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Äschernes Bataillon/Die Gründung der Äschernen

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Äschernes Bataillon Die Gründung der Äschernen

Einige Monate zuvor...

Acht schwere Stiefel und ein stiefelloses paar gewaltiger Zehen, stapften nebenher durch den gewölbten Gang der Unterstadt, wo sie Spuren in dem auf dem fleckigen Marmor liegenden Staub hinterließen. Haut lose Schädel wendeten sich den Ankömmlingen zu und gelb glühende Augenhöhlen schimmerten berechnend. Die schweren Teile der Plattenrüstungen verschoben sich metallisch seufzend und das Echo der Saronitstiefel hallte durch die Stille einer toten Stadt.
Das flackernde Licht der in schmiedeeisernen Halterungen angebrachten Fackeln erhellte für Augenblicke die Schatten der Kapuzen und enthüllte drei knochige Fratzen, noch bleicher als die Wachen der Verlassenen. Die vierte Kreatur besaß langgezogene Züge und zwei lange, gebogene Zähne - ein Troll, der vornüber gebeugt ging. Allein die letzte Gestalt schien zumindest äußerlich noch annähernd menschenähnlich. Die bleichen Züge wurden durch die hohen Wangenknochen dominiert, die von drei dunklen Narbenlinien verunziert waren, die Ohren lagen im Dunkel des Schattens und dennoch war es ein Leichtes, diesen Mann als Untoten Hochelf zu erkennen.

Die fünf Todesritter betraten den Thronsaal der Bansheekönigin und blieben zu Füßen der Treppe zur Empore der Herrscherin über die Verlassenen stehen, ehe sie wie ein Mann auf die Knie sanken und die Arme auf Art der Untoten Lordaerons vor der Brust verschränkten. Edel wirkende, aus Stoff gefertigte Stiefel rückten ins Blickfeld der Runenkrieger, die nun den Kopf hoben und zu dem weißhaarigen Verlassenen hochsahen, der eine rissige Pergamentrolle öffnete und den Inhalt überflog. Mit kehliger Stimme begann er vorzutragen, ohne dabei die Gerüsteten aus den Augen zu lassen. Trotz der heran schlurfenden Schreckenswachen hinter ihm und den drei hinter den Todesrittern postierten schien das Misstrauen des Untoten nicht nachzulassen. Sein Kopf ruckte ein Stück zur Seite - eine Geste des Missfallens - und das spärliche, strähnige Haar fiel zurück.
"Im Namen der Verlassenen Lordaerons gedenkt die Bansheekönigin, den Vorschlag dieser Ritter zu akzeptieren und sie in den Dienst des gefallenen Reiches zu stellen." Regungslos senkten die Kreaturen wieder den Blick zu Boden. "Es sei die Gründung einer Einheit kundgetan, die Gründung des Äschernen Bataillons.", hob der Verlassene die Stimme. "Das Bataillon stellt sich vollends unter die Befehlsgewalt der Königin und untersteht einem von ihr ausgewählten Vertreter." Der Herold unterbrach sich und schloss die Schriftrolle wieder. "Die Bansheekönigin wünscht zu wissen, welcher dieser Ritter sich Volran Blutfäulnis nennt." Die verhüllten Arme einer der Gestalten senkten sich und der Todesritter erhob sich, hob den Blick zu den verunstalteten Zügen seines Leidensgenossen. "Die Bansheekönigin bestimmt Volran Blutfäulnis zum Herren des Äschernen Bataillons. Er möge im Sinne Ihrer Majestät wählen und sich bewusst sein, wem er dient.", fuhr der Untote fort, die letzten Worte eindringlich vertiefend. "Die Herrscherin entlässt diese Ritter aus der Audienz. Sie mögen nicht in die Nekropole der Schwarzen Klinge zurückkehren und den Hochlord meiden, wann immer es ihnen möglich ist." Ohne ein weiteres Wort wendete sich der Herold ab und trat auf Sylvanas Windläufer zu, die ihm still zunickte und die Runenkrieger keines Blickes würdigte. Die wachhabenden Schreckenswachen senkten die Hände von den Griffen der gekrümmten Klingen und traten zurück, als die Ritter sich wieder dem gähnenden Maul des Ganges zuwandten und den Thronsaal verließen.

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