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Heimliche Wächter

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Sanft streichelten die ersten Sonnenstrahlen des Morgens die Wipfel der mächtigen Bäume. Langsam erwachte das Leben aus seinem nächtlichen Schlaf und machte sich auf die Suche nach etwas fressbarem. Ebenso taten es zwei Jäger, die sich im Morgengrauen durch die Wälder schlichen, um etwas Wild zu erschlagen. Mit geübten Blick wurden die Abdrücke im Boden gemustert, die abgeknickten Zweig geprüft. Die Fährte wurde immer frischer, das Wild konnte erst vor kurzem hier vorbeigekommen sein. Achtsames Schrittes gingen die Jäger weiter, den saftigen Waldboden weiterhin betrachtend. So entging ihnen der einsame Rabe, der auf einem der vielzähligen Äste der Bäume hockte und das Treiben der Menschen genau beobachtete. Unwissend näherten sie sich einem Ort, an dem jemand lebte, der allein bleiben wollte, um jeden Preis. So also schwang sich der Rabe in die Lüfte, in sein Reich und folgte den stummen Jägern, bevor er abdrehte und zu der rothaarigen Frau flog. Diese war soeben damit beschäftigt, einige essbare Beeren zu sammeln. In ihrer verschlammten Robe mit der ebenso dreckigen Kapuze verschmolz sie perfekt mit der morgendlichen Farbe des Waldes, dennoch wusste der heimliche Wächter, wo er sie finden konnte. Als er einen leisen Schrei ausstieß, schaute die Frau auf und richtete sich auf, um dem Raben ihren Arm hinzuhalten. Flatternd landete er, krächzte die Nachricht und erhob sich wieder, denn seine Aufgabe war erfüllt. Schnell murmelte die Frau noch ein paar Worte des Dankes und klaubte die paar Beeren auf, die sie gefunden hatte. Schnellen Schrittes entfernten sie sich, hinfort von störenden Menschen, die sie doch nicht verstehen konnten. Immer tiefer drang sie in den Wald ein, so tief, bis die Gefahr der unwissenden gebannt war. Unterdessen hatten die Jäger die Spur des Wilds verloren. Sie waren der Meinung gewesen, kurz vor der ersehnten Beute zu sein, doch dann wurde die Fährte immer kälter, bis sie schließlich ganz erlosch. Irritiert hatten sie dagestanden, verwirrte Blicke ausgetauscht und noch ein wenig gesucht. Doch es war beinahe so, als hätte das Wild sie schon lange vorher gesehen und wäre geflohen oder irgendetwas hätte sie gewarnt, aber das war natürlich nicht möglich, Wild war immerhin dumm. Ärgerlich brummend zogen sie die Männer aus dem Wald zurück, sie würden an dem heutigen Tag wohl kein feines Fleisch zu essen bekommen. Grinsend streichelte die Rothaarige das Reh, dass den heutigen Beutezug der Jäger überlebt hatte. Wann immer diese Törichten zu tief in den Wald eindrangen, in der Hoffnung, mehr Beute erlegen zu können, hatten sie komplett versagt. Die heimlichen Wächter blieben ihnen verborgen ...

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