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Unheil über Sturmwind I. Das Hafenfest II. Das Magiechaos III. Unheil über Sturmwind IV. Das große Rüsten "Tagebuch" Galerie Impressionen
Inv misc book 09
UNHEIL ÜBER STURMWIND



Morgen des 28.[1] Bearbeiten

Er hatte es doch gewusst. Gewusst, dass sie wieder kommen. Er hatte doch gewusst, dass die Seuche noch nicht vorüber war. Hatte gewusst, dass diese Trottel viel zu früh im eigenen Siegesjubel untergingen. Standhafte kleine Narren, die ihren Teil beitrugen, aber gewiss zu naiv und kurzsichtig waren, um einen Sieg jemals zu erringen. Er spürte einen starken Stich in der Brust und war sich nicht sicher, ob es von der Wunde kam, oder von der Tatsache das jene die siegen hätten können bereits tot waren.

Man hatte ihn gut versorgt, er fühlte sich wieder besser. Wenn man das überhaupt so nennen konnte. Gab es überhaupt miserabel und besser miserabel? Er hatte starke Kopfschmerzen und ihm war schwindelig.

Er musste hier weg. Schnell. Bevor sie ihn noch weiter fest halten konnten. Diese Ketzer. Diese Verräter.

Diese Überläufer. Mindestens die Hälfte der Leute, die ihn hier umgeben hatten waren infiziert, oder zu Dienern der Geißel geworden, ohne es zu wissen. Er konnte es fühlen. Er konnte es sehen. Wenn er nicht bald hier fort kam, würden sie das selbe mit ihm tun. Seinen Geist misshandeln bis er dem Wahn anheim fiel, oder seinen Körper schinden. Das würde er nicht zu lassen. Niemals. „Eher… hauche ich mein Leben... beim Versuch…“ presste er hervor als er versuchte die Hände gegen den Boden zu stemmen um auf zu kommen. Er musste husten, setzte sich vorsichtig gebeugt hin und verschnaufte. In seinem Kopf drehte sich alles.

Ich muss hier fort.

Weg.

Er spürte wieder einen Stich in der Brust, doch dieses Mal versicherte ihm der dunkler werdende Verband, dass es wirklich nur von der Wunde kam. Es kostete ihn all seine Krafts ich vom Boden aufzustemmen, und als er endlich auf den Beinen stand erfasste ihn der Schwindel, ließ ihn wanken und mit dem Rücken an eine Säule prallen. Vor Schmerz keuchte er auf, stöhnte und presste die Zähne entschlossen aufeinander.

Ich darf nicht aufgeben. Beim Licht. Niemals.

Iskarien ließ einen Augenblick verstreichen, versuchte seinen Atem zu beruhigen und drückte sich vorsichtig von der Säule ab.

„Ich muss… die Leute warnen…“ flüsterte er sich selbst heiser zu und machte einen unsicheren, schmerzvollen Schritt auf die Türe zu. Kurz schweifte sein Blick über die Überreste der Suppenausgabe, die Kranken und verwundeten, die Teil hier und da kauerten, ehe er den nächsten Schritt wagte.

Er musste sie warnen. Doch… wen sollte er überhaupt warnen? Wen kannte er denn schon? Wem konnte er denn noch vertrauen? Emerich.. der gute Emerich… immerhin hatte er ihm einen Stecken gebracht, und nicht nur gehässige, herabwürdigende Worte wie Magistrix Silberlein. Sie war gewiss auch zum Feind übergelaufen. Er würde also Emerich warnen. Und Botor.. diesen komischen Zwergen. Falls er denn hier war. Und noch lebte. Iskarien stolperte über das Bein eines schlafenden, der nur leise murrte, ihn aber stolpern ließ. Sein Herz machte einen erschrockenen Satz – wenn er nun wieder stürzte würde er wieder für Stunden nicht die Kraft haben aufzustehen. Verzweifelt sah er sich um, und bekam im letzten Augenblick noch den Türrahmen zu fassen, an welchem er sich verkrampft und zitternd festhielt, um auf den Beinen zu bleiben. Amonia… war das ihr Name gewesen? Hatte sie sich je vorgestellt? Wusste er nichtmehr, aber irgendwie schwirrte ihm dieser Name durch den Kopf. Sie würde er auch informieren. Sie war ein guter Mensch, gewiss, das war sie. Jolean... ja Jolean musste er auch warnen. Sie hatte es nicht verdient so ihr Ende zu finden. Sie war zwar seltsam, aber im Grunde gewiss auch ein guter Mensch. Dann war da noch dieser seltsame Kaltzar und seine Bruderschaft... ein wehrhafter Haufen, ein ehrlicher Haufen. Doch war ihnen gewiss schon länger bewusst, was hier vor sich ging. Zumindest glaubte er das.

Er ließ los.

Die Schulter an den kalten Stein gedrückt schob er sich der Mauer entlang. Einer der Priester blickte ihm sorgenvoll nach, sagte jedoch nichts. Hoffentlich tauchten diese Narren der Silberhand jetzt nicht auf. Schließlich war er unbewaffnet.

Er würde nicht versagen. Nicht erneut. Er würde retten was noch zu retten war. Iskarien lächelte. Dann brach er in lautes husten aus und spuckte etwas Blut zu Boden.

„Dreck…“

Sturmwind, Altstadt, am frühen Vormittag des 28.10.[2] Bearbeiten

"DAS ENDE IST NAH!"

Der Mann mit dem flackernden Blick und dem wallenden, blonden Haar hatte sich auf eine kleine Mauer gestellt. Sein Blick schweifte nervös herum, aber die Stimme war immer noch kräftig. Es waren nur wenige Passanten unterwegs, denn die meisten Bürger versteckten sich wohl immer noch in ihren Häusern, aus Furcht, von dem, was ihnen in den Strassen begegnen könnte. Aber hin und wieder blieb jemand stehen, hörte dem Mann kurz zu, um dann kopfschüttelnd weiterzugehen. Die meisten mit verärgertem Gesichtsausdruck, andere etwas nachdenklich oder bedrückt.

"Seht, was aus dieser Stadt geworden ist! Das Licht hat uns verlassen! Ihr denkt, nun wäre es vorüber, weil ihr kaum noch Untote in den Gassen seht? Ihr denkt, sie hätten ein Heilmittel gefunden gegen die Seuche und sich erfolgreich zur Wehr gesetzt? HA! Weit gefehlt! DIES WAR NUR DER ANFANG! Wenn ihr euch nicht wehrt, wird diese Stadt untergehen! Wehren? Ja, aber nicht gegen die Untoten, sie sind nur arme, verirrte Seelen! Geht in die Kathedrale, betet und bereut eure Sünden! Und dann: Erhebt euch! Bürger Sturmwinds, vereinigt euch und erhebt euch gegen die wahren Schuldigen! Ihr fragt, weshalb uns das Licht verlassen hat? Weshalb der Himmel über Sturmwind dunkel geworden ist und das Chaos über die Stadt einbrach? Weshalb die Strassen nach Tod und Verderben stinken? JA! Das ist die richtige Frage! Und ich sage euch: Es ist die Schuld der Mächtigen dieser Stadt! Die Silberhand-Paladine, die uns immer weismachen wollten, sie würden Gutes tun! SIE haben das Licht missbraucht, für ihre Zwecke! Sie haben die Macht des Lichts mit den Füssen getreten! Und es sind die Schergen des Königs, die Wachen, die uns alle unterjochen! Erhebt euch Bürger, gegen die Mächtigen! Verjagt sie aus dieser Stadt UND DAS LICHT WIRD WIEDERKEHREN!

Der Mann unterstrich seine Feuerrede mit wilden Gesten, geballten Fäuste und gegen den Himmel gereckte Arme. Seine Stimme überschlug sich manchmal beinahe, um dann wieder eindringlich leise zu werden.

"Öffnet die Augen! Schliesst euch zusammen! Bereut eure Sünden und dann wehret euch…"

Der nervös herumschweifende Blick des Mannes blieb an einer Wache-Patroullie hängen, die zwar noch ausser Hörweite war, aber offenbar dennoch auf den Prediger aufmerksam geworden war und sich mit raschen Schritten näherte. Behände sprang der Blonde von der Mauer und eilte davon und verschwand in den verwinkelten Gassen der Altstadt. Sein eindringlicher Ruf war aber wie schon am Vortag immer wieder und an den unterschiedlichsten Orten der Stadt zu hören.

"DAS ENDE IST NAH!"

27/28.10. – Kathedralendistrikt[3] Bearbeiten

Sie hatten die Reste der Ghuls fortgeschafft und die Ordnung so gut es in dieser Krisenzeit ging im Kathedralendistrikt wieder hergestellt. Immer mehr Mitstreiter und weitere Helfer fanden sich an der Kathedrale ein. Er blickte über die verteilten Massen, entschied sich dann seine Stimme zu erheben um sie zu ordnen und über den Stand der Dinge zu informieren.

Tief atmete er durch und schaute in Dutzende erwartungsvolle Gesichter bevor er den Brief des Generalstabs verlas. Seine Stimme donnerte durch das Viertel, geprägt von Entschlossenheit und anhaltender Ermutigung. Er hatte kaum geschlafen und jedes Wort drang nur durch äußerste Konzentration über seine Lippen.

Der Hafen, das Magierviertel, der Park, das Handelsviertel…verloren, die Brücken dorthin gesprengt. Er machte noch einmal auf den Zufluchtsraum im Zwergenviertel und die dort verteidigenden Steinfäuste aufmerksam, ebenso wie auf die Stadtwache in der Altstadt. Sie würden Boten brauchen, jene welche sich schnell und unauffällig fortbewegen konnten. Er bat alle die sich dafür als geeignet sahen in einen der Flügel der Kathedrale, wo er sie eingehend musterte und zwei von ihnen erwählte. Währenddessen koordinierten seine Ordensbrüder die Menschen, Gnome, Zwerge, Nachtelfen und Draenei.

Er war beeindruckt, dass nun auch jene die hier nur als Gast weilten ihnen zur Hilfe kamen anstatt in ihre Heimat zu fliehen oder besser zurückzukehren um dort zu verteidigen. “Zusammen.“ murmelte er immer wieder leise vor sich hin und die nicht abreißende Schlange vor ihm von jenen die ihn zu sprechen wünschten schien immer länger zu werden.

Sein Kopf pochte, ebenso hatte er ein lautes Piepsen im Ohr, aber all das schob er zur Seite, versuchte jeden der ihn ersuchte möglichst schnell zu antworten, zu helfen oder zu dirigieren.

“Bitte, zwei Männer…die Kinder, wir…ich führe!“ hatte Sida ihn angehalten, worauf er sich einen der umstehenden Männer griff und mit diesem zum Zwergendistrikt aufbrach. Die Kinder scharten sich um die Weisenmatrone, ängstlich blickten sie zu ihr auf. Einige jedoch schienen noch immer alles für ein Spiel zu halten, doch Zary hatte die Kleinen unter Kontrolle, wodurch es recht schnell möglich war sich den Weg zum Zufluchtsraum zu bahnen.

“Es sind noch einige verletzte Kinder im Weisenhaus, bringt sie ins Lazarett und lasst sie versorgen." Mit diesen Worten eilten sie zurück um der Bitte nachzukommen. Immer wieder drangen Wellen von Ghuls an die Kathedrale heran, aber ebenso zerschlugen die mutigen Frauen und Männer jenen Abschaum, welcher sie alle bedrohte.

“Ordnung schaffen, Übersicht behalten…“ dachte er immer wieder, bemüht die Massen zu kontrollieren und möglichst geschickt zu positionieren und einzuteilen. Er massierte seine Schläfen, versuchte die Kopfschmerzen zu ignorieren und entschied schließlich alle in die Kathedrale zu rufen.

Es war eine kurze Pause zwischen den Wellen gewesen, in der er seine Rede gehalten und an die Zusammenarbeit, Toleranz und Entschlossenheit appelliert hatte. Alle Völker waren vertreten, auch wenn sich die einen oder anderen noch immer eher argwöhnisch musterten.

“Zusammen! Wir teilen ein Schicksal…“ dachte er immer wieder und als die ersten entschlossenen Rufe aus der Menge drangen, atmete er erleichtert auf. “Für die Allianz, für Sturmwind!“, „Zusammen!“, „Für die Naaru!“ oder auch “Für Elune!. Er schaute zu all jenen, deren Blick auf ihm ruhte, welcher geprägt von Hoffnung und neuer Kraft schien.

“Für die Lebenden, für UNS!“ rief er noch einmal entschlossen, auch wenn seine Stimme schon recht rau und strapaziert klang, scheinbar ein Anflug von Heiserkeit.

Unermüdlich kämpfen sie, entschlossen und geeint standen sie vor, in und um die Kathedrale. Immer wieder hatte er einige zur Seite genommen und sie gebeten etwas zu essen und zu trinken und er war froh, dass seine Ordensbrüder so gut zusammenarbeiteten.

Nach gefühlten dutzenden von Stunden des Kampfes und der Verteidigung traten ein Draenei, eine Kaldorei, der Leutnant der Hafenwache und Belon, welchen Celerius noch aus eigenen Zeiten bei der Stadtwache kannte, an ihn heran. Alle hatten das Gleiche zu berichten. Die Pest schien zurückgegangen zu sein, ebenso wie die Schar der Untoten - in Darnassus, Shattrah, Sturmwind und auch bei der Exodar. Die Nekropole jedoch schwebten noch immer bedrohlich über der Stadt.

Er nickte, kaum noch im Stande auf Grund seiner Übermüdung und Überanstrengung einen klaren Gedanken zu fassen. Dennoch bat er alle auf die Treppe der Kathedrale um ihnen jenen Hoffnungsschimmer zu verkünden. Einige klatschen, andere blieben eher ruhig, aber alle atmeten auf.

“Auch wenn es so scheint als hätten wir es überstanden, ist dies noch immer keine Entwarnung. Es herrscht noch immer erhöhte Wachsamkeit, werdet nicht leichtsinnig!“ hatte er noch nachdrücklich angefügt.

Er wies seine Brüder an Gruppen zu formieren, welche die ganzen Viertel der Stadt auskundschaften sollten. Schnell machten sie sich daran Truppen zu bilden, welche jener Aufgabe sofort nachkamen. Der Leutnant der Hafenwache griff sich einige Männer um sein „Territorium“ zu untersuchen.

Kurz kehrte Celerius in sich, schloß die Augen und nahm sich einige Minuten um in den heiligen Hallen zu beten. Kniend, erschöpft und mit den Nerven völlig am Ende formten seine Lippen lautlose Worte der Dankbarkeit.

Schon bald kehrten die ersten Truppen zurück und berichteten, dass sich niemand in den Vierteln aufgehalten hatte, weder Lebende noch Untote. Die Distrikte waren teils zerstört und geplündert, was der Major ebenfalls zur Kenntnis nahm. Celerius wies die noch immer zu Dutzenden anwesenden Mitstreiter der Miliz und all die anderen Helfer an Ordnung zu schaffen, übergab seinen Ordensbrüdern das Kommando.

Zielstrebig ging er zu seinem Feldbett, legte die schweren Schulterplatten, Handschuhe und Stiefel ab und zog eine Wolldecke aus dem Schrank, in die er sich erschöpft und noch immer mit pochendem Schädel und schmerzenden Gliedern einwickelte.

Es war noch lange nicht ausgestanden, der Kampf würde weitergehen.

“Vanille…“ nuschelte er noch einmal mit einem leichten Schmunzeln bevor er fast augenblicklich in einen tiefen Schlaf fiel.

27/28 - Zwergenviertel[4] Bearbeiten

Zary und die Kinder waren nun also sicher in der Zwergenhalle des gleichnamigen Viertels untergekommen. Risai zählte noch einmal durch, musterte die vor Erschöpfung eingeschlafene Zary, nickte dann bestimmt und ging zu ihren Sachen. Dann wurde es nun Zeit für die Aktion „Rettung der Kaffemaschine“.

Die kleine tragbare Maschine sollte zwar eine Allvaterüberraschung für Zary sein, aber in Anbetracht der Lage – Geißelinvasion, Zerstörung der Welt – würde der nette alte Mann bestimmt nichts dagegen haben, die Geschenkübergabe etwas vorzuziehen.

Risai legte die Augenklappe ab und band sich das Tuch um den Mund, tausche Weste mit der Lederrüstung, Sandalen mit Stiefeln und blickte am Ende auf ihr Waffensortiment.

Was nehmen wir?

-Dolche, mittellang, 2 -Wurfsterne, 50 -Armbrust zum Schießen aus einem Versteck -20 Bolzen, mithril -Schrotflinte für Zombiehorden in den Vierteldurchgängen -einen Beutel Tohriumschrotkugeln, die angefeilten - astrale Klinge, magisch

Dazu:

- ausklappbarer Stock mit Spiegel, damit kann man um Ecken spitzen - Steigeisen - Rauchgranaten - Blend-Geruchgranaten, Zomobies schienen vor allem Tannenduft zu hassen


Risai nickte als sie alles hatte und wollte einen Schritt zur Seite machen ….

… was denn? ….

… nein, die kippte nicht um wegen der ganzen Ausrüstung (das war jemand anderes) ….. Risai war schlauer und merkte sofort, sie war zu schwer bepackt.

Also reduzierte sie die Ausrüstung um 80%. Wegen zuviel Ausrüstung umkippen, also bitte.

So etwas passiert doch keiner Meisterschurkin.

Risai drehte sich also grinsend um, lief ohne umzukippen los ….


… und knallte mit der Nase gegen die eben geschlossene Türe.

26. - 28.10. - In und vor Sturmwind[5] Bearbeiten

Langsam zog sie das Schwert aus dem nun leblosen Kadaver. Sie schloss einen Moment lang die Augen, und mit einem kalten, emotionslosen Lächeln murmelte die Frau ein Gebet des Dankes: Dank dafür, das sie immer noch stehen, immer noch kämpfen konnte. Dank dafür, das sie der Pest immer noch zu trotzen in der Lage war.

Als sie die Augen wieder öffnete, erstarrte das Lächeln. Ihre Hand umschloss den Griff des Schwertes fester, und während sie sich umsah erkannte sie, das sie in eine Auferstehungsperiode geraten sein musste... Sie hatte in der kurzen Zeit nicht alle Kadaver anzünden können.

Renata machte sich fröstelnd bereit zum Kampf.

Ihr Schwert in der einen Hand weiterhin genauso fest umschlossen wie den großen, mit Stacheln besetzten Streitkolben in der anderen wurde das soeben gemurmelte Dankgebet zu einem lauten, beinahe geschrieenen Schlachtengebet. Wie in einem Rausch sprach sie weiter, immer weiter, rezitierte auswendig gelernte Gebete an das Licht ebenso wie ganz persönliche, redete, schrie, weiter, immer weiter, bis sie merkte, wie ihre Kraft und ihr Willen anstiegen.

Der erste Angreifer kam von vorn. Sie holte aus, und mit einem Schlag der so kräftig war, das sie sich über sich selbst erschrak, hieb sie dem stinkenden Vieh vor sich den Arm ab. Sie hielt nicht inne, und sekundenbruchteile später war ein dumpfer, scheppernder Laut zu hören, als der Streitkolben auf den Kopf des Skelettes niedersauste. Der Kadaver fiel in sich zusammen, doch sie schlug und trat weiter auf ihn ein, ausser sich in ihrem Kampfesrausch.

Ihr war kalt... es war so kalt hier.

Die beiden weiteren gerade auferstandenen ließen nicht lange auf sich warten… sie kamen von rechts. Renata drehte sich um die eigene Achse, holte erneut aus und zertrümmerte dem einen Wesen den Schädel, nutze den Schwung des Schlages, um dem anderen Ghul auszuweichen. Wieder festen Stand gefunden sprang sie auf den zweiten Untoten zu, und wieder hieb sie unnachgiebig auf das faulende Fleisch ein bis sich nichts mehr regte, und dann weiter, immer noch weiter, Worte des Lichtes schreiend.

Kälte... Nur die Bewegung half gegen die Kälte.

Sie sah nichts, hörte nichts, nichts ausser den Klumpen aus Fleisch und Knochen, die einmal Menschen gewesen waren und auf die sie so lange einschlug, bis nichts übrig war als kleine, auf dem dunklen Boden verteilte und nicht näher zu bestimmende Stückchen. Sie sah nichts, hörte nichts, und so nahm sie den nächsten Untoten erst wahr, als dieser erfolglos versuchte seine Zähne in ihrer Plattenhose zu versenken. Rasend vor Wut rief sie das Licht an, und in einer anderen Zeit hätte sich ein greller Lichtblitz gebildet welcher den Ghul getroffen hätte, leblos wäre der Kadaver von ihr abgefallen... doch es war keine andere Zeit. Stattdessen wurde sie unsanft umgerissen, landete hart auf dem Boden. Das Bein, in welches sich der Untote verbissen hatte, gab ein lautes Knacken von sich, als es brach.

Es war kalt... ihr war so kalt hier.

28.10. Ein verschmierter Brief[6]Bearbeiten

"Addresiert an den Orden der Silbernen Hand in Sturmwind"


Ich grüsse dich ..... .

Ich bin vor kurzem in Lordaeron angekommen und......... zu dem ......begeben.

Ich habe die Kunde von einem Geißelangriff vernommen.......... ich bete für dich und alle anderen.

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Haltet noch ein paar.........durch. Wenn das hier funktioniert.........Geißel ............


Das Licht mit dir .......

...... Gadrion.....klinge..


"Das meiste ist verschmiert und nicht mehr zu lesen"

Am Abend des 28.10.[7] Bearbeiten

Langsam öffnete sie die Augen. Dunkelheit lag um sie, neblige Dunkelheit, doch nach einigen Momenten wurde ihr Blick ein wenig klarer. Sie richtete sich auf, schrie schmerzerfüllt und sank wieder auf den Boden zurück. Ihr Bein pochte und in ihrem Magen rebellierte es. Sie brauchte all ihre Kraft, um sich nicht zu übergeben. Tief und konzentriert atmend lag sie starr auf dem kalten Boden. Ihre Gedanken überschlugen sich.

Sie hatte keine Ahnung, wo sie war. Sie hatte keine Ahnung, wieviel Zeit vergangen war, seit sie sich von Menja verabschiedet hatte, um sich ins Chillwindlager aufzumachen. Das letzte, woran sie sich erinnerte, war, das der Umweg, den sie um Corins Kreuzung machen wollte, plötzlich versperrt war von seltsamen, zuckenden Wesen. Ghule, wohin ihr Auge auch blickte. Dann war die Erinnerung weg.

Sie tastete an ihrem Körper entlang und schreckte hoch, hob den Kopf. Ihre Tasche war weg. Ihre Kleidung war blutverkrustet und der Schmerz in ihrer linken Seite brachte sie schier um den Verstand. Was war nur geschehen? Wo um alles in der Welt war sie? Tausend Gedanken strömten gleichzeitig durch ihren Kopf. Luke, ihr Geliebter..würde er sie vermissen? Cate.. die ihr anvertrauten Akten.. Maas würde so ungehalten sein und es würde wieder Streit geben.. Celerius, den sie so lange nicht gesehen hatte..Talvan und sein Lächeln am Fluss. Sie sank in einen tiefen, unruhigen Schlaf, geprägt von Gedankenbildern und Alpträumen.

Autoren Bearbeiten

  1. Iskarien
  2. Toruban
  3. Celerius
  4. Risai
  5. Renata
  6. Gadrion
  7. Cayrina

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