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Die lange Reise (Tag 1 - 3)

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Die AnkunftBearbeiten

Angekommen. Billie steigt von ihrem Pferd ab, müde von dem langen Ritt. Würde sie nun jemanden ansprechen müssen? Oder würde es reichen, einfach in der Taverne zu sitzen und zu warten? Sie entschied sich für zweiteres .. und wartete. Als Wolf kam musste schon ein wenig Zeit vergangen sein, doch hatte sie dies kaum bemerkt, wo immer noch so viele Gedanken aufkamen, die sie ordnen musste. Wolf .. da war er und sie hatte sich entschieden. Sie würde mit ihm gehn, ihm vertrauen und den ganzen anderen Müll einfach hinter sich lassen.

„In den Kaninchenbau?“, „Ich kann eh nicht zurück.“ Dann Dunkelheit.


Ich frage mich immer wieder, ob ich nicht einen Schritt zuweit gegangen bin. Sie wird die Welt mit meinen Augen sehen. Hart, stark und gnadenlos. Soll ich ihr dies wirklich antun? Es wäre etwas anderes, vielleicht eine Verbesserung für sie. Ich weiß es nicht. Ich lasse es einfach laufen, der Meister vertraut mir, sie vertraut mir und ich sollte mir auch vertrauen.


Das Austesten ihres KönnensBearbeiten

Gut versteckt war der Hauptsitz dieser „Organisation“. Dennoch hätte er sie nicht bewusstlos machen müssen, vertraute er ihr denn gar nicht? Sicher, sie war naiv, aber kein Verräter. Grummelnd denkt sie an ihren ersten „Test“, den sie nicht bestanden hatte, ihre Neugierde an der Kiste durfte sie sogleich bitter bereuen. „Neugierde wird bestraft.“, Wolfs Worte, sie würde sie sich merken.

An dem kleinen idyllich gelegenen See wollte er dann ihr Können austesten, was ihr doch wenig Angst machte. Wusste sie doch, wie wenig dies war und mit Marek war sie über eine Unterrichtseinheit nicht hinausgekommen. Aber sie hatte sich entschieden, also sollte es so sein.

Es noch in allen Gliedern schmerzhaft spürend lässt Billie die Tests in ihrem Geiste nochmals Revue passieren.

21 Bahnen, sicher war das ganz gut. Bereits nach der 10. Bahn hatte sie gemerkt wie ihr alles begann weh zu tun, doch die letzten Bahnen waren die Hölle. Nicht aufgeben! Wolf stand da und beobachtete sie, sie wollte ihn und sich nicht enttäuschen. Dann ließ er sie nass und zitternd ohne Kleider einfach da sitzen, angelte seelenruhig in dem kleinen See. Warum machte sie da überhaupt mit? Billie schmunzelt etwas, sicher hätte sich das kein anderer mit ihr erlauben dürfen, und er war wohl der einzige Mann, der beim Anblick ihres beinahe nackten Körpers an etwas anderes dachte, als an das eine. Dann die Liegestützen, hier war sie kläglich gescheitert. Ihr fehlte einfach Kraft, das hatte auch Marek bereits gemerkt, sie würde stärker werden müssen. Ihre Reflexe hatten sie ja bereits in Sturmwind getestet, eine ebenso eher unschöne Erfahrung, Steine können doch sehr weh tun, weicht man ihnen nicht rechtzeitig aus!

Billie betrachtet den im Sitzen schlafenden Wolf, sie würden hier in dem „Versteck“ auf das Ablegen des Schiffes warten und sich solange etwas ausruhen. Sie war gespannt, wie die Reise weiter gehen und was sie alles von Wolf lernen würde. „Wir werden ab sofort zu Fuß unterwegs sein.“ .. sie würde ihm sicher nicht von ihren blutigen Füßen damals auf der kleinen Reise mit Reinhold erzählen ..

Ihre Gedanken schweifen ab zu seinen Worten vorhin bezüglich Frauen, welche sie doch schon etwas schockiert hatten, vielleicht hätte sie nicht fragen sollen? Jetzt nicht weiter darüber nachdenken. „Immerhin entspannt er sich ausnahmsweise mal ein wenig“, flüstert sie sich leise zu und versucht müde lächelnd auch ein wenig zu schlafen.


Es ist komisch. Sie hat keine Kraft in den Armen, aber ihre Ausdauer und ihre Reflexe sind schon gut. Ich würde ihr von einer Skala von 1 bis 10 eine 5 geben. Jap, das ist gut, das ist gut bei meinen Tests.
Frauen? Und? Brauche ich nicht, will ich auch nicht, mag ich auch nicht. Frauen lenken nur ab, Frauen machen einen nur schwach und Schwäche kann ich mir nicht leisten. Nicht bei dem Leben was ich führe. Komisch ... diese Stadtmenschen und ihre Bedürfnisse.


Die HölleBearbeiten

Menethil.jpg

Kurz vor der Abreise.

Billie erwacht auf dem etwas harten Bett in der Festung, bei den Zwergen, hier im Brachland. Dachte sie gestern sie hätte Schmerzen in den Gliedern? Sie lacht rauh auf, das was sie jetzt spürt, DAS sind Schmerzen. Sie dreht den Kopf und schaut nach Wolf, der im Bett nebenan liegt und schläft. Sollte sie jetzt schon mit den Übungen beginnen? Wo ihr doch alles weh tat? Wolf konnte in der Tat mehr als grausam zu ihr sein, sie bis an die absolute Grenze ihres Körpers bringen, und dann sogar noch darüberhinaus.

Sie waren einen Tag auf dem Schiff gewesen, sie hatte fast die ganze Reise verschlafen, alleine das viele Laufen forderte ihr schon mehr ab als je zuvor. Dann ging es weiter .. von Theramore durch das düstere Gebiet bis ins Brachland, wo er sie das erste mal so richtig erschreckt hatte. Eine Orc-Frau, harmlos stand sie vor der Hütte, betrachtete die beiden nur, kein Anzeichen von Gewalt. Dann ging alles so schnell, Wolf sprang die Orc-Frau in einem hohen Bogen an, man hörte nur ein Klacken und er rammte sein Messer in ihren Hals. Sie war schneller tot als Billie schauen konnte und .. sie verstand es nicht. Wolf streifte der toten Frau die Augen zu und vermerkte etwas auf einer Liste, über die er auch nach ihrem Wutausbruch über diesen sinnlosen Tod nicht reden wollte. Dies tat er erst später, erst, nachdem ein weiterer sterben musste, sie alle hätten den Tod verdient durch ihre Taten. Billie glaubt ihm, was soll sie anderes tun?

Das Training heute war anstrengend. Es verlangte ihr alles ab. Liegestützen, Rumpfbeugen, Kniebeugen, so oft sie es könne .. sie schaffte am meisten von den Kniebeugen, die Liegestützen lagen ihr einfach nicht und Rumpfbeugen ließen sie auch nicht unbedingt in ein Glücksgefühl ausbrechen. Sie solle jetzt jeden Morgen 10 Liegestützen, 20 Rumpfbeugen und 30 Kniebeugen machen. Das war mehr als sie geschafft hatte, doch solle sie es versuchen, solange bis es ginge, und dann das Ziel erhöhen, jeden Tag etwas mehr.

Gnadenlos ging es weiter. Im ersten Moment machte es Billie sogar Spaß, mit dem Seil um Bauch und Hüfte gebunden den riesigen Holzkran herunter und wieder herauf zu klettern, doch dann sollte sie das gleich nocheinmal tun und .. stieß an ihre Grenzen. Ihre Arme schmerzten, ihr Puls raste, wie sehr sie Wolf in dem Moment hasste! Sie stürzte ab, das Seil hielt sie, doch durfte sie nicht aufgeben, er brachte sie tatsächlich dazu weiter ganz runter, und dann sogar wieder hoch zu klettern.

Das war zuviel. Im Schatten des Baumes sitzend wäre sie fast vor Wut und Anstrengung in Tränen ausgebrochen. „So ist die Realität .. hart, grausam und gnadenlos.“, Wolfs Worte, gefolgt von „Wie schnell eine Traumwelt wie eine Seifenblase zerplatzen kann“.

Jetzt so im Bett liegend, seinen Atemzügen lauschend verflucht sie sich selber, sich und ihre Schwäche. Sie würde sich zusammenreißen. Wie oft sie sich diesen Satz wohl in den nächsten Tagen noch sagen sollte?

Billie lächelt und setzt sich in dem Moment ein neues, zusätzliches Ziel, eines, das Wolf nicht kennen durfte. Sie würde versuchen, etwas Wärme in sein Leben zu bringen, und sei es nur, indem sie ihm zuhöre, auch wenn kein Wort über seine Lippen dringt. Mit diesem doch recht philosophischen Gedanken schläft sie nochmals ein, sie würde jede Kraftreserve brauchen.


Jeder fängt mal klein an, ganz klein, ebenso sie. Doch sie jammert und flucht, es ist die Realität. Der heutige Tag war vielleicht etwas zu hart für sie, doch die Schmerzen vergehen und am nächsten Tag schafft man mehr, ohne die ganzen Schmerzen. So drehen sich die Zahnräder des Körpers, eine einfache mathematische Gleichung des Lebens. Aber diese Gleichung wird immer wieder durch Querschläger zum Wanken gebracht, so wie jetzt. Wo ist mein Tagebuch? Habe ich es verloren, oder einfach nur vergessen es einzustecken? Ist es noch in Rabenholdt. MIST! Naja, steht sowieso nichts drin, was man gegen mich verwenden könnte, falls jemand es findet. Trotzdem ist es schon etwas ärgerlich.
Sie schläft ruhig und friedlich. Ich habe gedacht, dass ich hier in Kalimdor etwas Ruhe und Frieden finden werde, aber bis jetzt irgendwie nicht. Vielleicht habe ich einfach noch nicht den richtigen Ort dafür gefunden. Den Schlaf braucht sie, denn jeder Tag wird härter als der Tag davor. Die mathematische Gleichung des Körpers geht weiter.

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