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Geisterlande v.2.0/Tag3

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Geisterlande v.2.0 Tag 1 Tag 2 Tag 3

Tag 3


Marelon Blutsehne

Ein Jahr ist vergangen - doch es fühlt sich wie eine Ewigkeit an. Eine Ewigkeit voller Leid und Freude. Eine Ewigkeit voller Weinen und Lachen. Viele Dinge sind in diesem Jahr passiert. Der Austritt von Sergeant Flüsterschritt aus der Armee, der Rücktritt des ehemaligen Leutnants sowie mein Einsatz in Zul'Aman. Zusammengefasst war es einer der härtesten Abschnitte meines Lebens, den ich ohne gewisse Elfen wohl niemals durchgehalten hätte. Nun, ein Jahr später, ist der Tag gekommen, auf den ich so lange hingearbeitet habe. Heute Abend lege ich meinen Eid als Waldläufer ab. Nach dem heutigen Abend bin ich kein Novize mehr.

Ich weiß nicht, ob sich etwas ändern wird. Vielleicht genießt man einfach mehr Vertrauen. Aber dennoch: Das Training wird nie zu Ende sein. Man darf sich niemals ausruhen, denn Faulheit schützt dieses Land nicht. Es wird also weitergehen, wie bisher. Befehle, Strafen, Training, Befehle, Strafen, Training... und dennoch wird es anders sein.

Ich, Marelon Blutsehne, bin ab heute Abend ein Waldläufer.

Vater wäre stolz auf mich.


Ceviel Sonnensturm

Offizieller Bericht

Nach einer Untersuchung der Windrunner-Ruinen und dem Ausschalten einiger zu eifriger Nekromanten sind wir zum thalassischen Pass aufgebrochen, um den Gefallenen zu gedenken. Anschliessend folgte eine Art "Lehrstunde" bei Magister Sonnenfeuer im Sanktum der Sonne ob der Zusammenarbeit zwischen den Sankten und der Enklave und damit dem Korps. Anschliessend wurde ein Nachtlager ausgemacht, eine Ruine eines Anwesens bot sich dazu an. Sicherung des Geländes erfolgreich, anschliessend zogen Blutsehne und Sturmgesang aus, Feuer zu sammeln. Ihre Abwesenheit war wesentlich zu lange, die genauen Gründe dafür konnten bislang nicht herausgefunden werden.
Zu guter Letzt zogen sich Leuchtwasser und ich zur Beurteilung zurück, nachdem wir uns einig waren, dass die versuchte Sabotage seitens Sunwhisper und Sturmgesang Blutsehne nicht zur Last gelegt werden sollte, und empfehlen ihn daher in den Waldläuferstand zu erheben.

Private Notizen

Was bei der Sonne denken sie sich ? WAS ? Dass ihr Leben toller ist, wenn er ständig ihr lieber kleiner Novize bleibt ? Dass die Stärkung des Korps unerheblich ist, solange sie ihren Spass haben ? Ich bin zu wütend um mehr zu schreiben...eindeutig zu wütend...


Norael Sunwhisper

Endlich ist es vorbei, und eines ganz guten Endes konnten wir uns erfreuen. Dieses Mal fasse ich mich kurz. Ich weiß selbst nicht genau, warum ich so in Aufruhr bin, aber irgendwie stehe ich neben mir.

Es begann damit, dass wir die Windrunner-Spitze durchstreiften und jeden einzelnen dort drinnen töten. Die ausladenden Luftwege waren zum Glück breit genug, dass man nicht balancieren musste, aber ein mulmiges Gefühl hatte ich dennoch im Bauch, darüber zu hetzen. Wenn ich daran denke, dass ich früher nich einmal einen Schritt hinaus gewagt hätte. Aber zum Glück kann man Angst besiegen, selbst Höhenangst. - Im Schlafgemach der Waldläufergenerälin hörten wir plötzlich Stimmen. Geister, die einen schlechten Tag hatten, vermute ich. - Ich hasse Geister und Untote. Sie haben nichts mehr mit dem gemein, was das Leben ist. Seelenlose Schreckensbilder. - Sogar meinen Namen rufen diese Schatten, nachdem sie nach Niniel geplärrt hatten. Sollen sie ihre Ruhe finden. Alle können wir nicht in den Nether schicken.

Auf dem Weg zum Thalassischen Pass verbrannten wir eine Monströsität. Ich frage mich noch immer, weshalb wir eigentlich dorthin gingen. Es hatte keinen militärischen Nutzen und irgendwie wurde mir klamm. Es lag nicht unbedingt an dem Schatten, der auf diesem Ort liegt, wo so viele von uns fielen. Es lag an dem Pathos, mit dem Weitschritt und die anderen ihnen gedachten. Für mich ist ein Gedenken etwas privates, Trauer etwas einsames, das man nur mit engsten Bekannten teilt. Jetzt und hier vor dem Tor zu stehen und in tragenden Geschichten den Toten zu gedenken, erschien mir ... seltsam. Und als Weitschritt davon sprach, unseren Nachkommen sollten wir das Andenken in Erinnerung behalten, gab es mir den Rest. Wusste ich doch, dass ich nie Kinder haben würde. Und selbst, wenn Weitschritt mich am Sanktum versuchte aufzumuntern, befolgte ich inzwischen einfach nur automatisch die Befehle, die es gab. Ich dachte eigentlich nichts.

In unserem Lager begingen Yelin und Marelon irgendeine Dummheit. Welche, weiß ich nicht. Sie kamen damit durch, auch, wenn Sonnensturm Yelin zuerst einzeln anhörte und dann vor uns beschuldigte, mit Absicht Marelon sabotiert zu haben. Ich biss mir die Zunge blutig vor Wut, wie konnte man nur so viel Unsinn erzählen? Aber Marelon wurde zum Glück Waldläufer, wird es, wie auch immer. Ich freue mich darauf, dass der Einsatz vorbei ist. Er war kräftezehrend. Und ich brauche endlich wieder etwas Ordentliches zum Essen und zum Vernaschen.

Der Zeit unter Sonnensturms Fuchtel sehe ich eher bang entgegen. Hoffentlich hält sie mich nicht wirklich andauernd von Kelindar fern.


Niniel Tränenreich

Er hat es also geschafft. Ich habs ihm ja gleich gesagt. Dennoch haben sie wieder versucht, ihm erst eins reinzuwürgen, wie könnte es auch anders sein. Jetzt sollen Norael und Yelin Schuld sein, dass er nicht so gut abgeschnitten hat, weil sie seine Prüfung „sabotierten“. Blödsinn.
Aber egal, sie haben sich ja schließlich doch darauf geeinigt, dass das nichts zur Sache tut. Und jetzt wird er ein Waldläufer. Heute Abend ist die Vereidigung. Hoffentlich fällt dieser Ernst jetzt von ihm ab. Hoffentlich wird es aufgrund des höheren Ranges nicht noch schlimmer.
Der ganze restliche Tag verblasst unter diesem Ereignis, das für mich doch eigentlich eh sicher gewesen war. Dabei waren die heutigen Geschehnisse eigentlich gerade für mich … aufwühlend. Nach einer kurzen Anwesenheitsprüfung sind wir auf, den Windläuferturm zu säubern. Nekromanten sollten sich dort herumtreiben, sowie gefallene Geister. Natürlich taten sie das auch. Aber wie all die Wesen zuvor waren auch sie leicht zu treffende Ziele. Doch als wir den letzten Raum säubern wollten, und das auch taten, ertönten aus dem Nichts körperlose Stimmen – und sie mussten unbedingt meinen Namen rufen. Sie taten das mit einer Zähigkeit, die mir die Gänsehaut auf den Rücken jagte. Ich glaube jeder konnte sehen, dass mich das mehr mitnahm, als es vielleicht sollte. Ich vermied es tunlichst, die toten Hüllen der Geister auf dem Boden anzuschauen. Ich hatte Angst vor dem, was ich hätte sehen können.

Recht flott verließen wir den windigen Turm wieder und begaben uns, mit einem Umweg über eine getötete Monstrosität und deren abartigen Gestank, zum thalassischen Pass. Eine eigenartige, traurige Stimmung umgibt diesen Ort, an dem so viele der unsrigen gefallen sind. Doch nicht nur hier wurde das Blut unzähliger Hochelfen vergossen, die Wälder, durch die wir täglich streifen, sind ebenso voll davon. Dennoch ließ auch ich mich nieder, um ein kurzes Gebet für meine tote Mutter und meinen vermissten Vater zu sprechen. Fast alle waren ergriffen. Außer Norael. Wie auch immer, er wird seine Gründe haben.

Danach marschierten wir zu einem Magister, der uns über die Zusammenarbeit von Waldläufern und ihresgleichen aufklärte, oder wenigstens informierte. Es war mäßig spannend. Der Magister schien sich nicht wirklich für uns zu interessieren. Naja, er hat sicherlich besseres zu tun, als ein paar Novizen über Dinge aufzuklären, die wir sowieso nicht verstehen würden. Ich jedenfalls nicht. Danach suchten wir nach einem Lager. Wir fanden es in Form eines alten Gemächers, das immerhin ein bisschen Schutz bot. Wiederum mit nur einem Fluchtweg. Aber die Gegend schien so oder so einigermaßen sicher.

Recht plötzlich erschien dann Shariza, die, wie ich später erfuhr, nur wegen mir und Norael geholt worden war. Mit meinem Kopf sollte irgendwas nicht in Ordnung sein. Blödsinn. Aber natürlich reichten meine Worte nicht aus, man musste erst nachprüfen. Naja. Natürlich hatte ich nichts. Dann ging das große Geschrei los. Nachdem Marelon und Yelin sich viel zu lange beim Holz holen aufgehalten haben, und Marelon Yelin anscheinend mit einer Lüge deckte, wurden Norael und Yelin beschuldigt, sie hätten seine Prüfung sabotiert. Ich war mir nicht sicher, ob sie mich auch verdächtigen. Aber hauptsächlich bezogen sie sich auf Yelin und Norael. Norael redete wieder wie ein Wasserfall und Yelin war schweigsamer als ich. Nunja, da Marelon es schließlich geschafft hat, will ich das nicht nochmal ausführen. Die Umstände sind egal, das Ergebnis zählt.
Und das Ergebnis ist durchaus zufriedenstellend. Morgen ist der Einsatz vorbei, und das triste Leben wird wieder Einzug halten. Schade eigentlich.


Yelin Sturmgesang

Es scheint eine Zusammenfassung zu sein, welche der Junge Elf in hastiger, dennoch säuberlicher Schrift auf das Pergament gekritzelt hat.

Wir erreichten die Geisterlande über die Todesschneise. Nach kurzer Rast in Tristessa, wo Vorräte eingepackt wurden, zogen wir weiter, folgten dem Elrendar und suchten uns da einen geeigneten Platz zum Rasten. Sunwhisper und ich spähten die Lage aus, fanden dann auch ein geeignetes Lager. Zusammen mit Niniel suchte ich nach Holz und wir erblickten den Aufgang des Mondes, wie ich ihn schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen habe. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden und ich will es nicht tun, denn ich glaube diesem Anblick kommt ehrfürchtiges Schweigen am nächsten. Derweil waren Blutsehne und Sunwhisper auf der Suche nach unserem Abendessen, kamen ein wenig nach uns am Lager an. So verging der Abend, wenn auch nicht so wie ich es erhofft hatte.

Ob Marelon seine Sache gut macht.. ich weiss nicht recht. Einige Dinge fand ich sonderbar.. er verhält sich mir gegenüber wie ein Fremder. Was habe ich getan, dass er so reagiert? Bleibt das so, wenn er erstmal Waldläufer sein wird? Es darf nicht passieren. Vielleicht sollte ich nun still sein. Ja, ich sollte schweigen. Werde ich dann seine Worte verstehen? Abwarten.... abwarten.

Wir zogen weiter nach Goldnebel. Geister. Ein klammes Gefühl, Kälte in den Gliedern, eisiger Atem im Nacken. Ein Flüstern in der Luft. Rache.. Vergebung. Traurigkeit gräbt seine Spuren in die Seele, in Blut getränkte Klingen singen ihr Lied. Meine Finger umklammerten den Bogen, ich wagte kaum zu Atmen. Zu erdrückend war diese Trauer, diese Einsamkeit, die Erinnerungen der Seelen. Wir töteten sie, erlösten sie von ihrem Leiden. Alle, die unseren Weg kreuzten.

Weiter nach Shalandris. Wir schwammen ein gutes Stück, vieles legten wir tauchend zurück. Langes warten. Für eine Nachricht? Wie auch immer. Nachdem Blutsehne, Sonnensturm und Tränenreich den Nachtelfen durch die Zeltwand erschossen haben, nahmen wir die Nachricht an uns. Weiter ging´s zum nächsten Rastplatz. Unterhalb vom Windläuferturm schlugen wir unser Nachtlager auf. Weitschritt und ich sammelten das Essen. Krabben, sowie Fisch. Ich versuchte Sunwhisper zu erklären wie man eine Krabbe schält. Aber ich glaube, das muss ich ihm in Ruhe nochmal zeigen. Sonnensturm war an diesem Abend seltsam gesprächig. Ob das ein gutes Zeichen ist? Ich schwieg, denn ich hatte nichts zu sagen. Einzig Sunwhisper wickelte mich dann in ein Gespräch. Die Worte, welche mir Blutsehne danach entgegen warf.. Ich war mir nicht im klaren, dass Worte so verletztend sein können. Danach, wusste ich es.

Die Stunden des nächsten Tages verbrachten wir mit einem Besuch beim Sanktum, ebenso schlugen wir den Weg zum Thalassischen Pass ein. Ein sonderbares Gefühl war es, dort zu stehen. Mit dem Wissen, dass zu unseren Füssen der Tod Einzug gehalten hatte. Der Boden mit Blut getränkt. So suchten wir mit gemischten Gefühlen unseren letzten Rastplatz auf. Eine zerfallene Ruine bot uns genügend Schutz für die Nacht. Dort, sprach auch Marelon mit mir. Worte, die mich um Verzeihung baten und auch ich, bat ihn um diese. Erleichterung. Doch dies war nicht alles. Eine Überraschung hätte er für mich. Und ich weiss nun, dass ich ihm für immer dankbar sein werde. Sie war hier. Er hatte sie her gerufen. Sie. Calenne. Doch unsere Zeit war begrenzt. Sonnensturm und Leuchtwasser waren auf der Suche nach uns. Marelon log, um mich zu schützen.

Das werde ich dir nie vergessen, Blutsehne. Ich stehe in deiner Schuld. Sunwhisper und ich sind nun schuld, dass Blutsehne seine Beförderung nur mit knapper Not bestanden hatte. Wir hätten seine Mission sabotiert. Sabotiert! Was beim Henker glauben sie eigentlich? Ich würde niemals einen Freund sabotieren. Diese Unterstellung werde ich Sonnensturm nie verzeihen.

Doch ich bin erstmal froh. Marelon ist Waldläufer.

Er hatte Erfolg.


Bilder

Briefing

Windläuferturm

Durch die Geisterlande

Thalassischer Pass

Sanktum der Sonne

Letztes Lager

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