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Âmitiel/...Verloren

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Âmitiel ...und die Blume in der Eiswüste ...und die Schattenrose Verloren

ErBearbeiten

Als ich ihn das erste Mal zu Gesicht bekam war mein erster Gedanke wohl, das ich wegrennen will. Sein jugendliches, offenes Gesicht geziert mit blonden Bartstoppeln, die leuchtenden, bläulichen Augen... Und dazu dieser Zopf! Verfilzte, einzelne Strähnen hat er zusammengebunden. Blutelfenblond... Wenigstens vorne könnte man annehmen, seine Haare währen seidig. Seine Klamotten hatten auch schonmal bessere Zeiten gesehen. Zerschlissen und Alt... Ich war natürlich wieder bis obenhin zugeknöpft, dazu vermummt. Ich weiß, das dies Abschreckent auf andere wirkt, und dies ist auch Sinn dieser Kluft. Grade, als ich die Flucht erfreifen wollte, kam der Elf auf mich zu. Und fragt mich tatsächlich wie es mir geht. Ein handelsübliches Hrm ertönt, welches ich wohl von Nerewyn geerbt habe. Noch bevor er weiterreden kann, tritt eine weitere Elfe auf uns zu. Will uns ein Hautbild anbieten. Auch das noch... Der Elf plappert los, die meisten Worte ziehen an mir vorbei. Wahrlos äussere ich den Vorschlag, eine Schlange stechen zu lassen. Der blonde Sin'dorei wirkt übermäßig begeistert von dieser Idee, und der Drang, mir in das Gesicht zu schlagen, tritt urplötzlich auf. Ich atme tief ein... Ruhig, Âmi, ruhig. Ich nicke wohlwollent, als noch der Vorschlag eines Schädels fällt. Ich nicke, nicke, nicke... Die fremde Haustsstecherin bemustert mich kritisch. Neigt sich vor und flüstert mir, das sie weiß was ich bin... Das ich den Elfen freilassen soll. Ich runzel die Stirn. Ihr Blick weißt auf meinen Verlobungsring. Ich muss lachen. Ehrlich und Hell. Blondie blickt mich fast schon entsetzt an, ehr er breit Grinst, und die Elfe viel zu hastig davoneilt. Da hatte sie sich bitter geirrt... So jemand bin ich nicht. Ich blicke den Elfen an... Seine Augen. Einen Moment bleibt mir der Atem weg, ehr der Elf mir, immernoch breit grinsent, auf die Schulter tätschelt und fragte, was die Frau geflüstert hat. Ich erklärte es ihm. Er verstand kein Wort, zuckt lachent mit den Schultern. Da, der Drang... Schnell Verdrängen. Ich rauschte an ihn Vorbei. Fluchtreflex bei Leuten, welche mich ernsthaft amüsieren. Lass die Fassade nicht brechen, denke ich mir, Derazhian wird Stolz auf dich sein wenn du so bist wie er es wünscht. Ich flüchte mich zum Gasthaus.


Der Elf folgte mir. Einige Tage sind nach dem ersten Treffen vergangen. Ich traf ihn dennoch wieder und wieder. Ein Windspielverkäufer kam vorbei als wir im Wald auf einem Zaun saßen. Welcher Teufel mich da nur geritten hat... Ich fand ihn Faszinierent, das konnte ich nicht Leugnen. Er erinnerte mich an mich, wie ich eigentlich bin, und eigentlich wieder gerne sein würde. Keine Frage, Derazhian hat mich verändert. Aber zum Guten? Meine Gedanken schweifen ab, ich ignoriere sie. Ich darf dies nicht anzweifeln, niemals. Viele schöne Windspiele zieren das Angebot des Sin'dorei. Ich hätte gerne eines... Doch sage Nein. Blondie kauft sich eines. Ich betrachte es und lächel unter meiner Maske. Er scheint dies zu spüren und blickt mich vielsagent an. Schnell starre ich gen Boden und hülle mich ins Schweigen. Er stubbst mich sachte an. Ich hrme erneut. Gewohnheit. Der Sin'dorei seufzt, der Windspielverkäufer ist schon lange gegangen. Aus den Augenwinkeln betrachte ich ihn, wie er das Spiel in die Luft hällt und diese das Spiel sacht zum Klingen bringt. Ein wundervoller Anblick. Schnell erhebe ich mich und wander zum Strand, in der Hoffnung meine Gedanken dort klären zu können. Gedanken, die aufgekommen sind. Gedanken, welche nicht aufkommen dürfen. Ich will heulen, schreien, schlagen... Ich schreite ruhig zum Strand. Es ist Abend.


Er folgt mir weiterhin. Lichtverdammt. Mittlerweile ist es tiefe, dunkle Nacht. Leise zirpen die Grillen im Gras, der Wind rauscht hörtbar durch die Blätter. Ich eile zum Meer. Der Kerl ist immernoch hinter mir. Kurzerhand lasse ich mich am Ufer nieder. Der Sin'dorei bleibt hinter mir stehen. Ich schließe die Augen und lausche dem Meer. Das Meer... Eins verstreute ich Nerewyns Asche in diesem. Wenn ich am Meer bin, fühle ich mich ihm Nah. Das Rauschen der Wellen ist wie sein Flüstern. Ruhe. Selbst der Sin'dorei schweigt. Ich öffne die Augen und blicke ihn an. Er erzählt mir, wie sehr er das Meer mag. Ich schmunzel. Das Windspiel hängt an seinem Gürtel. Er tritt an das Meer, stolpert über meine Robe und fällt in das Wasser. Angestrengt verkneife ich mir ein Prusten und erhebe mich um ihn meine Hand zu reichen, ziehe ihn an das Ufer zurück. Er ist klitschnass. Und zittert. Langsam löse ich meine Hand und blicke ihn einfach an... Und Lache wirklich. Dieser Anblick... Er Lacht mit. Ich löse meine Gugel. Zu der Zeit waren meine Haare noch so schwarz wie der Himmel über uns. Er blickt mich an, als hätte er einen Geist gesehen. Seine Lippen öffnen sich Überrascht. Ich runzel die Stirn. Langsam hebt sich seine nasse Hand, die Fingerspitzen berühren meine Wange. Ich halte den Atem an und blicke auf, in seine blauen Augen, welche mich an mein geliebtes Meer, an Nerewyn erinnern. Mein Herz überschlägt sich.


Viele Fragen über mein Verhalten folgen. Warum ich so kalt bin. Ich erzähle ihm meine Geschichte, von Derazhian. Er wirkt betrübt. Er findet mich hübscher wenn ich Lächel. Ich verspreche ihm, das ich ab jetzt ehrlich zu ihm sein werde. Er lacht leise auf und versucht eine meiner Haarsträhnen zu bändigen. Er zittert immernoch. Ehr ich mich versehe, finde ich mich an seinen Armen wieder. Ich bin warm, sagt er. Es stimmt. Ich habe eine hohe Temperatur. Normal. Nicht führ ihn. Meine Gedanken sind frei. Ich spüre das erste Mal seit Langen so etwas wie Geborgenheit. Ich denke an Derazhian. Mein Herz wird schwer und meine Miene traurig. Mein Kinn wird angehoben. Die Fingerspitzen des Elfen sammeln Tränen auf. Ich schliesse hastig meine Augen. Er küsst mich. Das Rauschen des Meeres gibt eine stimme Bestätigung von sich.


Er ist Eingeschlafen. Ich sitze in Hemd und Hose neben ihn. Meine Robe habe ich auf ihn gelegt. Seine Sachen waren immernoch Nass. Meine Finger streifen über die roten Lippen. Dort, wo vor einigen Momenten die des Sin'dorei waren. Ich blicke hellwach in das Wasser. Mein Kopf sagt es war ein Fehler. Mein Herz das Gegenteil. Wieder rinnen Tränen über meine Wangen. Ich stehe auf, blicke auf den schlafenden Elfen und gehe. Nie mehr wir...

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