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Tellos war noch spät bis in die Nacht wach,... - von Tellos, 20.2.2012

Tellos war noch spät bis in die Nacht wach, er konnte nicht schlafen, nicht nach diesem Abend.  Erst das plötzliche auftauchen von Ragelind, dann das Gespräch mit Falena.

Er ging alles nocheinmal durch... konnte Aldo Reyn wirklich so verkommen sein? Was war aus dem ehrbaren, integren Mann geworden den er trotz der Sache mit dem Anhänger doch schätze und gerne auf dessen Rat zurückgriff. Hatte er wirklich eine Frau in Eisenschmiede verbrennen lassen nur um alle auf eine falsche Fährte zu führen? Hatte er das alles inszeniert nur um Champion zu werden und um das Turnier danach aus noch abbrechen zu lassen? All das für das Artefakt und etwas ansehen? 

Er hatte sich schwer in ihm getäuscht und er wusste auch nich so recht was ihn wach hilt, war es das oder das Gespräch mit Falena. Gerüchte kursierten.. anscheinend waren die Sturmwinder so verkommen wie Donovan oder diese Zar Bande ohne Ehre. Jedem Ritter wurde ein Eid auferlegt den er zu erfüllen hatte... und das wurde als Grund genommen um ihm etwas anzuhängen. War das Ehr und Pflichtgefühl der Sturmwinder so löchrig, so schwammig und so nutzlos?

Er war wütend darüber, was sich die Leute zusammenreimten weil sie keine Ahnung von Pflichterfüllung hatten. Für einen Ritter bedeutete die Pflicht alles. Sollte ein Pfeil auf seine Schutzbefohlenen abgeschossen werden, so würde er ihn treffen.  Das war Pflichterfüllung, nicht das bedenken auf den eigenen Vorteil und die Seitenwechselspielchen so wie Corriban. Er hatte gehört das der alte Mann wieder in der stadt war. Das er nun der Priorin und dieser Zar hinterherrannte bestätigte seine vermutung über die schwächliche Auffassung von Ehre, Pflich und Prinzipien in dieser Stadt. 

Er wollte weg...

Er wollte nich fliehen, nicht sich verstecken. Er wollte einfach raus aus dieser Stadt die dem Schatten näher war als dem Licht. Zurück in seine neue, inzwischen geliebte, Heimat. Er wollte wieder mit dem Pferd über die Weiten Steppen des Hochlandes reiten, mit der Sonne im Gesicht und dem Wind im Rücken. Für diese Stadt gab es keine Rettung mehr, keine die sich ein Paladin ausdenken durfte. Sie war ein Schmutzloch, in der der Einfache Bürger anscheinend mehr zu sagen haben wollte als der Adel. Eine Stadt in der es erlaubt war das sich einfache Bürgerliche es sich herrausnahmen laut über die Adelsfamilien zu lästern. Sie lästernden über Adelsfamilien obwohl genau die ihre wertlosen Leben retteten. Wieder und wieder blutete Tellos und seine Kameraden auf den Felder des Hochlandes um dem Untod entgegen zu treten um die Menschen südliche der Brücke zu schützen. Was war der Dank? Hohn und Spott. Anmaßungen die in ihm eine Wut entflammte und nur die Ehre ihn davon abhielt sein Schwert zu ziehen und ihnen die Zunge rauszuschneiden.

Was war aus der Stadt die er einst sein zu Hause nannte geworden?  Er wäre auch nach Eisenschmiede zurück, zurück zu seinem Vater der es geschafft hatte sich unter den Zwergen bekannt zu machen. Zurück zu seiner Mutter die einer ehrlichen Arbeit nachging. Weg von dieser Politik.

Die ersten Sonnenstrahlen traten über den Horizont als Tellos langsam die augen vor Müdigkeit zufielen. Diese Stadt zerrte an seinem Verstand, das spürte er.

Er hatte gehofft ruhig zu schlafen.. doch der Alptraum kam wieder.... 

Wieder blickte er in einen weißen, toten Himmel nur von einer schwarzen, boshaften Sonne angeschienen zu werden. Die graue Landschaft vor ihm bewegte sich zwar, das Gras wehte im Wind doch er spürte kein Leben. Wieder saß das Mädchen am blutroten Fluss und obwohl er es nicht wollte, rief und schrie er nach ihr, ohne einen Laut von sich zu geben. Ohne sich zu bewegen stand er hinter ihr. Er versuchte wegzurennen, doch bewegte er sich nicht. Wie von allein bewegte sich wieder seine rechte Hand und legte sie auf die Schulter des Mädchen. Sie drehte den Kopf und er sah wieder in die verfaulte, halb zerfallene Fratze seiner.... nein...diesmal war das Gesicht ein anderes, ei ne andere Frau und sein entsetzen wurde noch einmal größer. Er wollte fliehen, doch es ging nicht.. die untote stürzte sich wieder auf ihn und begann mit dem ekelhaften Geräusch von reißenden Fasern, Fleisch und Haut ihr grässliches Mahl. Dann stand er wieder am tiefroten Fluss, das Mädchen in der Ferne.. und wieder begann das Grauen von vorne.


Der Blick des Fürsten ...- von Reyn, 20.2.2012



Der Blick des Fürsten schweifte durch die beinahe leere Taverne. Der Tag war irgendwie surreal. Wann hatte man das Letzte Mal soviel Erfolg und glückliche Umstände an einem Tag? Und was hat Klingentänzer genau getrieben? Er schüttelte den Kopf und lehnte sich zurück. Nachdem er sich die Pfeife wieder in den Mundwinkel schob, dankte er dem Mädchen, dass einen neuen Becher Obstbrandt brachte.

So abgekartert. Ja perfide. Und Klingentänzer, der das Mädchen gefunden hat, hat damit dafür gesorgt, dass alle Welt glaubt, wir hätten sie entführt. Aber warum hatten nur wir erfolg? Hatte der Rest sich einfach andauernd an die Falsche Hilfe gewandt? 

Er witterte kurz an dem Becher, dann kippte er den Mist in seine Kehle und trank mit einem Schluck Ale nach. 

Etwas stimmte nicht...Warum waren neben uns nur diese zwielichtige Diarmai und Sir Lambert vor Ort? Sir Lambert. Unglaublich wen man heutzutage wieder trifft. 

Aldo erhob sich und legte ein paat Münzen auf den Tisch. Das Mädchen lächelte ihn an. Er lächelte zurück. Dann ging er...

Es war so verdammt einfach....Warum nur wir? Zeit, alte Kontakte zu reaktivieren und ein paar Leute anzusprechen. - Mal sehen, wann die Wache mich verhaftet weil sie den Mist glauben, der jetzt kursiert.

Er trat in die Nacht hinaus und atmete durch. Ja, es wird Zeit.


„Ein Meer aus Lügen .. - von Verkan, 20.2.2012


Ein Meer aus Lügen

Noch einmal tat ich daran in tiefster Nacht in Westfall schlafend die Geschichte, welche man uns auftischte zu reflektieren. Mit meiner Angelrute in diesem Meer aus Lügen zu fischen. Murlocs an der Küste und eine Schönheit neben mir zu diesem Zeitpunkt und doch war ich nun alleine in meinen Gedanken versunken…

Wir saßen im Schwein und speisten mit Blicken, wenigen Worten und zufrieden, ehe dieses ganze Schauspiel begann. Zwanzig Wachen etwa umstellten das Gasthaus und einige Wenige marschierten auf mich zu. Oberleutnant Böttcher erklärte mir, dass ein Haftbefehl des Oberkommandos auf „B-R“ ausstehe und ich nun in das Verlies gebracht werden würde. Ein Haftbefehl des Oberkommandos auf eine Person, die verdächtigt wird eine einzelne Leiche beseitigt zu haben. Die Anzahl an Wachen war einfach nur lächerlich hoch und doch konnte ich nichts anderes tun als einfach zu kooperieren. Ragelind drängte auf meine Unschuld, darauf bei mir bleiben zu müssen und doch half es nicht. Oberleutnant Böttcher verwies Oberleutnant Brandt sich um Ragelind zu kümmern. Er begleitete die Dame wie ich später erfuhr alleine, starb und das Pfand galt verschwunden… und all dies passierte während ich für eine Stunde im Verlies saß um dann wegen Verschwinden der Zeugin wieder auf freien Fuß gesetzt zu werden.

Zwanzig Wachen die mit den Haftbefehl des Oberkommandos eine einzige Person mit einer Falschanzeige festnahmen, trotz ihrer Truppenstärke aber weder das Pfand mit mehr als einem Mann begleiten noch die angebliche Zeugin vor Ort behalten konnten? 

Ich begann direkt am nächsten Tag die Organisation zu informieren und sofort wie auch gewollt breitete sich die Kunde dessen aus wie ein Lauffeuer. Die Suche nach Ragelind begann und mein erster Ansatz neben dem verurteilen des SI:7 für diese Tat war das Magiersanktum. Gewagt war die Theorie die Geheimorganisation Sturmwinds zu verdächtigen, doch wer als die Mörder meines Vaters sollte sonst hinter so etwas stecken? Kurz vor dem Sanktum traf ich Lady Weißwacht, welche mir erklärte wo sich Ragelind angeblich befindet. Eisenschmiede. Ich der die Decke trug in welcher Ragelind die Tage geschlafen hatte wollte aber eine noch genauere Bestimmung durch jenes Objekt bekommen und ordnete so bei einer anderen Magierin besagten Ortes eine weitere Suche an. Noch während dies geschah sollten Andere eine verbrannte Leiche in Eisenschmiede entdecken, welche später nicht mehr als ein Mittel der Zeitschindung sein sollte. So bekam ich dann die Ergebnisse der Magierin und man verriet mit, dass die Spur sich vor den Stadttoren Sturmwinds verlor. Ich sprach zu der Magierin mit dem Wappen Sturmwinds auf der Brust von meiner Aufgabe und es ging wieder in die Stadt um Lady Weißwacht zu finden und ihr die interessanten Ergebnisse mitzuteilen.

Zwei Magier finden zwei verschiedene Spuren in zwei verschiedenen Himmelsrichtungen und während die eine zu einer Finte führt erklärt die andere das Ziel als unauffindbar. Der Eindruck von Unfähigkeit entstand nicht.

Nun verdächtigte ich erst Recht das SI:7 und dachte daran mir möglicherweise Oberleutnant Böttcher zu holen… aus der Leitung des falschen Einsatzes die richtigen Information holen, jedoch im Schwein angekommen folgte ein Lichtblick, ein Lichtblick welcher sich als zweite große Lüge entpuppen sollte. Merrandra Barton, ein Name der mir nun ins Gedächtnis gebrannt ist erklärte mir was sie wusste und gewann mein Vertrauen. Wie sehr ich doch glaubte das Schicksal schenkte mir eine Spur mit diesem Ex-Hauptmann. Sie bekam mein Wissen und die besagte Decke welche ich das Magiersanktum bereits habe untersuchen lassen. Nun sollte der Rest des Wochenendes eher harmlos vergehen und mir eine Freundin mich trösten und überreden nicht den Versuch zu starten einen Oberleutnant der Wache zu entführen. Die Erklärung des Lord über die Belohnung tauchte auf, die Retter des Pfandes würden den Titel und den achten Turnierring bekommen. Ebenso folgte auch ein Brief der Entführer, welcher erklärte das Pfand freizulassen. Übergabe am Immerruhsee, eine erneute Finte um wohl möglichst viele Leute aus der Suche zu bekommen.

Eine weitere Finte, welche möglichst viele Leute aus dem Rennen nehmen sollte. Nun endlich die Möglichkeit an den achten Turnierring zu kommen. 

Am Sonntag dem Tag der Übergabe bat Merrandra Barton mich mit dem Gegenstand zur Lösung des Rätsels zu dem Lager ihrer Einheit, der Einheit des Fürsten zu kommen. Meine Bedingung um ihnen die Lillie, welche Ragelind mir am Duelltag aufhob und mir zurückgab zu überlassen war es mich auf die Suche mitzunehmen. Der Fürst war nicht im Lager und die Lillie wurde untersucht, man fand Ragelind sogar nun auf Kalimdor in den Düstermarschen. Man erklärte mir der Fürste würde niemanden anderer Einheiten auf die Suche mitnehmen gab mir aber im Gegenzug für die Hilfe die Möglichkeit alleine nach Kalimdor durch ein Portal zu kommen. Ich stimmte zu und ließ mich durch Teleportation von ihnen nach Theramore bringen wo ich mich sofort zu besagtem Ort aufmachte. Die Zeit verging und ich fand einfach nur einen alten Unterschlupf der Entführer, welche lediglich einen Rucksack, eine Teekanne und einen halbverbrannten Entführerbrief. Kaum hatte ich alles gepackt verfrachtete mich eine Magierin der Einheit vom Fürst, welche nach mir geschickt worden war mit Teleportation nach Sturmwind und siehe da stand Ragelind wieder wohlauf neben dem nun anwesenden Fürst. Sie hatten die Lillie ein zweites Mal nachdem ich weg war untersucht und eben dadurch Ragelind gefunden, während ich auf Kalimdor war. Er bedankte sich bei mir und zwei Personen die ihm am Ende geholfen hatten.

Nachdem man alle Suchenden zum Immruhsee beordert hatte und von B-R das Mittel zur Begründung bekam konnte man das Pfand zurückholen. B-R, welche die Bedingung der Mitreise stellte wurde zu einem alten Unterschlupf der Entführer gebracht um ihn wegzuschaffen und dazu begründen zu können wieso man überhaupt auf den Ort kam wo er hinmusste. Eine genauere Untersuchung obwohl man sich bei der ersten Aussage absolut sicher war! Der Fürst wurde begleitet von Fremden, obwohl man garantierte, dass er niemand mitnehmen würde. Wohl kamen sie ihm in den Weg und er musste es tun während er die Findung nun perfekt inszenieren und an den achten Ring durch Ragelind kommen konnte. 

Ragelind hatte mit ihrer Vermutung von Anfang an Recht behalten. Wahre Ironie. Der Fürst ist nun im Turnier, die falsche Wahrheit angefochten doch nicht wiederlegbar und alles nimmt seinen Lauf. Der Adel hat was er begehrte und doch wird er wahrscheinlich nicht von seiner Zukunft wissen…

Mir wurde eine Geschichte erzählt, welche sich zu der Zeit des Wiederaufbaus von Sturmwind abgespielt hat. Der Adel , welcher das Volk ausgenutzt hatte und nicht für seine Dienste bezahlen wollte rühmte sich in dem neuen Sturmwind und was passierte? Ein einfacher unterdrückter Bürger wehrte sich, mit dem Wurf einen einzigen Steines war es um die Königin geschehen… der Bauer besiegte den Adel. 

Zieh dein Kleidchen an Reyn, denn wer die Geschichte kennt weiß was passieren wird wenn der Adel das Volk unterschätzt. Die Lügen, welche du uns aufzwingen magst werden dafür sorgen, dass die Unterdrückten dich beenden werden… doch nun bevor ich dich hole habe ich noch etwas zu tun, den Magier kontaktieren… der vertrauenswürdiger ist als die Lügner Sturmwinds. .

Ich werde mich mal bei dieser Taverne umsehen .... - von Lambert, 20.2.2012


„Ich werde mich mal bei dieser Taverne umsehen, wo sie das Mädchen verschleppt haben... Mehr Spuren habe ich nicht.“ Antonius lächelte mild und verabschiede sich von Allison, der Wirtin seines Gasthauses. Sie nickte bekräftigend, um Ihn zu ermuntern.  Ja, von Ermutigung hätte er an diesem Abend mehr gebraucht. Es war im Grunde aussichtslos und dass dort in der Taverne schon längst keine Spuren mehr zu finden waren, war klar. Der Besuch der Schenke „Zum Pfeifenden Schwein“ war so unnötig. Er hielt sich am Geländer. Der Blick forschte durch den Schankraum, suchte etwas, das es nicht gab.  Bis er plötzlich eine vertraute Stimme neben Ihm hörte. Diarmai hatte sich in seinem toten Winkel an Ihn heran geschlichen und stand nun neben Ihm. Seine Leibgarde. Das sagte Sie. Die Wahrheit sieht gewiss anders aus. Sie redeten und tranken etwas, aber Diarmai hielt es nicht lange auf dem Stuhl. Typisch für diese Frau. Sein Gemüt hob sich im Verlauf des Plausches. Sie verstand es, seine Laune zu bessern. Auch, wenn Sie dies wohl nicht absichtlich tat.

Ein Spaziergang führte sie zu Olivias Teich. Sie wollte Ihm etwas erzählen... An einem so abgelegenen Ort? Ihm gingen Krimigeschichten durch den Kopf. Er fand es sicherer, den Zaun des Ackerfeldes zwischen Diarmai und sich zu bringen. War das paranoid? Sicher nicht. Nicht bei Ihr. Auch wenn die Sympathie zu Ihr wuchs, Ihre Geschichten und Ihre Motive lagen im Dunkeln. Frauen wie Sie waren bestimmt gefährlich.

Sie erzählte ein wenig von der Entführung. Mit Ihrem Wissen war Sie Antonius Meilen voraus. Vor einer Stunde noch war das „Pfeifende Schwein“ seine einzige Chance, nun kannte er beinahe die ganze Geschichte. Eisenschmiede. Leichenfund. Aber warum reiste eine Gruppe direkt wieder in den Dämmerwald? Das war nicht Ragelindes Leichnam. Magier. Portale. Sie erzählte und er erschloss sich weiter Fragmente, bis sein Bild vollständig war. Es brauchte nur ein Gespräch und er kannte den Stand, den Andere sich seit mehr als einem Tag erarbeitet hatten.

„Also ziehen wir los, das Pfand suchen?“ Antonius hob den Blick. Die Sonne war bereits vor einer Stunde untergegangen. Diarmai wollte trotzdem noch ausreiten? Das war ungeschickt, aber hätte er das auf die Morgendämmerung schieben sollen? Er, der Schutzpatron über alle Schwachen und Hilfsbedürftigen, würde die Rettung einer Jungfer in Not nicht aufschieben.

Eine halbe Stunde später saßen sie im Sattel und ritten nach Elwynn. Sie in der üblichen Rüstung mit dem üblichen Tuch vor dem Mund auf einem Widder. Er hieß Erwin, erklärte Sie ihm. Er hielt das anfangs noch für einen Scherz.

Antonius selbst saß hoch zu Ross. Der schöne Rappe trug stolz seinen Harnisch und darunter eine schwarze Decke mit roten und goldenen Stickereien. Hier und dort sah man die goldene Waage – das Zeichen aus dem Wappen Mariengrads. Der Reiter schaukelte sacht im Sattel. Um die Finger der linken Hand schlangen sich die Zügel, in der Rechten hielt er seine Lanze. Nach herrschaftlicher Manier war auch diese mit seinen heraldischen Farben und Zeichen geschmückt. Neben der Waage fand sich dort die Fleur de Lys, die Schwertlilie.

Erst die Berge, dann die Hütten, dann die Minen. Das war der Plan für die Suche im Elwynn-Wald. Es wurde nur leider immer später und sie waren nicht mal der kältesten Spur nahe gekommen. In einer Scheune legten sie sich schließlich schlafen. Er im Heu, Sie an der Tür.  Ja, nun wurde Sie wieder zur Leibgarde. Verwirrend, aber in den Gesprächen war diese Leibgarde immer mehr eine Freundin. Sie war Ihm eine Hilfe bei der Suche und eine Gefährtin bei diesem Abenteuer. Aber in manch einem Augenblick drang Ihre Professionalität durch und bestimmte Ihr Handeln. Brach es durch Ihr Schauspiel? Würde Sie anschließend eine Rechnung für Ihre Dienste als Söldnerin ausstellen? Sie hatte sich Ihm doch aufgedrängt. Oder handelte Sie doch aus Sympathie? Es passte alles nicht.

Nach einer kurzen Nacht ging es weiter. Er hatte über den Karten gebrütet und nachgedacht. Gestern, da führte Diarmais wilde Phantasie sie durch tiefste Wälder. Elwynn. Ja, irgendwie wollte auch das nicht passen. Ihr zur Liebe ritt er die Minen mit Ihr ab, dann führte er an. Es ging nach Rotkamm, zu der Kreuzung Drei Ecken. Weiter nach Süden. Dämmerwald. Dunkelhain. Weiter nach Osten. Totmannsfurt.

„Sie sind nach Karazhan, das ist der einzig logische Weg.“ schloss Antonius. Sehr zum Bedauern Diarmais. Sie war wenig begeistert. Dabei war es doch sinnig. Die Entführer waren mit einem Portal aus Eisenschmiede geflohen und kamen im Dämmerwald an. Der Magier hätte sich ausruhen müssen, es hätte Tage gedauert, bis er erneut ein Portal verankern konnte. Und in Anbetracht der großen Schar Verfolger wäre ein Portal in noch fernere Länder der verlockendste Fluchtweg. In Karazhan aber gab es genug Magie in der Luft. Der halbe Pass ist vom Arkanen verseucht. Das hätte Ihm geholfen, sein nächstes Portal zu errichten.

Sie ritten über den trockenen Felsboden. Staub wirbelte bei jedem Huftritt auf. Links und rechts wurde Ihr Weg durch steile Hänge beengt. Hoch über Ihren Köpfen zogen sich Steinbögen, an denen Spinnen hingen, groß wie die Tiere, auf denen sie ritten.  Es brauchte ein gutes Stück, bis sie der ersten Vegetation seit einiger Zeit begegneten. Ein toter Baum richtete sich gut sechs Meter in die Höhe. Das Holz trug das gleiche Grau wie die Felsformationen der Schluchten. „Kehrt um“ stand auf dem Schild. Eine wenig beeindruckende Warnung, wären dort nicht die Leichen. Furchtbar entstellte Kadaver hingen an den knochigen Ästen herab. Die starke Verwesung nahm Ihnen alles, was sie einst an Menschen erinnerte. Nun sahen sie wie Puppen aus. Denen teils die Arme oder Beine abgerissen worden.

„Sollten wir sie abschneiden und beerdigen?“ Er verneinte Diarmais Frage und beließ es bei einem Gebet. Sie ritten schneller. Über eine Brücke. Auf ein Ogerlager zu. Sie erklärte sich bereit, einen sicheren Weg auszukundschaften, als es plötzlich laut hinter Ihnen wurde. Waren das die selben Geräusche, die er sich ständig auf dem Weg hatte eingebildet? Nein. Sie hörte es auch. Hinter Ihnen auf dem Pass war ein Trupp Oger auf dem Heimweg zu Ihrem Lager. Vor Ihnen, hinter Ihnen. Zwickmühle. Er hätte nicht gedacht, dass er sich über den Anblick der Riesenspinnen freuen könnte. Die Weberknechte griffen, warum auch immer, das Lager an. Ein idealer Zeitpunkt, um zwischen den kämpfenden Ogern hindurch zu schlüpfen. Im Galopp preschten sie zur anderen Seite heraus und in ein Tal hinab. Karazhan. Das große Anwesen dominierte direkt nach Betreten dieses Tals das Blickfeld. Zu den Füßen der Türme lag die Ruine eines Dorfes. Unbewohnt, verlassen und verfallen.

Sie ritten hinter eines der größeren, intakteren Häuser. Ihnen folgten einige Oger in das Dorf und verteilten sich dann, um die Ruinen nach Ihnen abzusuchen. Der überstürzte Eifer verging Ihnen jedoch schnell. Sie kehrten zurück. Antonius wollte schon aufatmen, als Diarmai hinter Ihm nach Hilfe rief. Was hatte Sie nur gesehen? War es das, was auch die Oger bremste und vertrieb? War es die Erkenntnis, dass die ehemaligen Bewohner Ihr Dorf noch nicht verlassen hatten?

Sie suchten das Gelände ab – ohne Erfolg. Sie waren in den riesigen Gewölben unter dem Dorf. In den Türmen. In der alten Kapelle und in der Gruft. Aber außer leid klagenden Geistern und zu viel Trauer sollten sie dort nichts finden. Der Plan löste sich auf. So viel Mühe für einen Reinfall. Schade um die Zeit.

Westfall war Ihre Idee. Antonius war es egal. Hätten die Entführer doch wie einfache Halunken Ihr Lager in einer Mine aufgeschlagen? Sie suchten den Süden des ehemaligen Bauernlandes ab. Die verlassenen Höfe waren leer. In den Dolchhügeln war niemand. Und als er schon aufgeben wollte, liefen sie in Mondbruch einem Obdachlosen über den Weg, der gegen eine Münze Interessantes zu erzählen hatte. Gestalten, die hier nicht hin gehörten, meinte er gesehen zu haben. Am Eingang der größten und ertragreichsten Mine Westfalls, später als Todesmine bekannt geworden und momentan wohl nur ein verlassener, größtenteils eingestürzter Sacht, hätte sich etwas geregt.

In dem Gebäude, was über dem Schachteingang lag, konnten die beiden gerade noch eine Treppe hinauf steigen, als der Weg plötzlich versperrt wurde. Erst war es nur eine Frau, dann bogen immer mehr schwer bewaffnete und gerüstete Leute um die Ecke und kamen Ihnen im Zwielicht der wenigen Kerzenlichter entgegen. Antonius' Herz setzte für einen Moment aus. Standen sie den Entführern gegenüber? Es waren ein halbes Dutzend, fast alle in schwerster Plattenrüstung.

„NEIN! NEIN! NEIN“ brüllte Diarmai neben Ihm. Nun sah er es auch. Einer der vermeintlichen Feinde trug gerade die gesuchte Ragelinde von Auersperg aus der Mine. Sie kamen Diarmai und Ihm nur um wenige Minuten zuvor. Und während sich Diarmai über irgendwas ärgerte, erfreute Antonius sich am Anblick der gesunden Frau.

„Ich bin Fürst Aldo Reyn.“ Antonius kannte den Namen. Er hatte Ihn öfters in den Geschichten seines Vaters gehört. Lambert und Aldo mussten so etwas wie Bekannte gewesen sein. Waren Sie sogar Freunde? Waffenbrüder? Antonius wusste nichts genaues über dieses Band, aber es war Ihm gleich wohler, dass ein Freund seiner Familie nun das Turnier betrat. Ein Mann, der den Respekt seines Vaters genoss, würde auch den seinen genießen.

Zu Hause, in seinem Zimmer in dem Gasthaus „zur güldenen Rose“, saß er in seinem Badezuber. Ein Freund der Familie. Auch wenn der Fürst sehr wohl ein ehrenvolles Duell versprach, Antonius würde Ihn nicht fordern.  Ruhm ist etwas erstrebenswertes und böses Blut ist nie das Ziel. Aber dem Andenken seines Vaters wegen würde er verzichten. Auch dann, wenn dies bedeutet, in diesem Turnier zu keinem Kampf mehr zu kommen.


Tellos war ein Paladin. ... von Tellos, 21.2.2012


Tellos war ein Paladin.

Was ist ein Paladin? Eine Figur aus einem epischen Gedicht? Ein Traum? Gar eine Sagenfigur?

Tellos verwarf diese Frage, so lächerlich sie auch wahr. Denn jeder wusste was ein Paladin war. Er war ein Krieger des Lichts, bedingungslose Hingabe und ein ruhiger Geist waren seine Stärken. Die Hingabe besaß Tellos. Er wusste, das Licht würde den richtigen bestimmen dieses Turnier zu gewinnen, was nun nichtmehr seine erste Priorität genoß. Tellos war nun darauf fixiert seinen Geist wieder zur Ruhe zu bringen, seinen inneren Sturm aus Emotionen in eine sanfte Brise umzuwandeln. Er war Paladin und war für die einfachen Menschen eigentlich soetwas wie ein Leuchtturm zu dem die Menschen kommen konnten wenn sie auf dem Meer in einen Sturm gerieten. Doch selbst ein Paladin ist nur ein Mensch, ein außergewöhnlicher aber dennoch nur ein Mensch. Er wusste das er außergewöhnlich war und das missfiel ihm immer und immer wieder, wo er doch eigentlich nur seine Pflicht erfüllen wollte. 

Der Adelstitel, auch wenn er nicht von so hohem Stand war, tat diesem keinen Abbruch und so setzte er immer wieder die Maske auf um zumindest in der Öffentlichkeit zu Zeigen das er wusste wie man sich verhielt.  Wie schön wäre es die Ruhe des Nordhaintals zu genießen, am Fluss zu sitzen und sich einfach nur im Schatten der Bäume auszuruhen. 

Wieder schüttelte er den Gedanken ab, das Turnier musste weitergehen, nur das Licht wusste wie und vorallem wie es enden würde. Sobald er das Artefakt hatte, würde er es genauer untersuchen, wenn es irgendetwas böses war, musste es zerstört werden.  Er hätte es so oder so lieber zerstört gewusst, denn im Moment spaltete es das Hochland.

Der Fürst, Aldo Reyn war wieder in einen Sumpf geraten.. ob freiwillig oder unabsichtlich.. aus dem er nichtmehr rauskam oder wollte. Der Schleier legte sich um ihn, der Schleier von Lügen und Betrug, von Falschheit und Verrat. 

Wie würde es weitergehen?

Tellos konnte diese Nacht einmal gut schlafen, er hatte sich einen Trank gemischt der ihm einen traumlosen Schlaf bescherte. Licht... wieso muss so etwas sein? Er sah in Richung der Kathedrale, die Sonne schob sich gerade wieder an den Zinnen vorbei und er dachte an Sinuve. Eine Frau, kaum älter als er und doch fühlte er sich in ihrer Nähe einfach zu Hause, als wäre sie seine Mutter.

Tellos war ein Paladin... oder?



Die alten Plakate ... - von Arvenya, 21.2.2012

Die alten Plakate, welche dazu aufriefen Ragelind zu finden wurden abgehängt und durch neue ersetzt. Es ist zu lesen:

"Dem gelobten Licht sei Dank, ist Miss Ragelind von Auersperg wieder wohlbehalten zurück. Der edle Fürst Aldo Reyn, Than von Kilkerry konnte die Dame erretten und hat wie versprochen einen neunten Ring und gleichsam den Titel des Champions erhalten.

Das Turnier gilt wieder als eröffnet!

Hochachtungsvoll Lord E. von Weißwacht."

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