FANDOM


Vorgeschichte OOC-Informationen Der Angriff

Lautlos huschten die beiden Gestalten am Ufer des Elrendarsees entlang. Geduckt und mit wachsamen Blicken tauchten sie in das Dickicht ein, wo sie die grünen Äste mit einer freundlichen Umarmung empfingen. Sanft teilten sich die grün schimmernden Blätter, als die eine Gestalt diese mit einer sanften Bewegung der Finger beiseite schob und den Blick aus den ebenso grünlich flackernden Augen über die kleine Siedlung wandern liess. "Bleib du hier, ich werde mir das ganze näher ansehen." wisperte sie, bevor ein kaum hörbares Rascheln erklang und der Elf gänzlich im Dickicht verschwand.

Das sanfte Zucken der Mundwinkel des anderen Elfen schien alles andere als Zustimmung zu bedeuten und mit einer flinken Bewegung hatte er einen Pfeil an die Sehne gelegt. "Gib auf dich Acht, Marelon." Kaum einen Augenblick später tauchte sein Kampfgefährte auch schon wieder neben ihm auf. "Und?" Marelon deutete auf die linke Hütte. "Ich denke wir könnten uns dort drin Deckung suchen und dann von da aus unseren nächsten Zug planen." Seine Stimme war kaum mehr ein Flüstern, doch drängend und bestimmt. "Yelin, gib mir Rückendeckung." Alsbald die Worte über seine Lippen kamen, tauchte er auch schon wieder in das Dickicht ein und verschwand. Yelin eilte im lautlos hinterher.

Langsam schlichen sie sich vor, nutzten jeden Schatten als Gelegenheit in Deckung zu gehen, ihn als Vorteil ihrerseits zu nutzen und so erreichten sie das Ende des schützenden Dickichts. Flach pressten sich die Waldläufer auf den Boden, spähten so durch das Gewirr an Zweigen und Gras hindurch. Ein grimmiges Schnauben liess die beiden innehalten, das Blickfeld verlagerte sich ein klein wenig weiter nach rechts. Schräg hinter der Hütte erhaschten sie einen Blick auf die Gestalt eines Trolls, welcher gerade um die Ecke bog. Ein Lendenschurz war das einzige, was man Kleidung nennen konnte, bewaffnet mit einer Axt und sein Oberkörper bemalt mit eigenartigen, trollischen Symbolen. Der linke Hauer war abgebrochen, dazu trug er in dem wilden, struppigen Haar einige nicht identifizierbare Schmuckstücke. Die Schritte waren behäbig; es schien fast so, als hätte sich die Langeweile in diesen breit gemacht. Wortlos schienen sich die beiden Waldläufer verstanden zu haben, denn kaum hatte der Troll das Dickicht erreicht, surrte ein schlanker Pfeil durch die Luft, dicht gefolgt von einem weiteren. Ein überraschtes Gurgeln war seine Antwort und er brach lautlos zusammen. Einige Zweige knacksten als Marelon und Yelin eiligst aus dem Dickicht sprangen, den Troll packten und ihn mit einigen Mühen hinter die schützenden Sträucher schleppten. Kurz atmeten die beiden durch, Yelin wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn. "Wir müssen weiter" erklang wieder die drängende Stimme Marelons. Ein zustimmendes Nicken liess ihn herumfahren.

Wieder hob er die Hand, deutete eine abgehackte Bewegung an und eilte los. Mit flinken Schritten huschte er zur Hütte, kauerte sich unter eine Fenster und presste sich flach an die Wand. Langsam umfassten die Finger den Griff seiner Klinge und mit dem nächsten Atemzug stemmte er sich langsam, ganz vorsichtig hoch. Kurz erhaschte er einen Blick auf das Innere der Hütte, wo ein weiterer Troll mit dem Rücken zu ihm stand. Marelon nahm sich die Zeit um diesen eingehend zu mustern, Yelin dabei vertrauend, dass er ihm den Rücken freihalten würde. Langsam wanderte sein Blick über die weitaus prächtigere Ausstattung seines Feindes. Seine Kleidung war farbenfroher, geschmückt mit Federn, kleinen Knochen. So war auch die Waffe in seiner Hand nicht irgendeine. Verziert mit trollischen Symbolen, Federn am Griffende und einer geschwungenen Klinge. Doch Marelon verschwendete keinen weiteren Blick auf die Waffe, sondern huschte zu Yelin zurück. Dieser erwartete ihn schon mit leiser Ungeduld. "Wir haben sie gefunden." sprach der blonde Elf. "Wir teilen uns auf, ich nehme das Fenster zu unserer rechten, du zur linken... auf mein Zeichen schlagen wir zu." Das leichte Zögern in Yelin's Nicken war Marelon nicht entgangen, doch schwieg er und liess einen prüfenden Blick zur Hütte wandern. "Los." zischte er leise und ging geduckt auf ihr Ziel zu.

Yelin umrundete das das schäbige Bauwerk und kauerte sich unter das gegenüberliegende Fenster. Ein ihm bekanntes Geräusch erklang. Der Schrei eines Drachenfalken. Ein lauter, wutentbrannter Aufschrei erschallte, als Marelon mit einer flinken Bewegung durch das Fenster sprang. Holz zersplitterte, die Axt riss ein klaffendes Loch in die Wand und wurde sogleich wieder heraus gerissen. Holzspäne flogen herum, regnete auf Marelon nieder, welcher auf den Troll zusprang. Yelin nutzte den kurzen Moment der Ablenkung durch Marelon und liess die Sehne singen, streifte den Berserker an der Schulter. Rasend schwang der Amani seine Axt, begann mit unbändigem Hass auf den Waldläufer einzuschlagen. Yelin liess einige weitere Pfeile auf ihn niederregnen, es schien seinen Hass nur noch mehr zu steigern. "Yelin!" schrie eine Stimme schmerzerfüllt auf. Es war Marelon. Der junge Waldläufer taumelte von einem Schlag getroffen zur Seite, die Axt hatte eine Wunde in seinen Arm gerissen und wieder holte der Troll aus, liess seine Waffe auf sein Opfer zuschleudern.

Doch soweit sollte es nicht kommen. Mit einem überraschten Aufbrüllen taumelte der Troll zur Seite. Etwas oder jemand hatte ihn aus seinem Gleichgewicht geworfen. Wenn es auch nur ein kleiner Schritt war, so hatte genau dieser verhindert, dass er Marelon in Stücke reissen konnte. So riss er die Zweihandaxt wieder herum. Yelin duckte sich im letzten Moment, spürte den Lufthauch des wuchtigen Schlages. Selbst noch ein wenig benommen von dem Zusammenstoss, riss er seinen Bogen in Abwehrhaltung nach oben, sah wie die mit feurigem Hass getränkten Augen ihn durchbohrten. Genau diesen Moment nutzte nun Marelon und begann, mit schwerfälligeren Bewegungen den Troll wieder zu attackieren. "Yelin! Jetzt!" schrie der Elf auf, als der Troll seinen Schlag mit einer zufälligen Parade abwehrte. Yelin sprang los, zog in der gleichen Bewegung seine Klingen und liess sie durch die Luft wirbeln. Ein kurzer Wiederstand bremste seinen Schlag, bevor auch dieser verschwand und es von einem Moment auf den anderen totenstill war.

Leise Worte hallten durch die Stille. Einige Male schien sie etwas zu sagen, immer das gleiche Wort und erst langsam begann Yelin zu realisieren, dass sein Name gerufen wurde. Marelon stand einige Schritte entfernt neben ihm, hielt sich den rechten Arm, dessen Ärmel in Blut getränkt war. "Wir.. wir müssen ihn weg..." begann Yelin stammelnd und bevor er den Satz zu Ende sprechen konnte nickte sein Kampfgefährte. Zusammen versuchten sie den schweren Leichnam in einem der grossen Fässer zu verstecken, den Kopf warf Marelon mit einer wütenden Bewegung ebenfalls hinein. "Sieh du dich um, ich werde Wache halten." presste der Verletzte die Worte hervor und drehte Yelin den Rücken zu, welcher sogleich den Deckel auf das Fass hievte und mit der Durchsuchung begann.

Sein Blick fiel auf die kleine Truhe in der Mitte des Raumes. Rasch kniete er sich daneben, begann den doch recht schweren Deckel zu lösen und stockte kurz, als ein in Leinen gehülltes Bündel darin lag. Mit spitzen Fingern zupfte er den Stoff zur Seite, welchen den Blick auf eine Steintafel frei gab. "Marelon?" hauchte der junge Elf leise. "Ja?" - "Es ist wahr... sie wollen es wirklich tun." flüsterte Yelin gepresst. Marelon warf ihm einen sichtlich unbehaglichen Blick zu, musterte Yelin und formte Stumme Worte.

"Es beginnt."

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki