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Duneea Thornacre/Tsagaan

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Die Geschichte von TsagaanBearbeiten

Duneea und Tsagaan kämpfen gegen Oger

Während ihrer Rückreise nach Dalaran wurde das Weltbild von Duneea (was im übrigen sehr einfach gestrickt war: "Wir gut - Die böse!") gehörig über den Haufen geschmissen. Beim Überqueren eines steilen Gebirgspasses wurde sie plötzlich eines gigantischen Bären gewahr, der nach irgend etwas vor sich zu schnappen schien. Duneea blieb stocksteif stehen. Panik stieg in ihr auf. Als der Bär sie bemerkte und sich ihr mit einem lauten Brüllen zuwand, ließ sie alles aus sich heraus. Arkane Energie, in unwirklichen Geschossen gebündelt, schoss auf den Bären zu. Noch keine zwei Sekunden später hauchte der Bär vor ihren zitternden Beinen sein Leben aus. Sein Körper war förmlich zerissen worden. Duneeas Gesicht wurde erst bleich, dann grün. Sie drehte sich um und musste sich übergeben.

Stöhnend richtete sie sich wieder auf und versuchte mit größtmöglichem Abstand um den Bären herum zu gehen. Was sie dahinter erblickte, versetzte ihr einen beinahe genauso großen Schock wie der Bär. Lange, schlaksige Glieder, grüne Haut, feuerrotes Haar, Stosszähne... Eine Trollin. Genauer gesagt, eine noch ziemlich junge Trollin, die sich ihr verletztes Bein hielt und Duneea aus grossen Kulleraugen mit einer Mischung aus Staunen und Erschrecken anstarrte. Lange Zeit (so kam es den Beiden zumindestens vor) geschah nichts. Dann begann das Trollmädchen vorsichtig mit geschlossenem Mund zu lächeln (nur Menschen tun dies mit offenem Mund, da sie kein Raubtiergebiss haben). Duneea seufzte und näherte sich vorsichtig dem jungen Ding. Irgendwie konnte sie diesem Mädchen, obwohl es ein Feind war, nicht böse sein. An den beginnenden Rundungen ihres Körpers konnte man sehen, das sie bald eine junge Frau sein würde. Der Anblick des hilflosen Wesens vor ihr erweckte in Duneea Gefühle, die sie zuvor nur selten erlebt hatte. Vorsichtig streckte sie ihre Hand aus und versuchte die Klaue der Trollin von ihrer Wunde wegzuschieben.

Ein Fauchen, und schon hatte sie einen Dolch an der Kehle. Das Mädchen war doch nicht so hilflos wie es aussah. Langsam und ohne sich viel zu bewegen, hob Duneea beide Hände nach oben, und hoffte, daß dies harmlos genug aussehen würde. Schweiss brach aus ihren Poren. Adrenalin rauschte durch ihren Körper. Plötzlich war der Dolch wieder verschwunden, dahinter erschien das grinsende Gesicht (diesmal mit durchaus scharfen Zähnen) des Trollmädchens. Duneea schluckte ein-, zweimal, da begann das Mädchen plötzlich zu plappern. Natürlich verstand Duneea kein Wort. Linguistik war nicht umbedingt eines von Duneeas beliebtesten Fächer in Dalaran. Aber die Art wie sie ständig mit dem Dolch (Duneea runzelte die Stirn) auf sich selbst zeigte, und immer wieder ein Wort wiederholte, machte ihr klar, daß die Trollin versuchte, Duneea ihren Namen zu sagen.

"Tsagaan! Tsagaan!"

Für Duneeas ungeübte Ohren klang es eher wie "Dshagaein". Aber Trollisch war sowieso eine merkwürdige Sprache. Duneea wies langsam (der Dolch kam des öfteren bedrohlich in ihre Nähe) mit der rechten Hand auf sich und sagte langsam: "Duuneeeeaaa". Dies wiederholte sie mehrmals. Das Trollmädchen lernte schnell.

"Ddduunieea!"

Irgendwie klang ihr Name wesentlich weicher, wenn ihn die Trollin aussprach, aber das war jetzt Nebensache. Jedenfalls schien das Mädchen soweit Vertrauen zu Duneea gefasst zu haben, daß sie die Hand von ihrer Beinwunde nahm. Duneea wurde wieder leicht grün im Gesicht, was einen Heiterkeitsausbruch bei der Trollin zur Folge hatte. Duneea war keine Ärztin und hatte so gut wie keine Ahnung von Verbänden. Sie riss den Saum ihres Kleides ab und wickelte ihn ungeschickt um das sehnige Bein des Mädchens. Diese zuckte einmal kurz zusammen, aber liess die Prozedur trotzdem über sich ergehen. Wenigstens schien der Verband die Blutung zu stoppen.

Duneea stand langsam auf und wischte sich die Hände an ihrer Robe ab. "Ja...eh, das war's wohl... hm...". Die Trollin nickte, als ob sie Duneea verstanden hätte. Vorsichtig stand sie auf. Erst jetzt bemerkte Duneea, daß das Mädchen sie bei weitem überragte. Unwillkührlich ging Duneea ein paar Schritte zurück. Das Trollmädchen lächelte wieder mit geschlossenem Mund. Vorsichtig hob sie die Hand und näherte sich langsam Duneea. Deren Herz schlug bis zum Hals. Irgendwie war dies plötzlich kein hilfsbedürftiges Wesen mehr, sondern der Feind, den Menschen, Zwerge und Elfen schon seit langem bekämpft hatten. Sie blieb starr stehen, als Tsagaan ihre Hand auf Duneeas Brustkorb legte. Es schien der Trollin um irgend etwas Wichtiges zu gehen. Sie sah ernst drein, was bei Duneea noch mehr Grün hervorrief. Sie plapperte einen Spruch in Trollisch herunter, der offensichtlich eine rituelle Bedeutung hatte. Tsagaan verbeugte sich zweimal und grinste wieder plötzlich über alle Backen. Sie winkte Duneea noch einmal kurz zu und verschwand schneller, als Duneea "Hatschi" sagen konnte.

Verdutzt stand diese nun alleine da. Immer noch leicht grün im Gesicht, in eine zerfetzte Robe gehüllt, Trollblut überall, und verstand die Welt nicht mehr.


So kam es, daß Duneea eine Lebensschuld bei einer Trollin gut hatte. Im Laufe der nächsten Jahre entwickelte sich daraus (so unwahrscheinlich das auch sein mag) eine Art Freundschaft, die bis zum heutigen Tage anhält.

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