblins und Waldtrollen und richteten ihren Blick nach Norden.

Als die Menschen eine Allianz zwischen ihren Sieben Nationen, den Wildhammerzwergen sowie den Eisenschmiedezwergen und den Gnomen vorschlugen, waren die Hochelfen durch ihre Ehre gebunden, sich dieser Allianz anzuschliessen, da diese durch ihre Verbindung zu den Arathi an den letzten Nachfahren Anduin Lothar gebunden waren. Unter Anasterian Sonnenwanderer waren sie die am wenigsten enthusiastischen Fraktion innerhalb dieser Allianz und stellten nur einen Bruchteil ihrer Armee zur Verfügung.[7]

Jedoch brachte die nördliche Kampagne der Orcs, in welcher die Trolle sich erhofften, die Ländereien ihrer Vorfahren von den Hochelfen zurückzuerobern, Zerstörungen an den Grenzländern von Quel'Thalas mit sich, zahlreiche Hochelfen kamen ums Leben und der Runenstein in Darrowehr wurde verdorben. Dies ging natürlich an Silbermond nicht vorbei, welches augenblicklich vollste Unterstützung im Krieg befahl. Die Horde kam letztendlich durch interne Streitereien zum Stocken, wurde von der Allianz zurück nach Süden gedrängt, und der Zweite Krieg war vorbei.

Nach dem Krieg machten die Hochelfen die schlechte militärische Führung der Menschen dafür verantwortlich, dass ihre Wälder niedergebrannt worden waren. König Terenas von Lordaeron machte sie darauf aufmerksam, dass Quel'Thalas nicht mehr stehen würde, ohne die Hunderte von Menschen, welche ihr Leben für die Verteidigung liessen, doch nichtsdestotrotz verliessen die Hochelfen in grosser Anzahl die Allianz. Alleria Windläufer, Schwester von Sylvanas, und eine Einheit ihrer elfischen Waldläufer blieben loyal zur Allianz, gelten aber seit ihrer Mission hinter dem Dunklen Portal als verschollen.[8] Ihre Schwester Vereesa unterstützte die Allianz ebenso nach den Vorfällen in Grim Batol[9], doch Anasterian liess sich nicht weichkochen.

Der Fall von Quel'Thalas Bearbeiten

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Einfall der Geißel.

Jahre später kam es zum Einfall der Geißel. Ihr Anführer, Arthas Menethil, machte die vorherrschende Nation von Lordaeron dem Erdboden gleich und richtete sein Augenmerk schliesslich auf Quel'Thalas. Sein Ziel war es, Kel'Thuzad wieder zum Leben zu erwecken, welcher den Dämonenlord Archimonde nach Azeroth beschwören sollte. Um dies zu bewerkstelligen, brauchten sie grosse Ansammlungen an Magie: den Sonnenbrunnen.

Die Hochelfen pflegten noch ihre Wunden nach dem Krieg gegen die Horde, stellten sich aber der Geißel im Kampf. Diesmal würde sie keine Armee der Menschen retten. Die hochelfische Armee unter der Leitung von Waldläufergeneral Sylvanas Windläufer schlug jedes Mal zurück, wenn die Geißel einen weiteren Angriff startete. Doch trotz ihrer Magie und ihren Taktiken wurden die Hochelfen zu den inneren Toren zurückgedrängt. Letztenendes fielen Arthas und seine Banshees, darunter unter anderem Sylvanas, in Silbermond ein, und schlugen die Verteidigung.

Obwohl Arthas nunmehr alle Menschen getötet hatte, die er jetzt als seine Feinde betrachtete, quälte ihn immer noch der Geist von Kel'Thuzad. Der Geist flüsterte Arthas ein, dass er für die nächste Phase der Pläne des Lichkönigs wiederbelebt werden müsse. Zu diesem Zweck müsse Arthas Kel'Thuzads Überreste zum mystischen Sonnenbrunnen bringen, der im ewigen Königreich der Hochelfen Quel'Thalas verborgen lag.

Arthas und seine Geißel erstürmten Quel’Thalas und belagerten die Elfen, deren Verteidigung immer schwächer wurde. Sylvanas Windläufer, Waldläufer-General von Silbermond, kämpfte tapfer, aber Arthas löschte die Armee der Hochelfen letztlich dennoch aus und kämpfte sich bis zum Sonnenbrunnen durch. Als grausame Geste seiner Überlegenheit erweckte er sogar Sylvanas’ besiegten Leichnam wieder als Banshee, verflucht, im endlosen Untod in den Diensten der Eroberer von Quel’Thalas zu stehen.

Zuletzt tauchte Arthas Kel’Thuzads Überreste in die magischen Wasser des Sonnenbrunnens. Die starken Wasser der Ewigkeit wurden zwar durch diese Tat verunreinigt, Kel’Thuzad jedoch als zauberkundiger Lich wiedergeboren. Nachdem er als Wesen mit jetzt weitaus größerer Macht wiederauferstanden war, erläuterte Kel’Thuzad die nächste Phase der Pläne des Lichkönigs. Als Arthas und seine Armee der Toten endlich südwärts zogen, war kein einziger Elf in Quel’Thalas mehr am Leben. Das ruhmreiche Heimatland der Hochelfen, das mehr als neuntausend Jahre überdauert hatte, existierte nicht mehr.

Blizzard Zeitlinie Kapitel 5

Die Geißel führte anschliessend einen massiven Völkermord durch, welchen knapp 10% der Hochelfen überlebten. Einige Hochelfen konnten sich glücklich schätzen, zu dieser Zeit nicht zu Hause zu sein. Einige Hochelfen wohnten in Dalaran, andere waren bereits mit Jaina geflüchtet. Der Grossteil überlebte aber wahrscheinlich nur, weil sie sich verteidigen konnten, oder in einem Versteck aufhielten.

Aufsplitterung Bearbeiten

Die verbliebenen Hochelfen waren verstreut auf dem Kontinent und hielten sich an die Allianz um Schutz zu erbitten, bis Kael'thas sie neu organisierte und die Überlebenden um sich scharte. Einige waren noch vor der Zerstörung von Quel'Thalas mit Jaina Prachtmeer geflüchtet, um auf Kalimdor den Staat Theramore zu gründen. Andere Hochelfen zog es zu Splittergruppen überlebender Dalaraner oder auch zum Scharlachroten Kreuzzug (Fellari Flinkpfeil) und in die Hinterlande.

KaelthasPortal.jpg

Eine neue Zukunft ?

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Geißel der Untoten Lordaeron und Quel'Thalas schon weitgehend in die toxischen Pestländer verwandelt. Nur noch wenige Enklaven existierten, in denen die Allianz Widerstand leistete. Eine der Gruppen, die fast ausnahmslos aus Hochelfen bestand, wurde vom letzten Spross der Sonnenwanderer-Dynastie angeführt: Prinz Kael'thas. Kael, selbst ein fähiger Hexer, wurde der schwindenden Allianz überdrüssig. Die Hochelfen trauerten ob des Verlustes ihrer Heimat und beschlossen, sich ihrem gefallenen Volk zu Ehren Blutelfen zu nennen. Doch während sie sich daran versuchten, die Geißel in Schach zu halten, litten sie schwer darunter, vom Sonnenbrunnen, der Quelle ihrer Macht, abgeschnitten zu sein. Im verzweifelten Bemühen, ein Heilmittel gegen die vererbte Magiesucht seines Volkes zu finden, wagte Kael das Undenkbare: Er bekannte sich zum hochgeborenen Erbe seiner Vorfahren und tat sich mit Illidan und dessen Naga zusammen, um eine neue Kraftquelle der Magie aufzutun. Die restlichen Befehlshaber der Allianz bezeichneten die Blutelfen als Verräter und schlossen sie auf ewig aus ihren Reihen aus.

Kael und seine Blutelfen sahen keinen anderen Ausweg mehr, als Lady Vashj zur Scherbenwelt zu folgen und dort gegen die Aufseherin Maiev zu kämpfen, die Illidan wieder eingefangen hatte. Den vereinigten Naga- und Blutelfenheeren gelang es, Maiev zu besiegen und Illidan aus ihrem Griff zu befreien. Im Fremdland scharte Illidan daraufhin seine Streitkräfte für einen zweiten Schlag gegen den Lichkönig und dessen Festung Eiskrone um sich.

Blizzard Zeitlinie Kapitel 5

Die verbliebene hochelfische Bevölkerung wird auf 24.810 geschätzt, jene der Halbelfen auf 9.550. Diese Zahlen schließen aber weder Theramore noch Dalaran und andere kleinere Siedlungen mit ein. In Sturmwind sind die meisten Hochelfen ansässig und die Stadt zählt 20.000 Hochelfen und 8.000 Halbelfen.[10][11]

Anmerkungen Bearbeiten

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