Fandom

Die Aldor Wiki

Eine vollkommene Rose

15.366Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen
Elvania Die Knospe einer Rose Eine vollkommene Rose


Bruchteile der Vergangenheit 2Bearbeiten

Misstrauen, Hass, Verachtung und die Lust Leute zu betrügen und zu morden. Diese Gefühle herrschten, nach einigen unangenehmen Erfahrungen in Salia. Sie hasste jeden. Sie hatte niemanden. Der Grund warum sie noch lebte, war weil sie nach Rache strebte. Rache an all den Leuten in der Stadt. Rache an der Gesellschaft.

Sie wusste, dass sie noch nicht soweit war, andere zu töten. Sie hatte genug Hass in sich. Doch ihre Fähigkeiten waren noch nicht gut genug. Täglich trainierte sie. Sie trainiert um zu überleben und den Hass in ihrem Herzen weiter bestehen zu lassen. Allerdings blieb sie immer ruhig. Neutral und gefühllos blickte sie durch die Straßen und auf die Elfen die Tag täglich an ihre vorbei gingen.

Sie spürte etwas. Sie wurde, ab einen bestimmten Zeitpunkt, bei jeden ihrer Taten von jemanden beobachtet. Bei Diebstählen, bei Raubüberfällen und bei ihrem ersten Mord seit damals.

Ihr Opfer war ein blondes, reiches Mädchen. Kaum älter als sie. Wunderschöne volle Lippen, strahlend blaue Augen, rötliche Wangen und wunderschönes, langes, glänzendes Haar. Salia wusste nicht warum sie ausgerechnet sie aussuchte. Waren es ihre teuren Juwelen? Die Tatsache, dass es dem Mädchen deutlich besser ging? Oder der Hass auf die Reichen die auf sie herab blickten? Vielleicht war es auch alles zusammen. Sie packte das Mädchen, das gerade von ihrem Vater getrennt wurde, zerrte sie in eine dunkle Gasse, und schlitzte ihr eiskalt die Kehle auf. Sie nahm alles was wertvoll war und tauschte es doch nur am nächsten Tag gegen ein paar Äpfel und Brot ein. Sie hätte sicher mehr bekommen. Das war ihr allerdings nicht bewusst oder einfach egal.

Wenige Wochen danach sah sie den Elf der sie die ganze Zeit beobachtete. Erkennen konnte sie ihn allerdings nicht. Er war schwarz eingehüllt, trug ein Gesichtstuch und stand im Schatten ihr gegenüber. Salia erstarrte vor Angst und tat so als würde sie schlafen, obwohl ihr klar war, dass der Elf wusste, dass sie wach war.

So ging das mehrere Tage. Irgendwann saß er plötzlich direkt neben ihr auf einem Fass. Kühl blickte er auf Salia herab. Seine Augen waren schon fast schwarz, doch erkannte man einen kräftigen blauen Schimmer. Seine Haare waren hinten kurz und vorne hingen etwas längere, schwarze Strähnen hinab. Überall an seinem Körper waren Wurfmesser und zwei Klingen hingen an seiner Hüfte, die genauso wie seine Augen schimmerten. Salia blickte, den noch recht jung wirkenden Elfen, erschrocken an. War er gekommen um mit ihr das selbe zu machen, was sie zuvor mit der Elfe getan hat? Solche und solch ähnliche Fragen schossen ihr in diesen Moment durch den Kopf. Plötzlich fasste er rasch in eine seiner Gürteltaschen. Salias Herz blieb für einen Moment stehen. Zumindest hatte sie das Gefühl es würde stehen bleiben. Der düstere Elf nahm seine Hand wieder aus der Tasche und hielt Salia einen Apfel hin. Sie nahm den Apfel allerdings nicht. Ihr Blick war immernoch erstarrt. Also lies der Elf, schulterzuckend den Apfel in ihren Schoß fallen. Er nickte ihr zu und verschwand... Als wäre er nie da gewesen. Salia warf den Apfel allerdings weg. Sie traute dem Elf nicht über den Weg.

So zog sich das mehrere Tage und sogar noch Wochen hin. Er tauchte auf, gab Salia etwas zu essen und verschwand wieder. Erst sehr viel später aß sie auch das was er ihr gab. Sie hatte schrecklichen Hunger und in dem Moment war es ihr sogar egal, wenn der Apfel vergiftet gewesen wäre. Dann, eines Abends tauchte er wieder auf. Salia lag hinter einem Gebüsch in der Stadt um sich schlafen zu legen. Er blickte sie wie sonst an, nur dieses Mal, fing er an zu reden. Er erzählte ihr irgendwas, was Salia nicht einmal interessierte. Zum Beispiel von einem hübschen, jungen Mädchen, das er doch gerne besser kennen lernen möchte. Nun ging auch das mehrere Wochen lang. Doch Salia redete nichts. Meist schaute sie den Elfen nicht einmal an.

Irgendwann schrie sie den jungen Elfen an. Warum er das macht? Und warum er sie so nervt? Daraufhin nahm er seine Maske ab und lächelte sie an. Er bot ihr an bei ihm zu schlafen. Salia könnte ja bei ihm leben, bis sie auf eigenen Beinen stehen kann. Sie lehnte ab und suchte sich einen anderen Schlafplatz. Allerdings fragte er immer wieder und irgendwann nahm sie das Angebot einfach an. Sie war immernoch misstrauisch und der Elf meinte, er wüsste, dass sie misstrauisch sei. Doch es gab keinen Grund für Misstrauen. Er wollte ihr nichts Böses. Er nannte ihr auch seinen Namen. Er hieß Fratis Nebelklinge.

Salia lebte bei ihm, sie aß bei ihm und in manchen Momenten vergaß sie ihre Vergangenheit einfach. Sie redete auch irgendwann und zeigte zum ersten mal ein Lächeln, welches aus ihrem Herzen kam.

Er erklärte ihr einmal, dass Salia ihn sehr an seine kleine Schwester erinnerte. Der Name der Schwester war Elvania und sie sei leider gestorben. Eines Tages hustete sie nur noch Blut. Salia bat ihn, ganz spontan, nach dem Namen. Er sei ja so schön und sie wolle auch gerne so heißen. Er nickte nur knapp und von da an, nannte er Salia auch so. Und Salia bezeichnete ihn als ihren Bruder. In dieser Zeit ließ Elvania ihre Haare wieder etwas wachsen, und sie färbte sich diese auch nicht mehr schwarz. Sie waren so schön rot wie vorher.

Er lehrte ihr den Kampf, das Verstecken im Schatten und wie man mit Wurfmessern umging. Sie war talentiert, nur mit dem Bogen konnte sie nicht so gut umgehen. Elvania war glücklich wie nie zuvor. Er brachte ihr auch bei richtig zu töten, als wäre es das Normalste auf der Welt. Er war ein guter Assassine und ab und zu musste er auch wohin reisen um Aufträge zu erledigen. Offiziell war er jedoch ein einfacher Kaufmann der verschiedene Geschäfte mit Waffen erledigte.

Den Angriff der Geißel überstanden die beiden glücklicher Weise gut. In dieser Zeit sah Elvania viel Tot und Verderben. Es machte sie noch immuner gegen die Schuldgefühle des Tötens. Auch der Manaentzug half ihr, sich zu beherrschen. Fratis schöne dunkelblaue Augen veränderten sich, nach der Einnahme der Chaosenergie, zu dunkelgrünen Augen. Elvanias Augen veränderten sich jedoch so gut wie gar nicht. Sie waren immernoch genauso Türkis wie davor.

Elvania war in der zwischenzeit erwachsen geworden. Eine junge Frau, die keinerlei Narben ihrer Vergangenheit aufwies.

Elvania merkte das etwas nicht stimmte. Fratis wurde bleicher und war beim Training nicht so schnell wie sonst. Spätestens als Elvania ihn hat Blut aushusten sehen, wusste sie Bescheid. Er sagte dazu nichts, doch er dachte sich schon, dass seine kleine Schwester Bescheid wusste.

Fratis sprach eines Tages von einer Abschlussprüfung eines Schattenläufers. Elvania solle jemanden töten. Sie solle gegen Fratis siegen und ihn anschließend töten. Natürlich verweigerte sie diese Aufgabe, doch als Fratis ihr erklärte, dass er nicht elendlig im Bett sterben möchte, sagte sie zu.

Die beiden trafen sich im Wald. Der Kampf ging sehr lange. Fratis schenkte ihr kein Erbarmen. Er griff sie an und wollte sie genau so umbringen wie Elvania ihn umbringen wollte... Oder musste. Doch dann kam ein Moment der Schwäche von der Seite von Fratis. Er hustete und Elvania stürmte in diesen Moment auf ihn zu. Sie durchstach seine Brust und beide knickten zusammen. Mit Tränen in den Augen umarmte sie den schwer verletzten Elfen. "Das ist nicht gerecht... Das war kein gerechter Angriff!" Schrie sie ihn an. Doch Fratis lächelte nur, strich ihr über den Kopf und meinte "Das hast du sehr gut gemacht, kleines Schwesterchen". Mit diesen Worten verabschiedete sich Fratis von Elvania...

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki