Fandom

Die Aldor Wiki

Geschichten zum Unheil über Sturmwind/Teil7

< Geschichten zum Unheil über Sturmwind

15.691Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen
Unheil über Sturmwind I. Das Hafenfest II. Das Magiechaos III. Unheil über Sturmwind IV. Das große Rüsten "Tagebuch" Galerie Impressionen
Inv misc book 09.png
UNHEIL ÜBER STURMWIND


26.10. - Der Morgen[1] Bearbeiten

Offizier Linnea Kaltfurt tritt früh Morgens aus dem Gasthaus am Marktplatz. Sie hatte dort genächtigt einerseits um auch dort ihre Unterstützung anzubieten, andererseits der weichen Betten wegen... die Notlager in der Kathedrale dürften wohl nicht so bequem sein, außerdem könnte es doch sein, dass der ein oder andere Verwundete eines brauchen könnte.
Noch mit halb geschlossen die Augen blickte sie über den Platz, nach links, nach rechts.
Mit sehr langsamen Bewegungen griff sie in ihren Beutel und zog ein kleines, graues Seidentuch heraus und rieb sich damit die Augen.
Ein weiteres Mal blickte sie über den Platz und rieb sich anschließend noch einmal über die Augen.
Einen Moment lang schien sie zu überlegen, blickte dann in den Himmel und abermals über den Platz.
Irgendetwas stimmte nicht.
Es ist ja allgemein bekannt, dass es im Morgengrauen düster, dunkel ist.. aber das?
Es war neblig, aber außergewöhnlich neblig. Das merkte Linnea schnell.
Sie atmete tief ein, atmete tief aus... ihr heißer Atem nahm sozusagen Gestalt an.. das verwunderte sie ein wenig für diese Jahreszeit.
Sie schritt langsam über den Platz, die Kakerlaken und die Ratten schienen mehr geworden zu sein... diese versuchte sie aber so gut es geht zu meiden.
Ein kurzer Blick zu den Toren lies sie stocken.. sie sah drei Wachen die gerade noch ein ziemlich furchteinflößendes Skelett zur Strecke brachten.
Die Verwirrung konnte man ihr unschwer ansehen.
Warum stießen nur einzelne Kreaturen der Geißel in die Stadt vor? Wieso werden nicht große, kaum überwindbare Truppen ausgeschickt? Ist das ein Test? Eine 'Warnung' vor dem, was den Bürgern der Stadt noch bevorstehen würde?

Linnea hatte ohnehin von Anfang an nie viel von den Sturmwindern gehalten.. seien es die Bürger, seien es die Soldaten. In ihren Augen waren es alle Jammerlappen.
Schon am Abend zuvor hatte sie einige Gerüchte vernommen, dass tief in den Katakomben der Kathedrale einiges vorgegangen sei.. doch interessierte das die Soldaten?
Negativ.
Sie überlegte kurz.. eigentlich wäre es besser wenn sich die Abordnung aus diesem verseuchten Gebiet zurückziehe, einen sicheren Ort suchen würde,... doch.. nein!
Den Waschlappen und Feiglingen müsste man schon zeigen wie man eine Stadt sicher hält, außerdem schien die momentane Situation perfekt zu sein, um den Bewohnern der Stadt die positiven Absichten der Abordnung zu zeigen,..... und sich die Situation zu Nutzen zu machen.

Schon kurze Zeit nachdem Linnea ihr Frühstück, ein Glas Milch und ein gilneass'sches Marmeladenbrot, zu sich genommen hatte, war die Ruhe vorbei.
Vereinzelt fielen Skelette in die Stadt ein, nach und nach fielen Bürger, Soldaten, Abenteurer... und standen als Zombie's wieder auf.
Es gab kaum eine freie Minute, in der Linnea ihre Schwerter von den Körperresten ihrer Opfer reinigen konnte, es gab kaum eine freie Minute um sich selbst auf Verletzungen zu prüfen... es war ein Kampf ums Überleben.
Wo sind nur die ach so tapferen Ritter, Soldaten, die Miliz?

26.10 - früh morgens[2] Bearbeiten

Der Gestank der sie weckte war unsagbar grausam, Aryna schaffte es noch gerade sich in ihrem Bett zur Seite zu drehen, um sich nicht in dieses zu übergeben, der Boden hatte weniger Glück.
Sie hörte Schreie aus dem Nebenzimmer, ohne zu überlegen rannte sie nur in Unterwäsche bekleidet auf den Flur, wo bereits ein Zwerg dabei war die Türe aufzutreten.
Kurz bevor er dieses schaffte, wurde es still im Zimmer, als die Türe auf flog bot sich ein Bild des Grauens, ein Untoter hatte sich über eine Frau hergemacht und war dabei diese auszuweiden.
Der Zwerg hob ohne Worte die Axt und schlug dem Vieh den Kopf ab. Aryna sah sich, nicht ohne sich ein zweites mal zu übergeben, die Sache näher an.
Irgendwie kam sie zum Schluß, dass der Zombie wohl früher ein Mann gewesen war, und irgendwie schien es, dass er mit der Frau sein baldiges Ableben feiern wollte. Die Kleidung derer sah sehr nach *%** aus und auf dem Tisch lag ein Beutel mit fast 70 Goldstücken, die der Zwerg ohne etwas zu sagen an sich nahm.
Aryna bat die Anwesenden zur Seite zu gehen und setzte die Leichen gezielt in Brand, der Wirt würde nicht sehr erfreut sein, aber sicher war sicher.
Erst jetzt bemerkte sie, dass auch sie in ihrem Aufzug nicht nach Soldat Gilneas aussehen würde, wurde rot im Gesicht und verschwand im Zimmer.

Ohne Frühstück, ohne etwas zu trinken packte sie ihre Sachen und band diese auf ihr Pferd. Sie führte dieses durch das kalte, feuchte Wetter in Richtung Kathedrale, wo bereits Hektik ausgebrochen war. Es kam ihr alles wie ein Traum vor, wie ein Traum aus dem sie bald aufwachen würde.
Das angstvolle Geschnatter der Bevölkerung rund um sie hörten ihre sonst so aufgebrachten Ohren nicht, aus einem unerfindlichen Grund drehte sie am Absatz um, legte den Kopf in den Nacken und sperrte den Mund weit auf.

Sturmwind[3] Bearbeiten

Rauchschwaden steigen von Sturmwind auf, immernoch schreien Frauen und Männer die in den Flammen verbrennen. Nur wenige Paladine haben sich zusammengescharrt und bekämpfen die einfallenden Massen von Untoten, in mitten dieser, eine Draenei die mit einem wildem Schrei einen Ghul entzweit. Mühsam zieht sie die Axt aus dem Leichnam und setz daran sich zu umzudrehen woraufhin sie einen stechenden Schmerz in ihrem Kopf verspürt..

Die Draenei erwacht in der Kathedrale des Lichts und findet sich auf dem Boden wieder, sie muss wohl von der Bank gefallen sein. Ächzend richtet sie sich auf und sieht sich vorsichtig um. Die Eingänge zu den Katakomben werden bewacht, überall sind Waffen und Rüstung an die Wand gelehnt.. es scheint als würde der Ort des Friedens in Sturmwind zu einem Notlazarett umfunktioniert. Der Kampf hat nichteinmal begonnen und die Zahl der Verwundeten steigt stetig an. Die Draenei lässt sich wieder auf die Bank sinken und geht die vergangenen Bilder aus ihrem Kopf noch einmal durch, in der Hoffnung es sei nur ein Traum und keine Vision. Nach einigen Momente der Stille erhebt sie sich wieder und schultert ihre kristallerne Axt, schreitet heraus und blickt auf die unheilvolle Nekropole über Sturmwinds Toren. "Dieser Krieg findet kein Ende.." murmelt sie leise zu sich selbst und schreitet in Richtung Tore..

26.10. - Sturmwind am frühen Mittag.[4] Bearbeiten

Die alte Frau stand neben einer der riesigen, ehrfurchtgebietenden Statuen im Tal der Helden. Freilich achtete in diesen Zeiten niemand auf Steinblöcke, zumindest nich so lange von ihnen keine Gefahr wie runterspringende Untote ausging, aber Renata erinnerte sich noch gut an die Gesichter derer, die Sturmwind das erste Mal betraten: Stolz und Ehrfucht, Freude und Erstaunen lösten die Statuen in den Leuten aus. Schmunzelnd tätschelte sie den kalten Stein, bevor sie langsam auf den Ausgang zuging, vorbei an Kämpfenden und Rastenden, an Menschen, Zwergen und Angehörigen anderer Völker, genau auf das Unheilverkündende Geißelschiff zu.

Zuvor:
Gestern hatte sie am frühen Morgen bereits ihren Platz in der Kathedrale einnehmen wollen, musste aber feststellen, das sie weder genug Wasser noch Töpfe hatte, sodass sie durch halb Sturmwind lief, bis sie das Benötigte gefunden hatte. Als sie schliesslich angekommen war entzündete sie ein Feuer und begann damit, Tee und Suppe zu kochen, und schon bald kamen die ersten, die etwas Wärme gut gebrauchen konnten. Doch ihr fehlte noch etwas anderes, sehr viel wichtigeres, und sie wusste, sie würde es früher oder später holen müssen. Als der Wachmann kam, der ihr gleich begeistert vom Kochen erzählte und sie fragte, ob er nicht helfen könne, hatte sie gewusst, das sie nicht länger zwingend benötigt wurde. Der Mann war verletzt und konnte nicht mit in die Schlachten ziehen, aber er konnte den Leuten etwas Gutes tun indem er ihnen ein wenig Speis, Trank und Wärme gab.

Sie war erst spät in der Nacht wiedergekommen, und sie hatte sich geweigert, zu Bett zu gehen, und übernahm stattdessen die Nachtschicht und ging vom einen zum anderen, plauderte ein paar Worte oder schenkte Tee ein. Am frühen Morgen dann schlief sie irgendwann einfach ein. Sie wurde alt, das wurde ihr in solchen Situationen wieder bewusst...

Sie hatte das Tor erreicht, und ein Bild des Grauens bot sich ihr. Es half alles nichts... sie musste dort hinaus und holen, was sie gestern nicht hatte finden können. "Wenn ess ssein ssoll, dann werde ich morgen schon wieder hier ssein und helfen können, wie ess die Lebewessen verdient haben" dachte Renata.. "und wenn die Zeit gekommen isst, dann ging die alte verrückte Frau und kehrte nicht zurück". Leise kichernd betrat sie den Wald von Elwynn und begann die Suche.

Bericht[5] Bearbeiten

Bericht

Am heutigen Tage habe ich unter Begleitung eines Söldners einige Proben aus Stormwind besorgt. Besonders interessant waren dabei die frischen untoten Kadaver, sowie das Wasser, und das ganze Ungeziefer, dass die Straßen säumt. Ebenso gelangte ich in den Besitz einer merkwürdigen Geisterhaften Essenz, die offenbar die Nähe des Söldners suchte.

Gesammelte Proben:
1 Phiole trübes Wasser, entnommen am Kanal
1. Schabenkopf
1 Ghulfinger, abgetrennt bei einer Leiche am Marktplatz
1 Prise gräuliche Geisteressenz

Ergebnisse:

Wasser:
Das Wasser roch faulig, war ein wenig verfärbt und trug diverse unerkennbare Partikel in sich, vermutlich Kot oder Teile aufgelöster Rattenkadaver.
Alleine aufgrund dessen, ist es wohl wenig ratsam besagtes Wasser zu sich zu nehmen.

*durchgestrichene Anmerkung:* Aber wer trinkt schon gerne Leichenteile und Exkremente.

Krankheit oder starkes Unwohlsein sind die geringsten zu erwartenden Übel, Infektion oder gar tödliche Vergiftung aber auch nicht auszuschließen.
Zu meinen Analysen traf ich noch eine junge Dame, welche offenbar große Mengen dieses Wasser zu sich genommen hatte. Ich werde sie weiter beobachten.

*erneut mehrfach durchgestrichen:* Das Wasser testhalber selbst zu trinken war eine unsinnige Idee. Sollte ich deshalb erkranken, wird es mich wenigstens anspornen ein Gegenmittel zu finden.

Schaben:
Das Tier war mit mehreren infektiösen Erregern gespickt, beinhaltete aber auch vieles das sich meinem Wissen nicht erschloss. Gewiss jedoch nichts normales, oder gar gutes.
Besonders auffallend waren die Spuren von Magie, die dem Tier anhafteten. Offensichtlich sind diese Krabbelviecher nicht auf natürlichem Wege erkrankt. Was ich aufgrund der Ähnlichkeit zur Seuche in Lordaeron auch nicht erwartet hätte.

*an den Rand geschmiert* Merke: Drecksschaben beißen auch ohne ihren Körper noch.
Notiz: Neue, dickere Handschuhe kaufen.

Restliche Analyse werde ich am morgigen Tag abschließen, irgendwie fühle ich mich nicht besonders. Außerdem habe ich noch Brot zu verteilen.

Niedergeschrieben von
Severard dan Valantil, Pestologe

Nacht des 26. auf den 27.[6] Bearbeiten

Schmerz.

Das war alles, was er fühlte.
Schmerz.

Ein Pochen drang durch seinen Kopf, es war das eigene Blut das in heftigen Stößen durch seinen Körper geschossen wurde. Das eigene Blut, dass noch immer aus seinen Wunden lief.
Er keuchte und atmete unter kehligem Pfeifen aus, öffnete den Mund und atmete bemüht wieder ein.
Schmerz.

Er hatte versagt. Sie hatten die Infizierten aus Mitleid zu einer der wenigen etwas sichereren Festungen gebracht. Ironforge. Diese Narren...
Es war seine Schuld... war sein Glaube nicht stark genug gewesen? Hatte er irgend etwas falsches getan? Warum hatte ihm das Licht in diesen Stunden der Not nicht geholfen? Warum hatte er zu gelassen, dass sie passierten?

Gewiss, sie waren in der Überzahl gewesen. Iskariens Muskeln krampften, er ballt die Fäuste und krümmte sich. Ekliger Schleim lag ihm im Mund als er verzweifelt hustete, um noch etwas Luft zu bekommen. Er konnte fühlen wie zahlreiche Stellen seiner verbrannten Haut wieder aufgerissen wurden.

Schmerz.

Schwarze Schleier legten sich über seine ohnehin eingeschränkte Sicht, und er ahnte, das er gleich wieder das Bewusstsein verlieren würde.

Angst.

Was, wenn er nicht wieder erwachte? Was, wenn es nun vorüber war? Würde sein Ende so aussehen? Geschlagen und verunstaltet von den eigenen Verbündeten am Boden der Kathedrale verblutend? So fern seiner Heimat? So fern, von...

Schmerz.

Kraftlos sank der besiegte Paladin zusammen.

26.10. Teldrassil[7] Bearbeiten

Rückkehr in die Heimat. Die Stadt stank nach Tod. Man hatte ihnen ein Schiff geschickt. Vindariel war unschlüssig. Sehr unschlüssig. Das Kind hatte sie getroffen. Sie hatte die Nekropole gesehen. Sie hatte das Chaos gesehen, den Streit. Diese Stadt würde fallen. Es war eine Frage der Zeit. Sie musste zurück in die Heimat. Die Berichte häuften sich. Ein einzelnes Schiff, eine Handelskogge. Als sie die Ufer Teldrassils erblickte, griff sie entschlossen zu ihrer Gleve. Die Kaldorei würden ihre Heimat schützen. Darüberhinaus...mussten die Menschen klarkommen. Sie verspürte einen kleinen Stich. Liudger, Marcas, die sprengwütigen Gnome... sie konnte ihnen nicht helfen. Die Heimat.

26.10. - Irgendwo im Nirgendwo, Nachmittag[8] Bearbeiten

Die große Holztruhe stand vor ihr, noch älter als sie selbst und doch beinahe so gut erhalten, als wäre sie eben erst gefertigt worden. Renata betrachtete diese Arbeit mit einer Mischung aus Erleichterung und Spannung, besah sich die vielen filigranen Schnitzereien, welche Kampf- und Festszenen darstellten, wie sie es schon so oft zuvor getan hatte. Ihre Finger glitten über metallene Scharniere, lederne Griffe und kühles Holz, fühlten Materialien, die zusammen zu einem Meisterwerk der Handwerkskunst verschmolzen waren. Gedanken an frühere Zeiten wallten auf und liessen sie stundenlang - oder waren es nur Minuten? Das Zeitgefühl hatte sie vollends verlassen - innehalten, liessen sie längst Vergangenes erneut erleben...

Der Schlüssel. Mit zittrigen Fingern suchte sie nach dem kleinen, silbrig glänzenden Gegenstand, der sie die letzten Jahre stets begleitet hatte, unauffällig in ihren Rockfalten verborgen und doch in jedem Moment präsent. Nur Sekunden später hob sie den Deckel der Truhe an, die Scharniere quietschten leise und doch hörbar... oder meinte sie nur, ein Quietschen zu vernehmen? Ihr Herz pochte schneller und ihr entfuhr ein kleiner Seufzer, als sie den Inhalt der Truhe erblickte, beinahe so, als würde sie eine Schatztruhe unbekannten Inhaltes öffnen, obwohl ihr der Inhalt freilich genauso bekannt war wie der Aufenthaltsort des passenden Schlüssels.

Es war ihre Truhe. Es war ihre Vergangenheit.

Lange hatte sie sich geweigert, jahrelang erfolgreich hatte sie hinter sich gelassen was sie einst gewesen, und doch holte es sie wieder ein. Gedanken an das "gut oder schlecht?" verschwendete sie nicht, es war wie es war, und sie tat, was sie tun musste. Auch, wenn sie stets gehofft hatte, es niemals mehr tun zu müssen - Hatte sie nicht tief im Inneren gewusst, das es irgendwann geschehen musste?

Die Stiefelschäfte waren zu weit, sie zurrte die Gurte enger. Hätte sie einen Spiegel gehabt, so würde sie nun wohl hineinsehen, doch so sah sie einfach nur an sich hinab. Es war nicht wichtig, sie wusste, was zu sehen war. Die Kälte des Metalls in das sie sich gehüllt hatte glitt mühelos durch Hemd und Lederhose, um sich momentelang an ihrer Haut zu sammeln und dann noch tiefer in sie vorzudringen. Sie verschloss ihr Herz vor der Kälte, die sie Beschlag zu nehmen versuchte, wehrte sich gegen Gedanken an Kämpfe, Gedanken des Hasses, Gedanken an fliessendes Blut. Sie hoffte inständig, sie würde die Vergangenheit erneut von sich abstreifen können, bevor sie sie benutzen musste.

Sie würde sie benutzen.

26.10. - Sturmwind am Abend[9] Bearbeiten

Die alte Frau betrat die Stufen der Kathedrale, schwer gerüstet und bepackt mit Rucksack und etlichen Wasserschläuchen, an den Hüften Schwert und Streitkolben hängend, begann sie Wasser und Brot zu verteilen. Doch schon nach kurzer Zeit wurde klar, das dieses Unterfangen überflüssig war, die Leute waren gut vorbereitet und es gab mehrere Köche, die sich um die Verpflegung der Kämpfer und Heiler kümmerten. Es versetzte Renata einen Stich - nicht, weil es so schwer gewesen war an die Lebensmittel zu kommen, die nun verschmäht wurden, sondern weil es bedeutete, das die Kälte näher kam.

Als der Major und einige kluge Köpfe begannen, einen Plan zu durchdenken, sah sie ihre Chance, der Kälte zu entkommen, doch auch hier wurde ihr deutlich gemacht, das sie nicht von Nöten war, im Gegenteil: Die Herren und Damen zogen sich in einen anderen Raum zurück und liessen sie allein im Hauptraum stehen; wahrscheinlich hatten sie Sorge, sie könnte die Überlegungen stören. Sie war weder beleidigt gewesen noch wütend - Wer würde eine alternde Frau, die bekannt dafür war wirres Zeug zu reden, schon in einer Krisensitzung haben wollen? Doch sie bekam ein seltsames Gefühl im Magen, als die Kälte weiter an Macht gewann.

Noch einmal ging sie hinaus aus dem ehrwürdigen, heiligen Gebäude, besah sich den Platz, ging von hier nach dort und wieder ganz woanders hin, um sich zu vergewissern das alles in Ordnung war, das die Leute hier sicher waren. Ihr Gang war seltsam beschwingt, die Haltung militärisch aufrecht und jemand, der sie kannte, würde wohl meinen sie wirke jünger und anders als sonst.

Und dann kam die Kälte.

Plötzlich und völlig unvorbereitet brach sie in Form eines Ghules über Renata herein, umschloss mit jedem Schlag ihres Schwertes fester ihr Herz und drang schliesslich mit dem knarzenden Geräusch von Streitkolben auf verwesendes Fleisch in ihr Innerstes.

Sie schrie, lauter und wilder als es je einer der hiesigen für möglich halten würde. Sie tobte, hieb mit Waffen und trat auf den längst am Boden liegenden Untoten ein. Als der Leichnam brannte war ihr klar: Die Vergangenheit war Gegenwart geworden.

26.10.[10] Bearbeiten

Die Nacht war sehr kurz gewesen. Viele hielten immer noch wache oder ruhten sich aus. Ab und zu waren angriffe aus der Gruft gekommen. Ein Zwerg, ein Gnom und ein Mann berieten die Gruft zu verschließen. Der Schamane blickte zu den anderen Draeneis. Viele schienen Nachzudenken andere liefen umher. Es gab viele Angriffe und sehr viele verletzte ....

Am Abend jedoch geschah das unerwartete. Der Handelsdiskret in Sturmwind war gefallen. Der Draenei machte, als Wolf, einen Rundgang. Die ganze Straße war voller Tote ...

Autoren Bearbeiten

  1. Linnéa
  2. Aryna
  3. Eleanar
  4. Renata
  5. Severard
  6. Iskarien
  7. Vindariel
  8. Renata
  9. Renata
  10. Teknar

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki