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Draenor Scherbenwelt AU-Draenor


Draenor
Draenor
Bevölkerung: IconSmall HighArakkoaIconSmall Arakkoa Arakkoa
IconSmall Draenei MaleIconSmall Draenei Female Draenei
IconSmall Gronn Gronn
IconSmall Orc MaleIconSmall Orc Female Orcs
IconSmall Ogre MaleIconSmall Ogre Female Oger
Lage: Großes Dunkles Jenseits
WoWPedia: Draenor

Draenor (Dawgwar für die Oger; Rakshar für die Arakkoa[1]) war die Heimatwelt der Orcs, welche keine eigene Bezeichnung für die Welt kannten[2], sowie, zweihundert Jahre vor dem Ersten Krieg[3], der Zufluchtsort der Draenei. Als der orcische Schamane Ner'zhul mehrere Dimensionsportale in andere Welten öffnete, wurde Draenor in Stücke gerissen, die Überreste des ehemaligen Planeten sind heutzutage als die Scherbenwelt bekannt.

Hintergrund Bearbeiten

Die Überwucherung und die Zähmung Draenors Bearbeiten

Chroniken-Icon Folgende Informationen beziehen sich auf die World of Warcraft: Chroniken.
Grond im Kampf gegen den letzten Sporenhügel

Grond im Kampf gegen den letzten Sporenhügel.

Wenngleich Draenor nie eine Weltenseele besaß, war der Planet bereits in seiner Ursprungszeit dadurch bemerkenswert, dass er vom Geist des Lebens beseelt war, welcher durch eine beruhigende Wirkung verhinderte, dass die Elementargeister wie auf Azeroth chaotisch herumwüteten. Zudem beschleunigte der Geist des Lebens die Entfaltung von Flora und Fauna und bald streiften Kreaturen aller Form und Größe die junge Welt und wetteiferten um die Vorherrschaft. Zu den gefährlichsten Geschöpfen zählten die Sporenhügel, welche mit ihren Ranken alles umschlangen und einen unbändigen Wachstumstrieb besaßen. Allmählich entwickelten die Sporenhügel eine primitive Art gemeinschaftlicher Intelligenz, welches den Pflanzen Draenors erlaubte, wie ein einziger, gewaltiger Organismus zu agieren. Dieses Kollektiv aus Sporenhügeln und der restlichen Vegetation wurde bekannt als die Überwucherung.[4]

Während dieser Zeit erreichte Aggramar, einer der Titanen des Pantheons, Draenor. Ihn faszinierte die von Pflanzen umschlungene Welt, doch er war sich auch bewusst, dass die Überwucherung aufgehalten werden musste, da sie ansonsten drohte, den gesamten Planeten zu verschlingen. Der Titan erschuf einen mächtigen Diener nach seinem Abbild, um ein Gleichgewicht auf Draenor herzustellen: Grond.[5] Als der wandelnde Berg begann, Draenor zu ordnen, reagierte die Überwucherung mit drei eigenen Champions: Zang, Botaan und Naanu. Nach erbitterten Kämpfen gelang es Grond zwar, sowohl Zang als auch Naanu zu besiegen, aber Botaan war er letztlich unterlegen.[6] Im Zuge der Schlachten zwischen Grond und der Überwucherung brachen immer wieder Teile der Giganten ab und stürzten auf die Erde, wo sie neue Lebensformen hervorbrachten. Ais der pflanzlichen Materie entstanden die Genesaurier, während Gronds Trümmer die Kolosse hervorbrachten und den Elementargeistern körperliche Gestalt verliehen.[7]

Als Botaan versuchte, mit Hilfe der Genesaurier die Überwucherung wieder herzustellen, entfesselte Aggramar die Kolosse. Den Kämpfen selbst konnte der Titan allerdings nicht mehr beiwohnen, da er den Tod eines Konstellars verspürte, und Draenor wieder verließ.[8] Die Kolosse setzten den Kampf fort, welcher sich über mehrere Jahrtausende hinzog, bevor der Überwucherung letztlich mit dem Tod Botaans Einhalt geboten werden konnte.[9] Dies bedeutete jedoch nicht, dass auf Draenor nun Frieden einzog.[10]

Die Brecher, die Ursprünglichen und die Götter von Arak Bearbeiten

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Nach dem Ende der Überwucherung rangen die Abkömmlinge über viele Zeitalter hinweg weiter um die Vorherrschaft über Draenors und neue Kreaturen aus Stein und Wurzeln erhoben sich, um in den Krieg einzugreifen. Die ersten Generationen steingeborener Kreaturen - die Magnaron, die Gronn und die Ogron - waren gemeinhin als die "Brecher" bekannt und beanspruchten die unfruchtbaren Berge und felsigen Schluchten der Welt für sich. Die Ahnenreihe der sogenannten "Ursprünglichen" ließ sich bis zu den Sporenhügeln zurückverfolgen und viele dieser Wesen entstanden in der Zeit nach Botaans Vernichtung, als die von der Leiche des Giganten freigesetzten Sporen auf die Erde herabschwebten und existierenden Pflanzenformen ein Bewusstsein gaben. Nebst den kleineren Schotlingen und Sporlingen verschrieben sich insbesondere die Botani dem Schutz der Wälder, was immer wieder zu Zusammenstößen mit den Brechern führte.[11]

Nach dem Ende der Überwucherung erhielt auch die Tierwelt eine zweite Chance und die Wälder, die aus den Überresten Botaans entstanden waren, begünstigten die Entwicklung neuer Spezies. Die ersten Tiere, die sich erhoben, waren riesige Kreaturen, die außergewöhnliche Kräfte besaßen und diverse magische oder elementare Affinitäten aufwiesen. Aufgrund der Dominanz der Ursprünglichen und der Brecher mussten sie, trotz ihrer Größe, dennoch dauernd um ihr Überleben kämpfen und die größten Überlebenschancen hatten jene, welche sich in die Lüfte emporheben konnten.[12] Der Großteil der geflügelten Tierarten entwickelte sich in Arak, wo Rukhmar, Sethe und Anzu Gestalt annahmen.[13] In der Folge von Sethes Fluch erschuf Rukhmar später die Arakkoa.[14]

Aufstieg und Untergang der Apexis (3.000-1.200 vDP) Bearbeiten

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Apexis

Aufstieg der Apexis.

Rukhmar beobachtete über viele Generationen hinweg die Entwicklung der Arakkoa und erzählte ihnen Geschichten von Arak, von Sethes Übel und Anzus Edelmut. Darüber hinaus lehrte Rukhmar die Arakkoa in Grundzügen, wie man die Macht des Lichts beherrscht und die Arakkoa lernten rasch.[14] Sie entwickelten sich zu talentierten Sehern und Heilern und viele ihrer Gebräuche drehten sich um die Verehrung Rukhmars. Anzu wurde ebenfalls aufgrund von Rukhmars Erzählungen als Gottheit verehrt und viele Arakkoa entdeckten die Arkane Magie für sich. Indes bemerkte der Feuervogel, dass sein Leben langsam dahinschwand und sie kam ein letztes Mal zu ihren Kindern und drängte sie, Arak für sich selbst einzufordern. Gerade, als sie Arak erreichten, tat Rukhmar ihren letzten Atemzug und als Flammen ihre Gestalt verschlangen, brannte sie am Himmel wie eine zweite Sonne. Die Arakkoa gaben sich daraufhin den Namen "Apexis" und ließen sich im höchsten Teil des Felsturms von Arak nieder. Sie sicherten sich ihre Machtstellung über Arak mittels ihrer magischen Fähigkeiten und begannen zugleich, die Welt zu erforschen und zahlreiche Außenposten zu errichten.[15]

Indes wappneten sich unter Knorrgars Führung Botani und Genesaurier in der Hoffnung, die Überwucherung erneut hervorzubringen und begannen, die Arakkoa anzugreifen. Die Orden der Anhari und Skalaxi erlitten zunächst eine erschütternde Niederlage, als der Sporenhügel Taala zum Leben erwachte. Rettung sollte schließlich durch eine Waffe kommen, welche von den Priestern des Ordens ersonnen wurde, der "Atem von Rukhmar".[16] Als sie schließlich zum Einsatz kam, barst ein Strahl weißglühenden Feuers aus dem Mechanismus und zerfetzte Taala zu einer Wolke aus Glut und Asche. Der Sieg der Apexis schwächte die Macht der Natur derart dauerhaft, dass sich nie wieder eine Überwucherung derart erheben sollte.[17]

Über die folgenden Jahrhunderte florierte die Kultur der Apexis und hielten ihre Errungenschaften auf kristallinen Informationsspeichern fest. Sie erschufen mechanische Konstrukte, die niedere Tätigkeiten für sie erledigten und huldigten Anzu und Rukhmar. Die Kultur schien fast dazu bestimmt, ihren Aufstieg ewig fortzusetzen, als eine erbitterte Rivalität zwischen den Anhari und Skalaxi entbrannte, die in einen verheerenden Bürgerkrieg mündete, welcher die Auslöschung der Apexis zur Folge hatte.[18]

Kinder des Steins: Gronds Erben (1000-400 vDP)Bearbeiten

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Übersichtskarte der Orc-Klans in Draenor

Die Orc-Klans von Draenor.

Die Zerschlagung der Überwucherung durch die Apexis ermöglichte auch anderen Völkern, zu wachsen und als die arakkoanische Zivilisation schließlich zusammenbrach, hatten die "Kinder des Steins" sich vermehrt und über das Land ausgebreitet. Um 1.000 vDP sah das Gorianische Imperium der Oger das Licht der Welt und knapp zweihundert Jahre später entstanden die ersten Orc-Klans, welche davon profitierten, dass die Oger die Bedrohungen durch Gronn und Ogron beseitigt hatten.[19] Bald verbreiteten sich die schamanistischen Lehren, welche ursprünglich vom Schattenmondklan ausgingen, auch über die Klansgrenzen hinweg[20] und lediglich in die Spitzen von Arak wagte sich keiner der Erben Gronds.[21]

Zwischen Orcs und Ogern kam es indes zwar immer wieder zu territorialen Scharmützeln, jedoch blieb ein Krieg bis zur Belagerung Gorias 400 vDP aus. Beide Völker gerieten allerdings in einen erbitterten Streit miteinander, als die Oger sich am Thron der Elemente zu schaffen machten und führte zu einer ersten Vereinigung der Klans 402 vDP, welche in der Belagerung der Hauptstadt der Oger und schließlich in der Zerschlagung des Gorianischen Imperiums mündete.[22]

Die Zuflucht der Verstoßenen: Die Ankunft der Draenei (200 vDP) Bearbeiten

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Nachdem die Draenei Äonen zuvor von Argus geflüchtet waren, fanden sie schließlich eine Welt, zu der die Legion noch nicht vorgedrungen war: Draenor. Die letzte Etappe der Reise endete für die Draenei allerdings in einer Katastrophe, da die Genedar, das Schiff, mit welchem sie reisten, über Nagrand abstürzte, zahlreiche Tote forderte, und einen Kristallberg hinterließ.[23]

Nichtsdestotrotz führte Velen sein Volk unbeirrbar weiter. Die Draenei gründeten den Exarchenrat, einen "Rat von Weisen", die über die verschiedenen Aspekte der Draenei-Kultur wachen sollten[24] und errichteten Shattrath sowie Auchindoun.[25] Zu ersten kriegerischen Auseinandersetzungen kam es um 100 vDP, als die Oger versuchten, Goria zurückzuerobern, jedoch an Shattraths Verteidigungsanlagen scheiterten.[26]

Die schwindende Macht der Oger (um 11 vDP) Bearbeiten

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In Nagrand brachen sowohl Kargaths Sklavenaufstand als auch die beständigen Angriffe des Kriegshymnenklans die Macht von Hochfels dauerhaft.[27] Imperator Kelgrok beobachtete diese Entwicklungen von der Speerspießerfestung aus mit wachsender Besorgnis und er war entschlossen, die Herrschaft der Oger über den Frostfeuergrat zurück zu gewinnen. Nach einem Aufstand der Mok'nathal unter Leoroxx, der sich mit den Frostwölfen und Weißklauen verbündete, wurden die Oger auch im Frostfeuergrat vernichtend geschlagen.[28]

Gul'dans Korrumpierung und das Elend auf Draenor (um 10 vDP) Bearbeiten

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Nachdem sich Gul'dan bereitwillig von Kil'jaeden hatte umgarnen lassen[29], erfüllte der erste orcische Hexenmeister unter der Anleitung seines dämonischen Herren den Thron der Elemente mit Teufelsmagie. Es gelang den Furien zwar, zu fliehen, aber die ihnen unbekannte Magie stürzte die Elemente ins Chaos: Dürreperioden, schwere Regenfälle und Schneestürme führten zu Krankheiten, Wassermangel und Verlust von Nahrungsquellen für die Orcs. Die Schamanen sahen sich außer Stande, Hilfe zu leisten, da die Elemente nicht mehr auf sie hörten.[30]

Die Magie der Orcs verwandelte Draenor in ein ödes, totes Land[31], nur wenige Landstriche wie beispielsweise Nagrand blieb von der Felmagie verschont.[32] Im Zuge dieser äußerlichen Veränderungen Draenors erhielten viele Orte, darunter die Höllenfeuerhalbinsel, ihre heute bekannten, harscheren Namen.[31]

Kein Wasser, kein Gras. Hier und dort gab es Flecken, die immer noch fruchtbar waren, solche wie der Wald von Terokkar, die Ahnen wussten, warum. Die Orcs hungerten, denn wo es kein Gras gab, gab es auch keine Herdentiere. In den letzten drei Jahren waren mehr Orcs verhungert und an Krankheiten gestorben als in den Schlachten gegen die Draenei.[31]

Bevor die Horde in ihrem Blutdurst sich selbst zerstörte, öffneten Medivh und Gul'dan das Dunkle Portal aus welchem die Horde nach Azeroth strömte und den Weg für eine zweite Invasion der Brennenden Legion freimachen sollte.

Die Zerstörung Draenors Bearbeiten

Roman Folgende Informationen beziehen sich auf die Romane und Kurzgeschichten.
Die Horde konnte auf Azeroth im Zweiten Krieg allerdings zurückgeschlagen werden und Draenor wurde zum Ziel der Allianzstreitkräfte, welche eine Expedition durch das Portal schickte, um den Machenschaften der Orcs ein Ende zu bereiten.[33] Inmitten der Gefechte öffnete Ner'zhul mehrere Dimensionsportale, um den Orcs zur Flucht zu verhelfen, die dadurch freigesetzte Energie riss allerdings Draenor in Stücke.[34]
Die Welt wurde erschüttert. Der Boden bebte, der Himmel grollte. Ein fürchterlich schabendes Geräusch erklang aus dem Bauch der Erde und traf auf ein ohrenbetäubendes Kreischen, das von über den Wolken herabdrang. Draenor brüllte vor Schmerz.[34] [...] Der Himmel zuckte unter Blitzen, Stürme zogen auf und in hohem Tempo wieder ab. Sterne wurden kurz sichtbar, dann wieder die Sonne. Der Planet spielte verrückt.[35]

Die kläglichen Überreste, teils bewohnbar, sind nun als Scherbenwelt bekannt.

Galerie Bearbeiten

Anmerkungen Bearbeiten