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Eine neue Ära

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Das Meer war unruhig in dieser Nacht. Wellen brandeten tosend gegen die Küste, begleitet vom prasseln eines nicht enden wollenden Stroms von Regentropfen. Blitze zuckten durch den Himmel, gaben einen Gestalt in nachtschwarzem Saronit preis. Einer leblosen Statue gleich stand sie auf einer felsigen Erhebung, die Hände auf dem Knauf eines gespenstisch leuchtenden Schwertes ruhend.


Viele Jahre zuvor:


Dies war es also. Hier würden sie mit Feuer und Eifer, Stahl und rechtschaffenem Zorn dem aufkommenden Sturm trotzen. Die Nachricht hatte ihn nicht härter treffen können. Stormwind, Juwel des Südens, war gefallen. Jene Seelen, denen die Flucht geglückt war, berichteten von albtraumhaften Bestien mit grüner Haut und roten Augen. So etwas konnte, es durfte nicht ungestraft bleiben. Sie waren Menschen verdammt, Menschen! Das größte Volk welches je auf Azeroths Boden wandelte. Weder die Clans der Zwerge, noch dieses arrogante Elfenpack auf Quel Thalas hatte erreicht, was die Menschheit erreichte! Ihre Bauten, ihre Reiche, all ihre Errungenschaften verblassen im Schatten dessen, was die Menschen vollbracht hatten. Dies war der Beginn einer neuen Ära. Er konnte es spüren. Die Königreiche der Menschen, vereint in der Allianz von Lordaeron. Dieses Bündnis würde die Dominanz der Menschen auf Azeroth sichern. Gegen die Bedrohung dieser sogenannten Orcs… und darüber hinaus.

Abrupt wurde er in seinen Gedanken unterbrochen, als ein bärtiger Mann mit einem Wappenrock, welcher die Farben seines Hauses, ein schwarzer Rabe auf purpurnen Untergrund, zeigte, an ihn heran trat und unterwürdig verbeugte. „Verzeiht mir die Störung, mein Herr. Die letzten Männer sind soeben eingetroffen. Des Weiteren bittet der Baron von Schneegipfel darum, dass ihr heute Abend zusammen mit ihm speist.“

„Richtet dem Baron aus das es mir eine Ehre ist gemeinsam mit ihm am Vorabend der Schlacht zu speisen.“Der Mann verbeugte sich erneut und entfernte sich schnellen Schrittes. Von Rabenhains Blick wanderte hinaus aufs Meer. Am morgigen Tage würden die Orcs an ihrem eigenen Blut ersticken. Morgen…

...

Im laufe der folgenden Jahre änderte sich vieles. Nicht nur das Antlitz der Welt, nicht nur die Länder und Gegebenheiten, sondern auch er selbst. Doch manches blieb vom Zahn der Zeit verschont. Inkompetenz. Grenzenlose Dummheit. Angst zu tun, was getan werden muss. Ein gerechter Krieg. In ihrem Glauben an ihre Moral verzichteten sie auf Effizienz. Auf Erfolg. Schließlich würden sie sich nicht auf das Niveau der Verlassenen herablassen.Es widerte ihn an.

Weshalb kämpfte er mit ihnen? Pragmatismus. Effektivitätsbewusstsein. West hatte es am Tag seiner Rekrutierung recht passend formuliert. „Geht nur. Wie viele glaubt ihr, könnt ihr auf euch allein gestellt erschlagen? Zehn? Hundert? Vielleicht Tausend? Irgendwann setzen sie ihre besten Jäger auf euch an.“ So bedauernswert der Verzicht auf maximale Effizienz auch sein mochte, so offensichtlich war es jedoch, dass seine Erfolgschancen höher waren, wenn er für diese Legion Hydra kämpfe. „Legion“. Diese Bezeichnung war eine Beleidigung. Ein Haufen wertloser Welpen, nicht mehr Wert als eine Ratte am Hafen. Und doch ein notwendigen Mittel zum Zweck.

Wie Jahre zuvor schweifte auch nun der Blick auf das Meer hinaus. „Eine neue Ära?“ Die Gestalt legte den Kopf schief. „Vielleicht.“

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