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Girmgold Beziehungen & Bekanntschaften Clan der Zitterhände Die gesammelten Geschichten

Das Zitterhand Tagebuch von Girmgold.

Frostgrim Express Bearbeiten

Und es geht wieder los... Bearbeiten

Ein monströses Dröhnen erfüllte die riesigen Hallen und verzweigten Gänge Ironforges. Viele der sonst so geschäftigen Distrikte waren verwaist und mancherorts war ein rhythmisches Stampfen zu vernehmen. Die Ursache für dieses Stampfen hielt sich in Ebene 5 der Stadt auf und bestand aus hunderten, ja, sogar tausenden von Zwergen. Viele von ihnen trugen schwere Panzerrüstungen, Schilde und gefährlich aussehende Äxte, Schwerter und Keulen. Andere, in leichte Lederwämse gehüllt, hasteten zwischen einem imposanten Gebäude und dutzender Karren und Wagen hin und her. In Roben verschiedenster Farben gehüllt, brüllten greis aussehende Zwerge denen Befehle zu, welche die Karren entluden. „Na los ihr Faulen Granitfr.esser! Setzt euch in Bewegung! ...Pass auf mit der Munition du Dummkopf! ...Der Karren da! Schieb ihn darüber!“ ertönte es aus vielen Kehlen. Ein Befehl jagte den nächsten und jeder der Zwerge führte ihn hastig aus. Innerhalb des Gebäudes, in welches die Wagenladungen geschafft wurden, herrschte ein Chaos. Dutzende Zwerge und Gnome rannten durcheinander, schafften Kisten, Waffen und andere Güter von einer Ecke in die andere und brüllten sich gegenseitig Befehle zu.

„Heh! Threbad! Fang auf!“, rief Girmgold und schmiss dem rothaarigen Zwerg eine Munitionstasche zu. Threbad fing sie geschickt auf und schnallte sie an seinen Gürtel. „Danke! Verdammich ..wo is meine Knarre? Eh, da!“ keuchte Threbad mit hochrotem Kopf. „Wieviel Zeit haben wir noch? Wo ist der Captain? Verdammt, was funktioniert denn eigentlich noch?!“ schrie Threbad über die Köpfe der vorbeihastenden Zwerge seinem Gefährten zu. Girmgold lachte laut auf und schlug danach auf eine verkantete Metallplatte ein, die sein Bein bedecken sollte. „Weißte, wenn wir den Kasper verpassen, schließen wir uns einfach irgendeiner anderen Kompanie an!“ rief er Threbad zu. Dieser stand auf, schlug sich durch die Masse zu seinem Gefährten durch und beugte sich zu ihm. „Eh ..weißte, wir sind die einzige Kompanie. Wir begleiten den Versorgungskonvoi und werden dann da oben den Streitkräften unterstellt“, raunte Threbad seinem verblüfften Begleiter zu. „Was? Na so was… wer hat da oben das Sagen?“, fragte er. „Hrm ..weiß nicht, irgendein Mensch“, schnaubte Threbad, während er seinen Rucksack packte. Kurze Zeit später standen die beiden zusammen mit gut hundert anderen Zwergen marschbereit vor den Toren Ironforges. Ein paar Arbeiter waren damit beschäftigt, die letzten Vorräte in die Überdimensionierten und gefährlich aussehenden Dampfpanzer zu verstauen. Ein augenscheinlich ranghoher Offizier trabte währenddessen auf seinem imposanten Widder an die Spitze des Zuges und wendete dann. Er betrachtete zufrieden nickend den grimmigen Haufen und hob die Stimme. „Hier steh´ ich, vor meiner Kompanie… die Eisenharten des 112. Dampfpanzerregiments… und ich bin stolz!“ brüllte er über die Erwartungsvolle Menge. Lauter Jubel erhob sich und die Zwerge reckten ihre Streitwaffen in den frostigen Himmel. „Unser erhabener König, Magni Bronzebeard, verlor seinen Bruder an diese gammlige Brut, die sich Geißel schimpft. Der Hochverräter Arthas Menethil steht an der Spitze dieser Gefahr und unsere Menschlichen Verbündeten ersuchten uns um Hilfe. In seiner Weisheit entsendet er nun diesen Konvoi um den Verteidigern Lordaerons wichtige Hilfe zukommen zu lassen!“, brüllte er erneut. Doch diesmal hielt sich der Jubel in Grenzen. Viele hatten schon Berichte über die Greueltaten der Geißel gelesen und gehört. „Zusätzlich wird das 112. Dampfpanzerregiment den Verteidigern aushelfen und wichtige Städte entsetzen“, brüllte er der Menge zu. Trotz der Aussicht auf die kommende Gefahr überwiegte der Gedanke an eine Schlacht und die Truppe brach in tosenden Jubel aus. Der Captain beendete seine Ansprache, wendete den Widder und lies zum Abmarsch blasen. Erst langsam, doch dann mit militärischem Drill setzten sich die Zwerge in Bewegung. Ihnen folgten die Dampfpanzer, gefolgt von einigen Versorgungs- und Nachschubkarren. Den Abschluss bildeten berittene Soldaten.

Und so schritten Girmgold, Threbad und dutzende anderer Zwerge einer, wie sich bald herausstellen würde, unheilvollen Zukunft entgegen…

Wer anhält, stirbt. Bearbeiten

Wenn’s uns erwischt, dann aber so richtig, dachte sich Girmgold als er zusammen mit den anderen Zwergen durch ein dunkles Waldstück nahe Andorhal marschierte. Die regulären Straßen waren unbefahrbar; blockiert durch Dutzende Holzwagen, Karren und Kutschen, mit denen Flüchtlinge versucht hatten in südlichere Länder zu fliehen. Das erschreckende ist, dachte sich Girmgold als der die Wagen betrachtete von denen sie sich langsam entfernten, dass wir keinen einzigen Flüchtling bisher gesehen haben. Verflucht, wo sind die alle hin? Doch sosehr er auch grübelte, ihm wollte keine passende Antwort einfallen und so zuckte er noch kurz mit den Schultern, ehe er sich abwendete um nicht den Anschluss zu verlieren. Er rannte an der Karawane vorbei und reihte sich in die voraus marschierenden Soldaten ein. „Threbad? Ist dir was aufgefallen?“, fragte er seinen Kumpanen. „Eh..ne, was´n?“, grummelte Threbad ihm entgegen. „Hrm…hast du schon irgendeinen Flüchtling gesehen? Auch nur irgendeinen?“, zischte er ihm entgegen als ein berittener Leutnant an ihm vorbeitrabte. „Heh! Haltet die Klappe! Oder wollt ihr entdeckt werden?“, herrschte der Leutnant die beiden an ehe er weiter ritt.

Nach einigen Kilometern stießen sie auf einen schon vor langer Zeit eingestürzten Wachturm. Von Dutzenden Ranken und anderem Geäst überwachsen, bot diese Ruine nur noch den natürlichen Waldbewohnern Schutz. Doch selbst die ließen sich nicht blicken. Der Hauptmann der Kompanie schickte zwei Späher voraus und befahl, als sie ohne Meldung zurückkehrten, dort eine Pause zu machen. „Verdammt Girm! Eine Pause!“, jauchzte Threbad ausgelassen und warf einen stöhnenden Blick auf seine schlammverkrusteten Stiefel. „Verdammt! Nun ist auch der rechte nichtmehr dicht! So ein Mist!“, grummelte er in seinen Bart ehe er sich auf einen morschen Baustamm setzte. Girmgold lachte kurz auf und machte sich, wie alle anderen, daran ein Lager einzurichten. Threbad half ihm nach einer Weile und so schafften sie es gemeinsam, ein relativ bequemes Lager zu errichten. Langsam dämmerte es und schon bald würde die Nacht über sie hereinbrechen. Hmpf, nen großen Unterschied macht das hier drin nicht…, dachte Girmgold als er durch die Baumwipfel in den Himmel spähte.

Zwei Tage lagerten sie nun schon an der Turmruine. Inzwischen war ein Großteil der Kompanie an einer merkwürdigen Krankheit erkrankt. Sie schwächtelten und waren kurzatmig und einige lagen bereits in einer Art Fieberwahn. Die Wundheiler und Ärzte, welche die Kompanie mit sich führte, gingen davon aus, dass die Luft an dieser Krankheit schuld war. Zwar bemerkten viele die schlechte Luft schon eine Weile zuvor, doch je tiefer sie vordrangen, desto schlechter wurde es. Nun zahlten viele für ihre Ignoranz.

„Girmgold! Eh! Wo steckste?!“, rief Threbad während er durch das Lager stapfte und nach seine Kameraden suchte. Girmgold lag unterdessen nicht weit entfernt auf einem Baumstumpf und machte ein Nickerchen. – Den ganzen Vormittag hatte er bei der Versorgung der kranken geholfen und versuchte nun wieder Kraft zu tanken. „Threbad?“, murmelte Girmgold müde als er seinen Kopf hob um seinen Freund zu suchen. „Threbad! Hierher!“, rief er und winkte Threbad herbei. „Da steckst du ja! Verdammich! Wie siehst du denn aus? Na los, ich hab uns was zum beißen beschafft!“, rief Threbad Girmgold grinsend zu.

Es war Mitternacht als zwei Gestalten sich durch das Lager schlichen und vor dem Zelt von Threbad und Girmgold halt machten. Sie legten die Tücher beiseite, welche den Eingang bedeckten und schlichen sich in das Zelt. Eine der Gestalten räusperte sich und Girmgold schreckte auf, seine Axt Griffbereit in der Hand. „Hoho, ganz ruhig Girmgold. Ich bin´s Lorbug“, lachte die Gestalt, welche sich als Zwerg entpuppte. „Ach, du bist´s? Isses soweit?“, fragte Girmgold verschlafen worauf ihm mit einem Nicken geantwortet wurde. Nachdem die beiden Neuankömmlinge das Zelt verließen, machten sich Girmgold und der gerade erwachte Threbad daran, sich auszurüsten und die ihnen bevorstehende Wache anzutreten. Sie verließen das Zelt und gingen zielstrebig in Richtung des kleinen Unterstandes, welcher inzwischen angefertigt wurde und das Lager in Richtung der Siedlung abgrenzte, welche ganz in der Nähe lag. Nachdem die beiden den Unterstadt bemannt hatten, widmeten sie sich ihrer Aufgabe und spähten mithilfe der Fernrohre in richtung der Stadt. „Alles ruhig…schon seit wir hier sind hat sich dort nichts geregt. Die Späher haben auch nichts gefunden..verdammte Geisterstadt..“, brummte Threbad und biss in ein Stück Trockenfleisch. Girmgold schwenkte unterdessen mit seinem Fernrohr durch die Landschaft und suchte nach Besonderheiten. Nach einer Weile fixierte sich sein Blick auf eine umgestürzte Kutsche, die auf der Straße lag, welche aus der Stadt führte. Irgendwas bewegt sich da…, dachte er und runzelte die Stirn. Verdammt..was? Plötzlich hatte er das Gefühl, dass das Etwas ihn ansah, ihm direkt in die Augen sah. Hastig senkte er das Fernrohr und atmete tief durch. Gerade wollte er das Fernrohr wieder ansetzen, als Threbad sich ruckartig nach links drehte, sich vorbeugte, wie um zu erkennen was in der Ferne vor sich geht, und dann laut aufschrie: „Wir werden angegriffen! Angriff! Sie kommen! Zu den Waffen!“ Blitzschnell erwachte das Lager zum leben. Überall griffen die Zwerge nach ihren Waffen und schnallten sich hastig Rüstungen um. Die ersten nahmen bereits die Verteidigungspositionen rund um das Lager ein, noch ehe sie wussten was sie eigentlich angriff. Doch jene die es wussten, wollten es ganz schnell vergessen. Zitternd packte Girmgold seine Axt und gemeinsam mit Threbad rannte er aus dem Unterstand um ebenfalls eine Verteidigungsposition einzunehmen…

Erster Kontakt Bearbeiten

"Feuer einstellen! Feuer einstellen! Wartet bis diese Monster nah genug heran sind! Der Wald verschluckt die Wucht!" rief Xbarglad Steinschuss, Captain der Schützenkompanie. Grimmig blickte er zu den wenigen verbliebenen seiner Männer. Viele schafften es nichtmehr aus ihren Zelten, als diese Ghule über sie kamen und sie töteten. Die, die es schafften, hatten mit wenig Munition zu kämpfen. Es sah düster für sie aus...sehr düster...

Zur Gleichen Zeit standen Girmgold und Threbad einige Meter weiter weg, an der Südgrenze des Lagers. Blutüberströmt setzten sie sich mit allen Mitteln gegen die nimmermüden Horden der Ghule zur Wehr. Girmgold zog gerade die Axt aus einem gebrochenen Torso als diese ihm abglitt und er sich fangen musste, um nicht nach hinten zu fallen. Der verdammte Holzgriff...total glitschig.. Im zweiten Anlauf schaffte er, sie zu packen, gerade richtig als ein weiterer Ghul auf ihn zustürmte und seinen rechten Arm samt Schild packen wollte. Girmgold nutzte die Chance und zog das Schild ruckartig nach oben, worauf es dem Ghul in sein gefräßiges Maul fuhr und den Unterkiefer abtrennte. Wutheulend schlug er auf das Schild Girmgolds ein und schaffte es, dieses in zwei Teile brechen zu lassen. Grunzend, den schweren schlägen nur schwerlich standhaltend schwang er seinen freien Arm, der die Axt trug, gegen den Oberkörper des Ghuls und fügte ihm eine schwere Wunde zu. Dieser stolperte einen Schritt zurück, was es möglich machte, nutzloses Schild wegzuschleudern und zur zweiten Axt zu greifen, die noch am Waffengurt baumelte. Dank der zwei Äxte schaffte es Girmgold, in einem glatten Streich den Oberkörper des Ghuls vom Unterleib zu trennen. Achtlos zertrat er das Gesicht des Ghuls und stieß zu Threbad auf, der sich gegen zwei dieser Monster verteidigen musste. Im Vorbeigehen vernahm er noch einen Laut, den der verendende Ghul von sich gab, er jagte Girmgold einen Schauer über den Rücken..er hörte sich menschlich an, zu menschlich.

Threbad und Girmgold konnten sich eine Zeit lang gut gegen die anstürmenden Horden zur Wehr setzen. Zwar blutete Threbad stark aus einer Wunde an seiner Schulter und war in der Benutzung seines rechten Arms eingeschränkt und auch Girmgold hatte einige Treffer einstecken müssen, doch waren sie noch nicht am Ende ihrer Kräfte. Das Blatt wendete sich jedoch, als gleich ein ganzes Dutzend der Ghule durch das Unterholz brach und auf das inzwischen geschrumpfte Lager stürzte. Unglücklicherweise suchten sie sich genau die geschwächte Südflanke aus, die nurnoch Girmgold, Threbad und die Überreste der Schützenkompanie verteidigten. Doch genau diese Kompanie wurde zu ihrem Retter. Mit einem zackigen "Ducken!" wies der Captain Girmgold und Threbad an, sich auf den Boden zu werfen. An das nasse, vom Blut getränkte Laub gedrückt hörte Girmgold daraufhin ein Stakkato an lauten Knallen und daraufhin ein vielfaches Surren, dicht an seinem Ohr. Ein Grinsen trieb ihm daraufhin das geräusch fallender Leiber auf das Gesicht. Er richtete sich auf, und sah, beruhigt, das dutzend Leiber ausblutend auf dem Boden liegen. Threbad rief daraufhin laut "Südflanke sicher!" und bekam promt die Bestätigung, dass auch West und Nordflanke sicher seien. Die Schützen rückten ab und machten sich daran auch die Ostflanke von Ghulen zu befreien...

"Wir ham nen Schweineglück gehabt, was Threbad?" fragte Girmgold seinen Freund, während sie beide vom Kompaniearzt versorgt wurden. "Diese Viecher ham mir die Zehennägel aufgerollt, grässliche Biester!" lachte Threbad und zischte, als der Arzt ihm eine Tinktur in eine Wunde strich. Während die beiden versorgt wurden, machte sich das ganze Lager daran, die Toten zu einem Stapel aufzuhäufen und zu verbrennen. So schnell wie möglich raus aus diesem Wald, das wollten alle nur noch...

Ein Hoch auf Lordaeron Bearbeiten

Ich hoffe ich kann morgen auch noch eine Seite schreiben, dachte sich Girmgold und legte das in dunklem Leder eingebundene Tagebuch an die Seite. Müde rappelte er sich auf und stieß den schlafenden Threbad an. „Heh, aufwachen! Der Brigadekommandant verliest gleich den Tagesbefehl. Ich wette mit dir heut geht’s nach Andorhal.“ griente er in das verschlafene Gesicht seines Freundes. Eilends löschten sie die mickrige Feuerstelle und machten sich zur Lagermitte auf…


„Koooompanie, angetreten! Herhören Soldaten! In einer knappen Stunde werden wir mit einem Regiment der Armee von Lordaeron verstärkt, die in einem Kloster einige Meilen von hier entfernt stationiert sind. Bis dahin befestigen wir das Lager hier. Dies hier wird der Ausgangspunkt für die Belagerung Andorhals werden. Das 23. Gebirgsjägerkorps wird sich gleich zu einer Spähmission aufmachen. Der Rest bleibt hier und sieht gefälligst zu, dass wir uns hier verteidigen können! Abgetreten!“ Nachdem Girmgold und Threbad die Nachrichten vernommen hatten machten sie sich fluchend daran, einen Teil des Lagers zu befestigen. Mittels Schaufel und Spitzhacke gruben sie einen behelfsmäßigen Graben und legten einen kleinen Unterstand an. Doch bereits nach wenigen Minuten mussten sie innehalten. Schweißüberströmt, die Adern sich auf der schmutzigen Haut abzeichnend, ließen sie sich in den halbfertigen Graben sinken. So wie ihnen erging es vielen in der Befestigungsanlage, denn die Krankheit die sie schon im Wald schwächte, machte sich hier noch deutlicher bemerkbar. Glücklicherweise blieben Girmgold und Threbad noch weitestgehend verschont und konnten nach einer Verschnaufpause die Arbeit wieder aufnehmen. Bald darauf wurden sie in ihrer Tätigkeit von einem beständen Poltern und Klirren unterbrochen. Sie hoben die Köpfe aus dem Graben und sahen knapp 100 gerüstete Soldaten mit einer Karawane im Lager eintreffen. Es ließ sich nur schwer ein Blick auf die behelmten Menschen erhaschen, doch das was man sah, ließ auf eine hohe Disziplin schließen. Girmgold und Threbad waren beeindruckt; „Da hol mich ein Höhlenwendigo…sieh dir die Kerle an. Zucken nicht mit einer Wimper! Selbst unser Kommandant is nich so drauf wie üblich“, griente Threbad und stieß Girmgold keck grinsend an. Der erwiederte das Grinsen. „Aye…n´ merkwürdiger Haufen. Bin mal gespannt wie sich die Burschen im Kampf schlagen werden..nun aber an die Arbeit..schließlich muss für den geschätztn Kommandantn alles Blitzblank und aufgeräumt sein!“ warnte Girmgold ironisch. Grummelnd und schwitzend, benebelt von den Dämpfen und in der Stimmung getrübt von der Atmosphäre, machten sich die beiden daran, das Lager aufzubauen. Schnell verwandelte sich die behelfsmäßige Lagerstätte in ein kleines Fort, gefüllt mit hin und her wuselnden Zwergen, überragt von einer in dunklen Schwaden ruhenden Stadt…

Finde Frieden, im Tode… Bearbeiten

Den Wildhammerzwergen, welche die Provinz östlich von Lordaeron überflogen, bot sich ein merkwürdiges Bild. Eingerahmt von einst satten und grünen Wäldern, saftigen Weiden und fruchtbaren Äckern, flankiert von der mächtigen Inselfestung Darrowehr, stand Andorhal. Wo vor einigen Wochen bunte Dachschindeln die schmucken Häuser bedeckten, gepflegte Gehwege die Wohnviertel der Stadt dominierten, reges Treiben im Handelsdistrikt herrschte, hielt nun der Tod sein grausames Leichentuch über der Stadt. Viele Gebäude sind bis auf ihre Grundmauern niedergebrannt, andere schwarz und verkohlt. Jene die noch standen, bildeten einen Grotesken Kontrast zu dem, was in der Stadt vor sich ging. Ghule und Zombies streiften durch die Straßen, unstet und Hirnlos, gelenkt vom eisigen Unheil aus dem Norden. Monstrositäten schleppten Leichen durch die Straßen, verluden sie auf brüchige Karren und schickten sie aus der Stadt. Totenbeschwörer versammelten sich um die Leichenberge und erweckten ohne Pause die toten Hüllen der Menschen. Über dem grausigen Treiben hing ein übelriechender Nebelteppich, der sich langsam über die gesamte Gegend ausbreitete.

„Thorvin, glaubst du, dass diese verdammten Untoten bis zum Nistgipfel vordringen?“ Einer der fliegenden Zwerge, richtete sein Wort lautstark an den Anführer der Gruppe, während sie langsam über die Ruinenstadt hinwegglitten. „Machste Witze? Ganz bestimmt nich! Dafür sorgn wir schon..und unsre Vettern.“ knurrte Thorvin Donnerhammer zurück. Grimmig wandte er den Blick von der Stadt ab. Einige Meilen von ihr entfernt, bot sich ihm ein ganz anderer Anblick. Etwas, das so garnicht in die verendete Landschaft passen wollte. Inmitten siechender Felder und Bauernhütten, thronte eine beeindruckende Holfbefestigung. Allerorts wurde gehämmert und gesägt und die Festung wuchs stetig. Vier große Wachtürme markierten die äußersten Bereiche. Menschenregimenter übten auf einem behelfsmäßigen Truppenplatz, Mechaniker warteten die empfindlichen Dampfpanzer der Zwerge, und Schützenregimenter nahmen, aus ihren Erdbunkern heraus, herumirrende Ghule und andere Untote unter Beschuß. Das Bild was sich Thorvin bot, entlockte ihm ein Grinsen. Seine Überzeugung, bald wieder zuhause zu sein und das Problem erledigt zu haben, bestärkte sich bei diesem Anblick. Mit einem Wink in Richtung des Lagers ordnete er seine Begleiter an, zu landen und Bericht zu erstatten. Schon Morgen sollte der Angriff beginnen und sie mussten über jede Bewegung der Untoten aufgeklärt sein…

..schon bald würde das nichtmehr nötig sein…

Die Rache Khaz Modans Bearbeiten

Du-dum..du-dum..du-dum.. ging es den ganzen Morgen schon. Girmgold war aufgeregt, sehr aufgeregt. Sein Herz pochte, als wolle es jeden Moment aus seinem Brustkorb springen und gemessen an dem was vor ihm lag, war das garnicht so verkehrt. Der Tag war endlich gekommen, der Tag, der den Wandel markieren sollte. Die Offiziere sprachen schon den ganzen Morgen von einem entscheidenden Sieg, davon, dass der Feldzug endlich zu ihren Gunsten verlaufen würde. Girmgold war, wie alle anderen auch, gerne bereit das zu glauben, schließlich wussten die Offiziere was sie tun. Und so kam es, dass er und Threbad voller Stolz den Worten lauschten, die der General nun an sie richtete, zusammen mit 2500 weiteren Zwergen standen sie wenige Meilen vor Andorhal, aufgereiht in Schlachtformation, jederzeit Bereit loszuschlagen. Über ihnen markierte das monotone flapp-flapp-flapp der Gyrocopter, wer hier die Lufthoheit besaß und ein Blick zur Seite schien auch den letzten Zweifler am Sieg überzeugen zu können. Die mächtigen Dampfpanzer der neusten Generation flankierten die Mitte. In Formationen zu je 200 Zwergen bildeten sie das Zentrum des Angriffs. Die schwere Artillerie im Hintergrund verlieh ihnen eine, bisher nicht erlebte, Zuversicht inmitten dieses trostlosen Ortes. Girmgold richtete seinen Blick schnell wieder nach vorne, wo der General Worte des Mutes, Trosts und der Zuversicht spendete. „Soldatinnen und Soldaten! Zwerge Khaz Modans! Die letzten Wochen waren keine leichten! Wir alle haben Verluste zu beklagen, Verluste die uns tief getroffen haben. Wir haben nicht nur Freunde, Geschwister und Väter verloren, sondern auch Zuversicht und Mut! Dieser Gegner kennt keine Gnade, kein Pardon und hält sich an keine Regeln. Diese Erkenntnis kam uns zu spät und hat uns zuviel gekostet! Viele sind in die heiße Esse übergetreten, weil sie dachten, Kriegsgefangene machen zu können! Doch wir haben unsere Lektion gelernt. Die schlausten Köpfe Eisenschmiedes haben uns neue, ausgezeichnete Taktiken entwickelt und die klugen Gnome neue, todbringende Waffen entwickelt. Nun wissen wir, womit wir es zu tun haben! Wir wissen was uns erwartet! Krieger! Ich bin stolz, so eine schlagkräftige Division anführen zu können! Zeigen wir den Leichenfledderern, was schon die Dunkeleisenzwerge zu spüren bekommen haben, die Rache eines ganzen Volks! Die Rache der Zwerge!“ Noch ehe die letzten Worte des Generals verklangen, brach unwahrscheinlicher und tobender Jubel aus. Ein Chor kräftiger Zwergenstimmen ergoß sich über die Landschaft und neue Zuversicht war hautnah spürbar. Girmgold überkam ein kribbeln und ihm wurde heiß und kalt zugleich. In den Augen eines jeden Zwergs konnte man an diesem Tage ein aufkeimendes Feuer sehen. Die Zwerge waren bereit, ihren Anteil am Feldzug zu leisten und die grausamen Verteidiger Andorhals würden dies schon bald zu spüren bekommen. Ein lautes, tief brummendes Horn war zu hören, woraufhin die Brigadekommandanten heiser „Angriff!“ schrien. Dampfpanzer setzten sich behäbig aber unaufhaltsam in Bewegung und die Gyrocopter schossen zielstrebig auf die Stadt zu, um ihre todbringende Last auf die eingekesselten Verteidiger abzuwerfen. Die letzte Stunde der Geißel hatte hier geschlagen, dessen war sich jeder sicher. Girmgold nahm sein Schild auf, und setzte sich in Bewegung. Einer Welle gleich, setzte sich die Masse aus gerüsteten Leibern in Bewegung. Den Greifenreitern und Gyrocopterpiloten bot sich ein einzigartiges Schauspiel...

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