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Die Aldor Wiki

Band IV Kap 13-14

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Vorwort I. Das Leben ändert sich II. Gefahren des Alltags III. Dias Schneegestöbermarkt und der Beginn einer Suche IV. In Gefangenschaft V. Fremde oder Freunde? VI. Velas Gedächtnisverlust VII. Sturmwind VIII. Familie IX. Shan'Do

Auszüge aus Gánndors TagebuchBearbeiten

Gedanken der NachtBearbeiten

Die Nacht ist noch nicht vorbei. Unruhig habe ich bisher kaum geschlafen. Die Gedanken an Vela beschäftigen mich. Was empfinde ich wirklich für diese Frau? Was würde aus ihr werden? Dürfte ich diese Gefühle überhaupt zulassen? Oder würden sie mich nur wieder in ein neues Abenteuer ohne glücklichen Ausgang schicken? Was wusste der alte Gnoll am Dunkelmondjahrmarkt, als er mir bescheinigte jemanden - Vela - gefunden zu haben? Oder war er nur ein alter Scharlatan, der die Gefühle seines Gegenüber ausnutzte? Der Blaue Eremit. Ich musste zurück in das Gasthaus. Vela hatte sich dort ebenfalls einquartiert. Was würde sie denken, wenn ich nicht mehr dort wohnen würde... Vela... sie war wohl die erste Frau, die nicht ständig die Prüfung gegen Akena bestehen musste... die Prüfung, bei der bisher jede Frau an meiner Seite gescheitert ist.

Gánndor und Vela oder auch *** Ein Krieger auf Reisen*** Bearbeiten

Nachdem ich die halbe Nacht wach verbrachte, um mir über meine Gefühle zu Vela klar zu werden, machte ich mich am darauf folgenden Morgen direkt auf den Weg in den Eremiten.

Vela saß auf der Terrasse und schrieb etwas in ihrem neuen Buch… sie führte also auch Tagebuch. Wieder eine Gemeinsamkeit. Ich setzte mich zu ihr, doch noch bevor sich ein Gespräch entwickeln konnte, kam Gadrion aus dem Magierturm. Ich hatte Thea unterwegs getroffen und sie erzählte mir, dass er in der Stadt ist. Da ich mir etwas Sorgen machte, wie seine Anwesenheit in Sturmwind ankommt, bat ich Thea ihren Vater zu mir zu schicken. Doch im Moment stand mir einfach der Kopf nach diesen Dingen. Dennoch begrüßte ich ihn freundlich und erfuhr, dass er nach einer neuen Aufgabe suche, seit der Lichkönig gefallen sei. Sturmwind war jedoch nach wie vor kein einfaches Pflaster für einen … Todesritter.

Ich war noch mit Gadrion im Gespräch, als plötzlich auch noch Mahikaa auftauchte. Ihre Anwesenheit in Sturmwind, ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt, verunsicherte mich. Ich hatte gelernt mit dem Untod Akenas umzugehen, doch flogen mir immer wieder die Gedanken an meine Vergangenheit durch den Kopf, wenn ich sie wiedersah. Entsprechend schroff war wohl meine Reaktion auf sie, wenn auch Gadrion meinte, dass ich im Vergleich zu vielen anderen Menschen noch freundlich zu einem Todesritter war.

Ich versuchte es schnell zu verdrängen, als sie gegangen war und nicht länger darüber nachzudenken. Akena gehörte meine Vergangenheit, nicht aber meine Gegenwart oder Zukunft. Das hatte ich mittlerweile gelernt.

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im Magierviertel

Gadrion bemerkte, dass ich gerne mit Vela ungestört reden wollte und so löste sich unser kleines Treffen auf und ich konnte endlich wieder mit Vela über ihre Erinnerungen reden. Vela erzählte mir, dass sie Erinnerungen an ihre Heimat hatte… an Seenhain, wo ihre Familie lebte, bevor es im zweiten Krieg von den Orks zerstört wurde. Sie erzählte mir weiter, dass sie plante dorthin zu reisen. Ohne einen Moment zu zögern, bot ich ihr an, sie zu begleiten, was sie zu meiner Freude auch gerne annahm. Endlich konnten wir dieser Stadt wieder den Rücken kehren und eine zeitlang alleine sein.

Wir mieteten uns 2 Pferde an den Toren Sturmwinds und noch bevor ich etwas sagen konnte, war Vela bereits im Galopp Richtung Seenhain unterwegs. Ich hatte Mühe ihr zu folgen, wollte ich sie doch nicht aus den Augen verlieren… aus Angst sie nie wieder zu sehen. Als wir die Grenze zwischen den Wäldern Elwynns und den roten Felsen erreichten, die dem Rotkammgebirge seinen Namen verliehen, hielt Vela plötzlich inne. Vela erinnerte sich an alles, was vor Derons Verschwinden passierte. Was ihr wohl gerade durch den Kopf ging?

Als wir schließlich Seenhain erreichten und die Pferde abgaben, spazierten wir an den See. Der Steg… dort hatten „die alte Vela“ und schon einmal gesessen und lange geredet. Ihr schien die Idee zu gefallen und so setzten wir uns an den gleichen Ort…. und erzählten.

Vela erzählte mir über ihre Ängste vor der Frau, der ich am Altar der Stürme begegnete. Ich wiederum versuchte ihr diese Angst zu nehmen, dass niemand schuldfrei gehandelt hätte und dass in meiner Überzeugung nur das morgen den Menschen von heute formt. Warum? Nun…

… der Mensch der wir morgen sein werden, der Mensch wird heute geformt. Heute tun wir die Dinge, für die wir uns morgen rechtfertigen müssen. Ein Mensch, der in der Vergangenheit viele Freveltaten begangen hat, sollte dennoch die Möglichkeit erhalten, sie mit seinen Taten von heute im zukünftigen Leben ausgleichen zu können. Wie sonst sollte man jemandem je verzeihen können? Wie sonst könnte ich einen Todesritter, Gadrion, meinen „Freund“ nennen? Das war meine Interpretation der Tugenden des Lichts. Das war meine Lebensüberzeugung.

Vela schien sehr überrascht von dieser Haltung, doch hatte ich auch irgendwie das Gefühl, es würde sie beruhigen. Wir sprachen viel und lange.. unter anderem hatte sich herausgestellt, dass eine Stute namens Mondlicht, die sie sehr geliebt hatte, aus der Falkensteinchen Zucht aus Lordaeron stammte.

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Am Immerruhsee

So vergingen die Stunden und plötzlich stand nicht mehr die Sonne, sondern der Mond am Himmel und erhellte den See neben uns. Am nächsten Tag traf mich Vela auf der Brücke beim Angeln. Ich liebte es in Seenhain zu angeln und hatte schon lange nicht mehr die Zeit dazu gefunden. Als Vela auftauchte fühlte ich mich… glücklich. Und so kam es, dass wir auf die andere Seite am See schlenderten. An Velas altem Lieblingsplatz angekommen, entfachte ich ein kleines Feuer, um den frisch gefangen Fisch zu grillen. Es war eine Zeit des absoluten Friedens und vielleicht hätte man hier alles hinter sich lassen können.

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Planungen zur Weiterreise

Doch auf meine Nachfrage, wie es um ihre Erinnerungen stehen würde, antwortete sie mir, dass sie ein Bild von dem See sehen würde und dass es sich hier sicher lüften ließ. Ein eiskalter Schauer lief mir über den Rücken, als ich daran dachte, dass Vela vielleicht zu schnell wieder ihre Erinnerungen bekam und vielleicht diese Lanea wieder zu schnell Einfluss auf sie nehmen könnte, doch ich ließ mir nichts anmerken. Stattdessen ließ ich durchblicken, dass ich nach Theramore „müsste“, jedoch sie nicht hier alleine lassen wollte. Das war natürlich rein erfunden, aber es war ein Versuch, Vela einfach nur auf andere Gedanken zu bringen und ihr… oder uns… Zeit zu verschaffen.

Wie erhofft nahm sie meine Einladung an mich nach Theramore zu begleiten. Mein Plan ging auf.


Gánndor zeigt Vela „seine Welt“ oder auch *** Ein Krieger als Reiseführer ***Bearbeiten

Die Reise verlief ruhig und wir redeten nur über alltägliches… jedoch fielen mir einige Gemeinsamkeiten auf, wie die Vorliebe für Rotwein oder die Zuneigung zu Pferden. Als wir Menethil erreichten, buchte ich eine Überfahrt für zwei Personen. Vela nutzte den Aufenthalt in der Stadt, um ihre Frisur zu verändern… die Haare waren nun wieder tiefschwarz und sie steckte sie die meiste Zeit hoch. Irgendwie gab mir dieses Bild wieder mehr von der Vela zurück, die ich bereits so lange kannte.

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Der Hafen von Theramore

Als wir endlich Theramore erreichten, genoss ich den Anblick. Theramore hatte immer diese beruhigende Wirkung auf mich und dafür mochte ich diese Stadt so. Vela bewunderte diese Stadt ebenfalls und sie bat mich um eine Stadtführung. Gerne kam ich der Aufforderung nach und führte Vela durch die Stadt… ich zeigte ihr das Gildenhaus der Flamme der Hoffnung und erzählte ihr mehr über diese Gemeinschaft. Ich führte sie zu den Ställen, zum Magierturm. Dort hatte ich mein Büro und es war mir wichtig, dass Vela wusste, wo sie mich finden konnte oder wer ihr helfen konnte, wenn sie mich brauchte.

Später führte ich Vela zu meiner Überraschung für sie: Stephan, ein guter Bekannter aus der Stadt, hatte für uns eine Flasche Rotwein und ein paar Kleinigkeiten zu essen auf der Stadtmauer vorbereitet.

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Die Stadtmauern von Theramore

Vela gefiel die Idee und so genossen wir die Aussicht auf die Kontraste der Düstermarschen. Das grünliche Meer, der Sumpf, die Berge und die rötliche Abendsonne… Als wir so dasaßen, kamen mir plötzlich wieder Floris Worte in den Kopf, dass meine Gründe für all das hier auch nicht ganz frei von Egoismus seien… wie Recht sie hatte, auch wenn ich ihr das niemals sagen würde… aber sie hatte tatsächlich Recht behalten. Ich tat dies alles zwar für Vela, aber eben für Vela und für mich. Ich tat es, weil ich mir langsam begann einzugestehen, dass ich seit unserem ersten Treffen am Schneegestöbermarkt in Dun Morogh mehr für diese Frau empfand, als pure Freundschaft. Darum erzählte ich ihr auch so viel von meiner Vergangenheit… von Akena… Flori und meinen Töchtern. Ich wollte, dass Vela alles über meine Vergangenheit wusste… ich wollte von vorneherein keine Geheimnisse vor der Frau haben… ich wollte nicht den gleichen Fehler zweimal begehen.

Vela war indirekt auch der Grund dafür, warum ich während meiner Zeit in Sturmwind den Kontakt zu Julakema gering gehalten hatte und sie eher zu ihrer Mutter schickte. Ich wollte, dass Jula eine engere Bindung zu Flori fand, damit, sollte ich nicht mehr hier sein, sie nicht völlig alleine wäre. Immerhin war ich damals im Begriff mich auf eine Reise zu begeben, die auch sehr wahrscheinlich meinen Tod beinhalten würde. Aber erst jetzt begann ich zu akzeptieren, dass mein Verlangen nach dem Wiedersehen mit der Frau, die hier neber mir saß, war, was mich zu all dem trieb.

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Auf dem Weg an den Strand

Als die Sonne untergegangen war wollten wir noch an den Strand. Der warme Sand in der langsam kühler werdenden Luft war etwas herrliches… so herrlich, dass wir es einfach nur genossen und die Probleme um uns herum fast vergessen konnten. Fast… denn wir sprachen nochmals über Velas Angst über die Zukunft. Ich redete auf sie ein, auch dass vielleicht gar nicht mehr das Medaillon für all die Veränderungen bei ihr verantwortlich sei… ich hoffte so sehr, dass ich Recht haben könnte und das vielleicht mehr das, was gerade zwischen uns entstand, dafür verantwortlich war. Und wenn es doch das Medaillon war, dann würde sicher ein erfahrener Magier uns helfen können. Vielleicht sogar jemand aus den Reihen der Flammen. Vielleicht Lisamarie oder Hesindian, ein Verwandter unserer gemeinsamen Bekannten Tsaja Splots.

Vela aber war sich sicher, dass die Wirkung auf sie vom Medaillon auf ausging und wollte es und gleich beweisen. Ich war nicht gerade glücklich darüber, musste ich doch befürchten, dass Vela wieder in den Sog Laneas geriet. Nervös beobachtete ich sie, wie sie das Medaillon langsam abnahm, es noch kurz in den Händen hielt und es dann in den Sand fallen ließ und so jede Berührung dazu unterbrach.

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am Strand

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Praktisch im gleichen Moment begann sich ihr Blick und ihre Stimme schon zu verändern, wenngleich sie auch noch nichts mit dem zutun hatte, was ich am Altar der Stürme sah. Doch Lanea schien wieder Macht über sie zu erlangen. Schnell nahm sie das Medaillon wieder an sich, schnell half ich es ihr wieder um den Hals zu legen.

Diese Nähe war es wohl auch, die schließlich zu dem darauf folgenden Kuss führte. Ein Kuss, der den Abend und die Nacht, wie im Fluge vergingen ließ; wie all die schönen Momente im Leben so schnell vergingen.

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