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Lordaeron den Menschen! Die Gedanken eines Zwergen


Dies ist das Tagebuch von Isligor Graurand. Entstanden während dem Feldzug der Kompanie Löwenstolz, angeführt von Yorgen Isenweg. Die Gedanken, Gefühle und Eindrücke eines alten Zwergen.Bearbeiten

Eintrag vom 09. Mai


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Es ist jetzt sechs Tage her, seit ich mich dazu entschieden habe, eine letzte Schlacht zuschlagen. Ich bin alt geworden. Das Kreuz tut mir mit jedem Schritt weh, die Beine wollen nicht mehr so schnell laufen. Ich erinnere mich, früher, als ich noch jung war... Doch jetzt bin ich hier. Ich habe vielen tapferen Kriegern das Leben gerettet. Meine Zeit im Alteractal hat mich einiges gelehrt. Niemals aufgeben, an sich und seine Kameraden glauben. Kameraden, die während dem Feldzug zu Freunden, oder zu Feinden werden. Erst in der Schlacht erkennst du, wer zu dir hält. Wer dir vertraut, wer mit dir in den Tod gehen würde. Heute Abend geht es los. Ich laufe noch einmal durch die Straßen Sturmwinds. Die Stadt, in der ich mich vor Jahren zur Ruhe gesetzt hatte. Ich hatte Angst, dass mich die Ruhe in den Bergen von Dun Morogh zu Tode langweilen könnte. *lacht* Die Menschen hier wissen, dass wir in die Schlacht ziehen werden. Sie wissen, dass nicht alle von uns zurückkehren werden. Ich weiß nicht, ob ich zurückkehren werde. Ich blicke in die Gesichter der Kinder, die mich anstarren, mich bewundern denn ich trage das Wappen der Kompanie Löwenstolz. Es ist Zeit, diesen Kindern eine Zukunft zu geben. Eine Zukunft in den Ländern, in denen ihre Vorfahren aufgewachsen sind.


Es muss sich etwas ändern. Deswegen haben wir uns versammelt. Deswegen ziehen wir in den Norden. Der Allianz bleibt nicht mehr viel. Vielleicht sind wir die Letzten, die sich wehren wollen und können, vielleicht werden neue Helden geboren, in späteren Generationen. Doch was einmal sein wird, kann keiner von uns bestimmen. Doch wir können es beeinflussen! Wir ziehen zusammen... Unter dem Banner der Allianz. Wir ziehen zusammen, als Brüder und Schwestern, ganz egal, welchem Volk wir angehören. Auf dem Feld sind wir alle gleich. Entweder du überlebst, oder nicht. Alleine wirst du es nicht schaffen... Deswegen halte zu deinen Kameraden. Halte zu deinen Freunden, es könnten die letzten Personen sein, die dir etwas bedeuteten, oder denen du dein Leben verdankst.



Es ist nicht der Feind, der bestimmt ob du stirbst oder nicht, sondern derjenige, der neben dir kämpft.






ImSumpf


Eintrag vom 10. Mai


Wir haben heute einen langen Ritt hinter uns. Meine Knochen schmerzen immer mehr. Ironie des Schicksals, als erfahrener Feldheiler sollte ich mit kaputten Knochen umzugehen wissen, aber manche Dinge kann selbst ein Feldheiler nicht verhindern: Das zehrende und schwächende Gefühl, das die Zeit bei jedem von uns hinterlässt.
Vor ein paar Stunden sind wir im Arathihochland auf einen Spähertrupp der Horde gestoßen. Sie wissen bescheid. Es gibt einige Verletzte in unseren Reihen, viel Arbeit für mich und die anderen Feldscher. Ich hoffe, dass das Lazarett in Darrowehr besser durchorganisiert wird. Das Ehr hat sein eigenes Lazarett eingerichtet, auch das sollte es in Darrowehr nicht mehr geben. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit. Die untoten Heerscharen werden uns einen gebührenden Empfang bereiten.







Eintrag vom 11. Mai


Graurand


Wenn die Sonne heute untergeht, geht ein anstrengender Tag zu Ende.
Wir werden von Truppen der Horde belagert. Entgegen meinen Erwartungen sind es nicht nur Verlassene, größtenteils sind es Orcs und Blutelfen, die vor den Toren Stromgard's auf uns Lauern. Ich weiß nicht mehr, wieviele Verletzte wir heute versorgt haben. Gebrochene knochen, verbrannte Haut, vergiftetes Blut.
Ich habe auch einen Schlag abbekommen, meine Nase ist gebrochen. Solangsam bezweifle ich, dass ich von diesem Feldzug zurückkehren werde.
Heute ist ein Neuankömmling im Lager eingetroffen. Ein Zwerg. Ich weiß nicht wieso, aber er kam mir sehr bekannt vor. Es wird wohl nicht mein Bru... Nein, keinesfalls.


Ich werde jetzt nocheinmal nach den Verletzten sehen, und mich auch langsam zur Ruhe begeben.


Ich weiß nicht, wie uns Isenweg aus dieser misslichen Lage holen will. Wir haben die Pestländer noch nicht erreicht und unsre Truppen bestehen zur Hälfte aus Verletzten.



Eintrag vom 13. Mai



Ich zittere am ganzen Leib.


Wir sind bei Thoradins Wall erneut auf Truppen der Horde gestoßen, jetzt bin ich alleine. Nachdem ich einen Schlag ins Gesicht bekommen habe, war ich bewusstlos. Jetzt ist es Nacht. Ich sitze im Vorgebirge des Hügellandes, nichts um mich herum. Nur die Dunkelheit. Mir kommt es vor, als würde das Dunkel um mich herum näher kommen. Mir kommt es so vor, als würde etwas versuchen, mich zum Aufgeben überreden zu wollen.


Doch ich werde es nicht tun. Zu groß ist mein Wille, am Leben zu bleiben. Zu groß ist mein Glaube an das Licht. Ich mag alt sein, und ja, ich mag zerbrechlich sein, doch in mir schlummert immer noch der Feldheiler, der ich einst mal war. Der Feldheiler, der auf Horden von Orcs zu läuft, nur um einen seiner Kameraden aus der Schusslinie zu ziehen. Nur, um einen seiner Freunde aus der Schusslinie zu ziehen.


Vielleicht war es gut so, dass ich von der Kompanie getrennt worden war.


Vielleicht hilft es mir sogar, wieder zu alter Stärke zu kommen, um das Leben, das ich so Liebe, sei es nun das Meine, oder das eines Anderen, zu verteidigen und alles für dessen Erhaltung zu geben.




Ich höre nichts um mich herum. Die Stille des Waldes ist so angenehm, beruhigend.



Eintrag vom 14. Mai



Nach der Nacht alleine im Wald, ist mir einiges klar geworden.


Der Morgen ist gerade erwacht und die Sonne schenkt mir genug Licht, meine Gedanken auf Papier festzuhalten. Heute Morgen ist mir mein Widder zugelaufen... Hätte ich nicht erwartet, doch vielleicht fühlt er ja denselben Drang wie ich, am Leben zu bleiben.


Ich werde mich gleich auf die Suche nach meinen Kameraden machen. Isenweg hatte etwas vom Hinterland gesagt, dort werde ich als erstes Suchen.


Ich bin gespannt, ob man mich schon vermisst hat.


Hinterland


Das Zwitschern der Vögel schenkt mir neuen Mut, ich weiß wieder, wie sich die Natur anhört, wie sie sich anfühlt. Davon hatte ich in Sturmwind nicht mehr viel mitbekommen, Sturmwind brachte mich dazu, zu vergessen.


Vergessen, was ich hier erlebt habe.


Wenn ich wieder zuhause bin, werde ich allen erzählen, wie schön es draußen ist. Weg von Wachen, Kanälen, Auktionshäusern und Feilschern.


Hinterland, heißt mein Ziel. Mal schauen, ob mein Widder noch was drauf hat!


Eintrag vom 16. Mai



Darrowehr.

Vieles hat sich hier einst abgespielt. Vieles spielt sich hier heute ab.

Das Scharmützel in den Bergen heute hat uns viele Männer gekostet. In dem kleinen Häuschen, das man uns als Lazarett zur Verfügung gestellt hat, ist gerade genug Platz für drei bis vier Verletzte. Die Brücke, die von der Insel führt wurde von der Horde in die Luft gesprengt. Die Orcs sind schlau. Es gibt ein Sprichwort, das da sagt:

Darrowehr


Verfügt der Feind über eine uneinnehmbare Festung, dann sorge dafür, dass er dort bleibt.


Das ist genau das, was uns jetzt das Genick brechen wird. Isenweg ist zu stürmisch vorgegangen. Das ist unser Ende, wenn sich unser Heerführer nicht bald was einfallen lässt. Die ersten Soldaten drehen bereits durch. Ich weiß noch nicht, was es sein wird. Hunger, Meuterei, die Seuche. Irgendwas wird früher oder später schon dafür sorgen, dass der Feldzug hier zu Ende ist und keiner von uns je zu seiner Familie zurückkehren wird.

Es ist gerade Ruhe im Lager eingekehrt, einzelne Wachen drehen ihre Runden. Das Stöhnen der Verletzten hinter mir macht mich wahnsinnig. Soldaten sind eben auch nicht mehr das, was sie mal waren.



Isenweg hat uns ins Verderben geführt.


Die folgenden Seiten sind teilweise herausgerissen, unleserlich gemacht oder verschmiert. Es scheint, als hätte jemand Wert darauf gelegt, dass niemand die letzten Einträge des Isligor Graurand je zu Gesicht bekommt.

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