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Der Elfenbeinturm/Der zwölfte Vortrag

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Grundlagen der Magie III - Vortrag 12.jpg




(Vortrag vom 17. Juli 2013, gehalten von  Ilûvatar Coldbreaker)





Grundlagen der Magie IIIBearbeiten

Ilûvatar räuspert sich.

„Nun ich denke wir haben genug auf Nachzügler gewartet. Ich wünsche einen guten Abend und Danke für euer Erscheinen. Der heutige Abend reiht sich in die Vortragsreihe über die Grundlagen der Magie ein, dennoch ist das heutige Thema etwas speziell.  Am letzten Abend ging es um die arkane Magie, vor allem um ihre Gewinnung aus den Ley-Linien. Ein recht verbreitetes Thema, vor allem in unserer schönen Stadt. Warum also heute das Thema des Lichtes? Und der Magie des Lichtes?“ Er macht eine schweifende Geste.

Gyldor schmunzelt: „Weil Ihr es so liebt Euch mit mir zu streiten.“

Ilûvatar lacht leicht. „Das ist richtig Gyldor! Aber es hat sogar einen Inhaltlichen Grund.“

Thelryn lächelt fragend. „Weil das Licht beinahe alles vermag?“

Ilûvatar nickt Thelryn zu. „Das werden wir heute zu ergründen versuchen .... der inhaltliche Grund ist einer, nachdem man unser Volk eigentlich kaum fragen bräuchte. Jener Quell unserer Zivilisation. Und wie dieser Quell werden wir heute einen Schritt vom Arkanen zum Licht tun. Ich denke jedem ist klar, welchen Quell ich meine?“ Er schmunzelt in die Runde.

Aeshlynn hebt ihre Hand zögernd. Ilûvatar nickt Aeshlynn zu.

„Der Sonnenbrunnen?“

Elegias gesellt sich zu der sitzenden Gemeinschaft, bleibt aber selbst stehen, in der hinteren Reihe natürlich.

Ilûvatar nickt. „Allerdings Aeshlynn, sehr richtig. Ein zwar nicht brandneues, aber immer noch aktuelles Thema. Wie wir am letzten Abend feststellten, war der Sonnenbrunnen von jeher ein Quell großer Arkaner Energien, hier in Quel`Thalas errichtet, auf einem der größten bekannten Ley-Knoten. Das Arkane war daher schon immer Teil unserer Kultur, unseres Volkes und auch heute noch kaum wegzudenken. Die Geschichte des Lichtes ist kürzer und beginnt an einem anderen Ort. Weiß jemand wo man nach den Wurzeln des Lichtes suchen sollte?“

Gyldor faltet seine Hände und schrägt leicht den Kopf. Vergorn nickt sachte, noch meldet er sich weder per Hand noch mit Wort. Aeshlynn schüttelt den Kopf.

Thelryn sieht den Vortragenden zweifelnd an. „Am besten doch vielleicht ein jeder in seinem Herzen, denn da findet es sich noch immer.“ Das allerdings sagt so leise, dass man es vielleicht nur in seiner unmittelbaren Nähe vernimmt.

„Nun diese Frage ist tatsächlich nicht einfach zu beantworten, denn vor dieser Frage steht das Mysterium: Was ist das Licht?“

Derallion hebt die Hand. Ilûvatar nickt Derallion zu.

„Also Personen wie Meister Herzblut glauben das das Licht eine Philosophie ist. Ich glaube nur das es eine Art von Magie ist.“

Gyldor schüttelt leicht seinen Kopf. „Das ist nicht ganz richtig.“

Ilûvatar nickt. „Ein sehr guter Einwand. Wir können heute nicht klären, was das Licht ist, wir können aber feststellen, dass es scheinbar "DAS" Licht gar nicht gibt.“

Miraley hebt zögerlich die Hand. Ilûvatar nickt Miraley zu.

„Ich möchte mich nicht zu weit vorlehnen, aber ich meine gehört zu haben, das die Ursprünge auf einen Menschen zurückzuführen sind, steht nicht ein Monument in den Pestländern?“

Derallion hebt die Hand.

Ilûvatar nickt. „Sehr gut, das ist ein Teil des Lichtes und ich möchte sagen, der älteste uns bekannte Blickwinkel.“ Ilûvatar nickt Derallion zu.

„Ich habe zwar keine Ahnung wer es dort angewandt haben mag aber ich würde behaupten dass der Quell aller Magie irgendwo auf Kalimdor liegt.“

Vergorn hebt ebenfalls die Hand, zieht sie aber zurück als er bemerkt das sich jemand zuvor gemeldet hat.

Aeshlynn murmelt. „Die Kaldorei, hm?“

Vergorn hebt dann doch wieder die Hand.

Ilûvatar fährt fort. „Das Problem der Quelle ist allerdings ein sehr großes. Doch um dieses angehen zu können gehen wir einen Schritt zurück: Heute – wenn man über das Licht spricht – muss man mindestens 4 große Herangehensweisen berücksichtigen.“

Ilûvatar nickt Vergorn zu.

„Nun, wenn man es genau nimmt, ist die älteste uns bekannte Geschichte die auf Argus. Und somit die der Naaru, welche wohl ohne Zweifel die größte Affinität zum Lichte haben als wir alle gemeinsam.“

Ilûvatar lächelt erfreut. „Wunderbar! Drei der vier großen Strömungen wurden jetzt schon angesprochen.“

Derallion hebt die Hand.  Sorentiel blickt kurz nach links zum Sprechenden und dann wieder nach vorn gen Redner.

„Wenn man nun das bereits besagte bedenkt können wir folgendes feststellen…“

Derallion schnippst noch einmal scheint aufgebracht zu sein

Ilûvatar sieht zu Derallion, als er das schnippsen vernimmt. „Oh, ihr meintet das als eine Meldung?“

Derallion nickt. „Wir können doch nicht über unsere Art von Magie sprechen und dann als Argument bringen. Es gibt irgendwo irgendwelche die das auch nutzen. Was ist denn das für ein Argument im wirbelnden Nether sitzt ein Dämon der kann das vielleicht auch! Wir sollten schon auf Azeroth bleiben!“

Sorentiel schaut nachdenklich in Richtung von Derallion.

Ilûvatar räuspert sich. „Azeroth wurde - gerade in letzter Zeit - jedoch von vielen Dingen beeinflusst. Daher sehnen wir heutzutage auch 4 große Strömungen die ich nun auch aufzählen werde: Jene, die das Licht wie eine "normale" Magieart nutzen. Jene, die die Naaru als den Inbegriff des Lichtes sehen. Die Philosophie des Lichtes, wie sie die Kirche des Lichtes vertritt und 4. deren Abspaltungen, die sogenannten Häretiker des Lichtes.“

Derallion wirkt ganz und gar nicht zufrieden hält aber tatsächlich den Mund zumindest für den Moment.

„ Alle 4 nutzen nachweislich die Magie des Lichtes, alle 4 tun es ähnlich aber verschieden, es stellt sich immer die Frage der Quelle der Magie.“

Kelindra schaut leicht verwirrt, versucht dem ganzen aber still zu folgen.  Derallion hebt die Hand. Ilûvatar nickt Derallion zu.

„Ist das alleine nicht der Beweis, dass es nicht an der Philosophie liegen kann? Egal was ich glaube ich kann es nutzen? Ich finde das stärkt meine Sicht der Dinge dass es eine ganz normale Magieart ist.“

Elegias hebt nun doch ebenfalls die Hand. Ilûvatar nickt Elegias zu.

„Nun, geehrter Kollege. In dieser Sache möchte ich doch um eine differenzierte Betrachtung bitten.“

Caillien neigt den Kopf etwas seitlich, der Blick ist auf Derallion gerichtet. Ihre Mundwinkel zucken sichtlich amüsiert, während der Blick hin und wieder nach vorne zum Redner geht.

Ilûvatar schmunzelt. „Da kann ich nur zustimmen. Wir werden heute versuchen etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Natürlich wird das nur soweit möglich sein, wie jeder mit einem aufgeschlossenen Geist herangeht.“

Elegias fügt hinzu. „Um das Licht im Rahmen einer "magieähnlichen" Form zu verwenden, benötigt es eine Quelle, die im Rahmen komplexer arkaner Manipulationen angezapft wird. Und diese basieren widerum auf den Naa'ru, welche ihre Verbindung zum Licht wohl durchaus über philosophische Bindungen aufrecht halten.“

Derallion schenkt Gyldor ein strahlendes Lächeln. „Oh mein Geist ist aufgeschlossen ich mache mir bei dem Thema mehr Sorgen um Meister Herzblut.“

Gyldor schüttelt den Kopf. „Das ist sehr aufmerksam aber unnötig.“

Rianelas grinsend gen Elegias. „Ein Theoretiker.“

Elegias brummt dann. „Und wir sollten uns angewöhnen, uns aussprechen zu lassen.“ Elegias legt dann die Hände im Schoß zusammen und hört wieder zu.

Derallion blickt zu Elegias.

Ilûvatar lächelt und nickt. „Ich denke es wird später noch genug Zeit sein für ausführliche Diskussionen, nun wollen wir die Zwischenantworten auf ein Minimum beschränken und lieber fortfahren.“

Elegias neigt höflich den Kopf, schweigt wohl wieder. Chishala betrachtet die Sprechenden.

Ilûvatar fährt fort. „Da nicht jeder in dieser Runde über so vortreffliches Vorwissen verfügt. Rollen wir das Ganze noch. Wie bereits angedeutet wurde kam unser Volk das erste Mal durch die Menschen in Kontakt mit dem Konzept des Lichtes. Bei dieser Betrachtungsweise handelt es sich um die 1. Alternative, die Philosophie des Lichtes.“

Gyldor schielt zu Derallion.

„ Allgemeinhin wird sie auch als eine Religion verstanden, da sie in ebenfalls in einer Kirche organisiert ist. Die Anfänge liegen in Arathi und in den Königreichen der Menschen in denen die Philosophie de facto eine Staatsreligion darstellt. Von dort verbreiteten sie sich über die östlichen Königreiche und darüber hinaus und stellt noch heute die meisten Lichtwirker von Azeroth.“

Derallion hebt die Hand.

„Neben den Menschen sind auch andere Völker unter dem Dach der Kirche des Heiligen Lichtes vereint: Zwerge, hier vor allem die Bronzebärte, einige Gnome und Goblins und ja auch einige unseres Volkes und der Strömung der Hochelfen gehören dazu.“

Ilûvatar nickt Derallion zu.

„Ihr glaubt also die Menschen haben die Magie des Lichts entdeckt und entwickelt?“

Gyldor blickt zu Derallion. „Sie haben aus dem Glauben an das Licht Lehren entwickelt.“

Ilûvatar schaut in die Runde. „ Wer letztlich der Initiator des Lichtes war - jedenfalls auf Azeroth - ist fraglich. Jedoch waren es die Menschen die die Philosophie als erstes praktizierten.

Swántje hebt kurz die Hand und fragt. „Ihr sprecht von den Paladinen nicht wahr?“

„ Wie Gyldor richtig sagt hat die Kirche des Lichtes Lehren und Dogmen entwickelt, eine Art Liturgie, die auch zur Ausbildung von Priestern genutzt wird. Die Paladine sind ein Arm der Kirche, eine militärische Eliteeinheit. Einst aus Klerikern und Priestern hervorgegangen um gegen die Orcs zu kämpfen.“

Gyldor nickt. „Aber verglichen mit dem Rest sind sie eine echte Neuheit.“

„Insgesamt eine Recht junge Vereinigung, die in ihren Grundzügen der Priesterausbildung entsprechen, weshalb wir uns auch auf die Priester konzentrieren werden.

„Die Kirche hat für sich einen Wahrheitsanspruch entwickelt, so dass jene die ihr nicht folgen, als Häretiker, also verderbte Abweichler beschrieben werden. Die Priester glauben, dass das Licht sie segnet und dass sie durch ihr Leben in Sinne der Philosophie die Macht des Lichtes nutzen können. Auch unsere Priester vor dem 3. Krieg gehörten zu diesen.“

Vergorn murmelt leise: „Und diese noch heute hinrichten.“

Miraley blickt Vergorn  überrascht an, fragt kaum hörbar: „Wirklich?“

„Diese Gruppierung nimmt als Quelle ihrer Macht also eine innere Einstellung, ein Lebensmodell das sie versuchen zu erfüllen. Doch wie sieht dieses Lebensmodell, diese Grundlinien aus?“

Vergorn nickt sachte. „Viele die gegen das Licht sprechen, werden öffentlich hingerichtet“, flüstert er ihr leise zu.

„ Als erstes muss man ein Grundkonzept des Kosmos heranziehen. Eine Denkweise wie das Universum aufgebaut ist. Weiß jemand wie die Kosmologie der Philosophie aussieht?“

Chishala schüttelt den Kopf. Elegias nickt höflich, scheint aber kein Interesse zu haben, es auszuführen.

Ilûvatar lächelt. „Nun ich will mich kurz und einfach halten, soweit es geht: Die Philosophie drückt aus, das wir alle Teil des Kosmos sind, wie ein Mosaikstein, ein Teil von etwas größerem, von etwas ganzem. Und so wie wir dies sind, ist es auch jeder andere. Wir wirken auf den Kosmos, der Kosmos wirkt auf uns und mit unseren Taten verändern wir nicht nur uns selbst, sondern auch dein Kosmos und andere, genauso wie jene und ihre Taten uns beeinflussen.“

Derallion verschränkt die Arme. „Das ist aber eine ganz schöne Milchmädchenrechnung.“

„ Als Anhänger der Philosophie ist man daher angehalten sich über sich selbst und seine Emotionen klar zu werden und seine Handlungen immer im Gedenken dieser Kosmologie zu vollziehen. Dafür hat die Kirche die drei Tugenden entwickelt. Sind diese drei Tugenden bekannt?“

Aeshlynn hebt ihre Hand. Elegias nickt wieder mal höflich. Ilûvatar nickt Aeshlynn zu.

„Geduld, Mitgefühl und..ähm. da bin ich mir nicht sicher... Hartnäckigkeit?“

Gyldor schmunzelt nur und hört zu.

Derallion ruft dazwischen. „Geduld gehört doch zum Schatten!“

„Nicht ganz, aber nah dran, die - dogmatischen - drei Tugenden sind: Respekt, Geduld, Mitgefühl.“

Aeshlynn nickt. „Immerhin zwei von drei.“

„Die drei Tugenden stehen für große Handlungskomplexe, die auf das kleinste herunter gebrochen, die Gesamtheit eines Lebens abbilden sollen und letztlich nur in Kombination funktionieren. Sie in ihrer Gänze zu beschreiben würde den Rahmen des Abends sprengen. Doch eines ist sehr wichtig. Die Drei Tugenden und ihre Anwendung in Lebenssituationen bedarf immer der Auslegung. Die Kirche hat dazu strenge Richtlinien und Katechismen entwickelt und durch deren Einhaltung und Lebensweise wirkten die Priester das Licht. Jedoch ... wenn wir in unsere unmittelbare Nachbarschaft blicken, in die Pestländer und die Scharlachroten bedenken, so kommen wir zur 2. Gruppe, den Häretikern des Lichtes.“

Miraley wiegt nachdenklich den Kopf hin und her, als würde sie abwägen sich dazu zu äußern, doch schweigt sie und faltet die Hände in den Schoß.

„Diese waren ursprünglich Teil der Kirche und sehen sich selbst als Anhänger der Philosophie-Lehre. Dennoch legen sie die Tugenden teilweise extrem und der Kirche zu wider aus.“

Gyldor lehnt sich entspannt zurück.

„Dennoch nutzen sie das Licht. Die Frage der Quelle scheint hier also mit der inneren Überzeugung gekoppelt zu sein. Sie gebrauchen hierbei aber nachweislich keine externe Quelle.“

Rianelas zieht eine Augenbraue hoch

Derallion hebt die Hand.

„Lange Zeit galten diese zwei Strömungen als die einzig möglichen. Also Abwandlungen der Philosophie. Bis ... nun bis die Draenei ... sagen wir, ihren Zwischenstopp hier machten.“  Ilûvatar nickt Derallion zu.

„Klingt das nicht wieder so dass die Philosophie völlig egal wäre und beweist wieder dass es doch eine normale Magieart ist? Der eine hat Mitgefühl der andere ist ein brutaler Schlächter und dennoch greifen beide darauf zu. Das ist wie bei einem Magister. Er kann ein guter Mann sein oder ein schlechter und dennoch greift er auf die Magie zu.“

Ilûvatar schaut zu Derallion. „Nun aber Magier benötigen immer eine externe Magiequelle von der sie zehren können.“

Gyldor schaut zu Derallion und atmet tief aus.

Veltharean schüttelt missmutig den Kopf. Ihm scheinen diese Theorien nicht so recht zuzusagen, wenn man seine Miene recht zu deuten vermag.

„Es ist nicht so, dass dieser Punkt nicht auch in der Kirche selbst heiß diskutiert wurde: Jedoch kamen die Dogmen zum Schluss das das Licht nicht Magie sein könne, da Magie verderbt ist. Und daher in der Kirche verpönt, ja gar verachtet. Aber lassen wir die religiösen Interna hinter uns und betrachten die anderen zwei Formen der Licht-Anwendung. Hier sehen wir einen extremen Umbruch, der Kern dieser Herangehensweise ist der Glaube der Draenei, in dessen Zentrum die Naaru stehen, Wesen die scheinbar aus reinem Licht bestehen. Und hier ... wiederrum, hat man eine Quelle, die Naaru selbst.“

Gyldor hebt eine Hand.

„Aus einigen Unterlagen der ...  Exodar . Geht hervor, das der Glaube der Draenei weitaus älter ist, als die Philosophie-Lehre.“

Ilûvatar nickt Gyldor zu. Vergorn hebt sachte die Hand. Entscheidet sich aber schnell dazu sie zurück zuziehen. Er seufzt leise.

„Ich muss aus eigener Erfahrung sagen, dass es leicht fällt auch in der klassischen Tradition das Licht in den Naaru zu sehen.“

Ilûvatar verzieht das Gesicht, und sieht Gyldor an, als könnte er nicht glauben, was dieser gerade gesagt hat, fängt sich aber schnell wieder. „Nun die Tugenden bedürfen ja immer der Auslegung. Und es gibt viele Theorien über die Naaru.“

Gyldor schmunzelt leicht. „Moment... was schaut Ihr so ungläubig?“

„Einige behaupten sogar, das die Naaru immanente Wesen oder Seelen sind, die sozusagen nach einem Tugendhaften leben weiterexistieren.“

Gyldor blickt zu Ilûvatar auf. „Ich sehe das Licht in vielen Dingen, in einem Orc der sein Leben einem Freund opfert genauso wie in der Goblinmutter die ihre Kinder behütet.“

„Wenn man es aus dieser Warte betrachtet sicherlich. Das Licht wirkt in allem und jedem. Denn letztlich, sind wir alle Teil des Kosmos und damit verbunden ... ganz nach der Philosophie. Bei den Draenei jedoch gibt es die Tugenden und eine Philosophie nicht.“

Gyldor nickt und ist erst einmal wieder still.

„Die Naaru sind der Fokus, sie gewähren das Licht, seinen Segen und seine Gunst, sind dessen Sprachrohr, ja Boten oder gar das Licht selbst. Götter wenn man es überspitzt ausdrücken will. Und hier ... kommt unser Volk ins Spiel. Wir alle erinnern uns lebhaft, als der Sonnenbrunnen verseucht wurde und seine arkane Kraft versiegte und wie die Magiesucht uns alle heimsuchte.“ Sein Arm zittert leicht, ehe er sich strafft.  „Eine schreckliche und düstere Zeit.  Als das neue Silbermond entstand und der Herold des Prinzen Rommath zurückkehrte war dies die Stunde der Geburt der Blutritter. Die Kirche des Lichtes war in unseren Landen seid der Abkehr von der Allianz immer schwächer geworden und die kleine Gemeinden verloren nach dem Zusammenbruch viele Anhänger. Viele verloren ihren Glauben, so wie Lady Liadrin. Was taten sie also als das Licht ihnen scheinbar nicht mehr seine Gunst gewährte? Sie nahmen sich sie selbst. Dafür hatte unser einstiger Prinz Kael`Thas ein Geschenk aus der Scherbenwelt geschickt. Weiß jemand was es war, war jemand vielleicht beim Festumzug dabei?“

Elegias schweigt, die Hände ruhig im Schoß zusammengelegt. Sorentiel schüttelt leicht den Kopf. Kelindra schüttelt leicht den Kopf und schaut fragend in die Runde.

„Nanu? Keiner aufgepasst bei meinen Unterrichten? Schämt euch.“ Gyldor schmunzelt.

Derallion nickt. „Der Naaru natürlich!“

Aeshlynn schaut zu Gyldor. „Den Naaru.“

Gyldor lächelt. „Schon besser.“

Ilûvatar nickt. „Richtig, der Naaru M´uru. Gefangen genommen in der Scherbenwelt, zu uns gebracht als Quelle von Magie, von Lichtmagie. Und die Blutritter entwickelten Methoden um den Naaru als Quelle benutzen zu können ... eine eigene sehr spezielle“, er spricht das Wort "speziell" mit unüberhörbaren Abscheu aus, „Art der Paladine. Allerdings hielt diese Machtquelle nicht ewig.“

Gyldor hebt eine Hand.  Ilûvatar nickt Gyldor zu.

„In der Tat war der Erfolg dieser Experimente damals der erste wirkliche Beweis dafür, dass das Wirken von Licht keines Glaubens bedarf, nicht einmal so etwas wie ein Einverständnis des Lichts. Langfristig jedoch war das Gegenteil der Fall.“

Rianelas schmunzelt.

Ilûvatar nickt. „Es war allerdings ein großer Umbruch. Sowohl die beiden Formen der Licht-Philosophie, als auch der Naaru-Glaube setzten so etwas wie Überzeugung und Wohlwollen einer "Macht" voraus. Die Blutritter brauchten dies nicht.“

Gyldor erwidert. „Doch hatten sie diesen Wohlwollen die ganze Zeit.“

Ilûvatar runzelt die Stirn. „Oh, ihr habt scheinbar mehr Informationen darüber als ich finden konnte. Erleuchtet uns kurz Gyldor.

Eryne schaut zwischen beiden hin und her.

Gyldor nickt. „Der Naaru hat sich in dieses Schicksal gefügt. Die Blutritter konnten sich seiner Macht bedienen weil... vieleicht nur weil er selbst das erlaubte.“

Ilûvatar wirkt erstaunt, fast etwas ungläubig. Er macht sich schnell ein paar Notizen.

„Wie sollte es die Blutritter heute noch geben wenn es nicht so war?“

Ilûvatar lächelt. „Äußerst interessant. Noch die heutigen Blutritter ... führt uns zum letzten Kapitel der Lichtquelle.“

Derallion schaut auf. „Ganz einfach! Es ist eine Art der Magie wie jede andere. Es ist völlig egal an was man glaubt!“

Ilûvatar hebt eine Hand. „Wir schließen nun den Kreis und kehren zum Sonnenbrunnen zurück.“

Gyldor beginnt und nickt dann. „Aber... nun gut...“

„Die Macht Quelle M´urus - ob nun freiwillig oder geknechtet - verloren die Blutritter, als Kael`Thas zurückkehrte und den Naaru an sich nahm zum 'Sonnenbrunnenplateau. Einige mögen sich erinnern, dass die Offensive der Zerschmetterten Sonne harsche Kämpfe um das Plateau führte und in diesem Zusammenhang wurde der Brunnen wieder gereinigt, mit dem Opfer des Naaru.“

Gyldor hebt eine Hand.  Ilûvatar nickt Gyldor zu.

„Auch auf die Gefahr hin wieder abzuschweifen... Kann ein erzwungenes Opfer so einen Brunnen reinigen? Ein freiwilliges Opfer kann es, davon bin ich überzeugt. Aber nur weiter...“

Ilûvatar schmunzelt. „Lassen wir diese Worte so stehen und sprechen wir nur über die Konsequenz: Die Konsequenz war, das der Brunnen nun wieder als Magie-Quelle dienen kann, jedoch nicht mehr für das Arkane, sondern für die heilige Magie des Lichtes.“

Derallion hebt die Hand, ebenso wie  Rianelas.

Ilûvatar nickt Derallion schmunzelnd zu. „Wieder ein Beweis für die Magieform-Theorie?“

Derallion nickt. „Genau!“

Ilûvatar nickt Rianelas zu.

„Darf ich eine Frage an den Herrn hinter mir richten?“ er deutet auf Gyldor.

„Wenn er bereit ist sie zu beantworten.“

Gyldor macht eine Nur-zu-Geste mit den Händen.

„Als was würdet ihr einen Naaru beschreiben wenn ihr nicht das Wort Licht benutzen dürftet?“

Ilûvatar sieht interessiert zu Gyldor, dieser überlegt eine kleine Weile.

Miraley merkt überrascht aussehend auf. Interessiert beobachtet sie Gyldor.

„ Als die Körperwerdung von höheren Tugenden... Weisheit, Güte, Frieden... so groß und bedeutend dass es nicht wirklich erscheint aber umso wahrer.“

Rianelas nickt grinsend. „Habt Dank.“

Ilûvatar kehrt mit einem sehr kritischen Stirnrunzeln zum Vortrag zurück.

Gyldor schaut zu Rianelas. „Ich habe einige Male in meinem Leben Gelegenheit gehabt einen Naaru zu treffen... ich war nachher immer nicht sicher was ich erlebt habe und was geträumt... aber ich fühlte mich immer gestärkt, in allem was ich bin und sein will.“

Rianelas schaut dann zu Gyldor. „Könnte man sagen ihr wart mit neuer Energie erfüllt?“

„Ich war mit Energie gefüllt, alter und neuer... und ich fühlte meinen Geist fokussiert. Ziele rückten in den Vordergrund und Hindernisse verloren ihren Schrecken.“

Ilûvatar schaut in die Runde. „So wie viele hier unterschiedliche Sichtweisen vertreten haben, so ist das gleichwohl ein Spiegelbild der heutigen Licht-Anwender unseres Volkes.“

„Vieleicht wäre das ein Thema für einen eigenen Abend?“ Gyldor lächelt entschuldigend zu Iluvatar.

Ilûvatar nickt Gyldor zu.“

„Während vor dem Fall des alten Silbermondes alle unsere Priester Anhänger der Philosophie waren und im großen Maße Teil der Kirche des Lichtes sieht es heute anders aus. Es gibt tatsächlich alle 4 Hauptströmungen und wer weiß wen man begegnet, wenn ihr auf einen Priester trefft? Es gibt jene Traditionalisten, die den Dogmatischen drei Tugenden folgen, jene die der Philosophie anhängen aber wohl von der Kirche als Häretiker gesehen werden. Nun jene die den Sonnenbrunnen als Licht-Quelle nutzen und wenige in der Scherbenwelt, vor allem unter der zerschmetternden Sonne, die den Naaru-Glauben vertreten. Vielleicht ist es die Stärke des Volkes von Quel`Thalas das wir uns nicht nur auf eine Art beschränken das Licht in unsere Zivilisation zu lassen. Egal ob man es nun als Magie, als Religion oder Philosophie betrachteten will.“

Ilûvatar sieht zu Darallion. „Wie gesagt muss ich mich entschuldigen, das es heute Abend keine genauen Antworten gab.“ Er lächelt und neigt den Kopf.

Derallion hebt die Hand. Ilûvatar nickt Derallion zu.

„Wie ist es eigentlich mit Sonne und Mond? Sind das ebenfalls Licht und Schatten?“

„Nun eine sehr gute Frage. Gerade die Philosophie des Lichtes mutet in ihren Anfängen wie eine Art Sonnenkult an. Jedoch kann man Sonne und Mond nicht einfach mit Licht und Schatten gleichsetzen. Der Schatten ... oder besser, der vergessene Schatten, als Gegenpart zum heiligen Licht ist eine ... andere Sache. Aber dazu vielleicht beim nächsten Abend mehr.“

Ilûvatar sieht in die Runde. „Gibt es sonst noch Fragen?“

Derallion schaut beleidigt auf. „Das war aber keine so rechte Antwort. Ich weiß jetzt immer noch nicht was es mit Sonne und Mond auf sich hat.“

„Seht es einfach wie die Tugenden ... meine Antworten bedürfen immer der Auslegung.“

Aeshlynn schüttelt ebenfalls den Kopf. Sie sieht reichlich verwirrt aus und gähnt plötzlich. Sorentiel schüttelt leicht lächelnd den Kopf.

Gyldor schaut zu Derallion. „Sonne und Mond haben mit der Lichtphilosophie erst einmal nichts zu tun, sieht man davon ab dass beide Licht spenden.“

„Damit schließe ich den offiziellen Teil des Abends, ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Ich stehe natürlich für Fragen noch zur Verfügung und öffne den Abend auch gern für die Diskussionen.“

Ilûvatar verbeugt sich huldvoll.



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