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V.Rituale und Traditionen Bearbeiten

1.Vorwort Bearbeiten

Wieso werden die hier behandelten Themen nicht beim vorhergehenden Kapitel aufgeführt? Hier lautet die Antwort: Aus praktischen Gründen. Die Teilung erleichtert das Lesen, lässt mehr Platz für mögliche Verbesserungen und Erweiterungen und es erleichtert das Posten der einzelnen Teile in Foren, die nur eine begrenzte Zahl an Zeichen pro Beitrag annehmen.

Die hier behandelten Themen haben vorwiegend religiöse Gründe, deswegen gilt hier auch wieder das Gleiche wie im Vorwort des Kapitels Religion.

2.Der Tanz / Capoeira Bearbeiten

Es fällt auf, dass die Tanzanimationen der Trolle in WoW an einen realen „Tanzstil“ namens Capoeira angelehnt ist. Wieso steht aber ein Tanz bei „Religion“? Ganz einfach: bei so eine religiösen Volk, kann der Tanz nur ein religiöses Ritual sein.

2.1.Definition Bearbeiten

Es ist eine brasilianische Kampfkunst, die ursprünglich von afrikanischen Sklaven während der Kolonialära entwickelt wurde. Teilnehmer formen einen roda (Kreis) und spielen ihre Instrumente, singen und tanzen zu Zweit im Zentrum des Kreises, abwechselnd. Eine Partie ist durch flüssige, akrobatische Bewegungen, Finten, List und den Gebrauch Bodenarbeit (wie z.B. Tritte die einen von den Beinen holen sollen), Tritte und Kopfnüsse gekennzeichnet. Technik und Taktik sind Schlüsselelemente zu eine gute Partie zu spielen. Es gibt 2 Haupt-Capoeirastyle: „Regional“ und „Angola“

2.2.Musik Bearbeiten

Musik ist ein integraler Bestandteil von Capoeira. Sie gibt das Tempo und den Stil der Partie an, die innerhalb der Roda gespielt werden soll. Die Musik besteht aus Instrumenten und Gesang. Die Spielgeschwindigkeit variiert von langsam(Angola) zu sehr schnell (São Bento Regional). Viele der Lieder sind einem Ruf/Antwort-Format gehalten, während andere in einer Erzählung vorgebracht werden. Capoeiristas singen über viele verschiedene Themen. Verschiedene Lieder behandeln die Geschichte oder Geschichten einiger berühmten Capoeiristas. Andere Lieder versuchen die Tänzer zu inspirieren besser zu spielen. Andere wiederum sind über das was im Inneren der Roda geschieht. Manchmal handeln sie über das Leben oder eine verlorene Liebe. Wiederum andere sind leichtherzig und werden bloß zum Spaß gesungen. Capoeiristas ändern ihren Spielstil, manchmal drastisch, wie es das Lied oder der Rhythmus verlangen. In diesem Sinne ist es wirklich die Musik die Capoeira definiert. Es gibt 3 Grundarten von Liedern in Capoeira. Ein Ladainha (Litanei) ist ein erzählerisches Solo, üblicherweise am Anfang der Roda gesungen, oft durch den Mestre (Meister). Diese Ladainhas sind oft berühmte Lieder die vorher vom Mestre geschrieben wurden, oder sie können auch am „Set“ improvisiert worden sein. Eine Ladainha ist oft durch ein Chula oder Louvação (was dies ist erklären meine Quellen nicht)gefolgt, dann wieder ein Ruf/Antwort-Schema das, unter anderem, Gott und den eigenen Lehrer dankt. Üblicherweise wird jeder Ruf genauestens durch die Antwortenden wiederholt. Die Ladainha und Chula warden oft bei regionalen Spielen weggelassen. Die Corridos, schließlich, sind Lieder, die während eines Spiels gesungen werden, wieder gefolgt durch ein Ruf/Antwort-Schema. Die Antworten zu jedem Ruf werden, wiederholen aber nicht nur einfach die Worte des Rufs, sondern ändern je nach dem Sinn des Liedes.

2.3. Mögliche Änderungen und Gemeinsamkeiten in WoW Bearbeiten

1.Änderungen oder Detailfragen Die Ladainha wird einem oder mehreren Loa (und nicht dem „einzigen Gott“) gewidmet sein.
Der bevorzugte Stil wird Angola sein, da die Spielanimationen relativ langsam sind.
Der Mestra wird ein Mitglied des Klerus sein, oder den Segen eines Priesters erhalten haben.

2.Gemeinsamkeiten Das Ruf/Antwort-Schema, wie auch die Corridos, werden sicherlich auch weiterhin angewendet.
Auch der Aufbau der Ladainha bleibt der Gleiche. Wie auch die Tanzweise.

3.Kannibalismus Bearbeiten

3.1.Verbreitung Bearbeiten

Die meisten Trolle scheinen Kannibalismus zu praktizieren. Definitiv bestätigt wurde der Kannibalismus bei verschiedenen Trollstämmen und –arten.
Hier eine Auflistung noch der Häufigkeit von Kannibalismus bei den Trollarten:

  • alle momentan bekannten Stämme der Eistrolle
  • viele Waldtrollstämme, wobei es bei den Moosschindern und den Blutfratzen definitiv bestätigt wurde
  • oft sind es Sandtrolle
  • häufig auch Dschungeltrolle
  • man nimmt auch an dass Dunkeltrollen Kannibalismus praktizieren.
  • die Dunkelspeer waren kannibalistisch bis sie sich der Horde, vor 7 Jahren, anschlossen, dann gaben sie diesen Brauch offiziell auf.

Es gibt aber auch beachtenswerte Ausnahmen. Die Zandalar und Bruchhauer nehmen zum Beispiel kein Trollfleisch zu sich.

3.2. Gründe oder auch Tradition, Ritual und Religion Bearbeiten

Es gibt viele mögliche Gründe wieso Trolle Kannibalismus praktizieren. Diese Gründe werden mit Beispielen aus der Realität gezeigt.

1.Formen von Kannibalismus Die Europäer begegneten dem Kannibalismus in den vergangenen Jahrhunderten, als sie die überseeische Welt erkundeten. Der rituelle Verzehr von Menschenfleisch, teilweise als Menschenopfer, wurde von verschiedenen Kulturen ausgeübt.

  • Kannibalismus als Teil einer kriegerischen Tradition
    • Dabei waren es vor allem die Körper oder Teile besiegter Feinde, welche die Kannibalen und Kopfjäger (wie auch verschiedene Trollkrieger bezeichnet werden) verzehrten, um ihre Kräfte zu erlangen. Die Verzehrenden wollten Eigenschaften der Toten wie Stärke oder Intelligenz mit der Mahlzeit aufnehmen. Deshalb wurden auch Körperteile bevorzugt, bei denen der Sitz der Zauberkraft der Seele vermutet wurde, wie beispielsweise Gehirne und Herzen.
  • Kannibalismus als eine Art „Begräbnisritual“
    • Einige Völker aßen jedoch vornehmlich die Gehirne von Verwandten und Freunden. Im Umgang mit verstorbenen Angehörigen dient die Aufnahme in den Körper der Lebenden dem Erhalt der Seele des Verstorbenen.
      • Interessanterweise fassen manche das religiöse Ritual des christlichen Abendmahls als subtilen Kannibalismus auf, da hierbei Brot und Wein substantiell oder zumindest symbolisch in Leib und Blut Christi verwandelt und einverleibt werden.
      • In Papua-Neuguinea wird das Fleisch der Verstorbenen von Angehörigen des Stammes der Fore gegessen
      • Die im Amazonas ansässigen Yanomami rühren die Asche ihrer Verstorbenen während einer Zeremonie in einen Bananenbrei, welcher dann verzehrt wird.
  • Kannibalismus als Nahrungserwerb
    • Oft waren kultische Momente oder ausweglose Notsituationen der Auslöser. Fälle von Kannibalismus zum Nahrungserwerb sind aus Notlagen wie der Flugzeugabsturz in den Anden bekannt.

Besonders bei Schiffbruch wurde Kannibalismus praktiziert, um das eigene Leben zu erhalten, wenn auch nur wenige Fälle dokumentiert sind, da es meist keine Überlebenden gab. In solchen Fällen wurde allerdings von einem Prozess wegen Totschlags gegen die geborgenen Kannibalen abgesehen.
Bekannte Fälle, bei denen der Verzehr von Leichen in Notsituationen vorkam, war die Belagerung von Sankt Petersburg (damals Leningrad) 1941 - 1944.

  • Religiöser Kannibalismus
    • Kannibalismus wurde auch des Öfteren benutzt um die Götter der praktizierenden Kulturen zu besänftigen:

Bei den Azteken gehörte ritueller Kannibalismus zu den Fruchtbarkeitsriten. Auf besonderes Interesse der europäischen Kolonisatoren stießen dabei junge männliche Priester, die mit der abgezogenen Haut einer Frau bekleidet waren.

Im Opferkult der Azteken sollen in religiösen Schlachtfesten von 1325 bis 1519 (Beginn der spanischen Eroberung) jeweils bis zu 14.000 Opfer verspeist worden sein. Dazu zählten oft tausende von Kriegsgefangenen aus gegnerischen Stämmen. Das Herz ging dabei für die Verwendung in Feuer-Ritualen an die Priester, die Schädel wurden für Massenkruzifixe zur Abschreckung reserviert. Der Rest des Körpers ging an die Familie des Kriegers, der das Opfer gefangen hatte, wurde gegart, leicht gesalzen und ungepfeffert zu gekochtem Mais gegessen. Bernal Díaz del Castillo fand allein in der Stadt Xocotlan über 100.000 als Reliquien aufbewahrte Schädel.

2.Umsetzung im Warcraft-Universum Da alle Trollarten(mit den möglichen Ausnahmen der Dunkeltrolle und Eistrolle) von der Kultur her den Maya und Azteken ähneln, kann man daraus schließen, dass sie wahrscheinlich aus denselben Gründen Kannibalismus betreiben.

Dies ist sicherlich der Fall bei den Trollstämmen die noch immer Hakkar huldigen. (Blutfratzen, Ata’lai, Hakkari, Blutskalp (?),… )

Desweiteren kann man annehmen, dass die Trollstämme aus dem Schlingendorntal, Kannibalismus als Teil einer kriegerischen Tradition praktizieren, da sie in einem ständigen Kriegszustand leben.

Die Dunkelspeer werden wohl ehe sie die „Broken Islands“ (Zerbrochene Inseln?) besiedelt wie die anderen Schlingendorntaltrolle gegnerische Trolle gegessen haben, doch danach wäre es gut möglich das sie Kannibalismus nur noch als Begräbniszeremonie praktizierten. Dies kann man aus mehreren Gründen schlussfolgern:
1. Gab es auf der Inselgruppe keine weiteren Trollarten.
2. Hatten sie schon längere Zeit aufgehört Massenopfer darzubieten. Was nicht gerade klug wäre denn es würde die Bevölkerung des Stammes zu sehr reduzieren, (d.h. um Massenopferungen zu praktizieren muss man auf eine fremde Bevölkerung zugreifen können). Zu dem haben sie zu dem Zeitpunkt auch schon längere Zeit aufgehört Hakkar zu huldigen.
3. Die Darkspear lebten in Gegenden mit üppiger Vegetation und viel Wild, sich da von seinem eigenen Volk ernähren zu wollen, wäre widersinnig.
4. Die Flucht vor dem Bürgerkrieg zuerst auf dem Festland, dann auf die Inseln, ermöglicht es nicht feste Grabstätten respektiv Friedhöfe zu errichten. Was wäre da einleuchtender als die Verwandten ihre Toten durch eine Kannibalismuszeremonie einverleiben zu lassen?

Die Sandtrolle mumifizieren ihre Toten also werden sie sich nicht von ihren eigenen Stämmen ernähren, außer es handelt sich um ein Teilkannibalismus natürlich (nur das Herz oder das Gehirn). Nahrungsknappheit und Religion wären auch Optionen, obwohl die kriegerische Tradition hier am wahrscheinlichsten scheint.

Die Eistrolle leben wie ihr Name schon andeutet in kalten Regionen wie Nordend, die sich durch eine chronische Nahrungsmittelknappheit auszeichnen. Daher könnte Kannibalismus für jene Stämme in besonders drastischen Perioden zur einzigen Überlebungsmöglichkeit werden, wobei andere Gründe nicht auszuschließen sind.

Von den Dunkeltrollen weiß man zu wenig um mit Bestimmtheit zu sagen, wieso sie Kannibalen sind, dass sie es sind steht außer Zweifel.

Die Waldtrolle sind wahrscheinlich alle (die Bruchhauer sind die einzige Ausnahme) Kannibalen:
Die Aufgaben (Quests) aus dem Dorf der Bruchhauer weisen darauf hin, dass die Blutfratzen und Bleichborken-Trolle Kannibalen möglicherweise sind.
In der Aufgabe aus den Geisterlanden; „Faulende Herzen“ sagt eine Blutelfin, dass die Waldschattentrolle die Herzen ihrer Feinde verspeißen würden um die Stärke ihrer Gegner in sich aufzunehmen. (Kannibalismus als Teil einer kriegerischen Tradition also)

4.Der Totenkult Bearbeiten

Die Art des Totenkults variieren von Ort zu Ort und von Stamm zu Stamm:
Kannibalismus könnte eine andere Bestattungsart sein, doch kann man da nur Vermutungen anstellen.
Es gibt Gräber in Zul'Farrak. Darin befinden sich allerdings meist Mumien.
Mumien findet man im Tempel von Atal'Hakkar, in Zul’Gurub und in Zul’Farrak.
Es gibt sogar Grabbeigaben (Silberketten…) Verzierungen des Leichnams (vergoldete Hauer, Bandagierungen, Bemalung…).
Andere Trolle werden mumifiziert und in einen Behälter mit Salz gefüllt zur Konservierung des Leichnams. Allerdings könnte es auch nur ein Teil der Mumifizierung sein…(Der Körper wird so von Körpersäften gereinigt, nachdem die Organe entnommen wurden und mit Stroh ersetzt wurden)

Zu einem Totenritual wird wohl ein Gebet an Shadra, Göttin des Todes, und an Samedi, Gott der Friedhöfe, sowie eine kurze Gedenkpredigt zum Leben des Verstorbenen geben.
Zu guter Letzt weisen der mögliche religiöse Kannibalismus, als auch die Gräber und die Mumifizierung darauf hin, dass Trolle an eine Wiedergeburt oder Reinkarnation glauben.
Reinkarnation, im Sinne, dass der verzehrte Troll, wieder am Kreislauf des Lebens teilnimmt und somit zum Teil seiner Nachfahren und der Natur wird.
Wiedergeburt, weil das der einzig mögliche Sinn ist wieso es einen Mumifizierungskult gibt.

5.Liebesleben Bearbeiten

Die Aufgaben um das Ehepaar Proudtusk im Ödland und in der Brennenden Steppe geben die bislang umfangreichsten Infos über die trollische Liebesbeziehungen. Deshalb werden die meisten Schlussfolgerungen daraus gezogen.

5.1 .Körperliche Anziehung und Liebe Bearbeiten

Da Trolle als Rasse über eine fabelhafte Regeneration verfügen ist es unmöglich, dass Narben zum Schönheitsideal eines Trolls gehören. Die Narben würden sowieso nach kürzester Zeit verschwinden!

Viele Trolle tragen ausgefallene Frisuren und haben grelle Haarfarben, dies lässt 2 Möglichkeiten offen:
1. Die Haarfarben sind natürlich; dann sind die Farben da, um bei möglichen „Partnern“ aufzufallen, dies wäre eine biologische Begründung. Die Frisur soll die Wildheit im Kampf unterstreichen und bei der Partnersuche helfen.
2. Die Haarfarben sind unnatürlich; dann sind die Farben da, um bei möglichen „Partnern“ aufzufallen, dies wäre eine gesellschaftliche Begründung. Die Frisur soll die Wildheit im Kampf unterstreichen und bei der Partnersuche helfen.

Küssen wird teilweise durch die Hauer erschwert, die Partner sollten mit etwas Übung dieses Problem bewältigt bekommen.

Die Beziehungen scheinen relativ „menschlich“ zu sein:
sie können von Gewalt geprägt sein: eheliche Gewalt, Vergewaltigung…;
es kann einen soziale Pflicht sein: (politische) Zweckehen;
oder vollkommen liebevolle und zärtliche Beziehungen geben…
Die gewaltsamen, körperbetonten Beziehungen der Orcs haben Trolle sicherlich nicht.

5.3. Hochzeitszeremonie Bearbeiten

Trolle heiraten wie jede andere Rasse auch, obwohl es unbekannt ist ob es ein „normales” Ereignis ist oder ob es nur in den höheren Kreisen der Gesellschaft üblich ist.
Die Proudtusks scheinen aber dem einfachen Volk zu entstammen, was eine weite Verbreitung eines Hochzeitsrituals in der Gesellschaft voraussetzt.
Die Ehen sind monogam (Proudtask spricht von nur einer Frau), obwohl es unter hochrangigen Mitgliedern der Gesellschaft auch wahrscheinlich ein Konkubinat geben wird.
Frauen und möglicherweise sogar die Männer, tragen einen Hochzeitsnasenring um ihre Zuneigung sich gegenüber zu zeigen.

Leider bleibt die eigentliche Hochzeitszeremonie unbekannt. Möglicherweise gibt es aber ein Gebet an Shadra, Göttin der Erschaffung und Ordnung und Lokou, die Göttin, die Schönheit und Mitleid darstellt.

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