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Stille.
...
Mehr gab es nicht, nachdem sie das Ritual beendet hatte.
...
Einsamkeit.
...
Sie...Er...Es...war weg. Für immer?

Ihre Augen waren offen doch sah sie nichts. Ihre Lippen formten Worte. Worte, die niemand hören, noch verstehen könnte. Sie nahm einen Schatten wahr. Groß, dunkel, aber freundlich.

War das echt?

Träge löste sie sich von diesem Gedanken und trieb weiter in den ungeformten Bildern ihrer Seele.

Manchmal nahm sie Gemurmel wahr. Doch sobald sie versuchte, sich diesem zu nähern, kam der Schmerz zurück und sie ließ sich zurückfallen in die dumpfe Einsamkeit.

Manchmal rief sie jemand, doch es interessierte sie nicht mehr.

Stille und Einsamkeit ohne Schmerz und Verlust war einfacher zu ertragen, als der kleine Funken Hoffnung, den diese Stimme, dieser Schatten immer wieder mit sich brachte.

Träumte sie?

Der Schatten verließ sie schließlich auch, wie sie vermutet hatte und die Zeit verging.Ihre Lippen formten immer noch Worte. Lippen die nun aufgesprungen und rau waren.

Was hatte sie getan?

Sie konnte sich nicht erinnern und doch wusste sie, dass es etwas sehr schlimmes gewesen sein musste.

Sie begann sich tiefer einzugraben in den Bildern ihrer Seele. Sah Personen, die sie nicht gleich erkannte und immer wieder den guten Schatten.

Bis sich ein anderer Schatten, groß, dunkel und boshaft über alles legte.

War es ein… nein, das konnte nicht sein!

Sie bohrte tiefer, ließ den Schmerz zu und erkannte schließlich die Wahrheit.

„Du!“

Schweißgebadet und mit aufgerissenen Augen wachte sie auf, die Finger in das von ihrem eigenen Urin beschmutzte Betttuch gekrallt, die Haare wirr und verfilzt.

Vorsichtig sah sie sich um.

Stille.
...
Niemand war hier.

Langsam richtete sie sich auf, probierte ihre Muskeln aus, die sich nur müde an eine Zeit außerhalb der Schlafstätte erinnern konnten. Auf wackeligen Beinen wankte sie schließlich zu einem winzigen Handspiegel der am anderen Ende des Zeltes lag und erschrak.

Dumpfe Augen umlegt von tiefen, dunklen Ringen prägten jetzt ihr Gesicht. Ihre Haut war aschfahl und man konnte nur auf Grund des schwachen Flackerns ihrer Augen auf Leben schließen.

Aus ihrem Rucksack nahm sie einen kleinen Kamm und versuchte verzweifelt und später unter Tränen ihre schulterlangen, weißblonden Haare voneinander zu trennen, während sich langsam eine quälende Frage in ihren Verstand schlich.

"...wer bin ich...?"

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