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Die Legende von Weißwacht/Die Geschichte/222012

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Die Legende Prolog Die Geschichte Epilog

BÄM ... - von Zaid, 2.2.2012


BÄM! Plattenhandschuh trifft knirschend auf Wangenknochen. Zaid schreckte hoch und fand sich kerzengerade sitzend im Lazarett wieder. Sein Atem ging Stoßweise, Gänsehaut kroch über seine Oberarme, langsam kamen die Bilder des Traumes zurück. Blut, überall Blut. Und Nebel, zuerst weiß, dann rot. Glitschiges Öl, ein kleines fieses Tentakelmonster das seinen besten Freund erwürgen wollte. Caryl in heller Panik vor einem Ding das er selbst nicht sah. Ein Vorhang der sich anfühlte als wäre er aus Fleisch... und Hochelfenmagier. War das alles wirklich passiert? Zaid rieb sich die Stirn und spähte in die Dunkelheit. Wo waren Coty, Liam, Pater Bearnard und Lena? Coty und Lena hatten sich aufgelöst... als der Rauch sich lichtete waren sie einfach verschwunden. Nichts was auf ihr Dasein hindeuten könnte blieb zurück. Als hätten sie nie existiert. Aber das konnte nicht sein. So oft hatte er ihnen in Theramore Kakao spendiert. Liam... vor Zaids Augen formte sich seine Gestalt. Damals als er noch ein vorlauter, kleiner Stöpsel war und sich mit seiner Art einen Platz in Zaids Herz eroberte. Wie ein kleiner Bruder. Und nun soll er Tod sein. Er spähte durch die Dunkelheit, rüber zu der Liege auf der Adain schlief, dann rechts neben sich zu der ruhig schlafenden Caryl. So etwas passierte nicht wirklich. So etwas passierte doch nur in Albträumen. Sie wollten Lena begleiten, nichts weiter. Zu dem ominösen Ort an dem sie sich von Liam verabschieden sollte, weil er verstorben sei... natürlich ließen sie ein junges Mädchen nicht einfach so alleine gehen. Wer hätte gedacht das sie in so... Zaid schloss die Augen, verjagte das Bild des blutigen Altars mit der Frauenstatue. War es ein Fehler? Weder Lena war da, noch war irgendwas aufgeklärt. Das einzige was dabei heraus kam waren die Verletzungen der drei. Und morgen schon war das nächste Duell. Nein, heute. Sicher war es bereits nach Mitternacht. Seine Gedanken begannen zu rotieren. Was hatte es damit auf sich? Hatte es am Ende alles etwas mit dem Turnier zu tun? Aber nein, keiner der Entführten war darin involviert. Das Pergament mit der Rune das Lena ihm gab.. die Zeichnung leuchtete immer noch in einem matten Lila. Was bedeutete das? Wie ging es nun weiter? An wen sollte er sich wenden? Die Wachen? Glenn und seine Leute? Das Magiersanktum vielleicht sogar? Wer würde schneller handeln? Wer würde sich der Sache ÜBERHAUPT Gewissenhaft annehmen? Ein frustriertes Knurren entwich ihm, gefolgt von einmal Haareraufen. Das brachte doch alles nichts.

Zaid entschied sich dafür sitzen zu bleiben und Nachtwache zu halten. Er wollte da sein wenn Caryls Bewusstsein zurück kehrte. Gestern noch hatte sie geschrien und sich gewehrt, von dunklen Dingen verfolgt. Hoffentlich ging es ihr gut wenn sie aufwachte. Hoffentlich erging es Adain nicht ebenso und er blieb von den Bildern verschont. Die Liege gab knarzende Geräusche von sich als der junge Mann nach einer bequemeren Position suchte und den Rücken an die Säule lehnte. Sein Blick lag auf der Schattenhaften Silhouette seiner Verlobten die ruhig vor sich hin atmete. Die Platzwunden an Stirn und Lippe konnte er nicht erkennen, aber er wusste genau das sie da waren. Wut kroch in ihm hoch. Dieser Soldat, ein offensichtlicher Paladin, der rein stürmte, war mehr damit beschäftigt eine Geisel zu nehmen als den dreien zu helfen. Aber oh, er hatte sich sein Gesicht gemerkt. Der Kerl sollte zum Licht beten das Zaid ihm nicht nochmal über den Weg lief.

Morgen würde er vor dem Turnier noch eine Wache suchen und Vermisstenmeldung machen.

Die Unbekannte- von Kartash, 2.2.2012

Hrm, ein Turnier..., dachte die Frau und blickte durch den Raum, dessen Wände mit weißem Stein errichtet wurden. Sie fuhr sich durchs schwarze Haar, hinter zum Zopf und fummelte an dem Band herum. Schließlich senkte sich die Hand auf ihren Schoß und gesellte sich zu der Anderen. Auf der linken Hand betrachtete sie die feinen Narben, die unterschiedliche Richtungen gingen. Als sie die Hand umdrehte musterte sie die eine lange Narbe, welche sich vom Handgelenk bis fast zur Ellenbeuge in einer geraden Linie erstreckte. Die Finger zogen sich zusammen, öffneten sich, zogen sich wieder zusammen. Sie machte das solange, bis sie aus ihren Gedanken gerissen wurde, als jemand den Raum betrat.

Am nächsten Tag... Sie trocknete sich das Gesicht ab, zog das Tuch runter bis zur Nase und blickte in den Spiegel. Wirkte doch das Tuch, wie eine Maskierung, auch wenn jene etwas hässlich aussah, mit aufgestickten Blümchen und Verzierungen, die eher kr.üppelig, als filigran ihren Platz an den jeweiligen Ecken hatten. Ihr Blick wanderte im Spiegel zu einer bestimmten Ecke am Tuch, wo die Inizialen S. V. eingearbeitet wurden. Unschlüssig wiegte sie den Kopf, sah wieder hoch in ihr eigenes azurblaues Augenpaar und schmunzelte schließlich. Es kann nicht schaden..., dachte sie sich. Sie vollendete die Katzenwäsche, zog sich an und ging aus dem hochgelegenen Haus im Gebirge. In der Stadt angekommen, erblickte sie einen schief aufgebrachten Zettel an einem Baum hängen:

"Bürger und Bewohner von Sturmwind,

Das Haus von Weißwacht ruft zu einem Turnier von Glorie und Ehre auf. Ihr seid mutig, scheut keine Herausforderung und seid zudem ein geschickter Kämpfer? So meldet euch und werdet zum Champion des Turniers. Der Preis für Eure Tapferkeit soll fürstlich sein und von unbezahlbarem Wert!

Söldner und Handlanger seien noch gesucht, dem Haus von Weißwacht gute Dienste zu leisten während des Turniers. Die Bazahlung aller Arbeitskräfte wird entsprechend großzügig entlohnt werden. Trefft die Meinen in den Abendstunden im Gasthaus "Zum pfeifenden Schwein", in der Altstadt und lasst euch zum Turnier einschreiben oder anheuern.

Auf auf, ihr Recken aller Länder und Völker."

Die Frau neigte den Kopf zur Seite. Man redete von einem Artefakt..., ging es durch ihren Kopf....dessen Ursprung unbekannt ist. Man tuschelt von einem unglaublichen Wert und man könne damit Dinge verändern... Gerät es in die falschen Hände, so könnte wieder ein neues Unglück über Azeroth herfallen... aber vielleicht ist das auch nur eine weitere Lockung, damit diese Adelsfamilie möglichst rege Beteiligung hat. Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, noch, ob ich überhaupt die Zeit dazu finden werde... Sie wurde aus ihren Gedanken geholt, als sie jemand grüßte. Der Tag verlief, wie jeder andere auch. Die Arbeit war stressig, doch mochte sie genau diesen Stress. Als der Feierabend in Sicht war, schmiss sie sich in ihre normale Alltagskleidung und trat vor das uralte Gemäuer. Sie ging durch die Gassen, zu dem Trampelpfad, der sich durch das Gebirge schlängelte und sah einen weiteren Zettel vom Weißwacht Turnier an einem Baum hängen. Wieder leicht schief. Ihre Lungen füllten sich mit der kalten Nachtluft, als sie tief durchatmete. Ich habe lange nicht mehr mein Schwert geführt, zumindest nicht in einem Kampf, höchstens beim Training.Sie lauschte einer einsamen Grille, die hinter ihr in einem Busch stetig zirpte. Ich bin nicht außer Übung und mich juckt es schon seit langem in den Fingern, wieder mein Schwert zu halten. Ist es doch eine willkommene Abwechslung.... Abwechslung... Sie dachte über dieses, für gewöhnlich fremde Wort nach. Musste sie sich doch mit der Tatsache zufrieden geben, dass sie vor einem Viertel Jahr beschloss nicht mehr an die Front zu gehen. Nie wieder in einer Schlachtreihe stehen, mit erhobenem Schild und Schwert. Nie wieder, den beissenden Geruch von verbranntem Fleisch in der Nase haben. Nie wieder die Schreie von Hilflosen hören. Nie wieder einen toten Kameraden auf dem Felde sehen. Nie wieder die korrupte Politik hinter einem Krieg miterleben. Nie wieder Krieg. - Sie fäustelte die rechte Hand und blickte zu den dichten Baumkronen hoch, lauschte der Grille und dem leisen Rascheln der Blätter. Die Frau sah durch das Geäst hindurch zum Mond. So ruhig schien er dort am Sternenhimmel zu stehen. Ein Lächeln zog sich auf ihre Lippen, als sie ihn betrachtete. Der Mond sieht überall anders aus und doch ist es immer der Selbe. Er scheint manchmal seine Farbe zu wechseln, manchmal sein Gesicht zu verändern... verändern... Auch über dieses Wort dachte sie eine längere Zeit nach. Menschen verändern sich. Ist es ein Verrat an mich selbst, wenn ich doch wieder zum Schwert greife? Wäre es überhaupt ein Verrat an meine Prinzipien, da es nur ein Turnier ist? Aber was ist mit dem Preis, das Artefakt... Ist das Leben doch der Preis bei einem Krieg, wenn man es noch hat. Und ist es eben ein Artefakt, der Preis bei diesem Turnier. Sie nahm wieder Schritte auf. Das Schloss klackte zweimal, als sie es herumdreht und in den Raum eintrat. Die Kälte der Nacht in ihren Knochen, wich langsam dem wärmenden Feuer im Kamin. Sie zog sich den Stuhl am Tisch zurecht, nahm sich ein Pergament und setzte die Schreibfeder an, allerdings hielt sie dann inne. Was schreib ich jetzt? Ich will nicht erkannt werden, nicht weil es um irgendeinen Ruf gingen würde, nein... vielleicht soll nicht jeder merken, dass ich auch daran teilnehme. Ich habe keine besonders große Lust löchernde Fragen zu beantworten oder gar Gefahr zu laufen, dass man mir so schnell den Ring klaut, falls ich einen bekomme. Es wäre nicht auszudenken würde mir bei einem Überfall was passieren und ich auf der Arbeit fehlen. In den Regeln stand nichts davon, dass man seine wahren Angaben machen muss... umso schwieriger wird es dann mich ausfindig zu machen. Sie schmunzelte. Mal sehen, wie weit ich unter einem Pseudonym kommen werde... Jetzt fehlt mir noch ein Name... Sie tippte sich überlegend ans Kinn, kratzte sich mit der Feder über den Nasenrücken, bis ihr etwas einfiel. Ja genau.. ich habs... Salix Caprea. Das bedeutet übersetzt: Weidenkätzchen. Diese Sträucher blühten ringsherum im Frühling des Holzfällerlagers und sie lächelte erneut, als sie sich daran zurück erinnerte. So begann sie in einer mehr krakeligen Schrift zu schreiben, eine Schriftart, an der wohl schon viele dran zu knabbern hatten. Sie hinterließ noch ein bestimmtes Siegel auf dem Briefumschlag. Es zeigte einen ganzen Apfel mit Stiel und Blatt, in dem ein Sägeblatt einschnitt.

Die Tage vergingen und eines Abends fand sie einen Brief in einem Fach liegen, was sie extra für den Namen Salix Caprea aufgab. Er war vom Adelshaus Weißwacht. Sie öffnete ihn hastig und da segelte auch schon ein silbernen Ring zu Boden. Er rollte noch ein Stück weiter weg, bis er gegen die Wand prallte und kreiselnd auf dem Boden liegen blieb. Sie war nun Teilnehmerin des Turniers!

Die Nachricht vom ersten Duell wurde verkündet. "Salix" war selbstverständlich anwesend, nicht nur um sich die ersten beiden Duellanten mit ihren Taktiken anzusehen, sondern auch um auf dem Turnier zu arbeiten. Still für sich fieberte sie mit und jubelte dann doch, gleichsam mit dem Publikum, als der Kampf zuende war und die Lilie am Boden lag. Growling hat eine gute Taktik.. er bringt die Gegner mit seiner gelassenen Art zur Weißglut. Filigran und schnell sind seine Bewegungen, wohingegen McKansey später wie ein wilder Stier auf jede von Growlings Finten einging und am Ende doch verlor. Growling bleibt dann wohl der Champion. Sie schloss die Arbeit auf dem Turnier ab und kehrte mit einer weiteren Dame zurück ins Gemäuer.

Zwei Tage später wurde das zweite Duell angekündigt. Oh, wie gerne würde ich wieder zusehen...,dachte sie sich und seufzte leise. Doch musste "Salix" in dem Gemäuer bleiben und arbeiten. Später berichtete man von einem Duell, was seltsam erschien. Es hatte fast den Anschein, als ob es abgesprochen wäre, denn der Herausforderer schien sich in den Hieb von Growling gelehnt zu haben, woraufhin die Lilie vom Brusthanisch fiel. Vielleicht standen die Beobachter auch einfach nur in einem so ungünstigen Blickwinkel, dass es eben danach aussah. Sie zuckte mit den Schultern und widmete sich wieder ihrer arbeit. Bald werde ich auch herausfordern..."Salix" grinste vor sich her, schloß die rechte Hand zu einer Faust und nickte zu sich selbst.


Von beiden Frauen... von Mantie, 3.2.2012

Von beiden Frauen geht zur Zeit keine Gefahr aus.“

„Das ist aber noch nicht alles, oder ?“, eine außergewöhnlich ruhig gestellte Frage der Lehnsherrin. „Nein...leider nicht, oder vielleicht zum Glück, wie man es nimmt. Die Gerüstete wird Kad genannt Sie trägt ein magisch verändertes Amulett. Was hier nicht weiter schlimm scheint, doch ihr haftet Felmagie an, als wäre sie selbst zum Opfer geworden. Möglich aber auch, dass sie sich in der Nähe dazu aufgehalten hat.“, ein Schluck Kaffee unterbrach für einen Moment das Gespräch. Mutter und Tochter sahen sich an, schweigend.

„Durch das Tagebuch von Nala konnte ich einiges mehr über Familiare erfahren. Schon seltsam, dass beide Geschehnisse zur gleichen Zeit passieren. Was aber nun diese Lady betrifft, sie war sauber...zu sauber. Auch der Familiar war nirgends auszumachen. Entweder war eine andere Quelle stärker um zu verwirren oder anderes ist vorgefallen. Jedem haftet etwas an“,...erneut folgte das leise Schlucken weiblicher Kehlen, die sich am heißen Kaffee erfreuten. „Doch bei ihr scheint es nicht wirklich etwas zu geben. Zumindest nicht heute. Es wirkte wie auf den Tag vorbereitet, als hätte sie Verdacht geschöpft, oder eben ...ein anderer". Worte, die vom Aneinanderreiben weichen Leder begleitet wurden, während die Matriarchin die Beine übereinanderschlug. „Das heißt, Du bleibst, dran.“. Eine Aussage, die wissend nicht als Frage gestellt wurde. Sie kannte ihre Tochter.

„Bedingt. Im Augenblick gibt es Wichtigeres, was keinen Aufschub duldet. Du weißt doch, Geduld und auch Beharrlichkeit werden den rechten Weg weisen.“, sie lächelte und sie war müde.

Überraschend erblindete Jassi und ein kindliches Glucksen ertönte hinter ihr. Zwei dreckige Kinderhände legten sich auf ihre Augen. „Wer bin ich?“. Jassillia schmunzelte.. „ Ein Löwe, ein großer und gefährlicher Löwe“. Vahngar zeigte ein breites Grinsen und schnell sprang er auf den Schoß seiner Mutter und schlang seine Arme um ihren Nacken, ein Schmatzer folgte und das mitten auf den Mund. Jassi konnte nicht anders als zu lachen und erhob sich mit ihm „ Nun aber in die Wanne, Du stinkst wie ein ganzer Pferdestall.“ Mit einem seltsamen Lächeln betrachtete die Matriarchin ihre Tochter und den späteren Erben des Hauses. Noch im Verschwinden der beiden, vernahm sie Jassis Worte.. „ Ach übrigens, lass Dich nie auf ein Kartenspiel mit den van Havens ein.“

Ein kühles Schmunzeln erreichte das vernarbte Antlitz der Matriarchin, wie so oft, wenn es um dieses Haus ging. „ Ich spiele nie“, leise Worte, die die Nacht im Hause von Zar einläuteten. Dann wurde es still...

Voller Erschöpfung sank die junge Erbprinzessin .. - von Aeslynn, 3.2.2012

Voller Erschöpfung sank die junge Erbprinzessin in die Federn ihres Bettes. Der leichte schleier von aromatisierten Glühwein, und der Tanz, zu dem Tellos - auch wenn er nur ein leidlich guter Tänzer war - sie aufgefordert hatte, taten ihr übriges, um sie schnell schläfrig werden zu lassen. Doch sie zwang sich, noch einmal den Tag, und was geschehen war, zu rekapitulieren.

Noch einmal horchte sie in die Stille: Es war schon spät in der Nacht, als endlich Ruhe im Stadthaus der van Havens einkehrte. Das einzige, was man hörte, waren die schweren Schritte der unter den Fenstern patrouillierenden Gardisten. Und was für ein Tag das war, dachte sie bei sich.

Zu allererst: Das Duell, auch wenn sie einen guten Teil davon, dank vors Gesicht geschlagener Hände, nicht mitbekommen hatte. Spannend war es gewesen; fast zu spannend für ihren Geschmack. Es hatte zuerst so ausgesehen, als würde Tellos, erwählter Ritter des Hauses (und ihrer selbst, nur nebenbei) sang und klanglos im Kampf gegen Growling untergehen. Doch die berüchtigte Arathische Sturheit, die Sturheit ihres Volkes, hatte das nicht zugelassen. In einem furiosen Wechsel drehte der Ritter das Duell um, spielte Growling gegen die Wand, und schlussendlich fiel die Lilie - was Tellos zum neuen Champion des Turniers machte. Sie selbst hatte sich etwas undamenhaft verhalten; es wurde nicht gerade von einer Lady erwartet, dass sie über die Begrenzung sprang und den Champion stürmisch umarmte. Manchmal hatte sie ihr Temperament einfach nicht unter Kontrolle, wie sie sich im nachhinein, mit einer Mischung aus leichtem erröten und amüsierten Schmunzeln eingestehen musste.

Dann war dort die Feier, und ja, Herr Steinbeißer hatte sich wirklich um alles gekümmert. Auch wenn sie dank Tanz und Glühwein nicht zum Essen kam, war sie sich sicher, dass diese guten Sachen doch sehr gemundet hätten. Alle waren sie da; natürlich Tellos, Herr Steinbeißer und sie selbst. Doch ebenso der Than von Kilkerry, und sogar Rovain und Sinuve hatten Zeit gefunden. Es wurde - wie immer, wenn diese Auswahl an Personen zusammen traf - feucht-fröhlich.

Und dann war da noch der Pfand, nein, Ragelind wie sie sich selbst verbesserte. Zuerst kam die junge Frau gar nicht aus sich heraus, schien abzuschalten, bis Befehle kamen. Nach mehreren Versicherungen erst, geschah das genaue Gegenteil; das wohlerzogene, junge Mädchen stand schließlich - sie hätte schwören können, lachend - im Kreise der Tanzenden, wagte sogar selbst einen Tanz mit Herrn Steinbeißer.

"Ja, das war ein guter Tag...", murmelte sie sich selbst zu. So konnte es gerne immer sein, war ihr letzter Gedanke, ehe sie sich tiefer in die Kissen drängte, und schließlich langsam in den Schlaf hinüber glitt.

Vorsichtig hob sie das kleine Eisengefäß ... von Arvenya, 3.2.2012

Vorsichtig hob sie das kleine Eisengefäß vom Stöfchen und goß den glutroten Wachs auf das Pergament, ehe sie das runde Siegel hineindrückte und so das Wachs mit dem Symbol der Lilie versah. Der Lord hatte ihr diese Utensilien zukommen lassen, sie sollte jene verwenden wenn sie ihm Nachrichten zukommen lassen wollte. Schon eigenartig, dachte sie bei sich, dass er einfach so dieses Siegel raus gab. Was war wenn es jemand klaute? Aber so war er nunmal, ein Mann und gleichzeitig ein Mysterium, dessen Handelsweise ihr verborgen blieb.

Sie hatte einen Brief geschrieben in welchem sie von dem neuen Champion berichtete, sowie dem Duell. Eine Beschreibung des Ritters van Haven war dabei, sein Auftreten und sein Kampfstil. Der Lord hatte sie bei dem letzten Gespräch darum gebeten. Arvenya war sich sicher, dass er längst von dem neuen Champion wusste. Er hatte seine Männer in der Stadt, vermutlich mehr als man ahnte und trotzdem hatte er ihr dies aufgetragen, mit einer persönlichen Beurteilung dabei. Auch dies sollte ihr ein Geheimnis bleiben, er würde eh nicht Preis geben welche Intuition er dafür hatte.

Gerade als sie aufstand und den Stuhl wieder an den Tisch zurückschob hörte sie lautes Klopfen an der Haustür. Ihr blickt schweifte in jene Richtung, die dunkelbraune Holztür ihrer kleinen Wohnung in den Blick nehmend. Sie sah die Schatten von Füßen unter dem Türspalt durchscheinen und so beugte sie sich vor und pustete das Stöfchen aus, ehe sie die Tür öffnen ging. Begleitet von leisen knarzen der Holzdiehlen waren ihre Schritte, ehe sie die Tür einen Spalt breit aufzog. Ein Mann stand dort, etwas durchnässt und in einfacher, wenn auch robuster Lederkleidung. Er hielt ein Paket unter dem Arm und neigte den Kopf leicht. "Ein Packet, Miss McCorley", dann hielt er es ihr auch schon entgegen. Das bekannte Siegel prankte oben auf, jenes welches sie soeben noch selbst genutzt hatte. "Ich darf annehmen Ihr kehrt zum Lord zurück? - Dann könntet Ihr etwas mitnehmen." Mit wenigen Schritten war sie wieder am Tisch, nahm den Brief und brachte jenen zu dem Mann, welcher sich nicht gewagt hatte die Wohnung zu betreten. "Sehr wohl", erwiederte er lediglich, deutete wieder eine Verbeugung an und ging schnellen Schrittes die Stuefen wieder hinab.

Neugierig wie sie manchmal doch war, öffnete sie das Paket umgehend. Es kam schöner Stoff zum Vorschein und wie sich herausstellte ein Kleid. Arvenya verzog das Gesicht und betete inständig das auf dem Zettel eine gute Erklärung stand. Erleichtert atmete sie aus als sie lesen konnte, dass dieses "Schmuckstück", nicht für sie bestimmt war. Da der Lord wohl den Aufenthaltsort von Ragelind derweil nicht kannte, würde sie das Ding überbringen müssen. "Immerhin besser als das rot und rosa...", murmelte sie leise.

Eine dick in Umhang und Kapuze gehüllte Gestalt ... - von Ceinlyn, 3.2.2012

Eine d.ick in Umhang und Kapuze gehüllte Gestalt schlendert im geschäftigen Zwergenviertel aus einem Gasthaus heraus und in die beißenden Dämpfe und den Rauch der Schmieden hinein. Leise stößt sie auf und hält die Hand vor den Mund.

Widerliches Zwergengebräu... Sie hatte schon immer lieber Reben den Vorzug vor Hopfen und Malz gegeben. Und doch, dieses starke Zeug hatte ihr heute einen großen Gefallen getan. Hopfen, Malz und ein fieser Trick. Sie erinnert sich zurück, wie sie in ihrer Heimat den Lohn einer ganzen Woche durch ein einfaches Trinkspiel verloren hatte. Was hatte sie sich geärgert... Hatte sich diese einst bittere Niederlage letztendlich doch in eine Chance verwandelt? Vielleicht, so denkt sie sich, geschieht nichts zufällig. Nie wäre sie sonst auf diese Idee gekommen.

Außerdem kann sie sich nun damit brüsten, einen Zwerg in einem Trinkspiel geschlagen zu haben! Sie, die sie nie wirklich viel getrunken hat. Zielstrebig bahnt die Vermummte sich ihren Weg durch die schummrigen Straßen, unter dem Umhang einen Beutel und ihre Klinge verborgen, die Hand am Heft.

Widerlich, dieser Geschmack... Doch gelohnt hatte es sich allemal. Sie kommt an der Brücke zwischen dem Zwergenviertel und dem Kathedralenplatz an und überquert sie eilig, atmet den bekannten Duft des Kanalwassers ein und muss schmunzeln. Schmunzeln? Ja. Das hatte sie sich verdient. Ihre Rechte ertastet sich ihren Weg in die Beintasche, wo sie die kleine Kostbarkeit umfasst.

Vielleicht geschieht wirklich nichts durch reinen Zufall...

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