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Belamoors Forschungstagebuch

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Belamoors Forschungstagebuch beinhaltete die Aufzeichnungen der dalaranschen Aufseherin Belamoor[1]


Belamoors Forschungstagebuch

Kegan Dunkelmar, der Anführer jener kleinen Gruppe von Untoten, die auf der Suche nach Schutz vor ihren "Brüdern" zu uns kam, ist so gar nicht wie die anderen von seinem Schlag. Seine Haut mag verfaulen und Blut mag schon lange nicht mehr durch seine Adern fließen, aber seine Handlungen sind edel und er scheint sich mehr um das Wohl seiner Begleiter zu sorgen, als um sein eigenes Wohlergehen.

In der Tat zeichnet er sich durch eine Menschlichkeit aus, die ich, wie ich gestehe, gelegentlich an den Menschen um mich herum vermisse.

***

Aber warum erwähne ich das? Nun, ich möchte dem, was ich nun niederschreiben werde, auf diese Weise Glaubwürdigkeit verleihen, denn dies sind die Worte von Kegan. Ich hoffe, dass meine Kollegen, wenn sie dies Tagebuch lesen, verstehen werden, warum ich ihm Glauben geschenkt habe:

"Überbleibsel der Alten Götter liegen noch immer in den Tiefen der Welt verborgen. Nun wollen sich neue Kräfte diese uralte Macht zu Nutze machen, und wenn sie Erfolg haben, halten sie eine furchtbare Waffe gegen ihre Feinde in Händen."

***

Mit diesen Worten hat mir Kegan seinen Blutsteinanhänger übergeben, und in seinen Augen lag dabei ein Ausdruck von Angst und vielleicht sogar so etwas wie Ehrfurcht. Und als er die Steine in meine Hand legte, blieben seine Augen darauf ruhen, als gebe er den Anhänger nur widerwillig ab. Ekel überkam mich, aber ich weiß bis heute nicht, ob das an der Berührung durch Kegans totes Fleisch lag oder am Anhänger selbst.

Denn ich fühlte darin eine Kraft. Eine tiefe, verborgene, hungrige Kraft. Eine Kraft, die sich nach Freiheit sehnte.

***

Auch wenn meine Kollegen in Dalaran arge Bedenken hatten, die von Kegan und seinen Begleitern mitgebrachten Blutsteine zu untersuchen, so fühlte ich mich durch Kegans Ehrlichkeit doch gezwungen, seinen Blutsteinanhänger zu untersuchen, statt ihn und die vier anderen einzusperren und die Steine zu lassen, wo sie waren.

***

Ich hoffte, meinen Kollegen davon überzeugen zu können, dass diese Steine in der Tat magische Kräfte besäßen und dass, auch wenn wir Hexer von Dalaran die Macht der Blutsteine nicht nutzen wollten, wir wenigstens ihre Eigenschaften studieren sollten, da der Feind sie eines Tages gegen uns verwenden könnte.

Und so begann ich denn.

***

Ich begann meine Prüfungen zunächst in der Annahme, dass es sich bei Blutstein tatsächlich um Gestein wie Quarz oder Obsidian handelt. Also machte ich verschiedene Prüfungen zur Gesteinsbestimmung: welche Mineralien der Blutstein enthielt, wie seine Farbe und sein Härtegrad zustande kamen sowie einige andere für Gestein und Erz übliche Eigenschaften. Aber der Blutsteinanhänger reagierte frustrierenderweise auf keine der Prozeduren wie normales Erz.

***

Genau genommen reagierte er sogar genau andersherum als erwartet. Fast schien es, als sabotiere der Anhänger meine Experimente absichtlich,

als besäße er einen Verstand und sei lebendig.

Verärgert, aber nicht entmutigt ging ich nun also davon aus, es handele sich um etwas Lebendiges.

Vergeblich.

***

Meine Experimente konnten die Herkunft des Blutsteins nicht enthüllen. Das einzige Rätsel, das ich lösen konnte, war, dass der Blutstein weder lebendig noch tot war!

Ausgerechnet dann gelang mir aber plötzlich der Durchbruch. Für mein jüngstes Experiment benötigte ich ein Becherglas, dessen Rand an einer Stelle etwas abgesplittert war. Das eigentliche Experiment erbrachte wieder kein Ergebnis, aber als ich danach den Arbeitstisch reinigte, schnitt ich mir mit dem Becherglas in den Finger.

***

Die Wunde war nicht tief, blutete aber stark. Bevor ich meinen Finger verarzten konnte, war mein Schreibtisch schon voller Blut.

Ich wollte es wegwischen, aber da fiel mir etwas höchst Merkwürdiges auf...

***

Das Blut, das neben dem Blutsteinanhänger auf den Tisch getropft war, bewegte sich langsam auf das Schmuckstück zu, als würde es davon angezogen. Die Blutstropfen, die mit dem Anhänger in Berührung kamen, schienen zu verschwinden, und das Rot des Steins wurde umso intensiver, je mehr von meinem Blut er in sich aufnahm.

***

Als ich das sah, wurde mein Kopf ganz leicht, was vielleicht weniger an meiner Verletzung lag (denn so viel Blut hatte ich ja nicht verloren) als an der Tatsache, dass ich nach all dem Frust endlich eine der Eigenschaften des Blutsteins gefunden hatte. Ich griff nach einem Hocker hinter mir, setzte mich und dachte nach. Gedanken und Fragen rasten so schnell durch meinen Kopf, dass mir ganz schwindelig davon wurde.

Trinkt der Blutstein Blut? Verlangt er nach Blut? Zieht er Blut an?

***

Oder besteht Blutstein gar aus Blut? Und wenn ja, wessen Blut? Mein Blut? Menschenblut? Blut von Tieren?

Vielleicht ist der Blutstein aber auch aus dem Blut eines unbekannten Dings - eines Dings, das Kegan sowohl fürchtete als auch verehrte, als er mir seinen Anhänger gab.

Diese Frage gilt es zu beantworten. Sie ist der Schlüssel.

***

Mein Ehrgeiz wurde angestachelt und ich stürzte mich wieder in meine Experimente. Dieses Mal hielt ich mich nicht lange mit Vermutungen auf, sondern machte jeden mir nur möglichen Test. Freilich war der Aufwand an Zeit und Mühe beträchtlich, aber es erhöhte auch die Wahrscheinlichkeit neuer Entdeckungen.

Und obwohl mein Labor sehr klein ist und ich niemanden habe, der mir hilft, ist es mir doch gelungen, eine weitere faszinierende Eigenschaft der Blutsteine zu finden...

***

Neben Blut sind auch elementare Kräfte in dem Stein konzentriert. Feuer, Wasser, Donnern und Fels sind mit dem Blut vermischt (aber die Frage bleibt: wessen Blut eigentlich?). Und obwohl diese Mixtur äußerlich eher träge erscheint, scheinen doch all diese Kräfte innerlich miteinander zu ringen. Fragen über Fragen taten sich auf angesichts dieses ebenso faszinierenden wie beunruhigenden Materials.

***

Aber um diese Frage beantworten zu können, müssen weitere Studien und Experimente an dem Anhänger durchgeführt werden, und ich befürchte, dass es im Internierungslager von Lordamere weder genug Arbeitskräfte noch die erforderliche Ausrüstung dazu gibt. Also übergab ich den Blutsteinanhänger einem Kurier, der ihn nach Dalaran bringen sollte. Ich gab ihm auch genaue Anweisungen für die Experimente mit, auf dass meinen Kollegen die frustrierenden Erfahrungen erspart blieben, die ich gemacht hatte.

***

Während ich auf die Ergebnisse dieser Experimente wartete, sprach ich wieder öfter mit Kegan. Ich drängte ihn immer wieder, mir zu sagen, was er über die Blutsteine wusste. Aber nie verriet er mehr als das, was er mir schon gesagt hatte, als er mir den Anhänger gab, wie er überhaupt nicht oft über "die Verlassenen" sprach, wie er seinen Klan der Untoten nennt.

***

Aber Kegan war ganz erpicht darauf, über andere Themen zu reden, insbesondere seine Zeit in Lordaeron vor dessen Fall.

Er liebt dieses untergegangene Königreich noch immer, obwohl es doch nicht mehr existiert.

Meine wachsende Sympathie für Kegan verlieh mir Geduld, während ich auf die Untersuchungsergebnisse wartete.

***

Nach Wochen ohne Nachricht verlor ich die Geduld, forschte nach und erfuhr, dass der Blutstein nie in Dalaran bei meinen Kollegen angekommen war. Mein Kurier war verschollen und der Blutsteinanhänger mit ihm!

Das sind schlechte Neuigkeiten, denn obschon Kegan und seine Begleiter noch einige andere Blutsteinexemplare haben mit denen wir experimentieren können, befürchte ich, der Anhänger könnte in die falschen Hände geraten.

***

Ich habe einen weiteren Boten nach Dalaran geschickt und gehört, dass sie dort immer noch nach dem Anhänger suchen, und zwar inzwischen auch in den Ruinen außerhalb unserer schützenden Sphäre.

Ich kann nur hoffen, dass es nicht zu spät ist.

Anmerkungen Bearbeiten

  1. Belamoors Forschungstagebuch


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