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Die Legende von Weißwacht/Die Geschichte/1322012

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Die Legende Prolog Die Geschichte Epilog

Erpresserbrief an Zaid. ... - von Jimmie, 19.2.2012

Wir haben das Pfand. 100 Goldstücke heute in den Immerruhsee nahe der Brücke. Keine Spielchen, sonst stirbt das Pfand. Wenn wir das Gold haben, gibt es neue Informationen.


Das ganze Turnier ist also nur eine große Farce ...- von Jimmie, 19.2.2012



Das ganze Turnier ist also nur eine große Farce, damit Jemand einen Gegenstand besorgt und ihn zu Lord Weißwacht bringt? Aus den Gesprächen mit Ragelind ging hervor, das sie ihr ganzes Leben schon für diese Aufgabe.. die Aufgabe als "Pfand" ausgebildet wurde. Worum handelt es sich um diesen Gegenstand? Gold wird es niemals im Leben sein, da gäbe es einfachere Wege als dieses Turnier um einen Dummen zu finden, der sich mitten in ein feindliches Gebiet begibt. Nun ja, ich denke, Ragelind hat uns nun genügend gesagt und die Zeit brennt. Scheinbar sucht uns ja fast halb Sturmwind. Es wird Zeit, einen Plan auszuarbeiten, wie wir das Pfand zurück ins Turnier bekommen und unserem Teilnehmer direkt den Weg zum Championtitel ermöglichen..

...So.. Dann wollen wir doch mal sehen, ob Lord Weißwacht das Pfand 100 Goldstücke Wert ist, oder er dann doch ihren Tod in kauf nimmt. Hm.. Ich vermute, er wird zahlen, zumindest schließe ich das mal aus den vielen Gesprächen mit Ragelind.


„Ihre Augen taten ihr weh als sie an diesem Morgen aufwachte .. - von Willhelma, 19.2.2012


Ihre Augen taten ihr weh als sie an diesem Morgen aufwachte. Das Kopfkissen war völlig nass, ob sie in der Nacht geweint hatte? Sie hatte schon keine Tränen mehr. Der letzte Tag war so zermürbend gewesen.

Der Tag verlief wenig anstregend. Ein Krankenbesuch bei Darras ein wenig Arbeit auf der Wache, alles nichts was wirklich ermüdend gewesen wäre. Sie hatte den Bericht gelesen nach der Ragelind noch lebte. Sofort hatte sie daran gedacht, dass James zu ihr kommen würde und sie am Abend auf dem Ball sein würden. Es gab ihr Kraft zu denken dass sie ihren Liebsten am Abend vielleicht sehen würde. Danach ging sie nach Hause und zog sich ihre Robe an. Sie stellte sich vor den Spiegel betrachtete sich und wartete... 

Er kam nicht. Sie hatte auf ihn gewartet und er kam nicht. Kein Brief, kein Lebenszeichen von ihm. Das Herz wurde ihr schwer. "James wo bist du nur?" Oder war er vielleicht tot? Der Gedanke traf sie wie eine Bleiwand. Übermannt von Schmerz und trauer, zog sie ihre Robe wieder aus. Sie hatte sich so sehr auf den Ball gefreut. Ein wenig normalität in diesem verdammten Spiel aus Lüge, Undurchsichtigkeit und falschen Anschuldigungen. Stattdessen lag sie nun daheim auf ihrem Teppich und weinte sich die Augen aus dem Kopf. Wie lange konnte sie noch durchhalten? Sie wusste es nicht. 

Und neben ihr ständig Kohei der sie mit Arbusaugen überwachte und keine Sekunde aus den Augen ließ. Als sie endlich den Kopf freibekommen wollte bat sie Kohei um einen Ritt in die Nacht. Sie schwangen sich auf ihre Pferde und ritten zu dem Ort der ihr so viel Bedeutete. Verbrachten eine vielleicht zwei Stunden dort. Dann ging es zurück. 

In Sturmwind angekommen sahen sie B-R. Dieser rüstungsbepackte Muskelprotz jagte ihr ein wenig Respekt ein. Er war einer der Menschen, dem sie nicht im finsteren Begegnen wollte. So verließen sie den Platz wieder. Noch mal Darras. Ein kurzes Gespräch. Dann ging es nach Hause. Auch wenn sie lange nicht schlafen konnte und sich wieder in den Schlaf weinte. Am liebsten wäre sie selbst losgezogen und hätte das Pfand gesucht. Nicht wegen des Pfandes willen, nein. Dort wo das Pfand war, musste auch James sein.

Die Gedanken um sie herum verloren sich. Allmählich schien der Schmerz nachzulassen. Sie sank langsam in den Schlaf. Sank in die Welt ihrer Vergangenheit. Albträume...

Sie sah sich um. Alles war wie immer. Sie stand auf machte sich fertig. Direkt in Dienst. Ja, das lenkte sie ab, dort wusste sie, was sie zu tun hatte.

Die letzten zwei Tage waren wohl das pure Chaos gewesen. .... - von Arvenya, 19.2.2012


Die letzten zwei Tage waren wohl das pure Chaos gewesen.  Eine Nachricht jagte die andere, alle waren irgendwo unterwegs und mittlerweile total verstreut und Arvenya hatte das Gefühl das ihr momentan alles aus den Händen glitt. Es kam ihr beinahe so vor als wären alle wie eine aufgescheuchte Schar Hühner losgerannt und Ragelind zu findne, ohne Plan und Ziel. Sollten sie machen, wenn sie jemand fand umso besser.

Der zweite Tag war wohl der bisher schlimmste gewesen. Arvenya hatte das Gefühl das Blut in ihren Adern würde einfach stehen bleiben, während sie auf den Aushang starrte, welcher verkündete das Ragelinds Leiche gefunden worden war, die Vermutung zumindest nahe lag das sie es ist. Eine Katastrophe. "Ich bin Tot", murmelte sie leise, ehe sie sich umdrehte und die Straße entlang starrte. Gerade in diesem Moment, da sie eh kopflos war, kam ein Bettlerjunge auf sie zu und drückte ihr ein Pergament in die Hand.  Was war jetzt wieder? Hastig entfaltete sie den Brief, es war eine Nachricht von B-R. Er unterrichtete sie darüber was er in Erfahrung bringen konnte und seine Bedenken dazu. B-R, noch so ein Fall. Hatte sie ihn am Anfang auch nicht leiden können, so beweiste er in diesem Moment echte Loyalität und Zusammenhalt, etwas das sie sehr schätzte. Sie hätte nicht gedacht das er alles was geschehen war einfach vergessen konnte, doch anscheinend war er jemand mit Rückrat. Vielleicht hatte sie sich in ihm verschätzt...sie würde mal mit ihm in Ruhe reden. Aber erst wenn dieser ganze Mist vorbei war.

Aus die schnelle kritzelte sie eine Antwort mit einem Kohlestift auf die Rückseite und gab dem jungen den Brief wieder mit, welcher erstaunlich schnell davon hastete. Durchatmen, klaren Kopf bewahren und Ruhe bewahren. Leichter gesagt als getan.  Sie würde dem Lord von dem Leichenfund berichten müssen, jedoch wollte sie erst warten bis alle Untersuchungen abgeschlossen waren und es wirklich fest stand das es Ragelind war.

Die Stunden verstrichen. Unsicherheit und wirbelnde Gedanken begleiteten Arvenyas Schritte. Sie hatte keinen von den anderen gesehen, alle schienen immernoch überall und nirgendwo zu sein. Ruhelos wanderte sie durch die Stadt. Ihre Hände waren in den Taschen vergraben und sie hielt erst inne als sie sah wie ein junger Bursche einen neuen Aushang befestigte. Mit eiligen Schritten war sie bei ihm und überflog das Pergament.  Die Leiche ist nicht Ragelind! Man hätte hundert Steine von ihrem Herzen fallen hören müssen. Gedehnte seufzte sie aus und fuhr sich über das Gesicht. Immerhin eine kleine Erleichterung.

Der nächste Tag brach an und Zaid erhielt einen Brief. Eine Erpressung? War das wirklich alles was dahinter steckte? Es war wieder einmal Zeit dem Lord zu schreiben...


Als der lang erwartete ... von Barachiel, 19.2.2012


Als der lang erwartete, mehrseitige Bericht von McCorley endlich per Eilbote eintraf, war es schon soweit das niemand im Hause sich mehr traute das Zimmer des Lords zu betreten. Ruhelos schritt er um den großen Eichentisch. Sein Gesicht war geprägt von Wut und Sorge. Geflucht hatte er, so sehr das sich förmlich eisige Schrecken unter der Zimmerdecke sammelten. Ein Briefbeschwerer hatte einen der Dienstboten am Kopf getroffen vergangene Nacht. Die Bediensteten wussten: Lord von Weißwacht war außer sich. Selten hatten sie ihn so ungehalten erlebt.

Wer wagte es seinen Pfand zu entführen? Raglind. Dieses unschuldig anmutende Kind das er gehegt und gepflegt hatte. Wie eine zarte Blume wuchs sie unter seinem harten erzieherischen Griff zu einer starken und schönen Pflanze. Und nun hatte sich jemand an ihr vergriffen. Sein Blut kochte, schon lange hatte er es nicht mehr so pulsieren gespürt. Seiner Seele dürstete es nach Rache. Egal wie es ausgehen würde, er würde die Verantwortlichen finden und ihnen zeigen was es bedeutete jemand aus dem Hause Weißwacht zu entführen.

Ihre Leben gehörten nun ihm.

Tröstlich war die Nachricht, dass Jouroné wohlauf war und wohl mit ihrem Verlobten ebenso nach Raglind auf der suchte. Ihre teure Ausbildung war ihr hoffentlich endlich mal zu etwas nutze. Als er die restlichen Zeilen des Berichtes überflog wurde er ruhiger, verdächtige Stille breitete sich in dem Raum aus, was den Jungen vor der Türe dazu brachte nach einer Weile hinein zu schauen. Lord von Weißwacht stand am Panoramafenster und blickte in den Garten. „Mein Lord, ist alles in Ordnung?“ fragte der junge Mann nach einigen Augenblicken des zögerns vorsichtig. „Ja. Schickt mir den Botenjungen, er hat eine Nachricht zu überbringen.“

Einige Zeit später verließ jener Bote das Anwesen, welches abgelegen im Dämmerwald lag per Pferd. Schnell legte er die Meilen zurück um Arvenya eine Antwort zu überbringen. In dem Beutel, der ihr persönlich überreicht wurde, wird sie folgendes Finden.

200 Goldstücke und eine Nachricht: Falls die Duellanten zu unfähig sind, sie bis dahin zu finden übergebt ihnen das Lösegeld zum Ablauf der Frist. Gebt ihnen die doppelte Summe. Und richtet ihnen einen Gruß von mir aus. Sie sollen sich damit viel Magie und Waffen erkaufen. Denn ich werde sie jagen.



(Rückblick auf Vorgestern) ... - von Diarmai, 19.2.2012

Ein kurzer Besuch, ein Blick nach dem rechten. Man hatte sie durch ein Portal gezwungen, sie, wo sie Magie doch so hasste. Auf der anderen Seite angekommen zog muffiger Geruch in ihre Nase, der sich gemeinsam mit dem dort herrschenden Staub daran machte ihre Sinne zu ärgern. Sie hasste solche Orte. Die Frau zog sich hastig um, deutete nebenbei auf einen Haufen alter Kleidungsstücke und Rüstungen. Wundervoll, nun durfte sie den Muff auch noch am Leibe tragen. Sie konnte nicht wirklich verstehen, wieso die Frau es so eilig hatte – sie wirkte schon seit Sturmwind gehetzt und nervös. Im Gegensatz dazu nahm sie sich Zeit. Sie begutachtete, was ihr zur Verfügung stand und suchte sich ein paar noch überraschend ordentliche Kleidungsstücke heraus.

Das Kleid einer Frau, die ungefähr ihre Größe haben mochte, aber sicherlich zwei Mal so breit war wie sie selbst. Gute Stoffqualität, gedeckte, mittlerweile ausgewaschene Farben. Kostbare Paradeschulterstücke, die zu oft getragen und zu selten gepflegt worden waren, sodass sie längst den einstigen Glanz verloren hatten. Sie wusste nicht einmal ob von Mann oder Frau – zumindest waren sie ihr etwas zu groß und fühlten sich klobig an. Eine Kapuze mit eingearbeitetem Mundschutz fand sie auch noch, die ebenso ausgewaschene Farben aufwies wie die Robe und so sehr schön dazu passte – man sollte sich auch mit der Verkleidung Mühe geben, davon war sie überzeugt.

Verkleidungen. Sie erinnerte sich einmal mehr an damals. Schon früher verstand sie den exzessiven Gebrauch von Verkleidungen und Tarnidentitäten nicht. Diese Tarnidentitäten waren durchaus manchmal nötig, das wusste sie, und sie war dementsprechend ausgebildet – aber sie waren anstrengend. Umso mehr man sie nutzte, umso mehr man davon hatte, umso größer war die Gefahr, das man Fehler machte. Seine Verkleidungen nicht mit seinem Handeln in Einklang bringen konnte. Sich in einer Identität verlor. Mehr als einmal hatte sie die seelischen Wunden gesehen, die der andauernde erzwungene Verlust einer eigenen Persönlichkeit mit sich brachte.  Und einer... ja, einer war sogar verrückt geworden.

Stopp. Das hier war weder der Ort noch die Zeit gewesen um solche Gedanken aufkommen zu lassen. Sie hatte die Augen geschlossen und sich einen Moment Zeit genommen, nachdem sie sich die Fummel übergezogen hatte. Die Weite des Kleides machte es möglich, das sie sogar ihre Rüstung darunter noch tragen konnte. Was wollte sie nun spielen? Wen wollte sie darstellen? Von oben hörte sie bereits die ungeduldige Frage, wo sie denn bliebe. Es war ihr egal, sie brauchte ein wenig Zeit. In ihrem Geist formte sie eine Person, grob nur, schließlich würde es nur ein Gastauftritt werden, doch fein genug, das sie sie darstellen konnte. Dann öffnete sie die Augen wieder, nickte. Sie räusperte sich mehrmals, suchte nach dem Flachmann in ihrer Tasche und kippte sich den Inhalt in solchem Tempo in den Rachen, das sie mit einem Würgereiz kämpfen musste und leise hustete. Erneut räusperte sie sich, ließ die letzten Tropfen Alkohols auf die Kleidung fallen – der Gestank würde ihren eigenen Geruch überdecken.

Dann erst machte sie sich auf den Weg in den ersten Stock. Schwere Schritte, gepaart mit militärisch aufrechter Haltung. In einigen Momenten würde eine leise, kehlige Trinker-stimme erklingen. .

„Nachdenklich lag sie am Morgen noch eine Weile ... von Jouronè, 19.2.2012


Nachdenklich lag sie am Morgen noch eine Weile wach im Bett, allein und piekte sich sacht auf ihrem Bauch herum. Drei Feiern nur für eine Frage...dann die eigentliche Feier. Es würde viel auf sie zukommen und ihr wurde ganz schwindlig vor lauter Aufregung, auch wenn man es ihr wohl nicht anmerkte...nunja, vielleicht doch. Jedes Mal wenn sie in einen Spiegel schaute sah sie ihr eigenes funkelndes Lächeln sich anstrahlen. 

Jetzt musste nur noch irgendjemand Ragelind finden. Sie selbst hatte getan, was in ihrer Macht stand und sie würde es wohl wieder versuchen. Wenn diese Frau ihr einen Strich durch die Rechnung machen würde, würde sie es ihr nicht vergessen. Jourone nickte Sam zu, der sich hier offenbar sehr heimisch breit gemacht hatte. Nein...Jour würde nicht zulassen, dass man ihr dieses unfassbare Glück nahm. Egal wodurch, egal wie, sie würde es verhindern.  Ihr Finger malte Kreise um ihren Nabel und das eh leicht seltsame Lächeln wurde zu einem Grinsen, wurde zu einem leisen Lachen, was von Herzen kam und Freude ausstrahlte, während sich unter die Schamesröte das Rot der Aufregung mischte.

Es war richtig...sie würde alles tun, damit er das auch so empfinden konnte. Und die Steine, die ihr auf dem Herzen lagen wegen dem, was sie mit Rylie getan hatte, verflogen zu kleinen kitzelnden Federn, die sich in ihrem Magen sammelten. Wie gut, dass sie niemand sah wie seit Jahren das erste Mal wieder albern mit Sam über das Bett tobte.  Der Vertrag war endlich unterschrieben...es war fest...es stand fest. Das Leben könnte nicht gnädiger sein. Er könnte nicht wundervoller sein, nicht natürlicher. Es tat gut. So wie er es gesagt hatte.

"Es tut gut dich in den Armen zu halten..."


(Gedanken von gestern Abend) ... - von Diarmai, 19.2.2012


Sie war nicht lang geblieben, wollte nur nach dem rechten sehen. Ragelind war wohlauf, wenn sie auch die Fußfessel, die sie am Bein des Mädchens erblickte, missbilligte. Sie gab ihr etwas zu Essen und Wasser, wer wusste schon, ob die beiden von sich aus auf so etwas achten würden. Er war wieder einmal in anderer Identität anzutreffen gewesen, das sah sie sofort an der düster wirkenden Rüstung, die er trug. Wieso hatten die beiden ihr nicht gesagt, wie sie sie nennen sollte, hier? Sie sprach mit der Frau, betrachtete ihn... er wirkte kalt und unnahbar. Er sprach nicht einmal mit ihr.  Nachdem sie sich noch einmal vergewissert hatte, das so weit alles in Ordnung war, war sie gegangen.

Wieso zum Nether war sie gegangen? Sie hatten ihr eine Nachricht zukommen lassen wollen, wo sie sich befanden – es kam keine. Sie war völlig abgeschnitten von dem, was in der Hütte passierte, sie wusste nicht, wohin sie danach gegangen waren. Sie hatte nichts tun können als beobachten, Informationen einholen, warten. Sie hasste Warten. Es machte sie panisch.

Und dann kam doch eine Nachricht, heute, erst einen Tag später. Darin stand etwas von weiteren Befragungen – was für Befragungen? Das war so nicht abgemacht gewesen. Und sie wusste, was in dem Verein der beiden 'Befragungen' bedeuteten.  Sie hatten eine weitere Person dazu geholt, eine, die sie eventuell rekrutieren wollten. Wie konnte man eine nicht vertrauenswürdige, unbekannte Person dazu holen? Das war so nicht abgemacht gewesen. Er schrieb, er wolle sie aus dem fiesen Teil raus halten, sie könne schließlich nichts für seine eigenmächtigen Taten. Moment. Fieser Teil?  Verflucht, er war wahnsinnig geworden.

'Gib einem Menschen ein bisschen Macht, und du wirst seinen Charakter erkennen.' heißt es. Dieser Verrückte hatte gerade Macht über ein Mädchen, beim Licht! Und offensichtlich war sein Charakter nicht gerade der eines Paladins.

Sie begann, sich zu sorgen. Wieso zum Nether war sie gegangen? Wieso hatte sie trotz all ihrer Bedenken … vertraut?

Das Einzige das ihr logisch und weiterführend vorkam war nun selbst auf die Suche zu gehen. Immerhin war sie besser informiert als alle anderen, die gerade wie die aufgescheuchten Bienchen umherschwirrten. Vielleicht hielt der Verrückte sich zumindest an dieses eine gegebene Wort und sie würden sie finden können. Ja, sie konnte auf die Suche gehen. Mit dem, den sie sich als Champion ausgesucht hatte.

„Licht, lass mich zumindest nicht in diesem einen getäuscht haben.“



Wachen...Schlafen...Wachen... ... - von Ragelind, 19.2.2012

Wachen...Schlafen...Wachen...Träumen...Schlafen...Wachen...Sie wusste nicht mehr ob gestern heute oder heute schon übermorgen war. Sie hatte jegliches Zeitgefühl verloren und was noch Schlimmer war, dass sie auch kaum noch wusste, was Realität war und was nur Traum. 

Was verwendeten die auch für Mittel, dass sie offenbar immer so schnell einschlief? Wo bekam man sowas? Vorsichtig tasteten ihre Finger zu ihrem Gesicht, ehe sie versuchte die Augen zu öffnen und runzelte die Stirn. Hätte da nicht ein Verband um ihre Augen sein müssen, um sie zu schonen? Seine Lordschaft hatte gesagt, sie sei verletzt und könne ein Weilchen nichts sehen, aber sie war doch zu Hause auf dem Anwesen seiner Lordschaft.. oder nicht? 

Nein, es roch nicht wie zu Hause, es roch immer noch erdig und verrottet. Vorsichtig hob sie die Lider ein wenig, um sich umzuschauen und damit niemand bemerkte, dass sie wach war. Sie war immer noch in der Hütte, aber hatten sie nicht gesagt, sie würden sie nach Hause bringen aufs weißwachtsche Anwesen? 

Angestrengt versuchte sie ihre Erinnerungen zu sortieren. Wieder einmal. Wenn sie immer noch in dieser Hütte war bedeutete das wohl, dass man sie in der Zwischenzeit auch nirgendwo anders hingebracht hatte oder hingebracht haben konnte. Aber was war mit seiner Lordschaft? Sie hatte das Klacken seines Stockes auf dem Boden gehört und auch seine Hand gehalten. Das konnte sie doch unmöglich nur geträumt haben. Man hört und spürt doch nichts, wenn man nur träumt, oder doch? 

Nochmal von vorn: das erste Mal, dass sie in dieser Hütte aufgewacht war, hatte sie schreckliche Kopfschmerzen. Dann war sie wieder eingeschlafen und als sie wieder wach wurde hatte man sie an der Schulter gerüttelt. Sie hatte keine Lust aufzuwachen. Aufwachen bedeutete hellwach sein zu müssen. Der Mann! Er war gefährlich und als seine Stimme und erneutes Rütteln in ihr Bewusstsein drangen war sie auch sofort hellwach. 

Er erzählte ihr etwas davon, dass es ein Fehler gewesen wäre, sie zu entführen und dass sie sie jetzt persönlich auch heimbringen würden zu Lord Weißwacht, um sich dafür zu entschuldigen, wie misstrauisch sie gewesen seien und wie falsch es war über seine Dienerin etwas in Erfahrung bringen zu wollen. Skeptisch blinzelte sie den Mann an, als er sie bat sich auf einer Trage ähnlichen zusammengezimmerten Brettern zu legen über die man eine Decke oder einen Umhang gebreitet hatte. Sie solle sich ausruhen und schlafen, damit sie ausgeruht zu Hause ankäme und die Reise lang und beschwerlich sei... 

Und wieder gab man ihr eine Pille und ein teeähnliches Getränk. Irgendetwas sagte ihr, dass das auch nur eine Farce sein könnte, aber was konnte sie schon tun? Dann jedoch war sie tatsächlich zu Hause wieder aufgewacht. Zumindest glaubte sie das, auch wenn es sie verwirrte, dass es nicht wie gewöhnlich nach Kerzenwachs, frischem Obst und alter Bücher roch. Sehen konnte sie Nichts, da ihre Augen verbunden waren und eine Frau, die sich als neue Assistentin des Arztes seiner Lordschaft vorstellte, meinte man hätte sie in die Gesindestube gelegt und es sei wohl vergessen worden zu lüften, aber sie sollte sich auch nicht sorgen, das mit ihren Augen würde schon auch wieder in Ordnung kommen. 

Sie wusste zwar nichts von einer neuen Assistentin des Arztes, aber vielleicht hatte sich der Gesundheitszustand seiner Lordschaft tatsächlich auch verschlechtert. Immerhin war er schon alt und er wollte sie besuchen kommen. Er sorge sich sehr um sie, wie die Assistentin meinte, aber dann bemühte er sich extra dazu in die Gesindestube? Es gab eine Menge Ungereimtheiten, aber dann war wiederum auch das Klacken seines Stockes und vor allem auch die Stimme seiner Lordschaft, die sie erreichten. Eine Stimme konnte man doch nicht so verstellen, oder? 

Schnell nahm sie seine Hand und hauchte einen Kuss auf seinen Handrücken. Irgendwie drängte es sie auch, endlich jemanden zu haben, dem sie sich anvertrauen konnte, mit dem sie reden konnte und der verstehen würde. Sie versicherte seiner Lordschaft immer wieder, dass es ihr gut gehe und dass man ihr Nichts angetan hatte, sie sei nur froh, dass sie wieder zu Hause wäre, aber dass es ihr auch so leid tue ihre Pflicht beim Champion nicht auftragsgemäss erfüllen zu können. Sie war erleichtert, als ihr der Lord versicherte, dass sie keine Schuld träfe und das das Turnier weitergehen würde, sobald sie wieder dazu fähig sei und sie lächelte dankbar.

Sie fühlte sich wohl, dass sie weiter seine Hand halten konnte und im Augenblick störte es sie auch gar nicht, dass sie nichts sehen konnte, Hauptsache sie konnte mit ihm Plaudern. Weshalb nur hatte sie so einen Drang überhaupt zu reden. Das war doch sonst nicht ihre Art und seine Lordschaft würde vielleicht sogar noch ungehalten, wenn sie soviel redete, aber gleichzeitig machte es sie auch irgendwie stutzig, dass er offenbar so vergesslich geworden war. Ob noch alles beim Turnier so verliefe, wie er es angeordnet hatte, wollte er wissen und was genau er ihr für Instruktionen für die Champions und das Artefakt gegeben hätte, wo es der Champion holen würde, wann und wie. 

Sie verstand einfach nicht, was er meinte. Selbst wenn er so vergesslich geworden war, so war doch alles sein ureigenster Plan gewesen und sie half ihm nur als Pfand und seine Dienerin diesen Plan umzusetzen. Sie konnte spüren, dass er mit ihren Antworten nicht zufrieden war und bekam Angst. Vor seiner Lordschaft Angst zu haben war keine Schande, aber sie wollte auch nicht seinen Zorn auf sich ziehen. Sie hatte sich doch wirklich redlich bemüht alles zu seiner Zufriedenheit zu erfüllen. 

Fast hätte sie diesmal auch fast vor Angst und Zweifeln angefangen zu schluchzen, aber so schlimm hatte sie seinen Zorn dann wohl doch nicht geweckt, denn er rief nach der Assistentin, dass sie ihr ein Beruhigungsmittel geben sollte und ersteinmal richtig gesund werden sollte, ehe man weiter sah. 

Sie wusste, dass sie mit bangem Herzen und dem Gedanken an seine Lordschaft eingeschlafen war … und nun doch wieder in der alten Hütte war, ohne Augenbinde … Wut, Zorn und grenzenlose Verachtung krochen wie bittere Galle in ihr hoch .. und dann wieder ein Stich in ihren Arm 

… und alle Erinnerungen hörten auf!

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