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Die Fünfte Wachkompanie

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Allianz 32px.png Die Fünfte Wachkompanie
Wappenfünfte.jpg
Zugehörigkeit: Allianz - Königreich Sturmwind
Mitglieder: ca. 15
Ansprechpartner: IconSmall Dwarf Male.gif Câstor Schwarzbart

IconSmall Dwarf Female.gif Lavascha Sturmgriff

Schwerpunkt: militärisches Rollenspiel
Einsatzgebiet: überwiegend Sturmwind
Rassenbeschränkung: Menschen, Zwerge, Gnome, Worgen (in menschlicher Form)
Klassenbeschränkung: Krieger, Paladin, Jäger, Schurke, weitere nach Absprache
Forum: http://wachkompanie-sturmwind.xobor.de/
Information: http://wachkompanie-sturmwind.xobor.de/

Die Fünfte Wachkompanie wurde, im Gegensatz zu ihren Schwesterkompanien im Ersten Wachregiment, erst sehr spät aufgestellt. Den schwierigen Bedingungen zum Trotz nahm das Führungspersonal die Arbeit sehr schnell auf und konnte durch gezielte Rekrutierung alsbald Einsatzbereitschaft an das Oberkommando melden. Heute gehört "die Fünfte" zum gewohnten Stadtbild und hat sich Respekt sowie Anerkennung unter den braven Bürgern Sturmwinds verschafft.


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Die Fünfte Wachkompanie
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Die Fünfte Wachkompanie ist eine vom Oberkommando aufgestellte Einheit mit Wachauftrag. Ihr Aufgabengebiet umfasst überwiegend das Gebiet der Stadt Sturmwind und nimmt in diesem Bereich die Funktion einer Stadtwache wahr. Mit dem Grundsatz, eine moderne Kompanie zu schaffen, welche den aktuellen äußeren Einflüssen standhalten kann, wird bei der Rekrutierung von neuen Soldaten der Fokus auf Funktionalität sowie Synergien Wert gelegt. Damit zog man Konsequenzen aus dem Fall von Major Samuelson, welcher insgeheim dem Schattenhammerkult diente, und gab wieder mehr Macht in die Kompanieebene.

Neben ihrem eigentlichen Wachauftrag musste sich die Kompanie aufgrund äußerer Umstände in ihren Fähigkeiten weiterentwickeln, ohne dabei zur "Eierlegenden Wollmilchsau" zu werden. Dadurch ist sie in der Lage bei Krisen unterstützend zu wirken, welche nur bedingt etwas mit den Aufgaben einer herkömmlichen Wachkompanie zu tun haben. Als Beispiel sei hier die Invasion der Legion oder die Zusammenarbeit mit anderen Gilden bei Fällen mit Magie genannt.


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Der Eid der Fünften Wachkompanie
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Bg-alliance.jpg

"Ich schwöre, dem Königreich Sturmwind treu zu dienen, das Gesetz sowie das Recht und die Freiheit seiner Bürger tapfer zu verteidigen. Ich schwöre, stets gerecht und unbestechlich zu sein, meine Pflichten stets gewissenhaft zu erfüllen. Ich schwöre, meinen Vorgesetzen zu gehorchen, denen die unter mir stehen stets ein gutes Vorbild zu sein. Ich schwöre, die Tugenden der Wache zu leben und zu bewahren. Sollte ich von ihnen abfallen und wider die Einheit und die Gesetze handeln so ist mein Leben verwirkt. Dies schwöre ich aus freiem Willen und voller Überzeugung."

Diesen Eid spricht ein Bewerber sobald feststeht daß er als Soldat (unerheblich in welchen Rang) in die Einheit aufgenommen wird.

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OOC: Die "Fünfte"
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Unsere "Fünfte" trat zuerst als "Stadtwache Sturmwind" in Erscheinung und wurde dann später, nach einer mißglückten Fusion, als Fünfte Wachkompanie neu gegründet.

Fünfte.jpg

Was wir bieten Bearbeiten

Wir bieten dem interessierten Spieler eine möglichst loretreue und authentische Stadtwache, deren Fokus es ist, MIT anderen Spielern statt gegeneinander zu spielen. Auch haben wir in unseren Reihen Spieler, die schon sehr lange Rollenspieler sind, es aber nicht so sehr jedem auf die Nase binden wie andere Gilden, wodurch wir für RP-Anfänger durchaus attraktiv sind. Wir spielen einfache Wesen in einfachen Rüstungen. Von uns kann sich keiner in einer Angstblase aus Licht verstecken oder einfach wegzaubern. Keiner von uns ist Blaublütig oder eigentlich ein verzauberter Drache.


Uns gibt es schon eine ganze Weile und während dieses Zeitraumes haben wir viele Militärgilden kommen und gehen sehen. Damit der Spieler sich in seiner Rolle wohl fühlt, ist es unserer Meinung nach unabdingbar, das sein Charakter über eine definierte Persönlichkeit verfügt und diese in einem gewissen Freiraum weiterentwickeln kann. Einem Nebenjob stehen wir (nach Absprache) daher ebenso aufgeschlossen gegenüber wie einem nächtlichen Tavernenbesuch. Falls sich daraus dann aber Konsequenzen ergeben sollten, hat der Charakter diese natürlich auch zu tragen.


Anforderungen an deinen Charakter Bearbeiten

Dein Charakter sollte ein Mensch, Zwerg oder Gnom sein. Natürlich nehmen wir auch Gilneer auf, diese sollten allerdings auf ihre Worgenform im Dienst verzichten. Natürlich kannst du dich auch als Nachtelfen oder Draenei bewerben, sofern dein Charakterkonzept schlüssig ist und ausführlich erklärt, warum ausgerechnet dieser Charakter bei der Wache ist. Glaub uns, diese Frage wird kommen. Außerdem sollte dein Charakter erwachsen sein, als Mensch also mindestens 16 Jahre. Schreiben und Lesen wird ebenfalls vorrausgesetzt.

Klassen: (Levelbeschränkungen wegen der Uniformvorgaben) Krieger und Paladine ab Level 24 Jäger ab Level 40 Schurke ab Level 90 (mit der Sturmwind-Mog-Rüstung oder früher mit kompletten glyphenverzierten Set) Schamanen ab Level 24 (Waffenvorgabe: Hammer u. Schild)

Die Aufnahme von Magiern, Priestern, Druiden und Mönchen ist wegen der Waffenvorgaben (Schußwaffe o. Schwert/Schild) leider nicht möglich.


Anforderungen an Dich Bearbeiten

Minimum 16, am Liebsten über 18

Sozialkompetenz und gefestigte Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung werden erwartet.

Zudem spielen wir konsequent - Wachen sind nicht immer unbedingt beliebt, können auch mal in einer dunklen Gasse überfallen und im Zweifel sogar abgestochen werden.

Wer da dann sagt 'Nö, ich lass meinen Charakter nicht verletzt werden/sterben' sollte sich überlegen, ob er bei der Wache richtig ist.

Gleiches gilt für Deserteure - wer einfach die Einheit verläßt wird verfolgt, verhaftet und nach dem Gesetz bestraft.

Außerdem ist Wache sein nicht immer Friede, Freude, Sonnenschein - schon gar nicht in den unteren Rängen. Wenn der Leutnant mit dem falschen Fuß aufgestanden ist oder der Hauptmann Verstopfung hat kann es schonmal zu 'ungerechtfertigten' Anschissen kommen. Oder zu Strafübungen für alle auch wenn nur einer Mist gebaut hat. Hier gilt es Spiel und Realität strikt zu trennen - unsere Vorgesetzten sind auch nur Menschen und niemand macht euren Char rund weil er euch ooc nicht mag. Sollte dies doch mal vorkommen ist es Sache des Gildenrats/der Gildenführung dagegen vorzugehen.

Wache spielen heißt nicht nur RP - auch Aktenarbeit (Berichte schreiben, Aussagen eintragen etc.) im Forum gehört dazu. Die Bereitschaft ein bißchen RL-Zeit einzubringen muß also ebenfalls vorhanden sein.

Für das Wach-RP notwendige Addons: GnomCorder TRP2 oder TRP3 Elephant (Chatlog-Addon, vereinfacht die Aktenarbeit)

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OOC: Tavernen im Mittelalter
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Da World of Warcraft an das Mittelalter angelehnt ist, kontrollieren wir gerne mal einige Tavernen auf ihre gültige Schanklizenz. Quellen:


http://kunegunde.npage.de/gastronomie/gasthaeuser.html


http://www.planet-wissen.de/kultur/brauchtum/traditionslokale_rendezvous_mit_der_geschichte/pwiegasthaeuservomerstennachtlagerbiszureckkneipe100.html


http://www.historischeskolleg.de/fileadmin/pdf/vortraege_pdf/Vortraege03_peyer.pdf


Hierbei geht es nur darum, das Rollenspiel generiert wird. Eine Lizenz läuft bald ab? Dann wird euch der Wachmann schon sagen, das demnächst ein Gang in die Burg zum Erneuern fällig wird. Das trägt zur Immersion bei und liegt im Ermessen des Tavernenbesitzers, wie er das ausspielt. Grundsätzlich gehen wir aber davon aus, das alles mit dem Dokument in Ordnung ist. Wie immer helfen auch hier einfache Absprachen, falls eine derartige Kontrolle nicht gewünscht ist.

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OOC: Abhandlung zum Adels-RP in Sturmwind
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Versuch und IrrtumBearbeiten

Während meiner RP-Tätigkeit als Stadtwache in Sturmwind kam es immer wieder einmal zu Zwischenfällen zwischen der Fünften Wachkompanie/Stadtwache und diversen Adels-RP Gilden, die sehr häufig damit endeten, dass die Stadtwache das RP aufgeben musste, weil Welten, Irrtümer, Mißverständnisse und eine kontroverse Auffassung von Recht und Gesetz innerhalb einer Stadt kollidierten. Das hinterließ oft genug böses Blut und einen schalen Nachgeschmack für die Mitspieler. Offensichtlich ist für Spieler die mittelalterlich-feudale Welt im RP nicht nur durch die Serie GoT so attraktiv geworden, sondern auch weil sie glauben, damit einen Freibrief für unhöfliches, respektloses RP-Verhalten und rechtliche Immunität zu besitzen. Mal ganz am Rande bemerkt: das feine Benehmen, das wir als "höflich" bezeichnen ist im Rahmen der höfischen/höflichen Kultur entstanden. Oft fragt man dann nach einer Legitimierung für solches RP und bekommt die wenig befriedigende Antwort "weil Adel nun mal so ist". Das ist genau so unbefriedigend wie die Aussage: "Das steht so in der Lore". Womit ich wieder die Gretchenfrage stellen muss: Wer legt denn so was fest und mit welchen Grundlagen/welcher Legitimation? Blizzard jedenfalls nicht! Die Antwort: Irgendwann hat sich mal Irgendjemand zu Adels-RP oder Draenei-Lore o.ä. was Schlaues überlegt und es schriftlich fixiert. Wahrscheinlich hat er diese seine Grundsätze auch in seiner Gilde festgelegt und durchgesetzt, in diversen Foren ausdiskutiert, wurde von seinen Mitspielern für gut befunden oder auch nicht und glaubte damit die Legitimation für eine allgemeine Verbindlichkeit seiner Ideen zu haben. Doch zu seiner größten Überraschung, gab es wiederum andere Gruppen und Gilden, die eine gänzlich andere Vorstellung von den Sachverhalten hatten und nicht bereit waren/sind sich auf seine Spielregeln einzulassen. Die kürzliche Forumsdiskussion über Hexer-RP ist da ein gutes Beispiel, denn sie deckt das grundsätzliche Problem im RP auf. Da es keine allgemein verbindlichen Regeln einer übergeordneten Instanz (Blizzard) gibt, die in Streitfällen auch angerufen werden kann, gibt es eigentlich gar keine Regeln und jeder kann machen was er will. Die spannende Frage dabei ist dann: lässt sich der Gegenüber darauf ein = gelungenes RP oder nicht = mißratenes RP. Die Kunst ist also mittels ooc Kommunikation einen gemeinsamen Nenner zu finden auf dem beide Seiten ein RP aufbauen können.

Ich möchte mit dieser kleinen Abhandlung zum Thema Adel in der Stadt zu der Kommunikation beitragen und einmal deutlich machen auf welchen Grundlagen die Fünfte Wachkompanie ihren Umgang mit dem Adel stellt. Meine persönliche Meinung zum Thema Adels-RP ist, dass hier oft genug ohne Regeln oder Lore irgendetwas zusammengestümpert wird, ohne sich vorher mal in der Realität/Geschichte zu informieren. Aber das gilt auch oft genug für andere Arten des RPs und darum hakt und klemmt es immerzu, weil jeder da sein eigenes Ding nach eigenen Vorstellungen macht. Dazu tauche ich einmal in die historische Welt des mittelalterlichen Adelswesens ein. Ja, ja, werden jetzt einige sagen, das ist gut und schön, aber wir bespielen hier eine Fantasy-Welt und kein Mittelalter, doch das sind genau diejenigen, die über Schußwaffen, Gnomcorder und Steampunk im Spiel ebenso die Nase rümpfen und sich ein mittelalterlich basiertes Spiel wünschen. Fakt ist: fast jedes High-Fa Spiel benutzt das historische Mittelalter als Richtgröße. Sowohl WoW als auch der Autor von GoT (so weit ich informiert bin, ließ sich dieser von den historischen Rosenkriegen inspirieren). In WoW kann man den mittelalterlichen Einfluß daran erkennen, dass es bei den Menschen der Allianz ein mittelalterliches Feudalsystem mit einem König, Klerus Fürsten und Rittern gibt.

Schauen wir doch einmal genauer auf den mittelalterlichen Adel. Entstanden ist er aus den Krieger- und Priesterkasten der Kelten und Germanen.

Es gibt eine Hierarchie innerhalb des Adels mit dem König an der Spitze, gefolgt von Herzögen (die vor dem Heer zogen), den Grafen und den Rittern am unteren Ende der adeligen Nahrungskette. Sie alle waren durch heilige Schwüre auf gegenseitige Hilfe, Lehen und Abgaben miteinander verbunden.

Der Adel hob sich durch Privilegien vom Bauern oder Bürger ab. Dazu gehört das Recht aus ihrer Mitte einen König zu wählen, Kriege anzuzetteln/das Fehderecht, innerhalb ihres eigenen Herrschaftsgebietes Münzen zu prägen, Steuern und Abgaben zu erheben, Leibeigene zu besitzen, zu Jagen und dabei die Felder der Bauern zu verwüsten und dort - und zwar nur dort - auch (eigenes) Recht und Gesetz durchzusetzen. Das "Jus Primae Noctis", das Recht auf die erste Nacht mit einer frisch vermählten Braut, das historisch recht umstritten ist, mag auch dazu gehören. Richtig ist aber, dass ein Leibeigener seinen Herren erst um Erlaubnis fragen musste, wenn er heiraten wollte. Das heißt: auf seinem eigenen Land konnte ein Adeliger - oder eine Adelsfamilie - tun und lassen was er/sie wollte. Rechenschaft musste ein Adeliger nur Gott und seinen Mitadeligen geben. Wo diese Machtbereiche der einzelnen Adelshäuser im RP sind, kann man in den einschlägigen Foren einsehen.

In Städten die nicht anerkanntermaßen fest zu einem (RP) Adelshaus gehören ist die Lage aber ganz anders. Im Mittelalter gibt es verschiedene Arten von Städten. Es gibt Reichstädte, freie Städte und Städte die weltlichem oder geistlichem Adel gehörten. In all diesen Städten ist der Adelige vom Lande nur Gast, hat das Gastrecht zu achten (das eine gewisse Etikette vorschreibt) und Recht und Gesetz werden vom König (Reichsstädte), dem gewählten Vertreter einer freien Bürgerschaft (Bürgermeister/freie Städte) oder den Fürsten und DEN, VON IHNEN EINGESETZTEN VERTRETERN UND ORGANEN (Ministeriale, Büttel, Stadtwachen) durchgesetzt. Dass in einer Stadt andere Regeln gelten macht die Stadtmauer sichtbar, die in den wenigsten Fällen eine ernsthafte Abwehrfunktion besaß, sondern eher eine sichtbare Grenze zwischen Stadt und Land als unterschiedlichen Rechtsräumen bedeutete. Im Falle Sturmwinds würde das bedeuten, dass Herzog Heinz von Sonstwo aus Haus Vollbenebelt nicht einfach durch die Stadt stolzieren und das Recht in seine blaublütigen Hände nehmen kann, wie es ihm grade in den Sinn kommt, bzw. die Stadtwachen nach seinem Willen springen zu lassen. Dazu wäre er sich übrigends auch viel zu fein. König Anduin Wrynn hat für diese "Drecksarbeit" seine Stadtwachen eingesetzt, die den königlichen Willen durchzusetzen haben, an die sich im Zweifelsfalle der Adelige wenden müsste. Adelige, die also nicht in einer Stadt ansässig sind, haben sich - mit allem gebotenen Respekt - an die dortigen Gepflogenheiten zu halten, andernfalls verstoßen sie gegen das Gastrecht ihres königlichen Gastgebers und werden von diesem höflich aber bestimmt dazu bewegt, wieder in ihre Ländereien zurück zu kehren.

Stellen wir uns nun die Frage, was hat ein Adeliger überhaupt in einer Stadt zu schaffen? Herzog Heinz von Sonstwo aus Haus Vollbenebelt wird kaum zum Einkaufen dorthin gehen. Dazu hat er seine Dienstmannen. Ein Adeliger lässt den Händler zu sich kommen. Seit wann kommt der Berg zum Propheten? Im ausgehenden Mittelalter verarmten viele Adelige, verloren ihre Ländereien oder hatten als Zweitgeborene niemals welche besessen und sich bei einem anderen Fürsten verdingt. Sie hatten oft nicht viel mehr zu bieten als ihren Titel, einen netten Stammbaum und ihr schönes Wappen. Da kommt ihnen die titelgeile, sehr liquide, bürgerliche, städtische Oberschicht zum heiraten sehr gelegen. Aber dieser "Stadtadel" ist immer mit dem Makel der Bürgerlichkeit behaftet und nicht wirklich mehr mit Privilegien oder rechtlicher Immunität bedacht. Auf das RP bezogen wäre aber genau dies ein guter Grund was ein Adeliger in Sturmwind zu suchen hat. Er hat eine hübsche reiche Patrizierstochter geehelicht und ist in das Geschäft ihres Vaters eingestiegen.

Im ausgehenden Mittelalter werden die Ritterheere gegen Söldnerheere ausgetauscht. Es kommt zu einer Identitätskrise und Neuorientierung des Adels. Adelige finden neue/alte Betätigungsfelder in der königlichen Verwaltung (wo sie als Marshall, Kämmerer, Mundschenk oder Hausmeier schon immer waren), oder im königlichen Offiziersstab. Der Großvater Karls des Großen hat als Vorsteher des königlichen Haushaltes angefangen und bis zum Ersten Weltkrieg waren Offiziersränge ausschließlich Adeligen vorbehalten. DIESE Adeligen haben durchaus etwas in der Stadt des Königs zu tun und - je nach Zuständigkeit - auch etwas zu sagen.

Manch ein Adeliger hat den Sprung in die Moderne nicht geschafft und fristete - mehr oder weniger vom König geduldet - als Raubritter seinen Lebensunterhalt. Bestes Beispiel ist hier Götz von Berlichingen, der glaubte, er könne sich seinen Teil von den reisenden Händlern nehmen und sich damit viel Ärger mit seinem König einhandelte. Womit ich beim letzten Punkt meiner gob umrissenen Abhandlung über den Adel im Mittelalter bin:

Adelige und GerichtsbarkeitBearbeiten

Aufgrund ihrer Stellung und ihrer Sonderrechte hielten sich auch viele historische Adelige für allmächtig und unantastbar. Dies stimmt nicht so ganz. Die Fälle der adeligen Massenmörder Gilles de Rais und Elizabeth Bathory sind dafür gute Beispiele. In ihrem Herrschaftsbereich haben beide hunderte von Jungen und Mädchen zu Tode gefoltert und es hat sehr lange gedauert, bis sich der König und die anderen Adeligen dazu aufrafften die Beiden zur Rechenschaft zu ziehen. Dies geschah erst dann, als die Klagen und Beschwerden der Bauern nicht mehr zu überhören waren. Für die Bathory fiel das Urteil relativ mild aus, wahrscheinlich wegen einflussreicher Fürsprecher. Sie wurde in einem Raum ihres eigenen Schlosses inhaftiert. Gilles de Rais bekam alle Titel aberkannt und wurde aufgehängt wie ein gemeiner Dieb. Götz von Berlichingen brachte sich mit seinem, dem neuen Geiste nicht mehr passenden Verhalten, ins gesellschaftliche Aus. Manch einer seiner "Berufsgenossen" wurde vom König unrühmlich zur Strecke gebracht. Man kann hier gut erkennen, dass Adelige tatsächlich einen großen Spielraum für Verbrechen hatten, bevorzugt behandelt wurden und oft genug mit einer Abmahnung, Pilgerfahrt/Kreuzzug oder einer Geldstrafe davon kamen, aber nun mal nicht immer. Für das RP der Fünften Wachkompanie bedeutet das, dass, temporär in Sturmwind weilende Adelige, die in der Stadt Kapitalverbrechen begehen natürlich Privilegien genießen und nicht ins Verlies kommen und auch nicht gefoltert, sondern unter Hausarrest gestellt werden. Der König und sein Kronrat werden dann eine Geldstrafe verhängen und den Adeligen und seine Anhänger der Stadt verweisen. Ein, beim König angestellter Adeliger muss allerdings fürchten, seinen gemütlichen Posten zu verlieren und vom König weggelobt zu werden. "Wir hätten da noch eine nette Garnison in Nordend oder auf den zerschlagenen Inseln."

Grundsätzlich ist fest zu stellen, dass sich die adelige und die restliche Welt kaum berührten. Herzog Heinz von Sonstwo aus Haus Vollbenebelt blieb mit seinen Standesgenossen unter sich. Da hat er dann Allianzen geschmiedet und Intrigen gesponnen, Tourniert und vielleicht mal die eine oder andere Fehde vom Zaum gebrochen. Ansonsten wird er sich hochwohlgeboren gelangweilt haben. Auf Einladung des Königs und um dem gemeinen Pöbel zu imponieren wird er wahrscheinlich hin und wieder mal hoch zu Ross mit seinem Gefolge eine Runde durch Sturmwind drehen, um dann in irgendeinem Adelsschuppen wieder unter Seinesgleichen zu dinieren. Für alles andere hat er ja seine Bediensteten, die durchaus auch zum niederen Adel gehören können. Für deren Benehmen in der Stadt ist er natürlich zuständig. Bauen die irgendeinen Mist, ist es tatsächlich sein Job, sich um deren Abstrafung zu kümmern. Auch hier kann man wunderbar GoT heranziehen. Davon aber mal abgesehen, dass ein Adeliger niemals in ein Bordell gehen würde. Ein Adeliger hat das gar nicht nötig. Er lässt die Damen zu sich kommen und nicht umgekehrt. Die echte Geschichte ist voll mit solchen Beispielen. Aber niemals würde man einen hohen Adeligen ohne Entourage oder Leibwächter durch die Stadt schlendern sehen oder sich in zweifelhaften Etablissements wie schäbigen Spelunken oder Bordellen blicken lassen. Vielleicht auch das nochmal als gutgemeinten kleinen Hinweis für das Adels-Rp oder die Konzeption eines Adeligen.

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